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WM 2026 live: Einreise verweigert – Schiedsrichter soll dennoch bezahlt werden und darf das Finale leiten

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen wird, läuft derzeit auf Hochtouren. Zum ersten Mal nehmen bei diesem XXL-Turnier, das noch bis zum 19. Juli dauert, 48 Teams teil. Die deutsche Nationalmannschaft steigt am Sonntag endlich ins Geschehen ein und trifft um 19 Uhr deutscher Zeit in Houston auf Curaçao. Weitere Gruppengegner in Gruppe E sind die Elfenbeinküste und Ecuador.

Das große Ziel von Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) und seinem Team ist der Gewinn des WM-Titels. Doch bis zu einem möglichen Finale am 19. Juli in New York ist ein langer Weg zu bewältigen. Argentinien startet als Titelverteidiger ins Turnier, nachdem das Team um Superstar Lionel Messi (38) im Winter 2022 in Katar den Pokal holte.

In unserem WM-Liveticker versorgen wir euch mit allen wichtigen Neuigkeiten vor dem ersten Spiel sowie während des gesamten Wettbewerbs.

Der somalische Schiedsrichter Omar Artan (34), dem die Einreise in die USA für die WM verweigert wurde, soll dennoch sein Gehalt erhalten.

Wie die BBC berichtet, wird die FIFA ihm das vollständige Gehalt auszahlen. Artan war bei der Einreise über elf Stunden lang befragt worden und danach zurückgeschickt worden. Die US-Behörden begründeten die Ablehnung mit angeblichen Verbindungen des Schiedsrichters zu Personen, die im Verdacht stehen, terroristischen Gruppen anzugehören.

Nach diesem Vorfall wurde Artan eingeladen, am 12. August das Supercup-Spiel zwischen dem Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain und dem Europa-League-Sieger Aston Villa in Salzburg zu leiten.

Auf dem Rückflug über Istanbul erhielt Artan Unterstützung von FIFA-Vertretern am Bosporus. Dennoch konnten auch sie seine Einreise in die USA nicht ermöglichen.

Die portugiesische Nationalmannschaft wird während der WM ein spezielles Armband tragen, das an Diogo Jota (†28) erinnert, der vor fast einem Jahr bei einem Autounfall ums Leben kam.

Vor dem Abflug in die USA übergab der portugiesische Premierminister Luís Montenegro (53) jedem Spieler ein solches Band in den Landesfarben Grün und Rot. Neben den Namen der diesjährigen WM-Spieler stand auch Jotas Name darauf.

Die Fußballer zeigten sich sehr dankbar für diese Geste: "Wir wissen das sehr zu schätzen", betonte Vitinha (26). Nach seinen Angaben habe der Premierminister den Spielern die Entscheidung überlassen, "ob und wie wir es tragen wollen". Gemeinsam entschied die Mannschaft, das Armband bei allen Spielen und im Training zu tragen.

Im Kontext der Einreiseverweigerungen bei der WM in Nordamerika äußerte Annalena Baerbock (45), Präsidentin der UN-Generalversammlung, scharfe Kritik an der FIFA.

Insbesondere im Fall von Omar Artan sieht Baerbock die FIFA in der Pflicht: "Das ist ein Punkt, an dem Neutralität nicht mehr gelten kann. Neutralität bedeutet, dass alle Schiedsrichter einreisen dürfen", sagte sie.

FIFA-Präsident Gianni Infantino (56) bezeichnete die Situation als "unglücklich" und erklärte: "Wir kontrollieren nicht alles. Wir bemühen uns, führen Gespräche, versuchen Lösungen zu finden. Manchmal ist es wichtig, Ruhe zu bewahren."

Bei der Pressekonferenz vor dem Spiel bestätigte Julian Nagelsmann (38) die Rückkehr von Manuel Neuer (40) ins Tor.

Außerdem teilte der Bundestrainer mit, dass Nathaniel Brown als Linksverteidiger beginnen wird und auch Jamal Musiala (23) von Anfang an spielen darf. Das Duell gegen Curaçao bezeichnete Nagelsmann als eine "David-gegen-Goliath"-Situation, wobei ihm die Favoritenrolle bewusst ist.

In einem Nebensatz warnte der 38-Jährige vor einer Überraschung wie in der ersten DFB-Pokalrunde, da der karibische Gegner auch durch seine Unbekümmertheit gefährlich sein könne.

