WM 2026 live: Verletzter kanadischer Top-Spieler sendet hoffnungsvolles Lebenszeichen aus dem Krankenhaus
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen wird, befindet sich in vollem Gange. Zum ersten Mal nehmen 48 Nationen an diesem XXL-Turnier teil, das noch bis zum 19. Juli läuft. Die deutsche Nationalmannschaft feierte einen mitreißenden Auftaktsieg gegen Curaçao und gewann mit 7:1 (3:1). Am Samstag um 22 Uhr deutscher Zeit steht für die DFB-Elf das zweite Gruppenspiel in Toronto gegen die Elfenbeinküste auf dem Programm.
Das erklärte Ziel des Teams von Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) ist der Gewinn des WM-Titels, doch bis zum möglichen Endspiel am 19. Juli in New York liegt noch ein weiter Weg vor ihnen. Argentinien, als amtierender Weltmeister, startet mit Superstar Lionel Messi (38) ins Turnier. Das Team hatte sich im Winter 2022 in Katar den Pokal gesichert.
In unserem WM-Ticker halten wir Euch während des Turniers mit allen relevanten Informationen auf dem Laufenden.
Nachdem Ismaël Kone (24) sich eine schockierende Verletzung zugezogen hatte, erreichte nun ein ermutigendes Lebenszeichen des kanadischen Nationalspielers das Krankenhaus.
Der Mittelfeldspieler von US Sassuolo wurde von seinem Teamkollegen Moïse Bombito (26) besucht. Der Innenverteidiger postete anschließend ein Foto in seiner Instagram-Story, das ihn gemeinsam mit dem verletzten WM-Spieler zeigt, der trotz allem angestrengt lächelt und das Victory-Zeichen in die Kamera hält.
Kone erlitt im Spiel gegen Katar vermutlich einen Schien- und Wadenbeinbruch – eine offizielle Diagnose steht zwar noch aus, sein Turnier in der Heimat ist jedoch definitiv beendet. Bereits auf dem Spielfeld hatte sich der 24-Jährige von der Reaktion der Fans berührt gezeigt und sich winkend von der Tribüne verabschiedet, während er auf der Trage vom Feld getragen wurde.
Nach dem dramatischen Verletzungsfall von Kanadas Ismaël Koné (24) beim klaren Sieg seines Teams gegen Katar gibt es neue Erkenntnisse: Die schlimmsten Befürchtungen scheinen sich zu bestätigen.
Fabrizio Romano (33) berichtete auf Social Media, dass sich der 24-jährige Mittelfeldspieler einen doppelten Beinbruch zugezogen habe: „Ismaël Koné hat sich offenbar das Wadenbein sowie das Schienbein gebrochen. Er befindet sich derzeit zusammen mit seiner Mutter Suzanne im Krankenhaus, die ihn vor der Operation begleitet“, erklärte der renommierte Fußball-Insider und lieferte damit genauere Informationen zum Ausmaß der Verletzung.
Romano zufolge droht dem Spieler eine Zwangspause von vier bis fünf Monaten, womit eine weitere Teilnahme an der WM ausgeschlossen ist.
Im Spiel gegen Katar (6:0) wurde Koné in der zweiten Halbzeit nach einem Foul von Assim Madibo (29) auf einer Trage vom Platz gebracht.
Die Gastgeber Kanada konnten in der Nacht einen deutlichen Sieg gegen Katar feiern. Das 6:0 wurde jedoch durch die schwere Verletzung von Ismaël Koné überschattet, der vom Feld getragen werden musste.
Zum Zeitpunkt des Ausfalls führte Kanada bereits mit 3:0. Jonathan David steuerte allein drei Tore zum Endergebnis bei.
Mit-Gastgeber Mexiko sicherte sich indes durch einen 1:0-Erfolg gegen Südkorea und dank eines Fehlers von Torwart Seung-Gyu Kim den Gruppensieg in Gruppe A.
Die Ergebnisse der Nacht im Überblick:
Kanada – Katar 6:0 (3:0)
Tore: 1:0 Larin (16.), 2:0 J. David (29.), 3:0 J. David (45.+3), 4:0 N. D. Saliba (64.), 5:0 Mannai (75./Eigentor), 6:0 J. David (90.+2)
Gelbe Karten: Cornelius (1) / Fathy (1)
Rote Karten: – / H. Ahmed (33./Notbremse), Madibo (51./grobes Foulspiel)
Mexiko – Südkorea 1:0 (0:0)
Torschütze: 1:0 Romo Barron (50.)
Gelbe Karten: – / Kang-in Lee (1), Paik (1)
Dank eines überragenden Joker-Treffers von Johan Manzambi hat die Schweiz dem Druck standgehalten und einen großen Schritt in Richtung K.o.-Runde gemacht.
Nach einem enttäuschenden 1:1-Remis zum Auftakt gegen Katar setzte sich die Schweiz im zweiten Gruppenspiel gegen Bosnien und Herzegowina mit 4:1 (0:0) durch, wobei Edin Dzeko von Schalke für die Bosnier traf.
Die Schweizer scheiterten lange am stabilen Abwehrverbund der Drachen, ehe Freiburgs Manzambi nach seiner Einwechslung mit einem Doppelpack (74. und 90. Minute) den Bann brach.
Mit nun vier Punkten besitzen die Eidgenossen beste Chancen auf den Einzug in die K.o.-Runde.
Endstand:
Schweiz – Bosnien-Herzegowina 4:1 (0:0)
Tore: 1:0 Manzambi (74.), 2:0 R. Vargas (84.), 3:0 Manzambi (90.), 3:1 Mahmic (90.+3), 4:1 Xhaka (90.+7/Foulelfmeter)
Gelbe Karten: N. Elvedi (1) / Dedic (1), Dzeko (1)
Rote Karten: – / Muharemovic (80./Notbremse)
Der österreichische Nationalspieler Stefan Posch (29) zog sich im WM-Auftaktspiel gegen Jordanien einen Kieferbruch zu. Dies gab der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) unter Verweis auf die Ergebnisse einer Computertomographie bekannt.
Der 29-Jährige wird beim XXL-Turnier allerdings weiter mitwirken können. Eine Operation ist nicht notwendig, stattdessen erhält Posch, der zuletzt an den Bundesligisten 1. FSV Mainz 05 ausgeliehen war, eine Spezialschiene.
Die Elfenbeinküste darf im WM-Duell gegen Deutschland offenbar doch auf Stürmer Elye Wahi (23) bauen.
Laut Angaben der Nachrichtenagentur AFP, die sich auf eine dem Eintracht-Profi nahestehende Quelle beruft, erhielt der 23-jährige Angreifer letztlich die Einreiseerlaubnis nach Kanada, sodass er am Samstag im zweiten Spiel gegen die DFB-Auswahl auflaufen kann.
Zuvor hatte der ivorische Verband noch mitgeteilt, dass Wahi die Einreise zu den Co-Gastgebern verweigert worden sei.
Tschechien konnte im zweiten Gruppenspiel gegen Südafrika nicht über ein 1:1 (1:0) hinauskommen und droht dadurch frühzeitig aus dem Turnier auszuscheiden.
Die Mannschaft startete dank des Treffers von Michal Sadilek (6.) bestens, musste sich jedoch durch einen späten Handelfmeter von Teboho Mokoena (83.) mit dem Unentschieden zufrieden geben.
Für Tschechien bedeutet dies, dass im letzten Gruppenspiel gegen Mit-Gastgeber Mexiko ein Sieg Pflicht sein dürfte – ebenso wie für Bafana Bafana, die parallel am 24. Juni gegen Südkorea antreten.
Endstand:
Tschechien – Südafrika 1:1 (1:0)
Tore: 1:0 Sadilek (6.), 1:1 Mokoena (83./Handelfmeter)
Gelbe Karten: Ladislav Krejci (1) / Mokoena (2), Mbatha (1)
Die nächste Herausforderung für die deutsche Nationalmannschaft steht erst am kommenden Samstag an. Die tschechische Auswahl hingegen ist schon heute Abend wieder gefordert.
Ab 18 Uhr gilt für Tschechien gegen Südafrika viel: Nach dem 1:2 zum Auftakt steht das Team von Kapitän Ladislav Krejčí (27) im zweiten Gruppenspiel unter Druck. Eine weitere Niederlage würde wohl das vorzeitige WM-Aus bedeuten. Auch Südkorea, nach der 0:2-Niederlage gegen Gastgeber Mexiko, steht vor einer entscheidenden Partie. Spannung ist also garantiert!
Rund drei Stunden später steigt die Schweiz ins Geschehen ein. Nach dem enttäuschenden 1:1 zum Auftakt gegen Katar wollen die Eidgenossen gegen Bosnien und Herzegowina den ersten Sieg einfahren. Gelingt dies, dürfte das Ticket für die K.o.-Runde so gut wie sicher sein.
