WM 2026 live: FIFA trifft Entscheidung nach kontroverser Schiedsrichter-Handgeste
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen wird, läuft derzeit auf Hochtouren. Bei diesem XXL-Turnier, das bis zum 19. Juli andauert, sind erstmals 48 Mannschaften am Start. Die deutsche Nationalelf feierte einen mitreißenden Auftaktsieg gegen Curaçao und setzte sich mit 7:1 (3:1) durch. Weitere Gegner in der Gruppe E sind die Elfenbeinküste sowie Ecuador.
Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) und sein Team haben das große Ziel WM-Titel vor Augen, doch bis zum möglichen Finale am 19. Juli in New York liegt noch ein weiter Weg. Als amtierender Weltmeister startet Argentinien ins Turnier, das sich im Winter 2022 in Katar mit Superstar Lionel Messi (38) den Pokal sicherte.
In unserem WM-Liveticker halten wir Euch mit allen relevanten Infos vor dem ersten Spiel und während des gesamten Wettbewerbs auf dem Laufenden.
Eine hitzige Debatte entfachte eine Handbewegung des australischen Schiedsrichters Shaun Evans (38) aus dem VAR-Raum. Nun bestätigte der Weltverband jedoch, dass der Unparteiische keine Bestrafungen zu befürchten hat.
Das FIFA-Disziplinarkomitee fand keine Hinweise auf einen Verstoß gegen den Verhaltenskodex, wie es in einer offiziellen Stellungnahme hieß. Während eines Kamera-Schwenks zu den Videoassistenten hatte Evans Daumen und Zeigefinger seiner rechten Hand zusammengeführt, während die anderen Finger ausgestreckt blieben. Einige Zuschauer interpretierten diese Geste als das rechtsextreme "White Power"-Zeichen.
Evans wies die Anschuldigungen jedoch entschieden zurück: „Ich möchte klarstellen, dass ich keine Absicht hatte, mit einer Handbewegung oder einem Symbol eine bestimmte Botschaft, Zugehörigkeit, eine Aktion oder Überzeugung zu vermitteln“, erklärte er laut FIFA.
Der Australier zeigte Verständnis für die Fehlinterpretationen, betonte aber „eindeutig und kategorisch“, dass er das besagte Symbol nicht absichtlich gezeigt habe. Nach seiner Aussage handelte es sich vielmehr um ein „unwillkürliches, unterbewusstes Zucken“.
Obwohl das 0:0 gegen Kap Verde für Spanien schon enttäuschend war, stellte Stürmer Mikel Oyarzabal (29) zudem einen fragwürdigen Rekord auf.
Der Angreifer von Real Sociedad San Sebastián ist laut Statistikdienst „Opta“ der erste Spieler seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 1966, der in den ersten 30 Minuten eines Spiels als Startelf-Spieler keinen einzigen Ballkontakt hatte.
Immerhin: In der 39. Minute kam der Baske zu einer guten Torchance, die Kap-Verde-Torwart Vozinha (40) jedoch herausragend vereitelte. Am Ende sammelte Oyarzabal, der durchspielte, insgesamt 25 Ballkontakte.
Vier Unentschieden in Folge – eine solche Spieltagsbilanz hat es bei einer WM lange nicht mehr gegeben.
Das letzte Mal trat solch ein Ereignis vor über 60 Jahren auf. Mehr dazu hier: „Historisch! So etwas passierte bei der WM zuletzt vor fast 70 Jahren“.
Was sich bereits angedeutet hatte, wurde nun bestätigt: Das desaströse 1:5 beim WM-Auftakt gegen Schweden hat dem tunesischen Nationaltrainer Sabri Lamouchi (54) den Job gekostet.
Zwei Tage nach der Niederlage gab der Verband offiziell bekannt, dass Lamouchi mit sofortiger Wirkung freigestellt wurde. Seine Nachfolge übernimmt Hervé Renard (57).
Bereits 1998 erlebten die Nordafrikaner einen Trainerwechsel während der WM – damals musste Henryk Kasperczak (79) nach zwei Niederlagen in der Gruppenphase gehen.
Lamouchi hatte sein Amt erst Mitte Januar angetreten, konnte die Mannschaft jedoch nicht auf Kurs bringen. In fünf Spielen kassierte er vier Niederlagen, darunter auch eine heftige 0:5-Niederlage gegen Belgien im Generalprobe-Match vor Start des XXL-Turniers. Einziger Lichtblick blieb der knappe 1:0-Erfolg gegen Haiti.
Die iranische Nationalmannschaft hat sich nach einer von politischen Spannungen geprägten Vorbereitung zum WM-Auftakt einen Punkt gesichert.
Im politisch aufgeladenen ersten Auftritt beim Turnier trennte sich das „Team Melli“ in Los Angeles mit einem 2:2 (1:1) von Außenseiter Neuseeland.
Obwohl Neuseeland durch Elijah Just (7., 55.) zweimal in Führung ging, sorgten Ramin Rezaeian (32.) und Mohammad Mohebi (65.) jeweils für den Ausgleich und sicherten den Iranern so einen wichtigen Zähler.
Endstand: Iran – Neuseeland 2:2 (1:1)
Tore: 0:1 Just (7.), 1:1 Rezaeian (32.), 1:2 Just (54.), 2:2 Mohebi (64.)
Gelbe Karte: Hajsafi (1) / keine für Neuseeland
Auch Uruguay musste auf den erhofften Auftaktsieg verzichten. Nach dem Remis von Mitfavorit Spanien gelang der Mannschaft von Nationaltrainer Marcelo Bielsa in Miami gegen Saudi-Arabien nur ein 1:1 (0:1).
Maxi Araujo (80.) verhinderte mit seinem späten Ausgleich eine Niederlage der „La Celeste“. Nach der Pause war Uruguay dominierend und drückend überlegen, wurde dafür aber nur mit einem Punkt belohnt.
Saudi-Arabien – Uruguay 1:1 (1:0)
Tore: 1:0 Al-Amri (41.), 1:1 M. Araújo (80.)
