Mit knapper Not gewonnen: DSC bezwingt Flacht im Tiebreak
Dresden – Zum Abschluss der Hauptrunde gestalteten die Volleyballerinnen des Dresdner SC das Match gegen die Binder Blaubären TSV Flacht mit einem 3:2-Erfolg (25:23, 25:18, 22:25, 23:25, 15:11) überraschend spannend. Für einen Sprung in der Tabelle reichte der Sieg jedoch nicht, was nicht nur am eigenen Ergebnis lag.
„Am Ende war das ohnehin nebensächlich“, brachte es Alex Waibl prägnant auf den Punkt: „Wir kannten die Resultate der anderen Teams.“
Die erhoffte Unterstützung aus Stuttgart in Schwerin blieb aus. Zwar gewann der Tabellenführer in Mecklenburg-Vorpommern, musste jedoch einen Punkt abgeben. Parallel dazu triumphierte Suhl in Aachen.
So war für die DSC-Damen, die am Abend bei der Sportlergala zur Mannschaft des Jahres gekürt wurden, unabhängig vom eigenen Erfolg klar, dass in der Tabelle weder ein Auf- noch ein Abstieg möglich war. Die Hauptrunde endete für Dresden auf Platz vier.
Im Viertelfinale der Play-offs trifft das Team nun am kommenden Samstag um 17:15 Uhr in der Margon Arena auf den USC Münster. Das zweite Spiel findet am Mittwoch beim Tabellennachbarn auf Rang fünf statt.
Wie es anschließend in der Best-of-Three-Serie weitergeht, wird erst nach dem Rückspiel im CEV-Cup-Halbfinale am Mittwoch bei Chieri entschieden.
Die 2:3-Niederlage aus dem Hinspiel wirkte sich auch auf das Aufeinandertreffen gegen den Aufsteiger Flacht vor 2599 Zuschauern in der Margon Arena aus.
Im Vergleich zum Krimi vor weniger als 48 Stunden änderte Trainer Alex Waibl (57) die Startformation deutlich. Rosa Entius (22) nahm den Platz von Marta Levinska (24) ein, Miku Akimoto (19) begann anstelle von Jette Kuipers (23) und Amanda Siksna (23) lief für Mette Pfeffer (20) auf.
Bei Akimoto zeigte sich die Annahme unsicher, und im Angriff fehlten sowohl Lorena Lorber Fijok als auch Siksna die nötige Genauigkeit, wodurch beide Bälle ins Aus schlugen.
Dennoch fanden die Dresdnerinnen gerade noch rechtzeitig ins Spiel: Fijok sorgte mit dem 24:23 für die erste Führung, bevor Emma Grome den Satzball mit einem starken Aufschlag verwandelte.
Die Sätze drei und vier verliefen noch spannender und gingen beide knapp an die Gäste aus Baden-Württemberg.
Am Ende setzte sich in einem engen Duell der Favorit durch. Jette Kuipers machte mit einem Ass zum 15:11 im Tiebreak die Entscheidung klar.
Als gefeierte Spielerin des Abends wurde Entius ausgezeichnet. Ihre Wahl zur MVP des Spiels honorierten die DSC-Fans mit dem Sprechchor „Rosa, Rosa, Rosa“. Mit beeindruckenden 38 Punkten war diese Ehrung mehr als verdient.