Trotzdem ist das erste Gruppenspiel eine Pflichtaufgabe für die deutsche Elf. Um 19 Uhr startet das Spiel.

Überraschend setzte sich in Gruppe D Australien gegen den Favoriten Türkei durch und verdrängte ihn vom ersten Platz.

Der Außenseiter aus Down Under setzte erfolgreich auf Konter. Nestory Irankunda erzielte bereits vor der 30. Minute ein sehenswertes Tor nach einem türkischen Angriff. St.-Pauli-Spieler Connor Metcalfe sorgte mit seinem Treffer 15 Minuten vor dem Ende für den Endstand.

Australien - Türkei 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Nestory Irankunda (27.), 2:0 Connor Metcalfe (75.)

Gelbe Karten: - / Yunus Akgün (1)

In Gruppe C führten die Schotten nach einem 1:0-Sieg gegen Haiti die Tabelle an.

John McGinn traf bereits nach rund 28 Minuten per Nachschuss in einem intensiven Spiel. Haiti hatte zwar mehrere Chancen zum Ausgleich, am Ende behielten die Bravehearts aber die Oberhand.

Haiti - Schottland 0:1 (0:1)

Tore: 0:1 John McGinn (28.)

Gelbe Karten: Jean-Ricner Bellegarde (1) / Aaron Hickey (1), Findlay Curtis (1), Kenny McLean (1)

In der gleichen Gruppe gab es eine große Überraschung: Brasilien kam gegen Marokko nicht über ein 1:1 hinaus.

Der Rekordweltmeister brauchte lange, um ins Spiel zu finden. Ismael Saibari brachte Marokko früh in Führung, doch Vinicius Junior glich noch vor der Halbzeit aus. Am Ende reichte es nur zu einem Unentschieden für beide Teams.

Brasilien - Marokko 1:1 (1:1)

Tore: 0:1 Ismael Saibari (21.), 1:1 Vinicius Junior (32.)

Gelbe Karten: Casemiro (1), Roger Ibanez (1) / -

Die erste große WM-Sensation ist perfekt: Katar überraschte die Schweiz mit einem späten Ausgleich in der vierten Minute der Nachspielzeit.

Die Schweizer führten dank eines umstrittenen Elfmeters ab der 17. Minute. Lange sah es nach einem Sieg für die Eidgenossen aus, doch Katar traf noch kurz vor dem Abpfiff zum 1:1.

Katar - Schweiz 1:1 (0:1)

Tore: 0:1 Embolo (17./Foulelfmeter), 1:1 Khoukhi (90.+4)

Gelbe Karten: Abunada (1), Gaber (1) / D. Zakaria (1)

Das Abschlusstraining der deutschen Mannschaft vor dem WM-Start gegen Curaçao wurde in den USA von der Hitze geprägt. Bei Temperaturen um die 32 Grad kamen die Spieler von Bundestrainer Nagelsmann stark ins Schwitzen.

Besonders für die Torhüter wurden spezielle Maßnahmen ergriffen: Ihre Handschuhe wurden in Eiswasser gekühlt.

Nach dem Training stand ein gemeinsames Mittagessen auf dem Programm, anschließend flog das Team mit einem Airbus A220 für etwa zweieinhalb Stunden zum Spielort Houston in Texas. Dort gibt es nur eine Stunde Zeitverschiebung zum bisherigen Quartier.

Am Abend um 21 Uhr beginnen Katar und die Schweiz ihr Turnier in der San Francisco Bay Area. Im Anschluss folgen die Partien Brasilien gegen Marokko (0 Uhr in New York) sowie Haiti gegen Schottland (3 Uhr in Boston). Früh am Sonntagmorgen (6 Uhr) treffen Australien und die Türkei in Vancouver aufeinander.

Am Sonntagabend um 19 Uhr wird Deutschland in Houston gegen Curaçao antreten. Um 22 Uhr spielen zudem die Niederlande und Japan in Gruppe F gegeneinander.

Das Außenministerium Ghanas hat angesichts der Einreiseverweigerung von Thomas Partey (33) gegenüber Kanada offiziell Protest eingelegt. Die ghanaischen Behörden fordern die Kanadier auf, ihre "bedauerliche Entscheidung" zu überdenken, den Mittelfeldspieler von Villarreal nicht einreisen zu lassen.