Gelbe Karte: Al-Amri (1) / keine für Uruguay
Die WM sorgt weiter für Überraschungen: Am Montagabend kamen die nominell favorisierten Belgier nicht über ein 1:1 gegen Ägypten hinaus.
Emam Ashour brachte die Pharaonen bereits in der ersten Halbzeit mit einem kraftvollen Abschluss in Führung, doch ein Eigentor von Mohamed Hany nach der Pause rettete den Belgiern um Starspieler Kevin De Bruyne zumindest einen Punkt.
Belgien – Ägypten 1:1 (0:1)
Tore: 0:1 Ashour (20.), 1:1 Hany (Eigentor, 66.)
Gelbe Karten: Castagne (1), De Cuyper (1) / Attia (1), Fatouh (1)
Torwart Vozinha (40) lieferte eine sensationelle Vorstellung bei der Überraschung gegen Spanien.
Welchen Rekord er dabei aufstellte und wie er anschließend in den sozialen Medien durchstartete, erfahrt Ihr hier: „Torwart-Oldie macht sich gegen Spanien unsterblich – und explodiert im Netz“.
Die bisher größte Überraschung des Turniers ist perfekt: Europameister Spanien kam in seinem ersten WM-Spiel gegen Kap Verde nicht über ein torloses Remis hinaus.
Die Mannschaft von Trainer Luis de la Fuente dominierte zwar fast das gesamte Spiel, scheiterte jedoch an der mangelnden Chancenverwertung und dem starken Torhüter Vozinha. Zudem spielte der Weltranglisten-64. konsequent mutig nach vorne und hätte sogar selbst den Lucky Punch landen können. Die Einwechslung von Lamine Yamal, der eigentlich noch geschont werden sollte, brachte ebenfalls keine Wende.
Spanien – Kap Verde 0:0 (0:0)
Gelbe Karten: Pedri (1) / Sidny (1)
Ausgerechnet nach dem starken deutschen Auftakt gegen Curaçao kommt es zu Engpässen bei Ausrüster Adidas.
Mehr dazu unter: „Ausgerechnet jetzt! Adidas bremst DFB-Hype mit Trikot-Fail aus“.
Nach der 1:5-Pleite gegen Schweden steht Tunesien kurz vor der Entlassung von Trainer Sabri Lamouchi (54).
Das berichtete Sportjournalist Romain Molina („The Guardian“ und „New York Times“) via Social Media. Der ehemalige Profi, der erst seit Januar im Amt ist, soll direkt nach der Niederlage freigestellt worden sein. Eine offizielle Bestätigung seitens des Verbandes steht jedoch noch aus.
Werden bei der WM womöglich auch Kampfjets zum zusätzlichen Schutz über den Stadien patrouillieren?
TAG24 fragte beim nordamerikanischen Luftverteidigungskommando NORAD nach und erhielt eine Antwort.
Mehr dazu hier: „Kampfjet-Patrouillen über den WM-Stadien: Das steckt dahinter!“
Das 7:1 gegen Curaçao bescherte der ARD beeindruckende Zuschauerzahlen.
Im Schnitt verfolgten 23,43 Millionen Menschen am Sonntagabend das WM-Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft live in der ARD. Dies entspricht einem Marktanteil von über 70 Prozent. Die tatsächliche Zuschauerzahl dürfte noch höher liegen, da Livestreams und MagentaTV-Zuschauer nicht mitgerechnet wurden.
Zum Vergleich: Beim Auftaktspiel der WM 2022 waren es mit 9,23 Millionen Zuschauern weniger als halb so viele. Bei der WM 2018 verfolgten 25,97 Millionen die Auftaktpartie gegen Mexiko (0:1).
Nach dem späten Sieg von Côte d’Ivoire gegen Ecuador liegen die Elfenbeinküste und Deutschland nun punktgleich auf dem zweiten Platz der Gruppe. Vor dem nächsten Duell zeigt sich ein bekannter Spieler hochmotiviert.
„Wir sind nicht nur zum Mitspielen hier, wir wollen Geschichte schreiben“, erklärte Leipzig-Profi Yan Diomande (19). Der flinke Flügelspieler bereitete der südamerikanischen Defensive große Probleme und überzeugte immer wieder mit gefährlichen Aktionen.
„Wir sind mit der Mentalität hier, alles gewinnen zu wollen“, so der 19-Jährige weiter. Dabei blickt er auch auf Deutschland, das er als „eines der größten Teams der Welt“ bezeichnet. Wichtig sei für ihn vor allem „ruhig und gelassen zu bleiben“.
Die WM befindet sich weiterhin am ersten Spieltag, und auch heute stehen spannende Begegnungen bevor.
Spanien beginnt am Abend als einer der engsten Favoriten das Turnier. Das Team von Luis de la Fuente (64) trifft um 18 Uhr auf den erstmals teilnehmenden WM-Neuling Kap Verde und möchte gleich ein erstes Ausrufezeichen setzen.
Allerdings wird Schlüsselspieler Lamine Yamal nicht von Beginn an auflaufen: „Die gute Nachricht ist, dass Lamine sehr fit ist und gut trainiert. Er steht zur Verfügung, kann aber nicht von Anfang an spielen“, erklärte der spanische Trainer.
Später am Abend treffen auch noch Belgien und Ägypten (21 Uhr) aufeinander, um Mitternacht Saudi-Arabien und Uruguay und um 3 Uhr nachts schließlich Iran und Neuseeland.
Die Skandinavier nutzten die Schwächen in der tunesischen Defensive effizient aus und eroberten mit dem Kantersieg die Spitze der Gruppe F.
Schon nach sieben Minuten brachte Ayari sein Team mit einem sehenswerten Treffer in Führung, was Schweden Selbstvertrauen verlieh. Nach einer halben Stunde führte die Mannschaft um Viktor Gyökeres bereits mit zwei Toren, und auch wenn Tunesien kurz vor der Pause noch verkürzte, änderte sich daran wenig.