Doch auch danach geht es weiter: In der Nacht zum Freitag treffen außerdem Kanada auf Katar sowie Mexiko auf Südkorea.
Mit seinen Äußerungen, wonach alle Spieler Japans „ähnlich“ aussehen würden, löste Rafael van der Vaart (43) für Aufsehen aus. Der ehemalige Bundesliga-Profi hatte dies im Zusammenhang mit dem 2:2 der Niederlande gegen Japan am Sonntag gesagt.
Am späten Mittwochabend entschuldigte sich der frühere HSV-Spieler für die Aussage und betonte, dass keine „rassistische oder diskriminierende Absicht“ dahinter gestanden habe.
Konsequenzen müsse er nicht befürchten: Auf Nachfrage der niederländischen Nachrichtenagentur ANP bleibt van der Vaart Experte für die Sendung „NOS WK avond“.
Nach dem klaren Auftaktsieg der deutschen Mannschaft gegen Curaçao kursierten in den sozialen Netzwerken KI-generierte Aufnahmen eines deutschen Fans, der Adolf Hitler ähnelt und euphorisch jubelt.
Der betroffene Mann zeigte sich gegenüber dem Hessischen Rundfunk (hr) schockiert darüber, dass mittels künstlicher Intelligenz sein Gesicht in jenes des NS-Diktators verwandelt wurde: „Ich kann es überhaupt nicht fassen“, sagte der aus Alsfeld stammende Fan, der das WM-Spiel in Houston (Texas) gemeinsam mit seinem Sohn besucht hatte.
Nachdem er von den im Netz weit verbreiteten Videos erfahren hatte, erstattete er laut eigener Aussage Anzeige – auch in den USA, wo er mit dem FBI Kontakt hatte. Wie die rechtliche Lage ausgeht, ist unklar, jedoch möchte der betroffene DFB-Fan sich die Freude an der WM nicht verderben lassen: „Das gute Gefühl nehmen wir uns nicht.“
Schlechte Nachrichten für die Elfenbeinküste und ihren Spieler Elye Wahi (23): Wie die Verantwortlichen mitteilten, wurde dem Stürmer die Einreise nach Kanada verweigert.
Grund dafür seien die jüngsten Manipulationsvorwürfe gegen den Eintracht-Frankfurt-Profi. Mehr dazu in unserem separaten Artikel: „Vor DFB-Duell: Star der Elfenbeinküste wird Einreise nach Kanada verweigert“.
Ein bisher nur Pop-Star Ed Sheeran (25) gelang das: Wenn Norwegens Superstar Erling Haaland (25) bei der WM trifft, bebt seine Heimat richtig.
Das seismologische Institut „Norsar“ berichtete, dass während der Partie gegen den Irak in Bergen deutliche Erschütterungen registriert wurden. Haaland erzielte beim 4:1-Sieg zwei Tore und bereitete einen Treffer vor.
Genau beim Tor in der 29. und 43. Minute registrierte das Institut ungewöhnliche Signale. Es erklärte, dass wenn viele Menschen bei einem Event gleichzeitig reagieren, die kollektiven Bewegungen Erdschwingungen hervorrufen können, die die empfindlichen Seismografen aufnehmen.
Solche Schwingungen sind nicht neu, sie wurden bereits im Sommer 2024 bei einem Ed Sheeran-Konzert in Oslo gemessen.
Ergriffen und zu Tränen gerührt berichtete Vozinha (José Évora Dias) (40), Torhüter von Kap Verde, nach seinem herausragenden Auftritt gegen Spanien, dass seine Mutter wegen Visa-Problemen nicht einreisen durfte und somit den historischen WM-Moment ihres Sohnes verpasste.
Jetzt gibt es aber offenbar eine positive Wendung: Wie Politiker Hakeem Jeffries (55) auf X mitteilte, haben sich die Behörden der Angelegenheit angenommen. „Als ich von dieser Entwicklung erfuhr, sprach ich mit Außenminister Marco Rubio und bat das Außenministerium, alles Erdenkliche zu tun, damit seine Mutter das nächste Spiel von Kap Verde besuchen kann“, schrieb er.
„Es ist mir eine Ehre, bekannt zu geben, dass Vozinhas Mutter rechtzeitig ein Visum erhält, um am kommenden Sonntag beim Spiel gegen Uruguay dabei zu sein. Alle Gebühren wurden gemäß der offiziellen Richtlinien erlassen. Die Reisevorbereitungen laufen, damit Mutter und Sohn in Miami wiedervereint werden können“, hieß es weiter.
Keine Mutter sollte die Chance verpassen, dabei zu sein, wenn der eigene Sohn Geschichte schreibt. Dias glänzte mit spektakulären Paraden und war einer der entscheidenden Faktoren für das 0:0 gegen den haushohen Favoriten Spanien.
Der erste Spieltag ist abgeschlossen: Mit den Begegnungen am gestrigen Abend und in der Nacht zu Donnerstag haben nun alle Teams ihre ersten Partien bei der WM 2026 bestritten.
Heute Abend startet der zweite Spieltag der Vorrunde mit den Partien Tschechien gegen Südafrika (18 Uhr in Atlanta) und Schweiz gegen Bosnien-Herzegowina (21 Uhr in Los Angeles).
Um Mitternacht trifft Kanada in Vancouver auf Katar, um 3 Uhr morgens folgt Mexiko gegen Südkorea in Guadalajara.
Große Überraschungen blieben in der Nacht zum Donnerstag aus: Sowohl Ghana als auch Kolumbien konnten ihre Favoritenrollen erfüllen, wenn auch mit Mühe.
Caleb Yirenkyi vom dänischen Erstligisten Nordsjaelland erzielte tief in der Nachspielzeit das Siegtor zum 1:0 für Ghana gegen Panama. Anschließend führte Luis Díaz von Bayern München Kolumbien mit einem Tor und einer Vorlage zum 3:1-Erfolg gegen Usbekistan. Für den WM-Neuling markierte Abbosbek Fayzullaev beim zwischenzeitlichen Ausgleich den ersten WM-Treffer seiner Nation.
Die Ergebnisse der Nacht im Überblick:
Ghana – Panama 1:0 (0:0)
Ghana: Ati Zigi (46. Asare) – Senaya, Adjetey, Opoku, Mensah – Owusu (78. Sibo), Yirenkyi – Semenyo, K. Sulemana (58. Thomas-Asante), Nuamah (58. Fatawu) – J. Ayew (87. Adu)
Panama: Mosquera – Córdoba, J. Ramos, Andrade – M. Murillo, C. Martinez (63. Londono), Harvey, Blackman (90. Godoy) – Bárcenas, J. L. Rodriguez (74. I. Diaz) – C. Waterman (63. Fajardo)
Schiedsrichter: Glenn Nyberg (Schweden) – Zuschauer: 42.942
Tore: 1:0 Yirenkyi (90.+5)
Gelbe Karten: Yirenkyi (1) / Blackman (1), Harvey (1)
Usbekistan – Kolumbien 1:3 (0:1)
Usbekistan: Yusupov – Ashurmatov (77. Urozov), Khusanov, Abdullaev, Karimov – Nasrullaev (46. Sayfiev), Mozgovoy, Shukurov, Fayzullaev (77. Amanov), Urunov (46. Khamdamov) – Shomurodov (90.+3 Sergeev)
Kolumbien: C. Vargas – Muñoz, Lucumi, D. Sánchez, Mojica – Lerma, Puerta (80. Rios), James Rodríguez (72. Campaz), J. Arias (90.+3 Castaño), Luis Díaz (90.+3 A. Gomez) – Suárez (80. Hernández)
Schiedsrichter: Anthony Taylor (England)
Zuschauer: 80.824 (ausverkauft)
Tore: 0:1 Muñoz (40.), 1:1 Fayzullaev (60.), 1:2 Luis Díaz (65.), 1:3 Campaz (90.+9)
Gelbe Karten: Khusanov (1) / Mojica (1)
Mit diesen Spielen ist der erste Vorrundenspieltag abgeschlossen.
Eine der spannendsten Begegnungen des ersten Tages ging zu Ende: England und Kroatien trafen in der Neuauflage des WM-Halbfinals von 2018 aufeinander, wobei die Zuschauer in der Arena in Dallas voll auf ihre Kosten kamen.
Nach einem lebhaften Beginn erzielte Harry Kane per Elfmeter das 1:0 für England. Danach spielte sich das Geschehen vor allem zwischen den Strafräumen ab, bevor sich zehn Minuten vor der Halbzeitpause die Ereignisse überschlugen: Kroatien glich mit einem sehenswerten Schuss zum 1:1 (36.) aus, Kane brachte die „Three Lions“ nach einer Ecke erneut in Führung (42.). Doch Kroatien blieb dran und erzielte mit der letzten Aktion der ersten Halbzeit durch Musa den erneuten Ausgleich.
