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Soziale Medien als Hass-Schauplatz: DSC-Neuzugänge sehen sich Anfeindungen ausgesetzt

Dresden – Die ersten beiden Verpflichtungen des DSC für die kommende Saison stehen fest: Zuspielerin Sarah Straube (24) und Diagonalangreiferin Lena Kindermann (26) kehren zurück nach Deutschland. Beide Nationalspielerinnen waren zuletzt in Italien aktiv, dem anerkannten Zentrum des Volleyballs. Die Spekulationen über ihre Rückkehr sorgten jedoch nicht überall für Zustimmung.

In den sozialen Netzwerken äußerten einige Nutzer Unverständnis über den Wechsel aus Italien nach Deutschland und fielen teilweise mit hasserfüllten Kommentaren auf, in denen von einer „verpassten Chance“ und einem „Karriererückschritt“ die Rede war. Unter einem Instagram-Post von „volley_insider“ war etwa zu lesen: „Warum zurück in diese Liga? Das ist doch einfach verrückt“ – einer der noch vergleichsweise milden Einträge.

Ähnliche Tendenzen zeigten sich auch auf den offiziellen Kanälen des Dresdner Vereins. „Seit Auftauchen der ersten Gerüchte haben wir sehr genau verfolgt, wie die Diskussionen verlaufen“, erklärt DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann im Hinblick auf die Reaktionen in den sozialen Medien.

„Deshalb haben wir uns bereits vor der offiziellen Bekanntgabe der Transfers abgestimmt, wie wir mit der Situation umgehen wollen: Die Kommentarfunktion bleibt aktiv, wird jedoch streng überwacht. So können alle Fans, die sich über die Rückkehr von Sarah freuen, ihre Freude ausdrücken.“

In einzelnen Fällen musste der Verein dennoch einschreiten, bestätigt Zimmermann: „Die Plattform bietet eine große Reichweite und ermöglicht der Fan-Gemeinschaft Mitwirkung. Gleichzeitig besteht aber das Risiko, dass ungefiltert unangemessene oder beleidigende Meinungen veröffentlicht werden.“ Bei „persönlichen Angriffen oder verletzenden Bemerkungen“ sah sich der DSC gezwungen, entsprechende Beiträge zu entfernen.

Sarah Straube hat die Kommentarflut mitbekommen, geht jedoch selbstbewusst damit um: „Ich lese mir die Beiträge schon durch, weil mich das interessiert und ich gut differenzieren kann. Manche Kommentare finde ich sogar amüsant, weil ich mich frage: Wo kommt das her? Andere wiederum sprechen Sachen an, die ich selbst auch schon gedacht habe. Letztendlich weiß ich aber nicht, wie viele davon von KI- oder Fake-Profilen stammen.“

Alle Beteiligten stellten fest, dass sich die negativen Kommentare in kurzer Zeit gehäuft haben.

Auch nach der offiziellen Bekanntgabe der Transfers musste der Verein „an einzelnen Stellen eingreifen und Kommentare löschen“, so Zimmermann, betont jedoch: „Die positiven Rückmeldungen überwiegen deutlich.“