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Erneuter Tiebreak-Showdown: Der Traum vom Finale für die DSC-Volleyballerinnen gegen Chieri endet

Turin – Bis kurz nach 22:10 Uhr hielten die Volleyballerinnen des Dresdner SC fest am Traum vom Einzug ins Endspiel fest. Doch im entscheidenden Tiebreak zerstörte Chieris Diagonalangreiferin Anett Nemeth (26) die letzten Hoffnungen der DSC-Spielerinnen auf eine Sensation im Halbfinale des CEV-Cups. Wie schon im Hinspiel unterlagen die Schmetterlinge aus Dresden dem Team von Reale Mutua Fenera Chieri erneut nach einem spannenden Fünf-Satz-Krimi mit 2:3 (13:25, 25:17, 26:28, 25:23, 12:15).

Eine herausragende Leistung zeigte auf sächsischer Seite Marta Levinska (24). Die Lettin erzielte beeindruckende 33 Punkte und trug maßgeblich dazu bei, dass die Überraschung auch im Rückspiel lange Zeit greifbar blieb.

Wenn die Dresdnerinnen im Aufschlag ordentlich Druck machten, lief vieles nach Plan. Allerdings erwies sich die Strategie, das Spiel durch starke Serviceaktionen zu kontrollieren, im ersten Satz als Vorteil für die Italienerinnen.

Die deutsche Nationalspielerin Anastasia Cekualev (22) setzte mit sieben starken Aufschlägen in Folge den Grundstein für den Satzgewinn ihres Teams.

Zudem dominierte der Fünftplatzierte der Serie A1 das Netzspiel und sammelte im Auftaktdurchgang vier wertvolle Blockpunkte.

Doch dass die beiden gewonnenen Sätze im Hinspiel keine Glückstreffer waren, bewiesen die DSC-Schmetterlinge eindrucksvoll.

Immer wieder variierten die Dresdnerinnen ihre Angriffe, die schließlich von Levinska erfolgreich abgeschlossen wurden. Der Gastgeber leistete sich zudem einige Fehler.

Das Resultat: Im zweiten Satz konnten die DSC-Mädels sogar mit 21:14 in Führung gehen. Ein Aufschlag ins Netz sorgte jedoch für den Ausgleich, woraufhin die neun mitgereisten Fans den verdienten Satzausgleich (1:1) bejubelten.

Ab diesem Zeitpunkt waren die Sächsinnen endgültig im „Palazzetto dello Sport Gianni Asti“ in Turin angekommen, das mit 2060 Zuschauern nicht einmal halb gefüllt war.

Im dritten Durchgang entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zur entscheidenden Phase. Dank zweier starker Blocks eröffneten sich den Dresdnerinnen sogar Möglichkeiten zur Führung. Doch dann folgte der Rückschlag: Chieri glich aus und lag mit 27:26 vorn, hatte sogar selbst Matchball – den sie nutzen konnten, nachdem die DSC-Spielerinnen einen Aufstellungsfehler begingen.

Im Gegensatz zum Hinspiel bewahrte das Team von Trainer Alex Waibl jedoch seine Nerven und antwortete mit einem Aufschlag-Ass von Levinska, während Chieri erneut ungenau agierte – 14:9 im Tiebreak.

Letzten Endes war es die herausragende Diagonalangreiferin des DSC, die den Tiebreak entschied, für den Golden Set reichte es jedoch nicht mehr.

Im Finale trifft Chieri nun auf Galatasaray Istanbul, das sich souverän gegen C. S. O. Voluntari durchsetzen konnte.