Die zweite Halbzeit begann ebenso intensiv wie die erste endete. Jude Bellingham sorgte kurz nach Wiederanpfiff mit einem starken Dribbling für das 3:2 und entfachte Begeisterung bei den englischen Fans. Trotz zahlreicher Großchancen verpasste das Team von Trainer Thomas Tuchel den Deckel draufzumachen, bevor Rashford in der 85. Minute nach einem Konter zum 4:2 traf.
Endstand:
England – Kroatien 4:2 (2:2)
Tore: 1:0 Kane (12./Foulelfmeter), 1:1 Baturina (36.), 2:1 Kane (42.), 2:2 Musa (45.+5), 3:2 Ju. Bellingham (47.), 4:2 Rashford (85.)
Das WM-Turnier bringt weitere Enttäuschungen: Die portugiesische Nationalmannschaft mit Cristiano Ronaldo (41) erreicht gegen den Kongo nur ein Unentschieden.
Zu Beginn sah es noch vielversprechend aus, als Joao Neves in der sechsten Minute mit dem zweit-schnellsten WM-Tor auf 1:0 stellte. Doch danach fehlten Tempo, Kreativität und Durchschlagskraft bei Portugal, während die Kongo-Mannschaft immer mutiger wurde und kurz vor der Pause mit dem 1:1 belohnt wurde.
Auch in der zweiten Halbzeit zeigte Portugal keine Verbesserung und hatte vor allem im letzten Drittel Schwierigkeiten. Der Kongo verteidigte leidenschaftlich und setzte gelegentlich eigene Akzente nach vorne. Das 1:1-Unentschieden ging letztlich in Ordnung.
Portugal – DR Kongo 1:1 (1:1)
Tore: 1:0 J. Neves (6.), 1:1 Wissa (45.+5)
Gelbe Karten: B. Silva (1), N. Semedo (1), T. Araújo (1) / Mbemba (1)
Wegen einer von US-Präsident Donald Trump verhängten Einreisesperre können zahlreiche Fans aus Senegal ihre Nationalmannschaft nicht vor Ort unterstützen. Kapitän Kalidou Koulibaly (34) äußerte sich nach der 1:3-Niederlage gegen Frankreich deutlich zu diesem Thema.
„Jedes Team sollte seine eigenen Leute haben dürfen, deshalb verstehe ich nicht, warum Menschen aus Afrika nicht ebenfalls ihre eigenen Anhänger dabei haben dürfen. Ich will nicht über Politik sprechen, sondern nur Fußball genießen. Fußball ist für alle da“, sagte Koulibaly gegenüber „The Athletic“.
Der senegalesische Verband hat zwar Ausnahmen für Eltern und enge Familienmitglieder der Spieler und Betreuer erwirkt, doch viele Fans können weiterhin nicht einreisen. „Wichtig ist für mich, dass wir für unsere Leute spielen“, so der Verteidiger.
Für Aufregung sorgte ein Zwischenfall während des geschlossenen Trainings der südkoreanischen Mannschaft: Medienberichten zufolge wurde dabei eine Drohne gesichtet.
Die südkoreanische Auswahl, um Starspieler Heung-Min Son (33), bereitete sich in Zapopan auf das entscheidende Spiel gegen Mexiko vor, als eine Drohne über dem Training schwebte.
Ein mexikanischer Soldat, der im Trainingslager stationiert ist und für Drohnenabwehr zuständig ist, brachte die Drohne zum Absturz. Laut Berichten konnten die mutmaßlichen Verantwortlichen das Fluggerät nach dem Absturz bergen und entkommen.
Der südkoreanische Fußballverband informierte die FIFA über den Vorfall, der nun untersucht wird. Das anstehende Duell zwischen Südkorea und Mexiko ist von großer Bedeutung, da beide Teams ihre Auftaktspiele gewinnen konnten (Südkorea mit 2:1 gegen Tschechien, Mexiko mit 2:0 gegen Südafrika).
Österreich ist nun ebenfalls in der WM 2026 angekommen: Das Team von Trainer Ralf Rangnick gewann zum Auftakt mit 3:1 gegen Jordanien. Romano Schmid brachte die Alpenrepublik in der 20. Minute in Führung, ehe Jordanien durch Ali Olwan ausglich (50.).
Durch ein Eigentor von Yazan Al-Arab (77.) gingen die Österreicher erneut in Führung, und in der Nachspielzeit verwandelte Marko Arnautovic einen Handelfmeter zum 3:1-Endstand (90.+12).
Österreich – Jordanien 3:1 (1:0)
Österreich: A. Schlager – Posch, Lienhart, Alaba (59. Danso), Mwene (59. Wanner) – Seiwald, X. Schlager (59. Chukwuemeka) – R. Schmid (83. Wimmer), Laimer, Sabitzer – Kalajdzic (46. Arnautović)
Jordanien: Abulaila – Haddad (81. Al-Mardi), Nasib (81. Al-Rosan), Al-Arab, Abualnadi (72. Obaid), Abu Taha – Al-Taamari (88. Al-Dawoud), Al-Rashdan, Al-Rawabdeh, O. Al-Fakhouri (88. Azaizeh) – Olwan
Schiedsrichter: Dahane Beida (Mauretanien)
Zuschauer: 68.527 (San Francisco)
Tore: 1:0 R. Schmid (20.), 1:1 Olwan (50.), 2:1 Al-Arab (77./Eigentor), 3:1 Arnautović (90.+12/Handelfmeter)
Gelbe Karten: Sabitzer (1) / –
Der WM-Abend startete mit einer starken Leistung der französischen Nationalmannschaft gegen Senegal. Die Équipe Tricolore setzte sich mit 3:1 durch. Norwegen feierte einen klaren 4:1-Sieg gegen den Irak.
Im Anschluss zeigte auch der Titelverteidiger Argentinien eine beeindruckende Vorstellung, gewann mit 3:0 gegen Algerien, wobei Lionel Messi mit einem Dreierpack den WM-Torrekord von Miroslav Klose übertraf und nun insgesamt 16 Treffer erzielte.
Aktuell läuft die Partie zwischen Österreich und Jordanien, bei der die Alpenrepublik vor der Halbzeit mit 1:0 führt.
Die Spiele der Nacht im Überblick:
Frankreich – Senegal 3:1 (0:0)
Frankreich: Maignan – Koundé, W. Saliba, Upamecano, Théo Hernandez – Tchouaméni, Rabiot – O. Dembélé (80. Barcola) – Olise, Mbappé, D. Doué (87. Cherki)
Senegal: E. Mendy – Diatta, Koulibaly, Niakhaté, E. H. M. Diouf – Camara (75. Diarra), I. Gueye (88. Ciss), P. Gueye (83. I. Ndiaye) – I. Sarr (75. Mbaye), Jackson (83. B. Dieng), Mané
Schiedsrichter: Alireza Faghani (Australien)
Zuschauer: 80.545 (New York)
Tore: 1:0 Mbappé (66.), 2:0 Barcola (82.), 2:1 Mbaye (90.+5), 3:1 Mbappé (90.+6)
Irak – Norwegen 1:4 (1:2)
Irak: J. Hassan – Tahseen, H. Ali (73. Saadoon), Hashim, Doski – Ismail (59. Iqbal), Al-Ammari, Bayesh (78. M. Ali), Jasim (73. Qasem) – Al-Hamadi (59. Farji), Hussein
Norwegen: Nyland – Ryerson, Ajer, Heggem, Möller Wolfe (73. Östigard) – Ödegaard (81. Berg), S. Berge, Aursnes (73. Thorstvedt) – Sörloth (73. Bobb), Nusa (73. Schjelderup) – Haaland
Schiedsrichter: Pierre Atcho (Gabun)
Zuschauer: 63.106 (Boston)
Tore: 0:1 Haaland (29.), 1:1 Hussein (39.), 1:2 Haaland (43.), 1:3 Östigard (76.), 1:4 Hussein (90.+7/Eigentor)
Gelbe Karten: Tahseen (1) / –
Argentinien – Algerien 3:0 (1:0)
Argentinien: Emiliano Martinez – Montiel (46. Molina), Romero (80. Otamendi), Li. Martinez, F. Medina – De Paul, Mac Allister, Fernández, Almada (55. Gonzalez) – La. Martínez (55. J. Alvarez), Messi (80. Paz)
Algerien: Zidane – Belghali, Mandi, Bensebaini, Aït-Nouri – Boudaoui (64. Aouar), N. Bentaleb (82. Boulbina), Maza (82. Zerrouki) – Hadj Moussa (64. Mahrez), Gouiri (64. Amoura), Chaibi
Schiedsrichter: Szymon Marciniak
Zuschauer: 69.045 (Kansas City)
Tore: 1:0 Messi (17.), 2:0 Messi (60.), 3:0 Messi (76.)
Guillermo Ochoa (40) nimmt zum sechsten Mal an einer WM-Endrunde teil und teilt damit den Rekord zusammen mit Lionel Messi (38) und Cristiano Ronaldo (41). Nach diesem Turnier wird er seine Karriere wohl beenden.
