Nach spektakulärer Rückkehr von Straube: DSC gelingt nächster Transfer-Hammer
Dresden – Die Ereignisse überschlagen sich förmlich! Nachdem der DSC am Dienstag die überraschende Rückkehr der Zuspielerin Sarah Straube verkündet hatte, folgte am Mittwoch gleich der nächste Transfer-Coup: Lena Kindermann (26) wurde als neue Diagonalangreiferin vorgestellt. Im Interview erklärte die Nationalspielerin, was sie zu ihrem Comeback in der Bundesliga bewogen hat, warum sie sich für den DSC entschieden hat und welche Bedeutung ihr bekannte Gesichter dabei hatten.
TAG24: Frau Kindermann, wann haben Sie sich entschlossen, nach Deutschland zurückzukehren?
Lena Kindermann: „Zu Beginn der letzten Saison spielte ich mit dem Gedanken, wieder in der Bundesliga anzutreten. Die Atmosphäre in Frankreich ist völlig anders, die Hallen oft leer und ruhig. In Deutschland hingegen kommen die Fans zu den Spielen, weil sie Volleyball wirklich lieben und die Stimmung mitreißend finden.“
TAG24: Sie starteten die letzte Saison in Frankreich bei Levallois Paris, wechselten dann im Januar nach Italien zu Monviso. Gibt es die Gefahr, dass Sie Dresden vor Ende der kommenden Spielzeit wieder verlassen?
Kindermann: „Nein, in Paris lief kommunikativ vieles schief. Wir kamen zu dem Schluss, dass es so nicht weitergehen kann und es einfach nicht gepasst hat.“
TAG24: Sie wurden in Schwerin ausgebildet und feierten dort Ihr Bundesliga-Debüt, zudem spielten Sie zwei Jahre in Suhl. Weshalb fiel Ihre Wahl dennoch auf den DSC?
Kindermann: „Ich liebe es, neue Erfahrungen zu sammeln. In Dresden war ich außerhalb des Spielfelds bisher noch nie. Ich habe zwar schon gegen Dresden gespielt, aber die Vorstellung, künftig mit diesem Rückhalt statt dagegen zu spielen, finde ich sehr reizvoll.“
TAG24: Welche Bedeutung hatten für Ihre Entscheidung die Rückkehr von Sarah Straube und die Vertragsverlängerung von Patricia Nestler (24)?
Kindermann: „Beide spielten eine entscheidende Rolle. Aus der Nationalmannschaft kenne ich ihre hohe Qualität. Sarah ist eine erstklassige Zuspielerin, die konstant starke Leistungen bringt und zu der ich bereits eine gute Verbindung habe. Meine Hauptaufgabe wird es sein, Punkte zu erzielen.“
TAG24: Ihre Vorgängerin beim DSC, Marta Levinska (24), hat diese Aufgabe als Top-Scorerin großartig gemeistert und sich als MVP der vergangenen Bundesliga-Saison sowie als Publikumsliebling aus Dresden verabschiedet. Belastet Sie das?
Kindermann: „Ich vergleiche mich nicht gern mit anderen. Ich bin ich selbst und versuche stets, mich weiterzuentwickeln. Ich glaube, Marta und ich sind einfach unterschiedliche Typen. Viel wichtiger ist es für mich, meinen eigenen Beitrag zu leisten und neue Impulse einzubringen.“