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Verbindung zu Carl Zeiss Jena? Polizei startet groß angelegte Aktion gegen mutmaßliche Fußballfans

Von Jasmin Beisiegel, Christian Rüdiger

Jena – Die Kriminalpolizei Jena führte bei zahlreichen Verdächtigen aus der thüringischen Fußballszene umfangreiche Durchsuchungen durch.

Den Betroffenen werden unter anderem Landfriedensbruch, Nötigung im Straßenverkehr, Raub sowie diverse Sachbeschädigungen mittels Graffiti vorgeworfen, wie die Polizei mitteilte. Die insgesamt 47 Durchsuchungsbeschlüsse wurden am Dienstag in Jena, Kahla, Saalfeld und Gera umgesetzt. Als Hintergrund vermutet man Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Fan-Gruppen.

Die Ermittlungen richten sich unter anderem gegen 20 Beschuldigte, die mutmaßlich Züge mit Graffiti besprüht haben. In zwei Fällen soll dabei besonders rücksichtslos gehandelt worden sein, so die Mitteilung.

Demnach lösten sie in fahrenden Zügen, in denen sich Fahrgäste befanden, die Notbremse aus, um den Zug anzuhalten und die stehenden Wagen mit einem Graffiti zu versehen, das einen Bezug zur Fußball-Fanszene des FC Carl Zeiss Jena aufweist.

Durch diese Straftaten sei der öffentliche Friede und die Sicherheit erheblich beeinträchtigt worden, hieß es weiter.

Vor allem durch die rücksichtslose Ausführung der Nötigung im Straßenverkehr hätten die Tatverdächtigen eine Gefährdung von unbeteiligten Personen zumindest billigend in Kauf genommen.