Zweite Hüft-Operation bei Pauline Schäfer-Betz: „Das ist ein enormer Rückschlag!“
Chemnitz – Die Stimme bricht, Tränen steigen ihr in die Augen. Die Kunstturnerin Pauline Schäfer-Betz (29) hat sich auf ihrem neuen YouTube-Kanal mit einer emotionalen Botschaft an die Öffentlichkeit gewandt und einen tiefen Einblick in ihre Gefühlswelt gegeben.
Vor wenigen Tagen musste die Weltmeisterin von 2017 aufgrund einer Verletzung ihren Start bei der WM in Rotterdam absagen.
„Weil die Europameisterschaften und die Weltmeisterschaften zeitlich so nah beieinanderliegen, blieb meinem Körper kaum Zeit zur Erholung“, erklärte Schäfer-Betz. „Das ist extrem schwierig, auch mental, die Belastung zu reduzieren und kurz danach schon wieder an den nächsten Höhepunkt zu denken.“
Bei der EM in Zagreb hatte sich die Spitzensportlerin vom KTV Chemnitz mit einem starken vierten Platz am Schwebebalken eindrucksvoll zurückgemeldet. „Schon im Finale dort habe ich gemerkt, dass etwas mit meiner Hüfte nicht stimmt. Die linke Seite wurde am 14. Mai 2025 operiert, jetzt traten Probleme an der rechten Hüfte auf.“
Trotz einiger Tage Erholung nach Zagreb und eines kurzen Urlaubs stellte sich keine Besserung ein. „Ich hatte große Schwierigkeiten mit meinem Körper und fand nicht richtig zurück ins Training.“
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Die gebürtige Saarländerin ließ zwei MRT-Untersuchungen durchführen. Die ernüchternde Diagnose: Wie schon bei der linken Hüfte liegt erneut eine Labrumläsion vor. Die Gelenklippe am rechten Hüftgelenk ist eingerissen, eine weitere Operation ist unumgänglich.
Unter Tränen gestand Schäfer-Betz: „Das ist natürlich alles andere als leicht. Ich mache mir viele Gedanken, wie es für mich weitergehen soll, und es fällt schwer, nach dieser Nachricht den Blick wieder nach vorne zu richten. Das ist ein sehr harter Rückschlag, weil ich weiß, was jetzt auf mich zukommt.“
Nach dem Eingriff steht ihr eine lange Rehabilitations- und Aufbauphase bevor, in der sie sich erneut an ihr sportliches Topniveau herankämpfen muss. „Ich werde das Beste aus der Situation machen. Ich habe es schon oft geschafft, mich von unterschiedlichen Herausforderungen – sei es mental oder körperlich – zurückzukämpfen. Das gibt mir Kraft. Mein großes Ziel bleiben die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles.“
Derzeit sucht die Turnerin einen Termin für die Operation. Ihren Weg von der OP, über die Reha, zurück auf die Wettkampfbühne und hoffentlich bis zu den Spielen in Los Angeles im Sommer 2028 wird Pauline ausführlich auf ihrem YouTube-Kanal begleiten und mit ihren Fans teilen.