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Landesverrat-Vorwürfe! Vermögen des ehemaligen Leverkusener Profis beschlagnahmt

Von Manuel Schwarz

Teheran – Dem iranischen Fußballspieler Sardar Azmoun (31) wird in seiner Heimat Landesverrat vorgeworfen. Dem früheren Bayer 04-Profi sollen sogar Besitztümer entzogen worden sein.

Die Staatsanwaltschaft der Provinz Golestan im Nordosten Irans ermittelt derzeit gegen insgesamt 16 Personen, die angeblich die USA und Israel im Krieg unterstützen.

Unter den Beschuldigten befindet sich nach Angaben des Sportportals Varzesh3 auch Azmoun, der aus der Region stammt und zwischen 2022 und 2024 bei Bayer Leverkusen unter Vertrag stand.

Zu seinem Eigentum zählen neben mehreren Immobilien offenbar auch zahlreiche Pferde sowie mehrere Reiterhöfe.

Bereits vergangene Woche wurde der 31-Jährige aus dem Aufgebot der iranischen Nationalmannschaft gestrichen.

Wie Medien berichten, soll ein Bild auf seinem Instagram-Profil, das ihn gemeinsam mit führenden Politikern der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) zeigt, der Auslöser für diese Entscheidung gewesen sein.

Hintergrund ist, dass die VAE unabsichtlich in den militärischen Konflikt zwischen Iran, den USA und Israel verwickelt wurden. Da sich auf dem Gebiet der Emirate US-Militärstützpunkte befinden, betrachtet der Iran die VAE mittlerweile als feindlich. Aus diesem Grund wertete man Azmouns Foto als „Verrat am Vaterland“. Der staatliche Sender IRIB erklärte dazu: „Solche Spieler brauchen wir nicht, denn die Liebe zum Vaterland steht über dem Fußball.“

Im Jahr 2024 wechselte Azmoun von Leverkusen nach Dubai. In den vergangenen Jahren hatte er wiederholt Kritik am islamischen Regime im Iran geäußert.

Beobachter vermuten deshalb, dass seine Kritik der eigentliche Anlass für die Maßnahmen ist und das Foto lediglich als Vorwand genutzt wird.