In der zweiten Hälfte legte Schweden nochmals nach, nutzte die Anfälligkeiten der gegnerischen Abwehr aus und schenkte den mitgereisten Fans drei weitere Tore.
Endstand: Schweden – Tunesien 5:1 (2:1)
Tore: 1:0 Y. Ayari (7.), 2:0 Isak (30.), 2:1 Rekik (43.), 3:1 Gyökeres (59.), 4:1 Svanberg (84.), 5:1 Y. Ayari (90.+6)
Gelbe Karten: keine / Khedira (1)
In der deutschen Gruppe sah das Duell zwischen Elfenbeinküste und Ecuador lange nach einem Unentschieden aus, doch kurz vor Schluss gelang den Ivorern noch der Lucky Punch.
Die Zuschauer in Philadelphia erlebten ein spannendes Match auf Augenhöhe, in dem beide Teams gute Chancen hatten. Die Elfenbeinküste hatte mehrfach Glück, nicht in Rückstand zu geraten, da Ecuador dreimal das Aluminium traf.
Für die Südamerikaner war das Pech doppelt bitter: In der 90. Minute erzielte Joker Amad Diallo den Siegtreffer für die Ivorer, die damit punktgleich mit Deutschland nun auf dem zweiten Rang liegen.
Endstand: Elfenbeinküste – Ecuador 1:0 (0:0)
Tore: 1:0 Amad Diallo (90.)
Gelbe Karten: S. Fofana (1), Kessié (1), G. Doué (1) / Porozo (1)
In einem sehenswerten und technisch hochwertigen Spiel trennten sich die Niederlande und Japan in Gruppe F mit einem 2:2-Unentschieden.
„Oranje“ ging zweimal in Führung, doch die schnellen und technisch starken Japaner glichen jeweils aus.
Niederlande – Japan 2:2 (0:0)
Aufstellungen und Schiedsrichter: siehe Originaltext
Tore: 1:0 Van Dijk (51.), 1:1 Nakamura (57.), 2:1 Summerville (64.), 2:2 Kamada (89.)
Gelbe Karten: Summerville (1), Depay (1), van de Ven (1) / keine für Japan
Nach dem beeindruckenden Auftaktsieg Deutschlands gehen heute Nacht weitere Mannschaften ins WM-Geschehen.
In Gruppe F treffen die Niederlande und Japan um 22 Uhr aufeinander. Die Elfenbeinküste und Ecuador duellieren sich in Gruppe E um 1 Uhr, und um 4 Uhr beginnt das Turnier für Schweden und Tunesien in Gruppe F.
Der deutliche Erfolg löst in Deutschland sicherlich Begeisterung aus: Mit dem 7:1 (3:1)-Sieg gegen Curaçao setzte das DFB-Team ein erstes großes Ausrufezeichen.
Alle Details zum Spiel findet Ihr in unserem Sonder-Liveticker.
Deutschland – Curaçao 7:1 (3:1)
Schiedsrichter: Jalal Jayed (Marokko)
Zuschauer: 68.021 (Houston/USA)
Tore: 1:0 F. Nmecha (6.), 1:1 Comenencia (21.), 2:1 N. Schlotterbeck (38.), 3:1 Havertz (45.+5/Foulelfmeter), 4:1 Musiala (47.), 5:1 Brown (68.), 6:1 Undav (78.), 7:1 Havertz (88.)
Der somalische Schiedsrichter Omar Artan (34), dem die USA die Einreise zur WM verweigerten, soll dennoch sein Gehalt erhalten.
Wie die BBC berichtet, will die FIFA dem Unparteiischen sein volles Salär auszahlen. Artan war bei seiner Einreise elf Stunden lang befragt worden, bevor er wieder zurückgeschickt wurde. Die US-Behörden begründeten den Schritt mit angeblichen Verbindungen des Schiedsrichters zu Personen, die im Verdacht stehen, terroristische Organisationen zu unterstützen.
Nach den Vorfällen wurde Artan eingeladen, am 12. August den Supercup zwischen Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain und Europa-League-Champion Aston Villa in Salzburg zu pfeifen.
Bei seiner Rückreise über Istanbul erhielt er Unterstützung von FIFA-Vertretern. Trotzdem konnte auch deren Hilfe seine Einreise in die USA nicht ermöglichen.
Die portugiesische Auswahl wird die WM mit einem besonderen Armband bestreiten, das an Diogo Jota (†28) erinnert, der vor knapp einem Jahr bei einem Verkehrsunfall verstarb.
Vor dem Abflug in die USA übergab der portugiesische Premierminister Luís Montenegro (53) jedem Spieler ein solches Armband in den Landesfarben Grün und Rot. Neben den Namen der WM-Spieler ist auch Jotas Name darauf zu lesen.
Die Profis honorieren diese Geste sehr: „Wir wissen das sehr zu schätzen“, erklärte Vitinha (26). Der Premier habe den Spielern überlassen, ob und wie sie das Armband tragen wollen. Gemeinsam entschied das Team, es während der gesamten WM bei Training und Spielen zu tragen.
Im Zuge der Diskussion um Einreiseverweigerungen bei der Fußball-WM kritisierte Annalena Baerbock (45), Präsidentin der UN-Generalversammlung, die FIFA-Haltung.
Insbesondere im Fall des somalischen Schiedsrichters Omar Artan sieht Baerbock die FIFA in der Pflicht. „Das ist der Moment, an dem Neutralität nicht mehr heißen darf, sich nicht zu äußern. Neutralität bedeutet, dass alle Schiedsrichter einreisen können müssen“, sagte sie.
FIFA-Präsident Gianni Infantino (56) bezeichnete die Situation als „unglücklich“ und äußerte: „Wir kontrollieren nicht alles. Wir bemühen uns, sprechen miteinander, versuchen Lösungen zu finden. Manchmal ist es besser, etwas gelassener zu bleiben.“
Im Rahmen einer Pressekonferenz vor dem Spiel bestätigte Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) die Rückkehr von Manuel Neuer (40) ins Tor.
