Knappe Pokal-Entscheidung gegen VSG Altglienicke: Neu-Wolfsburger Reese vergibt Elfmeter und wird ausgepfiffen
Von David Langenbein
Berlin – Der VfL Wolfsburg hat sich im DFB-Pokal bei der Rückkehr von Fabian Reese in die Hauptstadt gerade noch den Einzug in die zweite Runde gesichert.
Im Amateurstadion von Reeses ehemaligem Verein Hertha BSC setzte sich der Bundesliga-Absteiger aus Niedersachsen nach einem nervenaufreibenden Elfmeterschießen mit 6:5 (0:1, 2:2, 3:3) gegen den Regionalligisten VSG Altglienicke durch.
Den entscheidenden Strafstoß verwandelte Kilian Fischer. Davor hatte unter anderem der 69 Tage nach seinem viel diskutierten Wechsel vom Hauptstadtclub zum VfL bei jedem Ballkontakt ausgepfiffene Reese seinen Elfmeter vergeben. Torhüter Jakub Zielinski, der in der regulären Spielzeit einen groben Fehler gemacht hatte, parierte im Shootout zwei Versuche.
In einem intensiven Pokalduell liefen die Wolfsburger dreimal einem Rückstand hinterher. Für die VSG trafen Jonas Nietfeld (6. Minute), Jonas Saliger (71.) und Mehmet Ibrahimi (109.) vor 5.000 Zuschauern. Maximilian Arnold (55. und 83.) sowie Hauke Wahl (117.) nach Vorlage von Reese glichen jeweils aus.
Beim ambitionierten Viertligisten nahmen die ehemaligen Hertha-Profis John Anthony Brooks und Tolga Cigerci auf der Bank beziehungsweise der Tribüne Platz. Auch Sportdirektor Torsten Mattuschka verfolgte die Partie von den Rängen aus.
Zu Beginn wirkten die Wolfsburger, die als klarer Aufstiegsfavorit in die 2. Liga gelten, von der Spielfreude und dem hohen Tempo des Viertligisten überfordert. Nietfeld, der die VSG bereits zum Sieg im Landespokal geschossen hatte, verwertete eine direkt gespielte Hereingabe aus kurzer Entfernung. Weitere gute Chancen vergaben die Berliner ungenutzt. Reese zeigte sich aktiv, blieb jedoch meist ohne entscheidenden Einfluss.
Im weiteren Verlauf steigerten sich die Wölfe, blieben aber vor allem mit Schüssen aus der Distanz gefährlich. Ein präziser Fernschuss des eingewechselten Kapitäns Arnold brachte schließlich den Ausgleich zum 1:1. Der Zweitligist dominierte zwar, ließ jedoch zahlreiche Möglichkeiten liegen. Ein Fehlpass von VfL-Keeper Zielinski schenkte der VSG die erneute Führung.
Arnold reagierte prompt. In der Verlängerung gelang beiden Mannschaften wenig. Dann unterlief Arnold ein Fehler bei einem Kopfball, den Ibrahimi zum großen Jubel der Gastgeber nutzte. Doch Wolfsburg kämpfte sich nochmals zurück.