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Aufschlag-Kraft und eine störende Taube treiben Alexander Zverev in die Verzweiflung

Hamburg/Sydney – Der Frust musste seinen Ausdruck finden! Tennis-Profi Alexander Zverev (28) erlitt beim United Cup in Sydney eine Niederlage im zweiten Gruppenspiel. Eine Taube sowie eine Verwarnung brachten den Deutschen an den Rand der Verzweiflung.

Nach einem mühelosen Auftaktsieg gegen den Niederländer Tallon Griekspoor (26) musste Zverev am Montag den ersten Rückschlag im Hinblick auf die Australian Open hinnehmen. Gegen den Polen Hubert Hurkacz (28) hatte der Hamburger kaum eine Chance und unterlag mit 3:6 und 4:6.

Vor allem die Aufschläge des 28-jährigen Polen bereiteten Zverev große Probleme. Obwohl es für den ehemaligen Top-Ten-Spieler das erste Match seit dem 12. Juni 2025 war, zeigte sich kaum ein Mangel an Matchpraxis. Hurkacz servierte beeindruckende 21 Asse und ließ bei eigenem Aufschlag keinen Punkt zu.

Diese Situation sorgte beim Deutschen für deutlich sichtbare Frustration. Während eines Ballwechsels flog plötzlich eine Taube über den Platz, was Zverev sichtlich aus dem Konzept brachte. Er wandte sich daraufhin an Schiedsrichter Mohamed Lahyani (59), doch der Schwede entschied, das Spiel fortzusetzen, anstatt den Punkt zu wiederholen.

Mit dieser Entscheidung war Zverev überhaupt nicht einverstanden und zerschmetterte auf dem Weg zur deutschen Coaching-Zone das Mikrofon, das eigentlich für die Kommunikation zwischen Spieler und Team gedacht war.

Sportlich konnte man Zverev gegen Hurkacz wenig vorwerfen. In den Pausen analysierte er bereits auf seinem Tablet, wie er sich verbessern könnte. Dennoch blieb er gegen die kraftvollen Aufschläge des Polen chancenlos.

Immer wieder suchte der 28-Jährige beinahe flehend den Blick zur deutschen Trainerbank, doch auch diese konnte ihm nicht weiterhelfen.

Als Zverev wegen überschrittener Zeit beim Aufschlag eine Verwarnung erhielt, war das Maß voll. Nach einer hitzigen Diskussion verlor er den Punkt und damit auch sein Aufschlagspiel. Am Ende ließ er seinen Frust am Schläger aus, der dabei erheblichen Schaden nahm.

Nach 82 Minuten war die Begegnung beendet. Da auch Eva Lys (23) gegen die ehemalige Weltranglistenerste Iga Swiatek (24) in drei Sätzen unterlag, stand das deutsche Team bereits nach den Einzeln als Verlierer fest. Um noch eine Chance auf das Weiterkommen zu haben, müssen die Deutschen darauf hoffen, dass die Niederlande Polen möglichst ohne Satzverlust besiegen.