Außerdem gab er bekannt, dass Nathaniel Brown auf der linken Abwehrseite starten wird und Jamal Musiala (23) ebenfalls von Beginn an spielen darf. Das Spiel gegen Curaçao beschrieb Nagelsmann als eine „David-gegen-Goliath“-Situation, bei der die Favoritenrolle für Deutschland klar sei.
Gleichzeitig warnte der 38-Jährige vor einer ähnlichen Überraschung wie in der ersten Pokalrunde, da der karibische Gegner durch eine gewisse „Unbeschwertheit“ auch gefährlich sein könne.
Trotzdem ist das Auftaktspiel für die DFB-Auswahl natürlich eine Pflichtaufgabe. Der Anpfiff erfolgt um 19 Uhr.
Niemand hatte damit gerechnet: In Gruppe D setzte sich Australien gegen den Favoriten Türkei durch.
Der Außenseiter aus Down Under lauerte auf Konter und wurde belohnt. Nestory Irankunda erzielte bereits vor der 30. Minute ein sehenswertes Tor, bevor St.-Pauli-Spieler Connor Metcalfe kurz vor Spielende den Deckel draufmachte.
Australien – Türkei 2:0 (1:0)
Tore: 1:0 Nestory Irankunda (27.), 2:0 Connor Metcalfe (75.)
Gelbe Karten: keine / Yunus Akgün (1)
Schottland übernahm mit einem 1:0-Sieg gegen Haiti die Führung in Gruppe C.
John McGinn traf bereits nach knapp 30 Minuten per Nachschuss in einer Anfangsphase mit hohem Tempo. Haiti hatte zwar mehrere Chancen zum Ausgleich, doch die „Bravehearts“ brachten den Sieg über die Zeit.
Haiti – Schottland 0:1 (0:1)
Tore: 0:1 John McGinn (28.)
Gelbe Karten: Jean-Ricner Bellegarde (1) / Aaron Hickey (1), Findlay Curtis (1), Kenny McLean (1)
Auch in Gruppe C sorgte die Nacht für eine Überraschung: Brasilien musste sich mit einem 1:1 gegen Marokko begnügen.
Der Rekordweltmeister fand nur schwer ins Spiel. Die frühe Führung durch Ismael Saibari glich Vinicius Junior noch in der ersten Halbzeit aus, doch am Ende gab es für beide Teams nur einen Punkt.
Brasilien – Marokko 1:1 (1:1)
Tore: 0:1 Ismael Saibari (21.), 1:1 Vinicius Junior (32.)
Gelbe Karten: Casemiro (1), Roger Ibanez (1) / keine für Marokko
Die erste große WM-Sensation ist gelungen: Katar rettete in der vierten Minute der Nachspielzeit ein 1:1 gegen die Schweiz.
In einem eher schwachen Spiel gingen die Eidgenossen durch einen umstrittenen Strafstoß in der 17. Minute in Führung. Lange sah es nach einem Auftaktsieg für die Schweiz aus, doch Katar überraschte mit einem späten Ausgleichstreffer (90.+4).
Katar – Schweiz 1:1 (0:1)
Tore: 0:1 Embolo (17./Foulelfmeter), 1:1 Khoukhi (90.+4)
Gelbe Karten: Abunada (1), Gaber (1) / D. Zakaria (1)
Beim Abschlusstraining vor dem WM-Auftakt am Sonntag gegen Curaçao hatte auch die deutsche Mannschaft mit den hohen Temperaturen in den USA zu kämpfen.
Bei ungefähr 32 Grad gerieten die Spieler von Bundestrainer Julian Nagelsmann ins Schwitzen. Besonders für die Torhüter gab es spezielle Maßnahmen: Ihre Handschuhe wurden zur Abkühlung in Eiswasser getaucht.
Nach der Einheit stand ein gemeinsames Mittagessen auf dem Programm. Um 15 Uhr Ortszeit (21 Uhr deutscher Zeit) fliegt das Team mit einem Airbus 220 zum ersten WM-Spielort Houston in Texas. Dort beträgt der Zeitunterschied zum bisherigen Aufenthaltsort nur eine Stunde.
Heute Abend um 21 Uhr starten Katar und die Schweiz ins Turnier. Beide treffen in der Gruppe B in der San Francisco Bay Area aufeinander.
Danach folgen zwei Partien in Gruppe C: Brasilien gegen Marokko (0 Uhr in New York) sowie Haiti gegen Schottland (3 Uhr in Boston). Am frühen Sonntagmorgen (6 Uhr) findet in Gruppe D das Spiel Australien gegen Türkei in Vancouver statt.
Am Sonntagabend um 19 Uhr ist es dann endlich so weit: Deutschland stößt in Houston gegen Curaçao zur WM an. Um 22 Uhr messen sich zudem in Gruppe F die Niederlande und Japan.
Das Außenministerium Ghanas hat aufgrund der Einreiseverweigerung für Nationalspieler Thomas Partey (33) eine Protestnote an Kanada gesandt.
Die ghanaischen Vertreter fordern die kanadischen Behörden auf, ihre „unglückliche Entscheidung“, dem Mittelfeldspieler von Villarreal die Einreise zu verweigern, zu überdenken.
Partey erhielt vor dem Spiel am Donnerstag in Toronto gegen Panama keine Einreisegenehmigung. Die kanadischen Stellen begründeten dies mit dem laufenden Gerichtsverfahren in London, bei dem Partey seit April vor Gericht steht. Er wird beschuldigt, im Dezember 2020 eine Frau zweimal vergewaltigt sowie fünf weitere Fälle von Vergewaltigung und einen sexuellen Übergriff begangen zu haben. Die angeblichen Taten sollen zwischen 2020 und 2022 passiert sein. Partey spielte von 2020 bis 2025 beim FC Arsenal in London.
Ein wichtiger Punkt in der Debatte: Laut einer kanadischen Regierungswebsite kann die Einreise verweigert werden, wenn Besucher bereits rechtskräftig wegen Straftaten verurteilt sind. Da das Verfahren gegen Partey jedoch noch nicht abgeschlossen ist, gilt für ihn die Unschuldsvermutung.