„Ich sehe keinen Sinn mehr im Fußball und darin, weiterzuspielen“, sagte der 40-Jährige in einem FIFA-Interview. „Meine lange Karriere mit einer WM in Mexiko zu beenden, ist fantastisch.“
Ochoa, der vergangene Saison auf Zypern bei AEL Limassol spielte, war schon bei den WM-Turnieren 2006 (Deutschland), 2010 (Südafrika), 2014 (Brasilien), 2018 (Russland) und 2022 (Katar) dabei. Mit 153 Einsätzen ist er der drittmeist eingesetzte mexikanische Nationalspieler. Im aktuellen Wettbewerb ist er jedoch hinter Stammtorwart Raúl Rangel (26) nur Ersatz.
Nach der Entlassung des tunesischen Trainers Sabri Lamouchi (54) könnte auch die portugiesische Nationalmannschaft nach der WM einen Trainerwechsel erleben.
Nach Medienberichten wird Roberto Martínez (52) seinen Posten unmittelbar nach dem Turnier niederlegen, da sein Vertrag ausläuft. Der Spanier hatte das Team 2023 übernommen und strebt wohl eine Rückkehr in die Premier League an, wo er bereits für den FC Everton tätig war.
Laut Sky hatte der portugiesische Verband José Mourinho (63) als Nachfolger vorgesehen, doch Real Madrid griff mit einem Jobangebot dazwischen.
Auf der Pressekonferenz am Dienstagnachmittag deutscher Zeit enthüllte DFB-Kapitän Joshua Kimmich (31), dass einige Spieler am Montag in den USA einer Giftschlange begegnet sind.
„Wir haben gestern eine Schlange gesehen, von der uns gesagt wurde, sie sei giftig. Ein Biss erfordert eine Behandlung im Krankenhaus. Ich glaube nicht, dass es tödlich ist, aber definitiv gefährlich“, erklärte der Bayern-Profi.
„Ich habe das Gefühl, dass ein Tritt auf diese Schlange schlimm enden kann. Deshalb halten wir Abstand. In Deutschland gibt es meines Erachtens nicht so viele gefährliche Tiere“, fügte er hinzu.
Die „Three Lions“ erleiden einen Rückschlag: Rechtsverteidiger Tino Livramento (23) von Newcastle United verletzte sich muskulär und fällt somit für das Turnier aus.
Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel (52) nominierte dafür Innenverteidiger Trevoh Chalobah (26) vom FC Chelsea nach.
Ein Handzeichen aus dem VAR-Raum des australischen Schiedsrichters Shaun Evans (38) sorgte für heftige Diskussionen. Die FIFA stellte jedoch klar, dass der Referee keine Sanktionen zu befürchten hat.
Das Disziplinarkomitee der FIFA fand keine Beweise für einen Verstoß gegen den Verhaltenskodex. Evans hatte während eines Kameraschwenks Daumen und Zeigefinger der rechten Hand geschlossen und die übrigen Finger ausgestreckt. Einige Zuschauer interpretierten dies als rechtsextremes „White Power“-Symbol.
Evans wies die Vorwürfe entschieden zurück: „Ich habe keineswegs eine Geste oder ein Symbol absichtlich verwendet, um eine Botschaft oder Überzeugung zu vermitteln“, erklärte er. Er könne die Fehlinterpretationen verstehen, betonte aber, dass es sich um ein unwillkürliches, unterbewusstes Zucken gehandelt habe.
Beim 0:0 gegen Kap Verde stellte Spaniens Stürmer Mikel Oyarzabal (29) einen unrühmlichen Rekord auf.
Der Real Sociedad-Spieler ist laut „Opta“ der erste Spieler seit Beginn der Datenerfassung 1966, der in den ersten 30 Minuten eines Spiels in der Startelf keinerlei Ballkontakt hatte.
Immerhin hatte Oyarzabal in der 39. Minute eine gute Chance auf das Führungstor, die Kap-Verde-Keeper Vozinha glänzend parierte. Am Ende kam er auf 25 Ballkontakte.
Vier Unentschieden in Folge: Ein solcher Spieltag ist bei der WM seit Jahrzehnten nicht vorgekommen.
Das letzte Mal lag dieser Rekord mehr als 60 Jahre zurück. Mehr dazu: „Historisch! So etwas gab es bei der WM zuletzt vor fast 70 Jahren“.
Nach dem 1:5-Debakel gegen Schweden zum WM-Auftakt wurde Sabri Lamouchi (54) als tunesischer Nationaltrainer entlassen.
Der Verband bestätigte die sofortige Freistellung des 54-Jährigen zwei Tage nach der Niederlage. Die Nachfolge übernimmt Hervé Renard (57).
Bereits 1998 hatte Tunesien während einer WM einen Trainerwechsel erlebt, damals wurde Henryk Kasperczak (79) nach zwei Niederlagen in der Gruppenphase entlassen.
Lamouchi war seit Januar im Amt, konnte die Mannschaft jedoch nicht stabilisieren. Von fünf Spielen wurden vier verloren, darunter eine peinliche 0:5-Niederlage gegen Belgien im Test vor dem Turnierstart. Einziger Erfolg war ein knapper 1:0-Sieg gegen Haiti.
Die iranische Nationalmannschaft sicherte sich nach einer turbulenten Vorbereitung zum WM-Auftakt einen Punkt.
In ihrem politisch aufgeladenen ersten Spiel trennten sich die „Team Melli“ in Los Angeles mit 2:2 (1:1) von Außenseiter Neuseeland.
Neuseeland führte durch Elijah Just (7. und 55. Minute) zweimal, doch Ramin Rezaeian (32.) und Mohammad Mohebi (65.) glichen jeweils aus und sicherten dem Iran einen Zähler.
Iran – Neuseeland 2:2 (1:1)
Tore: 0:1 Just (7.), 1:1 Rezaeian (32.), 1:2 Just (54.), 2:2 Mohebi (64.)
Gelbe Karten: Hajsafi (1) / –
Uruguay verpasste den erhofften Auftaktsieg und spielte nach dem Remis von Spanien gegen Saudi-Arabien 1:1 (0:1) in Miami.
Maxi Araujo (80.) verhinderte mit seinem späten Ausgleich die Niederlage. Nach der Pause dominierte La Celeste zwar das Spiel, doch am Ende gab es nur einen Punkt.
Saudi-Arabien – Uruguay 1:1 (1:0)
Tore: 1:0 Al-Amri (41.), 1:1 M. Araújo (80.)
Gelbe Karten: Al-Amri (1) / –
Die WM überrascht weiter: Belgien kam am Montagabend nicht über ein 1:1 gegen Ägypten hinaus.
Emam Ashour brachte Ägypten früh in Führung, ein Eigentor von Mohamed Hany sicherte Belgien um Kevin De Bruyne den Ausgleich.
Belgien – Ägypten 1:1 (0:1)
Tore: 0:1 Ashour (20.), 1:1 Mohamed Hany (Eigentor, 66.)
Gelbe Karten: Castagne (1), De Cuyper (1) / Attia (1), Fatouh (1)
Gänsehautmoment: Kap Verde-Torwart Vozinha (40) glänzte bei der Sensation gegen Spanien.
Welchen Rekord er brach und wie er im Netz gefeiert wurde, lesen Sie unter: „Torwart-Oldie macht sich gegen Spanien unsterblich – und explodiert im Netz“.
Die bislang größte Überraschung des Turniers: Europameister Spanien kam im ersten Spiel gegen Kap Verde nicht über ein 0:0 hinaus.
Trotz Spielkontrolle scheiterte das Team von Trainer Luis de la Fuente häufig an der Chancenverwertung und am starken Keeper Vozinha. Kap Verde spielte mutig nach vorne und hätte sogar selbst gewinnen können. Auch die Einwechslung von Lamine Yamal, der eigentlich noch geschont werden sollte, brachte keinen Torerfolg.
Spanien – Kap Verde 0:0 (0:0)
Gelbe Karten: Pedri (1) / Sidny (1)
Nach dem starken Auftakt der deutschen Mannschaft gegen Curaçao kam es zu einem kuriosen Trikot-Engpass bei Ausrüster Adidas.
Alle Details hierzu finden Sie unter: „Ausgerechnet jetzt! Adidas bremst DFB-Hype mit Trikot-Problem aus“.
Nach der 1:5-Niederlage im Eröffnungsspiel steht Tunesien kurz vor der Entlassung von Trainer Sabri Lamouchi (54).
Sportjournalist Romain Molina berichtete in sozialen Medien, dass der Ex-Profi unmittelbar nach der Niederlage freigestellt wurde. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus.
Kommt es möglicherweise zu Kampfjet-Einsätzen über den WM-Stadien zur zusätzlichen Sicherheit?
