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Ehemaliger RB-Leipzig-Star legt sich ordentlich ins Zeug: „Da kann ich auch zu Hause bleiben und etwas Sinnvolleres machen“

Pristina – Frust pur! Nach dem 1:1 der österreichischen Nationalmannschaft gegen den Kosovo ließ Ex-RB-Leipzig-Profi Xaver Schlager (29) am Sonntag seinem Ärger freien Lauf und gab in einem Interview eine harte, emotional aufgeladene Stellungnahme ab.

„Das war bereits das vierte Spiel innerhalb von nur zwei Wochen – das ist wirklich enorm. Dann heißt es, man solle energieeffizient agieren und den Ball viel laufen lassen. Aber wenn der Untergrund unbespielbar ist, was soll ich da sagen? Da könnte ich genauso gut zu Hause bleiben und etwas Sinnvolleres tun“, äußerte sich der zentrale Mittelfeldspieler im Gespräch mit dem „ORF“.

Die Länderspielpause fiel diesmal ungewöhnlich lang aus. Trainer Ralf Rangnick (68), einer der maßgeblichen Verantwortlichen beim österreichischen Team, vertraute Schlager als wichtigen Leistungsträger in allen Begegnungen und ließ ihn jeweils durchspielen.

Schlager am Limit! „Hauptsache, wir bekommen Spiele, Spiele. Wie es uns dabei ergeht, scheint letztlich aber niemanden zu interessieren“, kritisierte der Spieler offen.

Im Sommer wagte der 29-Jährige den Schritt in die Premier League zu Nottingham Forest. Auch dort ist Schlager stark gefordert und stand bei fünf von sechs Einsätzen von Beginn an auf dem Platz und spielte komplett durch.

Ein Pensum, das offensichtlich Spuren hinterlässt.

Trotzdem kann die österreichische Mannschaft auf die vergangenen Wochen stolz sein. Nach zwei Siegen und zwei Unentschieden belegt das Team in der Nations League, Gruppe 3 der Liga B, den ersten Rang.

Dass es am Sonntag nicht rund lief, lag sicherlich auch an der Erschöpfung. Schlager analysierte: „Das Spiel war meiner Ansicht nach an der Belastungsgrenze. Direktes Spiel war kaum möglich, jeder Ball sprang weg – mit Fußball hatte das wenig zu tun. Es war im Grunde nur noch nach vorne bolzen, kämpfen und hoffen, dass der Schiedsrichter eingreift. Allen, die sich das ansehen mussten, tut es mir leid, das war wirklich nichts.“