Extrem hohe Verletzungsgefahr: Ist das der unnötigste Sport aller Zeiten?
Sydney – Die wohl überflüssigste Sportart aller Zeiten sorgt aktuell sowohl für Faszination als auch für Besorgnis.
Am Samstag fanden in Sydney (Australien) die zweiten Meisterschaften der im vergangenen Jahr neu gegründeten „Run Nation“ statt. Was zunächst wie ein harmloser Laufwettbewerb klingt, entpuppt sich als ein brutaler Vollkontaktsport mit hohem Knock-out-Risiko.
Die „Run Nation“ lässt sich am besten mit American Football vergleichen, allerdings auf das Wesentliche und Gewaltvolle reduziert: Zwei kräftige Teilnehmer – von denen einer den Football hält – stellen sich wenige Meter gegenüber und stürmen dann mit voller Kraft aufeinander zu, um frontal zusammenzustoßen – ganz ohne Schutzausrüstung.
Der Sieger ist derjenige, der am Ende noch auf den Beinen bleibt. Der Verlierer fällt meist wie ein nasser Sack zu Boden und bleibt oft für mehrere Minuten benommen liegen, wie Aufnahmen des archaischen Spektakels zeigen.
Es gibt verschiedene Gewichtsklassen, ähnlich wie im Boxsport. Die bisherigen „Läufer“ stammen überwiegend aus Kampfsportarten oder Rugby. Die Veranstalter erklärten gegenüber dem australischen Sender „ABC“, dass die Athleten gegen „lebensverändernde Verletzungen“ abgesichert seien.
Gleichzeitig betonte einer der Mitgründer von „Run Nation“, Tremaine Fernandez, dass bei der Entwicklung des Spielfelds besonders darauf geachtet wurde, direkte Frontalzusammenstöße zu minimieren.