Das ghanaische Außenministerium beruft sich auf diesen Grundsatz und betont: „Die Regierung Ghanas bekräftigt das fundamentale Rechtsprinzip der Unschuldsvermutung als Eckpfeiler von Gerechtigkeit und rechtsstaatlichen Verfahren in demokratischen Gesellschaften.“
Die deutsche Nationalmannschaft absolviert heute um 10 Uhr Ortszeit (16 Uhr deutsche Zeit) das Abschlusstraining vor dem WM-Auftakt am Sonntagabend (19 Uhr) gegen Curaçao in Houston.
Aktuell befindet sich das Team von Trainer Julian Nagelsmann (39) noch im Quartier in Winston-Salem, North Carolina. Nach dem Mittagessen geht es per Flugzeug (circa zweieinhalb Stunden) nach Houston, Texas, wo das erste Spiel stattfinden wird. Die Zeitverschiebung zum bisherigen Standort beträgt nur eine Stunde.
Um 18:45 Uhr Ortszeit in Houston (1:45 Uhr deutscher Zeit in der Nacht zu Sonntag) findet für Nagelsmann und Aleksandar Pavlovic (22, FC Bayern München, defensives Mittelfeld) die Abschluss-Pressekonferenz statt.
Die FIFA teilte mit, dass die Partie zwischen der Elfenbeinküste und Ecuador am Montag (1 Uhr) nicht von Michael Oliver (41) geleitet wird. Der englische Schiedsrichter leidet an einer Verletzung.
„Wegen einer leichten Verletzung wurde Schiedsrichter Michael Oliver durch François Letexier ersetzt. Oliver wird voraussichtlich in den nächsten Tagen wieder für Spiele zur Verfügung stehen“, erklärte die FIFA.
Auch die beiden Linienrichter Olivers werden durch französische Kollegen ersetzt. Vierter Offizieller und VAR-Schiedsrichter bleiben unverändert.
Nationaltrainer Carlo Ancelotti (67) bestätigte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel den Ausfall von brasilianischer Ikone Neymar.
„Er arbeitet hart daran, so schnell wie möglich wieder fit zu werden. Wir hoffen, dass er kommende Woche wieder voll ins Training einsteigen kann“, so Ancelotti. Für Neymar (34) beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um im schlimmsten Fall nicht die gesamte Gruppenphase zu verpassen.
Der 34-Jährige hat weiterhin Probleme mit einer Verletzung an der Wade und verpasste auch bereits die beiden Vorbereitungsspiele gegen Panama und Ägypten.
Kurz vor der Ankunft des englischen Teams in Kansas City wurde die Mannschaft um Nationaltrainer Thomas Tuchel (52) offenbar Opfer eines Diebstahls.
Wie die BBC berichtete, wurde in Fahrzeuge eingebrochen, mit denen Ausrüstung zum Trainingsgelände transportiert werden sollte. Es ist unklar, welche Gegenstände genau entwendet wurden, doch es besteht die Befürchtung, dass unter anderem Bälle und Fußballschuhe gestohlen wurden.
Die „Three Lions“ werden am Samstagnachmittag im Trainingslager erwartet, die Ausrüstung hätte eigentlich vor dem Team ankommen sollen. Eventuell könnte der Diebstahl das Training stören und die Vorbereitung auf das Spiel am Mittwoch gegen Kroatien (22 Uhr) erschweren.
Im ersten Spiel der Gruppe D nutzte Gastgeber USA seinen Heimvorteil und besiegte Paraguay deutlich mit 4:1.
Bereits zur Halbzeit führten die Amerikaner mit 3:0, darunter ein unglückliches Eigentor von Damian Bobadilla. Folarin Balogun traf doppelt. Ein Anschlusstreffer von Mauricio brachte Paraguay nochmals heran, doch Giovanni Reyna sorgte in der Nachspielzeit für den Endstand.
USA – Paraguay 4:1 (3:0)
Tore: 1:0 Damian Bobadilla (7./ET), 2:0 Folarin Balogun (31.), 3:0 Folarin Balogun (45.+5), 3:1 Mauricio (73.), 4:1 Giovanni Reyna (90.+8)
Gelbe Karten: Tyler Adams (1) / Juan José Caceres (1), Miguel Almiron (1), Diego Gomez (1), Alex Arce (1), Junior Alonso (1)
Im ersten Spiel der Gruppe B trennten sich Gastgeber Kanada und Bosnien-Herzegowina mit einem 1:1.
Jovo Lukic brachte die Bosnier bereits in der ersten Halbzeit per Kopf nach einer Ecke in Führung, danach dominierte fast ausschließlich das kanadische Team von Trainer Jesse Marsch. Der Ausgleich gelang erst in der 79. Minute durch den eingewechselten Cyle Larin.
Kanada – Bosnien-Herzegowina 1:1 (0:1)
Tore: 0:1 Jovo Lukic (21.), 1:1 Cyle Larin (79.)
Gelbe Karten: Alistair Johnston (1), Luc De Fougerolles (1) / Jovo Lukic (1), Ermedin Demirovic (1), Nikola Katic (1)
Die ersten beiden WM-Spiele sind absolviert, jetzt geht es weiter!
Der zweite Turniertag startet mit Kanada gegen Bosnien-Herzegowina. Zuvor genossen die Zuschauer in Toronto die zweite Eröffnungsfeier, bei der Alanis Morissette die kanadische Nationalhymne sang.
Anschließend steigt auch die USA ins Turnier ein, ab 3 Uhr rollt der Ball gegen Paraguay.
Die ghanaische Nationalmannschaft muss im ersten Gruppenspiel gegen Panama auf Thomas Partey (32) verzichten, nachdem ihm die Einreise von den USA nach Kanada verwehrt wurde. Die FIFA bestätigte dies.