TAG24 erkundigte sich beim nordamerikanischen Luftverteidigungskommando NORAD und erhielt eine Antwort.
Mehr dazu hier: „Kampfjet-Patrouillen über WM-Stadien: Das steckt dahinter!“
Das 7:1 gegen Curaçao sorgte bei der ARD für eine beeindruckende Einschaltquote.
Im Schnitt verfolgten 23,43 Millionen Menschen das WM-Auftaktspiel der deutschen Mannschaft am Sonntagabend. Das entspricht einem Marktanteil von über 70 Prozent. Die tatsächlichen Zahlen dürften höher liegen, da Livestreams und Magenta-TV-Anteile nicht erfasst wurden.
Im Vergleich zum WM-Auftakt 2022 hat sich die Quote mehr als verdoppelt – damals sahen nur 9,23 Millionen das 1:2 gegen Japan. Bei der WM 2018 wurde das Auftaktspiel gegen Mexiko (0:1) von 25,97 Millionen verfolgt.
Nach dem späten Sieg gegen Ecuador steht die Elfenbeinküste nun punktgleich mit Deutschland auf dem zweiten Rang der Gruppe. Vor dem Duell zeigt sich ein bekanntes Gesicht hochmotiviert.
„Wir sind nicht nur hier, um mitzumachen. Wir wollen Geschichte schreiben“, sagte Leipzigs Yan Diomande (19). Der flinke Flügelspieler bereitete der südamerikanischen Abwehr große Probleme und überzeugte immer wieder mit gefährlichen Aktionen.
„Wir sind mit der Einstellung hier, alles gewinnen zu wollen“, so Diomande weiter. Er sieht Deutschland als eines der stärksten Teams der Welt, will aber vor allem „ruhig und entspannt“ bleiben.
Die Fußball-WM ist weiter im Gange, und auch heute stehen spannende Begegnungen an.
Spanien startet am Abend als einer der Favoriten ins Turnier. Die Mannschaft von Luis de la Fuente (64) trifft um 18 Uhr auf WM-Neuling Kap Verde und will ein erstes Ausrufezeichen setzen.
Unterschiedsspieler Lamine Yamal wird jedoch nicht von Beginn an spielen: „Lamine ist sehr fit, in guter Form und trainiert gut. Er ist verfügbar, kann aber nicht von Anfang an spielen“, erklärte der spanische Trainer.
Später am Abend treffen Belgien und Ägypten (21 Uhr) aufeinander, um Mitternacht spielt Saudi-Arabien gegen Uruguay, und um 3 Uhr morgens sind Iran und Neuseeland gegeneinander gefordert.
Die Skandinavier nutzten die Schwächen der tunesischen Abwehr effektiv und schossen sich mit einem deutlichen Kantersieg an die Spitze von Gruppe F.
Bereits nach sieben Minuten erzielte Ayari das erste Tor für Schweden, was den Spielern Selbstvertrauen gab. Nach 30 Minuten führte das Team um Viktor Gyökeres bereits mit zwei Toren, auch wenn Tunesien kurz vor der Pause den Anschlusstreffer erzielte.
In der zweiten Hälfte legte Schweden noch einmal nach und bescherte den mitgereisten Fans drei weitere Tore.
Schweden – Tunesien 5:1 (2:1)
Tore: 1:0 Y. Ayari (7.), 2:0 Isak (30.), 2:1 Rekik (43.), 3:1 Gyökeres (59.), 4:1 Svanberg (84.), 5:1 Y. Ayari (90.+6)
Gelbe Karten: – / Khedira (1)
In der deutschen Gruppe sah das Duell zwischen der Elfenbeinküste und Ecuador lange nach einem Remis aus, doch kurz vor Schluss erzielten die Ivorer doch noch den Siegtreffer.
Die Zuschauer in Philadelphia erlebten ein unterhaltsames und ausgeglichenes Spiel mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten. Ecuador hatte mehrfach Pech, als der Ball dreimal am Aluminium landete.
Das Pech bestrafte sich Ecuador letztlich doppelt: In der 90. Minute sorgte Joker Amad Diallo für den umjubelten Sieg der Elfenbeinküste, die nun punktgleich mit Deutschland auf dem zweiten Platz steht.
Elfenbeinküste – Ecuador 1:0 (0:0)
Tore: 1:0 Amad Diallo (90.)
Gelbe Karten: S. Fofana (1), Kessié (1), G. Doué (1) / Porozo (1)
Die Niederlande und Japan trennten sich in Gruppe F in einem unterhaltsamen und qualitativ hochwertigen Spiel mit 2:2.
„Oranje“ ging zweimal in Führung, doch die schnellen und technisch starken Japaner konnten jeweils ausgleichen.
Niederlande – Japan 2:2 (0:0)
Niederlande: Verbruggen – Dumfries, van Hecke, Van Dijk, van de Ven – Gravenberch (81. Aké), F. de Jong, Reijnders (70. Q. Timber) – Summerville (70. Koopmeiners), Malen (70. Depay), Gakpo (84. Brobbey)
Japan: Z. Suzuki – Watanabe (75. Tomiyasu), Taniguchi, H. Ito – Doan (75. Sugawara), Maeda (67. J. Ito), Sano, Kamada – Nakamura, Ueda (84. Shiogai), Kubo (75. Ogawa)
Schiedsrichter: Ismail Elfath (USA)
Zuschauer: 69.285 (Dallas)
Tore: 1:0 Van Dijk (51.), 1:1 Nakamura (57.), 2:1 Summerville (64.), 2:2 Kamada (89.)
Gelbe Karten: Summerville (1), Depay (1), van de Ven (1) / –
Nach dem fulminanten Auftaktsieg Deutschlands greifen heute Nacht weitere Teams ins WM-Geschehen ein. In Gruppe F treffen die Niederlande und Japan (22 Uhr) aufeinander.
Die Elfenbeinküste und Ecuador spielen in Gruppe E um 1 Uhr gegeneinander, und um 4 Uhr startet in Gruppe F das Duell Schweden gegen Tunesien.
Der überragende Sieg löst Begeisterung aus und sorgt möglicherweise für eine kleine Euphorie im Land: Deutschland hat mit einem 7:1 (3:1) zum WM-Auftakt gegen Curaçao ein deutliches Zeichen gesetzt.
Alle Einzelheiten zum beeindruckenden Sieg findet Ihr in unserem Sonder-Liveticker.
Deutschland – Curaçao 7:1 (3:1)
Schiedsrichter: Jalal Jayed (Marokko)
Zuschauer: 68.021 (Houston/USA)
Tore: 1:0 F. Nmecha (6.), 1:1 Comenencia (21.), 2:1 N. Schlotterbeck (38.), 3:1 Havertz (45.+5/Foulelfmeter), 4:1 Musiala (47.), 5:1 Brown (68.), 6:1 Undav (78.), 7:1 Havertz (88.)
Deutschland startet heute Abend mit dem WM-Auftaktspiel gegen Curaçao. Alle aktuellen Infos findet Ihr in unserem Liveticker.
Der somalische Schiedsrichter Omar Artan (34), dem die Einreise zu WM-Zwecken in die USA verweigert wurde, soll trotzdem sein Gehalt erhalten.
Wie die BBC berichtet, stellt die FIFA ihm sein volles Salär zur Verfügung. Artan war bei der Einreise elf Stunden lang befragt und dann wieder zurückgeschickt worden. Die USA begründeten die Ablehnung mit angeblichen Verbindungen des Schiedsrichters zu Personen, die terroristische Organisationen unterstützen sollen.
Nach den Vorfällen wurde Artan eingeladen, den Supercup zwischen Paris Saint-Germain und Aston Villa am 12. August in Salzburg zu leiten.
Während seiner Rückreise über Istanbul erhielt er Unterstützung von FIFA-Vertretern, doch diese konnten seine Einreise in die USA nicht durchsetzen.
Die portugiesische Nationalmannschaft wird die WM mit einem besonderen Armband bestreiten, das an Diogo Jota (†28) erinnert, der vor knapp einem Jahr bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam.
Vor dem Abflug in die USA überreichte Portugals Premierminister Luís Montenegro (53) jedem Spieler ein Armband in den Landesfarben Grün und Rot. Neben den Namen der aktuellen WM-Spieler stand auch Jotas Name darauf.
Die Spieler schätzen diese Geste sehr: „Wir wissen das sehr zu würdigen“, sagte Vitinha (26). Laut ihm habe der Premierminister den Spielern überlassen, „ob und wie wir es tragen wollen“. Die Nationalmannschaft einigte sich darauf, das Armband während des gesamten Turniers bei Training und Spielen zu tragen.
In der Diskussion um Einreiseverweigerungen bei der WM in Nordamerika kritisierte Annalena Baerbock (45), Präsidentin der UN-Generalversammlung, die Haltung der FIFA.
