Spielerin explodiert vor Wut gegen ihren Trainer – dessen Reaktion sorgt für Fassungslosigkeit
Melbourne (Australien) – Im Rahmen der zweiten Runde der Australian Open, dem ersten Grand-Slam-Event der Tennis-Saison, ereignete sich in Melbourne eine bemerkenswerte Szene. Die Französin Elsa Jacquemot (22) verlor während ihres Matches die Beherrschung und brach beim Spielstand von 0:5 im ersten Satz in Wut gegen ihren Trainer Simon Blanc (50) aus. Die darauf folgende Reaktion des Trainers hinterließ alle Anwesenden sprachlos.
Nachdem die auf Platz 60 der Welt geführte Spielerin vor den Augen der Zuschauer und ihrer Gegnerin Julija Putinzewa (31) ihren Coach verbal scharf attackierte, packte Blanc seine Sachen und verließ den Platz. Am Ende unterlag Jacquemot mit 1:6 und 2:6.
Die Ausgangssituation war heikel, da Blanc zuvor über Jahre die kasachische Gegnerin mit russischen Wurzeln trainiert hatte. Als Jacquemot nach 25 Minuten mit 0:5 zurücklag, verlor sie die Fassung. Am Rand von Platz fünf wischte sie sich das Gesicht mit dem Handtuch ab und äußerte laut und für alle verständlich an ihren Coach gerichtet: „Er hat sie jahrelang betreut, mir aber geraten, genau das Gegenteil von dem zu tun, was notwendig ist“, was sie sichtlich aufbrachte.
In diesem Moment nahm der Trainer seine Tasche, zeigte sich schockiert, kommentierte: „Das, was hier gerade passiert, ist absurd“ und ging. Zurück blieben fassungslos die Zuschauer sowie Jacquemots Manager Arnaud Restifo (28), der versuchte, die Lage zu beruhigen und die Situation herunterzuspielen.
Nach dem Abgang ihres Trainers erklärte die Französin zu ihm: „Wir werden nach dem Match darüber reden, es wird eine Aussprache geben.“
In der Öffentlichkeit zeigte sich die 22-Jährige nach dem Vorfall allerdings eher zurückhaltend. Auf die Frage nach dem Spiel sagte sie: „Ich würde sagen, sie hat sehr gut gespielt. Im ersten Spiel hat mich etwas von außen gestört. Ich möchte nicht weiter darüber sprechen, das ist mein persönliches Thema.“
Deutlich kritischer äußerte sich die ehemalige Profi-Spielerin Alizé Cornet (35), die inzwischen Cheftrainerin des französischen Damenteams ist: „Wenn sie ihr Verhalten auf dem Platz nicht verbessert, wird sie es nicht in die Top 30 der Weltrangliste schaffen.“
Der jungen Weltranglisten-60. liegt also noch viel Arbeit bevor. Sowohl Jacquemot als auch ihr Trainer hatten nach der Partie sicherlich einiges zu klären.
Ob und wie das Gespräch verlaufen ist, wurde bisher nicht bekanntgegeben.