Die Visa-Probleme hängen wahrscheinlich mit den Missbrauchsvorwürfen gegen den Ex-Arsenal-Star zusammen. Der 32-Jährige steht seit April in London vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, im Dezember 2020 eine Frau zweimal vergewaltigt zu haben. Die nächste Anhörung ist im Oktober geplant, ein Urteil wird nicht vor Mitte 2027 erwartet.
In die USA durfte er jedoch einreisen, wo er im WM-Quartier von Ghana in Boston wohnt. Das Team spielt ihre Auftaktpartie in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag jedoch in Toronto.
Miroslav Klose (48) ist mit 16 WM-Toren noch immer Rekordtorschütze des Großereignisses. Doch das könnte sich bald ändern. Der frühere DFB-Stürmer und heutige Trainer von Nürnberg rechnet fest damit.
„Ich glaube, mein Rekord wird bei diesem Turnier fallen“, sagte er im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. „Durch die größere Anzahl an Teilnehmern gibt es mehr Spiele und damit mehr Chancen, Tore zu erzielen.“
Besonders Lionel Messi (13 Tore) und Kylian Mbappé (12) könnten den Rekord brechen, da Argentinien und Frankreich laut Klose „weit kommen“ könnten. „Das ist in Ordnung, der Rekord wird sowieso irgendwann gebrochen“, sagte der 49-Jährige.
Wenn er wählen könnte, würde er den Rekord gerne an Messi übergeben: „Ich bin schon immer ein großer Fan von Messi. Er ist ein Genie.“
Der DFB gab bekannt, dass die deutsche Torhymne „Major Tom“ von Peter Schilling auch bei der WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada gespielt werden wird.
Zusammen mit den beiden „Signature Songs“ „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen und „Zeit, dass sich was dreht“ von Herbert Grönemeyer wurde das Lied von der FIFA genehmigt. Wann genau die beiden letzteren bei DFB-Spielen eingesetzt werden, steht noch nicht fest.
„Major Tom“ hatte bei der Heim-EM 2024 „Kernkraft 400“ von Zombie Nation als Torhymne abgelöst und einen regelrechten Hype bei den Fans ausgelöst.
Marc Cucurella (27) sorgt bei spanischen Fans seit der Heim-EM 2024 für Aufmerksamkeit. Bei der WM überraschte der Chelsea-Profi nun mit einer kuriosen Ankündigung.
Für den Fall eines spanischen WM-Triumphs wolle sich der Linksverteidiger das Gesicht seines Trainers Luis de la Fuente (64) auf den Bizeps tätowieren lassen. „Ich unterschreibe das“, sagte er zu „Radio Cope“.
Nach dem EM-Titel vor zwei Jahren hatte er bereits sein Haar komplett rot gefärbt. DFB-Fans erinnern sich eher an sein mögliches Handspiel im Viertelfinale und den nicht gegebenen Elfmeter durch Schiedsrichter Anthony Taylor (47).
Am Donnerstagabend verfolgten viele Zuschauer im ZDF die WM-Eröffnungsshow nicht wie erwartet, sondern mussten stattdessen Werbung sehen.
Der öffentlich-rechtliche Sender zeigte zunächst eine Expertenrunde im Studio und anschließend Werbeblöcke, wodurch Fans mehrere Minuten und die Auftritte von Künstlern wie Danny Ocean, J Balvin und Lila Downs verpassten.
Das ZDF zeigte Verständnis für die Kritik und erklärte: „ARD und ZDF dürfen von Montag bis Samstag außer an Feiertagen bis zu 20 Minuten Werbung vor 20 Uhr ausstrahlen. Der letzte Werbeblock am Eröffnungstag lief gegen 19:44 Uhr.“
Zu diesem Zeitpunkt war die Eröffnungsshow bereits im Gange. Immerhin konnten danach Shakira und der WM-Song „Dai Dai“ in voller Länge genossen werden. Die komplette Feier ist zudem in der Mediathek verfügbar. Warum die Werbung nicht während der mehr als zweistündigen Vorberichterstattung ausgestrahlt wurde, erklärte das ZDF nicht.
Vor einem Jahr hatte Friedrich Merz (70) der deutschen Frauen-Nationalmannschaft zur EM in der Schweiz nur über seinen Sprecher Stefan Kornelius (60) viel Erfolg gewünscht. Bei den DFB-Herren suchte der Bundeskanzler nun den direkten Kontakt.
Per Videocall meldete sich Merz bei Kapitän Joshua Kimmich (31) sowie den Teamkollegen Kai Havertz (27) und Jonathan Tah (30), wie ein auf Instagram veröffentlichtes Video zeigt. Obwohl die Aktion als nette Idee gedacht war, wirkt sie etwas inszeniert.
„Hallo, hier ist Friedrich Merz“, begann der Kanzler. Im Verlauf des Gesprächs schaltete sich Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) dazu. Merz sagte: „Ganz Deutschland drückt euch die Daumen! Alle fiebern mit!“ Die Spieler dankten für die Unterstützung, die für sie sehr wichtig sei: „Brauchen wir!“, erklärten sie.
Zum Abschied fand Merz motivierende Worte und kündigte an, mit Nagelsmann in Kontakt zu bleiben: „Viele Grüße, toi, toi, toi. Ich denke, wir telefonieren, wenn die ersten Spiele vorbei sind.“
Das Internet feiert einen neuen Star: Noch keine 24 Stunden nach dem Eröffnungsspiel ist die WM um eine Online-Berühmtheit reicher.
Ein Video einer Gans, die im Trikot der mexikanischen Nationalmannschaft entspannt durch die Straßen watschelt, geht gerade viral. Das Tier lässt sich von den Menschenmengen nicht stören. Wo die Szene gedreht wurde und was das Tier genau vorhat, ist im Clip nicht zu erkennen.
Lokalen Medien zufolge ist die Gans Teil einer Marketingaktion eines Straßenverkäufers, der mit einem Mini-Plakat am Hals zusätzliche Aufmerksamkeit erzeugt, um mehr Umsatz zu machen.
Tierfreunde schütteln angesichts des Hintergrunds sicher den Kopf, doch das Netz ist begeistert.