Besonders im Fall des somalischen Schiedsrichters Omar Artan, dem die Einreise verweigert wurde, sieht sie die FIFA in der Verantwortung: „Neutralität bedeutet, dass alle Schiedsrichter einreisen dürfen. Es kann nicht heißen, dass man sich nicht äußert.“
FIFA-Präsident Gianni Infantino (56) nannte den Vorfall „unglücklich“ und sagte: „Wir kontrollieren nicht alles, wir versuchen zu verhandeln und Probleme zu lösen. Manchmal muss man auch einfach mal entspannen.“
Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel bestätigte Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) die Rückkehr von Manuel Neuer (40) ins Tor.
Er gab außerdem bekannt, dass Nathaniel Brown auf der Linksverteidigerposition starten wird und auch Jamal Musiala (23) von Beginn an spielen darf. Das Spiel gegen Curaçao beschrieb Nagelsmann als „David gegen Goliath“-Situation und war sich der Favoritenrolle bewusst.
In einer Nebenbemerkung warnte er vor einer ähnlichen Überraschung wie in der ersten Runde des DFB-Pokals, da auch der Karibikstaat durch eine gewisse „Unbekümmertheit“ gefährlich sein könne.
Dennoch ist das erste Gruppenspiel für die DFB-Elf eine Pflichtaufgabe. Anpfiff ist um 19 Uhr.
Überraschend setzte sich in Gruppe D Australien gegen den Favoriten Türkei durch.
Der Außenseiter aus Down Under lauerte auf Konter – mit Erfolg. Nestory Irankunda traf nach knapp 30 Minuten sehenswert, und St.-Pauli-Star Connor Metcalfe machte 15 Minuten vor Schluss beim Fehlstart der Türken alles klar.
Australien – Türkei 2:0 (1:0)
Tore: 1:0 Nestory Irankunda (27.), 2:0 Connor Metcalfe (75.)
Gelbe Karten: – / Yunus Akgün (1)
Die Schotten übernahmen mit einem 1:0-Sieg gegen Haiti die Tabellenführung in Gruppe C.
John McGinn erzielte bereits nach knapp 30 Minuten per Nachschuss das Tor des Tages. Trotz mehrerer Chancen für Haiti entschieden die Bravehearts die Partie für sich.
Haiti – Schottland 0:1 (0:1)
Tore: 0:1 John McGinn (28.)
Gelbe Karten: Jean-Ricner Bellegarde (1) / Aaron Hickey (1), Findlay Curtis (1), Kenny McLean (1)
Auch in Gruppe C gab es eine Überraschung: Brasilien kam gegen Marokko nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus.
Der Rekordweltmeister fand schwer ins Spiel. Marokko ging früh durch Ismael Saibari in Führung, doch Vinicius Junior glich noch in der ersten Halbzeit aus. Am Ende teilten sich beide Teams die Punkte.
Brasilien – Marokko 1:1 (1:1)
Tore: 0:1 Ismael Saibari (21.), 1:1 Vinicius Junior (32.)
Gelbe Karten: Casemiro (1), Roger Ibanez (1) / –
Die erste große Überraschung des Turniers ist perfekt: Katar rettet in der vierten Minute der Nachspielzeit ein 1:1 gegen die Schweiz.
In einem eher schwachen Spiel gingen die Eidgenossen dank eines kontroversen Elfmeters in Führung (17.), doch Katar überraschte mit dem späten Ausgleich (90.+4).
Katar – Schweiz 1:1 (0:1)
Tore: 0:1 Embolo (17./Foulelfmeter), 1:1 Khoukhi (90.+4)
Gelbe Karten: Abunada (1), Gaber (1) / D. Zakaria (1)
Beim Abschlusstraining vor dem WM-Auftakt gegen Curaçao spürte auch die deutsche Nationalmannschaft die Hitze in den USA. Bei rund 32 Grad kamen die Spieler von Bundestrainer Julian Nagelsmann ins Schwitzen.
Für die Torhüter gab es besondere Vorkehrungen: Ihre Handschuhe wurden in Eiswasser gekühlt.
Nach dem Training stand ein gemeinsames Mittagessen auf dem Programm, bevor die Mannschaft um 15 Uhr Ortszeit mit einem Airbus 220 zum Spielort Houston (Texas) flog. Die Flugzeit beträgt rund zweieinhalb Stunden. Die Zeitverschiebung beträgt nur eine Stunde.
Um 18:45 Uhr Ortszeit in Houston (1:45 Uhr deutscher Zeit) folgt für Nagelsmann und Nachwuchsspieler Aleksandar Pavlovic (22, FC Bayern München, defensives Mittelfeld) die Abschluss-Pressekonferenz.
Die FIFA gab bekannt, dass das Spiel zwischen der Elfenbeinküste und Ecuador am Montag (1 Uhr) nicht vom englischen Schiedsrichter Michael Oliver (41) geleitet wird, da dieser verletzt ist.
„Wegen einer leichten Verletzung wird Michael Oliver durch François Letexier ersetzt. Oliver wird voraussichtlich in den nächsten Tagen wieder einsatzbereit sein“, teilte die FIFA mit.
Auch seine beiden Linienrichter werden durch französische Kollegen ersetzt. Der vierte Offizielle und der VAR bleiben unverändert.
Nationaltrainer Carlo Ancelotti (67) bestätigte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel den Ausfall von Neymar.
„Er arbeitet hart, um so schnell wie möglich fit zu werden. Wir hoffen, dass er nächste Woche wieder komplett ins Training einsteigen kann“, sagte Ancelotti. Für den 34-Jährigen wird es ein Wettlauf gegen die Zeit, um möglichst nicht die gesamte Gruppenphase zu verpassen.
Neymar kämpft weiterhin mit einer Wadenverletzung und verpasste bereits die beiden Testspiele gegen Panama und Ägypten.
Kurz vor der Ankunft im WM-Quartier in Kansas City wurde die englische Nationalmannschaft offenbar Opfer eines Diebstahls.
Wie die BBC berichtete, wurde in Fahrzeuge eingebrochen, die Ausrüstung zum Trainingsgelände transportieren sollten. Es ist unklar, was genau entwendet wurde, jedoch besteht die Befürchtung, dass Bälle und Fußballschuhe gestohlen wurden.
Die „Three Lions“ werden am Samstagnachmittag im Trainingslager erwartet, doch die Ausrüstung sollte eigentlich schon vorher eintreffen. Möglicherweise beeinträchtigt der Diebstahl die Vorbereitung auf das Spiel am Mittwoch gegen Kroatien (22 Uhr).
Im ersten Gruppenspiel der Gruppe D nutzte Gastgeber USA seinen Heimvorteil und besiegte Paraguay klar mit 4:1.
Die Amerikaner führten schon zur Halbzeit mit 3:0. Das 1:0 war ein unglückliches Eigentor von Damian Bobadilla. Folarin Balogun traf doppelt. Den Versuch Paraguays zum Anschluss durch Mauricio erstickte Giovanni Reyna in der Nachspielzeit.
USA – Paraguay 4:1 (3:0)
Tore: 1:0 Damian Bobadilla (7./Eigentor), 2:0 Folarin Balogun (31.), 3:0 Folarin Balogun (45.+5), 3:1 Mauricio (73.), 4:1 Giovanni Reyna (90.+8)
Gelbe Karten: Tyler Adams (1) / Juan José Caceres (1), Miguel Almiron (1), Diego Gomez (1), Alex Arce (1), Junior Alonso (1)
Im ersten Spiel der Gruppe B trennten sich Gastgeber Kanada und Bosnien-Herzegowina mit einem 1:1-Unentschieden.
Jovo Lukic brachte die Bosnier bereits im ersten Durchgang nach einer Ecke mit dem Kopf in Führung, anschließend dominierte fast ausschließlich die Mannschaft von Trainer Jesse Marsch. Der verdiente Ausgleich gelang dem eingewechselten Cyle Larin in der 79. Minute.
Kanada – Bosnien-Herzegowina 1:1 (0:1)
Tore: 0:1 Jovo Lukic (21.), 1:1 Cyle Larin (79.)
Gelbe Karten: Alistair Johnston (1), Luc De Fougerolles (1) / Jovo Lukic (1), Ermedin Demirovic (1), Nikola Katic (1)
Die ersten beiden WM-Spiele sind absolviert – jetzt geht es weiter!
Den Auftakt am zweiten Tag machen Gastgeber Kanada und Bosnien-Herzegowina. Zuvor genossen die Zuschauer in Toronto die zweite Eröffnungszeremonie, bei der Alanis Morissette die kanadische Nationalhymne sang.
Im Anschluss steigen auch die USA ins Turnier ein; ab 3 Uhr rollt der Ball gegen Paraguay.
Die ghanaische Nationalmannschaft muss im ersten Gruppenspiel gegen Panama auf Thomas Partey (32) verzichten. Dem Mittelfeldspieler wurde die Einreise von den USA nach Kanada verwehrt, wie die FIFA bestätigte.
