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Sieben Fußballanhänger sterben bei Auswärtsfahrt – neue Erkenntnisse zum verheerenden Unfall

Timișoara (Rumänien) – Am Dienstag sind sieben Anhänger des griechischen Fußballvereins PAOK Saloniki bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen. Aktuelle Informationen werfen nun ein Licht darauf, wie es zu dem schrecklichen Unglück im Westen Rumäniens kommen konnte.

Mehreren Medienberichten zufolge soll das Spurhalteassistenzsystem des mit insgesamt zehn Personen besetzten Minibusses das Lenkrad blockiert haben. Ein griechischer Arzt gab diese Informationen unter Berufung auf einen der Verletzten, der sich in einem rumänischen Krankenhaus befindet, an den staatlichen Sender ERT weiter.

Dadurch war es dem Fahrer nach einem Überholmanöver nicht möglich, wieder auf die rechte Fahrspur zurückzufahren.

Daraufhin kollidierte der Minibus auf der Europastraße 70 im Kreis Timiș, nahe der Stadt Timișoara, frontal mit einem entgegenkommenden 40-Tonnen-Lkw auf der linken Spur und wurde dabei regelrecht zerstört. Für sieben der zehn Insassen kam jede Hilfe zu spät.

Angesichts der Bilder von der Unfallstelle ist es fast ein Wunder, dass drei Personen den Unfall überlebten.

„Einer der Fahrzeuginsassen konnte das Fahrzeug mit leichten Verletzungen verlassen, die beiden anderen befinden sich in einem ernsteren Zustand im Krankenhaus, doch ihr Leben ist nicht in Gefahr“, erklärte eine Polizeisprecherin gegenüber dem Online-Portal „GOLAZO.ro“.

Auch Gesundheitsminister Adonis Georgiadis (53) äußerte sich zum Gesundheitszustand der Überlebenden aus Alexandria und Katerini.

In der Sendung Open berichtete er, dass eine der drei Personen keinerlei Verletzungen davongetragen habe. Ein weiterer habe mehrere Brüche, allerdings keine schweren.

„Der dritte ist mehrfach verletzt und hat schwere Frakturen an kritischen Stellen – am Hals, der Wirbelsäule und am Schlüsselbein –, aber sein Leben ist nicht in Gefahr und es scheint, dass er keine weiteren Schäden erlitten hat“, teilte der 53-Jährige mit.

Bezüglich einer möglichen Rückführung der Verletzten nach Griechenland könne derzeit noch keine endgültige Entscheidung getroffen werden: „Einer kann mit dem Linienflugzeug transportiert werden, ein weiterer ist zwar verletzt, kann aber verlegt werden, und für den dritten müssten wir ein spezielles Flugzeug organisieren, sofern eine Verlegung möglich ist.“

Die zehn Insassen, allesamt Anhänger von PAOK Saloniki, befanden sich auf einer Landreise über Bulgarien und Rumänien in Richtung Frankreich, um am kommenden Donnerstagabend (21 Uhr) das Europa-League-Spiel ihres Teams gegen Olympique Lyon zu verfolgen.

Infolge der Tragödie rückt der Fußball jedoch in den Hintergrund – nicht aber bei der UEFA. Zum Ärger der PAOK-Anhänger lehnte der Verband eine Spielabsage ab, sodass die Begegnung planmäßig stattfinden soll.

Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis (57) zeigte sich tief betroffen von dem Unglück und sprach den Hinterbliebenen sein Mitgefühl aus. In einem Facebook-Post schrieb der 57-Jährige: „Mit großer Bestürzung habe ich von dem tragischen Unfall in Rumänien erfahren, bei dem sieben junge Landsleute ihr Leben verloren haben.“

Auch PAOK-Besitzer Iwan Savvidis (66) reagierte erschüttert: „Ich bin zutiefst bestürzt über den ungerechten Verlust junger Menschen, Fans unseres geliebten Teams, die gereist sind, um unseren PAOK zu unterstützen“, erklärte er in einer offiziellen Stellungnahme des Klubs.

Zahlreiche Vereine zeigten ihre Anteilnahme, darunter auch die Rivalen Olympiakos Piräus, Panathinaikos Athen und Aris Thessaloniki. Mit Kerzen vor und in den Stadien gedachten sie der Verstorbenen. Am PAOK-Stadion versammelten sich Fans, um den Opfern zu gedenken.