Die Zuschauerzahlen zum WM-Start können sich sehen lassen: Das Eröffnungsspiel Mexiko gegen Südafrika brachte dem ZDF Top-Quoten.
Im Schnitt schalteten am Donnerstagabend 10,04 Millionen Menschen ein, was einem Marktanteil von 46,5 Prozent beim Gesamtpublikum entspricht. Damit erreichte die Partie in Mexiko-Stadt eine deutlich höhere Reichweite als die Eröffnung der letzten WM in Katar vor vier Jahren, als nur 6,21 Millionen Zuschauer die 0:2-Niederlage des Gastgebers gegen Ecuador verfolgten.
Wie erwartet kam es beim WM-Auftakt in verschiedenen Teilen Mexikos zu Protesten, die nicht immer friedlich verliefen.
Am Aztekenstadion, wo das Eröffnungsspiel stattfand, kam es während der Feierlichkeiten zu heftigen Zusammenstößen zwischen teilweise vermummten jungen Demonstranten und der Polizei.
In Mexiko-Stadt protestierten radikale Mitglieder der Lehrergewerkschaft CNTE für Reformen im Rentensystem, höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen. Bereits Anfang Mai hatten sie ihre Anliegen öffentlich gemacht, damals gab es Ausschreitungen.
Ein herber Rückschlag für Gastgeber Kanada: Alphonso Davies (25) fällt für das WM-Auftaktspiel aus.
Der Bayern-Star leidet weiterhin an einer Muskelverletzung im Oberschenkel und steht Trainer Jesse Marsch (52) gegen Bosnien-Herzegowina (Freitag, 21 Uhr) nicht zur Verfügung. Es gibt allerdings positive Zeichen.
„Wir haben gestern ein MRT gemacht. Das Ergebnis zeigt, dass er sehr gut heilt – fast vollständig. Wir werden das Training jetzt steigern. Für morgen ist er nicht bereit, aber er erholt sich gut von der Verletzung“, erklärte Marsch am Donnerstag und blickte optimistisch auf die kommenden Tage.
In der zweiten Partie der Gruppe A feierte Südkorea einen späten 2:1-Erfolg gegen Tschechien.
Kapitän Ladislav Krejci brachte das Nachbarland Deutschlands in der 59. Minute in Führung, die jedoch nur neun Minuten hielt, bis In-beom Hwang zum 1:1 ausglich. In der 80. Minute gelang Hyeon-gyu Oh der vielumjubelte Siegtreffer.
Südkorea – Tschechien 2:1 (0:0)
Tore: 0:1 Krejci (59.), 1:1 Hwang (67.), 2:1 Oh (80.)
Gelbe Karten: Ki-hyuk Lee (1) / keine
Mexiko gewann das erste Spiel der WM 2026 mit 2:0 (1:0) gegen Südafrika. Schiedsrichter Wilton Pereira Sampaio zeigte dabei drei Rote Karten.
Mexiko – Südafrika 2:0
Tore: 1:0 Quinones (9.), 2:0 Jimenez (67.)
Gelbe Karten: Gutiérrez (1) / Mokoena (1), Sibisi (1)
Besondere Vorfälle: Rote Karte Yaya Sithole (50.), Rote Karte Zwane (84.), Rote Karte Montes (90.+2)
Die WM 2026 in Mexiko, den USA und Kanada läuft – der Ball rollt im Aztekenstadion bei der Eröffnungspartie zwischen Mexiko und Südafrika. Ob sich der Gastgeber bei der Neuauflage des Eröffnungsspiels von 2010 durchsetzt oder Südafrika erneut für eine Überraschung sorgt, bleibt abzuwarten. Vor 16 Jahren hatte „Bafana Bafana“ mit einem legendären Treffer von Siphiwe Tshabalala mit 1:0 gewonnen, damals als Gastgeber.
Hollywoodstar Selma Hayek führt durch die WM-Eröffnungsfeier im Aztekenstadion.
Im Anschluss ziehen die Flaggen aller 48 teilnehmenden Nationen auf den Rasen.
Die mexikanische Nationalmannschaft heizte die Stimmung mit tosendem Applaus bereits an, während sich vor dem Stadion zahlreiche Fans zum Public Viewing in der offiziellen Fanzone am Zócalo versammelten.
Ein Stadtbeamter forderte per Megafon die Menge auf, nicht zu drängeln oder zu schubsen, da auch Kinder in der Menge seien. In den Tagen zuvor kam es auf dem Platz bereits zu Protesten.
Als Höhepunkt der Eröffnungsfeier performten Shakira und Burna Boy den offiziellen WM-Song „Dai Dai“.
Das Aztekenstadion war bereits bunt gefüllt und erstrahlte in lebhaften Farben. Direkt nach dem Lied erhellte ein farbenfrohes Feuerwerk den Himmel.
Die Feierlichkeiten im Stadion sind nun voll im Gange!
Aktuell spielt die mexikanische Cumbia-Band Los Angeles Azules, begleitet von Tänzern, die um einen überdimensionalen WM-Pokal auf dem Spielfeld wirbeln.
Die WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada wird in wenigen Stunden offiziell eröffnet, der Ball rollt bald.
Los geht es um 19:30 Uhr im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt mit der Eröffnungsfeier, gefolgt vom Auftritt von Shakira und Burna Boy mit dem WM-Song „Dai Dai“. Zudem stehen Künstler wie J Balvin, Tyla, Alejandro Fernandez, Belinda, Danny Ocean, Lila Downs, Los Angeles Azules und Mana auf der Bühne.
Dies ist die erste von drei Eröffnungsfeiern. Am Freitag um 19:30 Uhr geht es in Toronto mit Alanis Morissette weiter, und in der Nacht auf Samstag (1:20 Uhr) folgt die US-Variante mit Katy Perry.
Das heutige Fest läuft im ZDF, die Vorberichterstattung begann bereits um 17:15 Uhr. Um 21 Uhr erfolgt der Anpfiff des ersten WM-Spiels zwischen Mexiko und Südafrika. Danach trifft Südkorea in der Nacht ab 4 Uhr deutscher Zeit auf Tschechien.