Die Visa-Probleme hängen vermutlich mit den Missbrauchsvorwürfen gegen den einstigen Arsenal-Star zusammen. Seit April steht Partey in London vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, im Dezember 2020 in London eine Frau zweimal vergewaltigt zu haben. Die nächste Anhörung ist für Oktober angesetzt, ein Urteil wird frühestens Mitte 2027 erwartet.
In die USA durfte Partey dennoch einreisen; dort residiert er im WM-Quartier Ghanas in Boston. Die Black Stars tragen ihr Auftaktspiel jedoch in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in Toronto aus.
Mit 16 Treffern bei WM-Endrunden hält Miroslav Klose (48) nach wie vor den Torrekord. Doch das könnte sich in den kommenden Wochen ändern. Der frühere DFB-Stürmer und heutige Trainer von Nürnberg ist davon überzeugt.
„Ich glaube, dass mein Rekord in diesem Turnier fällt“, sagte Klose der Süddeutschen Zeitung. „Durch die größere Teilnehmerzahl gibt es mehr Spiele und damit mehr Chancen, Tore zu erzielen.“
Als Favoriten für den Rekordsturz nennt er vor allem Lionel Messi (13 Tore) und Kylian Mbappé (12 Treffer). Argentinien und Frankreich könnten „weit kommen“, was wohl mit weiteren Toren der beiden einhergeht. „Das ist völlig in Ordnung, der Rekord wird irgendwann gebrochen“, so Klose.
Der Weltmeister von 2014 würde seinen Rekord gern an Messi abgeben: „Ich bin ein großer Fan von Messi, schon immer gewesen. Er ist ein Genie.“
Die deutsche Torhymne „Major Tom“ von Peter Schilling wird auch bei der WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada gespielt, teilte der DFB mit.
Das Lied wurde zusammen mit den beiden „Signature Songs“ „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen und „Zeit, dass sich was dreht“ von Herbert Grönemeyer von der FIFA genehmigt. Wann genau die beiden letzteren bei den Spielen der deutschen Mannschaft gespielt werden, ist noch nicht bekannt.
„Major Tom“ hatte „Kernkraft 400“ von Zombie Nation bereits bei der Heim-EM 2024 als Torhymne abgelöst und einen regelrechten Hype bei den Fans ausgelöst.
Marc Cucurella (27) sorgt bei deutschen Fans seit der Heim-EM 2024 für Aufsehen. Zur WM überraschte der Chelsea-Star nun mit einer skurrilen Ankündigung.
Falls Spanien die WM gewinnt, möchte der Linksverteidiger der „Furia Roja“ das Gesicht seines Trainers Luis de la Fuente (64) auf den Bizeps tätowieren lassen. „Ich unterschreibe das“, so Cucurella im Gespräch mit „Radio Cope“.
Nach dem EM-Triumph vor zwei Jahren hatte der Verteidiger sein Wort gehalten und sich die Haare komplett rot gefärbt. Viele deutsche Fans werden sich jedoch eher an sein vermeintliches Handspiel im Viertelfinale erinnern, als der Schiedsrichter Anthony Taylor (47) keinen Elfmeter für Deutschland gab.
Zuschauer, die am Donnerstagabend die WM-Eröffnungsfeier im ZDF verfolgen wollten, wurden zunächst enttäuscht – sie sahen stattdessen Werbung.
Der öffentlich-rechtliche Sender zeigte zunächst eine Expertenrunde aus dem Studio und danach Werbeblöcke. Fans verpassten dadurch mehrere Minuten der Auftritte von Künstlern wie Danny Ocean, J Balvin und Lila Downs.
Das ZDF zeigte Verständnis für die Kritik: „Der Sender ist verpflichtet, einen Teil seines Haushalts durch Werbung zu finanzieren. ARD und ZDF dürfen von Montag bis Samstag vor 20 Uhr täglich bis zu 20 Werbeminuten ausstrahlen. Der letzte Block am Eröffnungstag lief gegen 19:44 Uhr“, hieß es.
Zu diesem Zeitpunkt lief die Eröffnungsshow bereits. Immerhin konnten Headliner Shakira und der WM-Song „Dai Dai“ in voller Länge erlebt werden. Der Sender wies darauf hin, dass die Feier auch in der Mediathek als Re-Live verfügbar sei. Warum die Werbung nicht während der mehr als zwei Stunden Vorberichterstattung geschaltet wurde, erklärte das ZDF nicht.
Vor einem Jahr hatte Friedrich Merz (70) der deutschen Frauen-Nationalmannschaft zur EM nur über seinen Sprecher Stefan Kornelius (60) viel Erfolg gewünscht. Bei den DFB-Herren suchte der Bundeskanzler nun den direkten Draht.
Per Videocall sprach er mit Kapitän Joshua Kimmich (31) sowie mit Kai Havertz (27) und Jonathan Tah (30). Ein Clip davon wurde auf Merz’ Instagram-Seite veröffentlicht. Obwohl es als coole Aktion gedacht war, wirkte sie etwas inszeniert.
„Hallo, hier ist Friedrich Merz“, begann der Kanzler. Während des Gesprächs schaltete sich auch Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) dazu. Merz betonte: „Ganz Deutschland drückt euch die Daumen! Alle fiebern mit!“ Die Spieler dankten für die Unterstützung: „Brauchen wir!“
Zum Abschied motivierte Merz noch und kündigte an: „Herr Nagelsmann, wir telefonieren mal zwischendurch, wenn die ersten Spiele gelaufen sind.“
Das Netz feiert eine GANS! Kaum 24 Stunden nach dem Eröffnungsspiel hat sich bei der WM schon der erste Online-Star etabliert.
Auf Social Media geht ein Video viral, das eine Gans zeigt, die im Trikot der mexikanischen Nationalmannschaft entspannt durch die Straßen spaziert und sich von den Menschenmengen kaum beeindrucken lässt. Wo das gedreht wurde und was das Tier vorhat, lässt das Video offen.
Lokale Medien berichten, dass die Gans als Marketingaktion ihres Besitzers, eines Straßenverkäufers, unterwegs sei. Sie wird mit einem kleinen Plakat um den Hals für Aufmerksamkeit sorgen, um letztlich den Umsatz anzukurbeln.
Tierschützer dürften angesichts des Hintergrunds schockiert sein, doch im Netz wird das Video begeistert gefeiert.
Beeindruckende Quoten zum WM-Start: Das Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika brachte dem ZDF Top-Zuschauerzahlen.
Durchschnittlich verfolgten 10,04 Millionen Menschen das 2:0 des Co-Gastgebers im Fernsehen, was einem Marktanteil von 46,5 Prozent beim Gesamtpublikum entspricht. Die Reichweite übertraf die Auftaktpartie der WM 2022 in Katar deutlich, als nur 6,21 Millionen Zuschauer die 0:2-Niederlage Mexikos gegen Ecuador sahen.
Der WM-Auftakt in Mexiko wurde von Protesten begleitet, die teils gewaltsam verliefen.
Am Aztekenstadion kam es während der Eröffnungsfeier zu Zusammenstößen zwischen vermummten Demonstranten und der Polizei.
In Mexiko-Stadt protestierten radikale Lehrer der Gewerkschaft CNTE für Rentenreformen, höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen, nachdem sie bereits Anfang Mai auf die Straße gegangen waren.
Eine bittere Nachricht für Gastgeber Kanada: Alphonso Davies (25) fällt zum WM-Auftakt aus.
Der Bayern-Star leidet weiterhin an einer Muskelverletzung im Oberschenkel und steht Nationaltrainer Jesse Marsch (52) im Spiel gegen Bosnien-Herzegowina am Freitag (21 Uhr) nicht zur Verfügung. Es gibt jedoch Hoffnung.
„Wir haben gestern ein MRT gemacht, das sehr positive Zeichen zeigt. Die Heilung verläuft gut, fast komplett. Wir werden die Belastung nun steigern. Für morgen ist er aber nicht einsatzfähig. Ich glaube aber, dass er sich gut von der Verletzung erholt“, erklärte Marsch am Donnerstag optimistisch.
In der zweiten Partie der Gruppe A feierte Südkorea einen späten 2:1-Sieg gegen Tschechien.
Kapitän Ladislav Krejci brachte die Nachbarnation Deutschlands in der 59. Minute in Führung, doch nur neun Minuten später glich In-beom Hwang aus. In der 80. Minute erzielte Hyeon-gyu Oh den Siegtreffer.
Südkorea – Tschechien 2:1 (0:0)
Tore: 0:1 Ladislav Krejci (59.), 1:1 I. Hwang (67.), 2:1 Oh (80.)
Gelbe Karten: Ki-hyuk Lee (1) / –
Mexiko gewann das erste WM-Spiel 2:0 (1:0) gegen Südafrika. Schiedsrichter Wilton Pereira Sampaio zeigte dabei drei Rote Karten.
