Anstrengendes Programm beim DSC hinterlässt Spuren: „Wir hatten einfach keine Energie“
Dresden – „Das macht den Abend für uns ein wenig angenehmer“, erklärte Alex Waibl nach dem knappen 3:2-Sieg am letzten Spieltag der Hauptrunde gegen den TSV Flacht.
Dabei bezog sich Waibl nicht auf den Erfolg selbst, sondern auf die Auszeichnung zur Dresdner Mannschaft des Jahres. Das Match gegen den Aufsteiger, bei dem seine Mannschaft „unnötigerweise einen Punkt liegen ließ“, erwies sich als deutlich anspruchsvoller, als es den DSC-Fans lieb gewesen wäre. „Wir hatten schlichtweg keine Energie“, fasste der 57-Jährige die Lage zusammen.
„Uns war bewusst, dass die Erholungsphase kurz sein würde, denn zwischen den Spielen lagen nur zwei Tage“, erläuterte Emma Grome. Vom CEV-Cup-Spiel am Donnerstag bis zur Begegnung am Samstag waren es weniger als 48 Stunden. Verständlicherweise ließ bei ihr und den Teamkolleginnen nach dem zweiten Satz die Kraft nach. „Wir haben uns wieder gefangen und am Ende gewonnen. Aber ja, es war sehr anstrengend“, berichtete die 23-Jährige.
Obwohl der Einsatz groß war, reichte es nicht mehr für den Sprung auf Platz drei oder zwei – zumal Schwerin und Suhl ihre Aufgaben souverän erledigten.
Für die Dresdnerinnen beginnt daher ab Samstag die „Best-of-Three“-Serie im Playoff-Viertelfinale gegen den Fünftplatzierten USC Münster.
Der volle Terminkalender setzt sich fort: Bereits am Dienstag reist das Team nach Turin, wo die US-Amerikanerin und ihre Mitspielerinnen das Finale im internationalen Wettbewerb anstreben.