Für das WM-Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao wurde am Donnerstag der Schiedsrichter offiziell benannt. Wie die FIFA bekannt gab, wird Jalal Jayed (39) die Partie am Sonntag um 19 Uhr im texanischen Houston leiten.
Der marokkanische Unparteiische ist international noch relativ unerfahren und hat bisher lediglich vier Einsätze beim Afrika Cup, darunter das Spiel um Platz drei beim letzten Turnier. Außerdem leitete er vier Begegnungen bei der U20-WM 2025.
Seine Assistenten an den Seitenlinien sind seine Landsleute Zakaria Brinsi (43) und Mostafa Akarkad (37). Als vierter Offizieller ist der Südafrikaner Abongile Tom (34) im Einsatz.
Die Freude über das neue haitianische Nationaltrikot währte nur kurz: Die FIFA verlangte Änderungen am Design.
Der Ausrüster Saeta hatte gemeinsam mit dem haitianischen Verband ein Motiv entworfen, das an die Schlacht von Vertières 1803 erinnert – ein historischer Sieg, der den Weg zur Unabhängigkeit ebnete. Die FIFA empfand die Darstellung jedoch als zu politisch, da sie „politische, religiöse oder persönliche Botschaften oder Slogans“ auf Trikots verbietet. Daher musste das Design angepasst werden.
Saeta fügte sich den Vorgaben, betonte jedoch, dass die Gestaltung nicht politisch gemeint war: „Obwohl diese Interpretation von unserer Absicht abweicht, respektieren wir den Prozess und setzten die endgültigen Anforderungen der FIFA um“, erklärte der Ausrüster.
Zusätzlich betonte Saeta: „Das endgültige Design würdigt die Männer und Frauen, die täglich an der Zukunft Haitis arbeiten, und ist kein politisches Statement.“
Er ist irgendwie zurück: Der TV-Sender RTL II erweckt die Krake Paul mithilfe von Künstlicher Intelligenz wieder zum Leben und lässt sie die WM tippen.
Das KI-Modell wird im Vorfeld mit „Fun Facts“ wie „Welches Team hat die meisten verheirateten Spieler?“ oder „Wer hat mehr Tattoos?“ gefüttert, bevor es in mehreren Clips seine Vorhersagen zu ausgewählten WM-Spielen abgibt. „Paul 2.0“ ist als Mini-Format um 16 Uhr nach der Sendung „RTLzweiNews“ zu sehen. Die Premiere ist am Eröffnungstag, dem 11. Juni, geplant. Insgesamt sind 27 Kurzvideos vorgesehen.
Der echte Paul, eine Gewöhnliche Krake, war als Orakel mit seinen Tentakeln und Futterboxen bei der WM 2010 ein Phänomen, indem er alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft sowie das Finale korrekt vorhersagte. Er starb jedoch 2010. Seine Urne steht im Dortmunder Fußballmuseum.
Iran droht kurz vor WM-Beginn mit drastischen Konsequenzen, falls in den Stadien nicht alles nach den Vorstellungen der Regierung verläuft.
„Wir haben der FIFA bereits mitgeteilt, dass die Verantwortlichen unseres Teams das Spiel abbrechen würden, sobald politische Parolen in den Stadien zu hören sind“, warnte Ahmed Donjamali, Sportminister des Landes. Proteste der persischen Diaspora gegen die iranische Regierung sowie das Zeigen falscher Flaggen auf den Tribünen würden mit Spielabbrüchen beantwortet. Der Iran besteht darauf, ausschließlich die offizielle Flagge der Islamischen Republik und nicht die alte persische Flagge zuzulassen.
Ein US-Regierungsvertreter äußerte sich gegenüber CNN zur verweigerten Einreise des somalischen FIFA-Schiedsrichters Omar Artan (34).
Die Überprüfung am Flughafen Miami habe „Verbindungen zu mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen“ ergeben, erklärte der Vertreter. Zuvor hatte die US-Grenzschutzbehörde CBP lediglich von „Sicherheitsbedenken“ gesprochen.
Artan selbst sagte der New York Times, er habe die „richtigen Papiere“ und das „richtige Visum“ gehabt. US-Grenzbeamte hätten ihn zur politischen Lage in Somalia und zur Terrormiliz Al-Shabaab befragt.
Der 34-Jährige wurde 2025 zum besten männlichen Schiedsrichter Afrikas gekürt und gehört zu den sieben Unparteiischen, die vom Kontinentalverband für die WM nominiert wurden.
Kein gutes Omen: Die englische Nationalmannschaft bereitet sich in Florida auf die WM vor, doch der Feinschliff läuft nicht optimal.
Ein Erdbeben der Stärke 6,1 vor der Küste Kubas war auch in Florida spürbar, wo sich das Team von Trainer Thomas Tuchel (52) seit dem 1. Juni aufhält.
Das Beben wurde Medienberichten zufolge auch in mexikanischen Ferienorten wie Cancún und Tulum sowie im Walt Disney World Resort registriert. Glücklicherweise gab es weder Verletzte noch größere Schäden. Das war das stärkste Erdbeben in der Region seit 1880, als eine Stärke von 6,0 gemessen wurde.
Eigentlich sollte Omar Artan (34) als Schiedsrichter bei der WM zum Einsatz kommen. Doch trotz gültigem Visum darf der Unparteiische aus Somalia keine Einreise in die USA tätigen.
Die Co-Gastgeber verweigerten ihm die Einreise, wie ein FIFA-Sprecher am Montag gegenüber der AFP erklärte. Daher wird Artan bei dem XXL-Turnier nicht dabei sein.
„Die FIFA bestätigt, dass Schiedsrichter Omar Artan nicht an der WM 2026 teilnehmen kann, da ihm die Einreise in die USA verweigert wurde“, hieß es. Ein Grund wurde nicht genannt. Somalia gehört zu den Ländern, die auf einer von der US-Regierung unter Donald Trump (79) eingeführten Einreiseliste stehen.