Mexiko – Südafrika 2:0
Tore: 1:0 Quinones (9.), 2:0 Jimenez (67.)
Gelbe Karten: Gutiérrez (1) / Mokoena (1), Sibisi (1)
Rote Karten: Yaya Sithole (50.), Zwane (84.), Montes (90.+2)
Die WM 2026 in Mexiko, den USA und Kanada ist in vollem Gange! Das Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika läuft im Aztekenstadion.
Wird sich der Gastgeber gegen den Überraschungsgastgeber von 2010 durchsetzen oder sorgt Südafrika erneut für eine Sensation? Vor 16 Jahren gewann „Bafana Bafana“ durch ein legendäres Tor von Siphiwe Tshabalala mit 1:0, damals war Südafrika selbst Austragungsort der WM. Heute schließen sich also mehrere Kreise.
Die Hollywood-Schauspielerin Salma Hayek moderiert die Weltmeisterschaft vor Ort im Aztekenstadion.
Danach folgt die Parade der Nationen: Die Flaggen aller 48 Teilnehmer werden auf den Rasen getragen.
Während sich die Spieler im Stadion aufwärmen, wurde die mexikanische Nationalmannschaft mit lautstarkem Applaus begrüßt.
Außerhalb des historischen Stadions herrscht etwas Chaos: Zahlreiche Fans drängen zum Public Viewing in die offizielle Fanzone auf dem Zócalo.
Ein Stadtbeamter rief per Megafon: „Hört auf zu drängeln und zu schubsen, hier sind Kinder, ihr benehmt euch wie Tiere.“ In den vergangenen Tagen gab es bereits Proteste auf dem Platz.
Und da sind auch schon die Stars der Eröffnungsfeier: Shakira und Burna Boy performen den offiziellen WM-Song „Dai Dai“!
Das Aztekenstadion ist schon prall gefüllt und erstrahlt in bunten Farben. Nach dem Song feuert ein farbenprächtiges Feuerwerk in den Nachthimmel.
Die Feierlichkeiten im Aztekenstadion haben begonnen!
Aktuell spielt die mexikanische Cumbia-Band Los Angeles Azules, während zahlreiche Tänzer um eine überdimensionale WM-Trophäe auf dem Spielfeld herumtanzen.
Gleich erfolgt die offizielle Eröffnung der WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada, und in wenigen Stunden rollt der Ball.
Los geht es um 19:30 Uhr im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt mit der großen Eröffnungsfeier, bei der Shakira und Burna Boy ihren WM-Song „Dai Dai“ als Headliner präsentieren. Außerdem treten J Balvin, Tyla, Alejandro Fernandez, Belinda, Danny Ocean, Lila Downs, Los Angeles Azules und Mana auf.
Dies ist die erste von drei Eröffnungsfeiern: Am Freitag geht es ab 19:30 Uhr in Toronto unter anderem mit Alanis Morissette weiter, in der Nacht zu Samstag (1:20 Uhr) tritt Katy Perry bei der US-Eröffnung auf.
Die Übertragung läuft im ZDF, mit der Vorberichterstattung ab 17:15 Uhr. Um 21 Uhr beginnt das erste WM-Spiel zwischen Mexiko und Südafrika. Um 4 Uhr morgens folgt dann Südkorea gegen Tschechien.
Am Donnerstag wurde der Schiedsrichter für das deutsche WM-Auftaktspiel gegen Curaçao bekanntgegeben. Jalal Jayed (39) wird die Partie am Sonntag um 19 Uhr im texanischen Houston leiten, wie die FIFA mitteilte.
Der marokkanische Unparteiische gilt international noch als relativ unerfahren, hat bisher vier Einsätze beim Afrika-Cup, darunter das Spiel um Platz drei der letzten Ausgabe, sowie vier Spiele bei der U20-WM 2025 geleitet.
Als Linienrichter stehen ihm seine Landsleute Zakaria Brinsi (43) und Mostafa Akarkad (37) zur Seite. Der Südafrikaner Abongile Tom (34) fungiert als vierter Offizieller.
Die Freude über Haitis neues Ländershirt währte nur kurz: Die FIFA verlangt eine Änderung des Designs.
Hersteller Saeta hatte gemeinsam mit dem haitianischen Fußballverband ein Motiv entworfen, das an die Schlacht von Vertières 1803 erinnert, eine historische Schlacht, die den Weg zur Unabhängigkeit ebnete. Die FIFA sah in dem Design jedoch eine zu politische Darstellung, da politische, religiöse oder persönliche Botschaften auf Trikots verboten sind. Daher musste das Design angepasst werden.
Saeta kam der Aufforderung nach, betonte aber, dass die Gestaltung nicht politischer Natur gewesen sei: „Obwohl die Deutung von unserer Intention abwich, respektierte Saeta den Prozess und setzte die von der FIFA geforderten Anforderungen um“, erklärte der Ausrüster.
Das endgültige Design solle eine Hommage an die Männer und Frauen sein, die täglich an Haitis Zukunft arbeiten, und kein politisches Statement darstellen.
Er ist irgendwie zurück: Der TV-Sender RTL II erweckt die legendäre Krake Paul mittels Künstlicher Intelligenz zum Leben und lässt sie WM-Spiele tippen.
Das KI-Modell wird mit „Fun Facts“ wie „Welches Team hat die meisten verheirateten Spieler?“ oder „Wer besitzt mehr Tattoos?“ gefüttert, bevor es in mehreren Clips Vorhersagen zu ausgewählten WM-Partien trifft. „Paul 2.0“ wird als Mini-Format um 16 Uhr direkt nach den „RTLzweiNews“ ausgestrahlt. Die Premiere ist am Eröffnungstag, 11. Juni, geplant, insgesamt sind 27 Kurzvideos vorgesehen.
Die echte Krake Paul, eine Gewöhnliche Krake, wurde durch ihre Orakel-Tipps bei der WM 2010 weltweit berühmt, da sie alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft sowie das Finale korrekt vorhersagte. Paul starb 2010 eines natürlichen Todes, seine Asche befindet sich im Dortmunder Fußballmuseum.
Knapp vor WM-Start droht der iranische Verband mit drastischen Maßnahmen, falls auf den Tribünen nicht alles nach Wunsch verläuft.
„Wir haben der FIFA mitgeteilt, dass die Verantwortlichen das Spiel abbrechen würden, sobald politische Parolen in den Stadien erklingen“, warnte Sportminister Ahmed Donjamali. Proteste der persischen Diaspora sowie falsche Flaggen würden einen Spielabbruch zur Folge haben. Der Iran besteht darauf, dass nur die offizielle Flagge der islamischen Republik gezeigt wird, nicht die alte persische Flagge.
Ein US-Regierungsmitarbeiter erklärte gegenüber CNN die verweigerte Einreise des somalischen FIFA-Schiedsrichters Omar Artan (34).
Die Sicherheitskontrolle in Miami habe „Verbindungen zu mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen“ ergeben, so der anonyme Sprecher. Zuvor hatte die Grenzschutzbehörde CBP lediglich von „Sicherheitsbedenken“ gesprochen.
Artan selbst versicherte der New York Times, dass er „korrekte Papiere“ und ein „gültiges Visum“ besitze. US-Grenzbeamte hätten ihn zu politischer Lage in Somalia und der Miliz Al-Shabaab befragt.
Der 34-Jährige wurde 2025 zum besten Schiedsrichter Afrikas gewählt und war einer von sieben Unparteiischen, die für die WM nominiert wurden.
Kein gutes Zeichen: Die englische Nationalmannschaft bereitet sich in Florida auf die WM vor, doch die Vorbereitungen laufen nicht reibungslos.
Ein Erdbeben mit der Stärke 6,1 vor der Küste Kubas wurde bis in den US-Bundesstaat Florida gespürt, wo sich das Team seit dem 1. Juni aufhält.
Auch in mexikanischen Ferienorten wie Cancún und Tulum sowie im Walt Disney World Resort wurden die Erschütterungen registriert. Glücklicherweise gab es keine Verletzten oder größere Schäden. Es ist das stärkste Beben in der Region seit 1880, als die Stärke 6,0 gemessen wurde.
Eigentlich sollte Omar Artan als Schiedsrichter bei der WM zum Einsatz kommen. Doch trotz gültigem Visum darf der Somalier nicht in die USA einreisen.
Die Co-Gastgeber verweigerten dem 34-Jährigen die Einreise, wie ein FIFA-Sprecher der AFP mitteilte. Daher wird er nicht an der Weltmeisterschaft teilnehmen.
„Die FIFA bestätigt, dass Omar Artan nicht bei der WM 2026 mitwirken kann, da ihm die Einreise in die USA verweigert wurde“, hieß es. Ein genauer Grund wurde nicht genannt. Somalia steht auf einer Einreiseverbotsliste, die unter US-Präsident Donald Trump eingeführt wurde.