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Millionenverluste durch frühes WM-Aus: Bayerns Händler bleiben auf Fanartikeln sitzen

Von Carsten Hoefer

München – Das vorzeitige Ausscheiden der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der WM hat direkte Auswirkungen auf den Einzelhandel in Bayern: Nach Einschätzung des Handelsverbands Bayern könnten die Einnahmen aus dem Verkauf von Fanartikeln im Vergleich zu einem Einzug ins Achtelfinale um mehrere zehn Millionen Euro geringer ausfallen.

„Einen großen Umsatzschub gab es ohnehin nicht“, erklärte Verbandssprecher Bernd Ohlmann. Ursprünglich hatte der Verband mit WM-bedingten Umsätzen von rund 300 bis 400 Millionen Euro gerechnet.

„Jetzt werden wir eher auf etwa 300 Millionen Euro kommen“, so Ohlmann weiter. „Viele Sportfachgeschäfte hatten zudem aufgrund der Erfahrungen aus den vergangenen Jahren ohnehin keine großen Mengen an Trikots geordert.“

Ein Sieg im Sechzehntelfinale gegen Paraguay und der damit verbundene Einzug ins Achtelfinale gegen den möglichen Gegner Frankreich hätte die Situation jedoch verändert. „Dann wäre die Ausgangslage komplett neu bewertet worden“, erklärte Ohlmann.

Neben dem Abschneiden der deutschen Mannschaft wirkten sich demnach auch weitere negative Faktoren aus – darunter insbesondere die ungünstigen späten Anstoßzeiten vieler Begegnungen, die sich vor allem für Lebensmittel- und Getränkeverkäufer nachteilig auswirkten.

„Private Grillfeste gab es nur sehr selten“, berichtete Ohlmann.