Partey wurde die Einreise vor dem Spiel am Donnerstag in Toronto gegen Panama verweigert. Die kanadischen Behörden führten an, der Spieler stehe seit April in London vor Gericht. Die nächste Anhörung ist für Oktober angesetzt. Partey wird vorgeworfen, im Dezember 2020 in London eine Frau zweimal vergewaltigt zu haben. Zudem gibt es fünf weitere Vorwürfe wegen Vergewaltigung sowie eine Anklage wegen sexueller Belästigung. Die Taten sollen zwischen 2020 und 2022 stattgefunden haben. Partey war von 2020 bis 2025 beim FC Arsenal in London aktiv.

Zentral im Diskurs ist, dass laut kanadischer Regierung Einreiseverweigerungen erfolgen können, wenn Besucher nachweislich Straftaten begangen haben. Parteys Prozess hat jedoch noch nicht begonnen, er gilt rechtlich als unschuldig.

Auch darauf verweist das ghanaische Außenministerium. "Die Regierung Ghanas bekräftigt das grundlegende Rechtsprinzip der Unschuldsvermutung als Basis von Gerechtigkeit und fairen Verfahren in demokratischen Staaten."

Das deutsche Team absolviert am heutigen Tag um 10 Uhr Ortszeit (16 Uhr deutscher Zeit) das letzte Training vor dem Auftaktspiel gegen Curaçao in Houston.

Der DFB-Tross befindet sich noch im WM-Quartier in Winston-Salem, North Carolina. Nach dem Mittagessen geht es per Flugzeug Richtung Houston, wo das Eröffnungsspiel stattfindet. Dort beträgt die Zeitverschiebung nur eine Stunde.

Um 18:45 Uhr Ortszeit (1:45 Uhr deutscher Zeit am Sonntag) findet die Abschluss-Pressekonferenz mit Nagelsmann und Aleksandar Pavlovic (22, FC Bayern München, defensives Mittelfeld) statt.

Die FIFA teilte mit, dass das Spiel Elfenbeinküste gegen Ecuador am Montag (1 Uhr) nicht vom ursprünglich vorgesehenen Schiedsrichter Michael Oliver (41) geleitet wird. Der englische Unparteiische ist verletzt.

„Aufgrund einer leichten Verletzung wird Michael Oliver durch François Letexier ersetzt. Oliver wird voraussichtlich in den kommenden Tagen wieder einsatzbereit sein“, hieß es von der FIFA.

Auch Olivers Assistenten an den Linien werden von französischen Kollegen vertreten. Der vierte Offizielle und VAR bleiben unverändert.

Nationaltrainer Carlo Ancelotti (67) bestätigte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel den Ausfall der brasilianischen Starspielers Neymar.

„Er arbeitet hart daran, so schnell wie möglich fit zu werden. Wir hoffen, dass er nächste Woche wieder ins Training einsteigen kann“, sagte Ancelotti. Neymar kämpft mit einer Wadenverletzung und verpasste bereits die beiden Vorbereitungsspiele gegen Panama und Ägypten.

Kurz vor der Ankunft im WM-Quartier in Kansas City wurde das englische Team um Thomas Tuchel (52) offenbar Opfer eines Diebstahls.

Wie die BBC berichtet, brachen Diebe in Fahrzeuge ein, die Trainingsausrüstung transportieren sollten. Unklar ist, welche Gegenstände genau gestohlen wurden, doch es besteht die Befürchtung, dass unter anderem Bälle und Fußballschuhe entwendet wurden.

Die Three Lions werden am Samstagnachmittag im Trainingslager erwartet. Die Ausrüstung sollte eigentlich vor den Spielern ankommen. Möglicherweise beeinträchtigt der Diebstahl das Training und die Vorbereitung auf das Spiel am Mittwoch gegen Kroatien (22 Uhr).

Im ersten Spiel der Gruppe D nutzte Gastgeber USA den Heimvorteil und besiegte Paraguay mit 4:1.

Schon zur Pause führten die Amerikaner mit 3:0. Das erste Tor war ein unglückliches Eigentor von Damian Bobadilla. Folarin Balogun erzielte zwei Treffer. Der Anschlusstreffer Paraguays durch Mauricio wurde in der Nachspielzeit durch Giovanni Reyna beantwortet.

USA - Paraguay 4:1 (3:0)

Tore: 1:0 Damian Bobadilla (7./ET), 2:0 Folarin Balogun (31.), 3:0 Folarin Balogun (45.+5), 3:1 Mauricio (73.), 4:1 Giovanni Reyna (90.+8)

Gelbe Karten: Tyler Adams (1) / Juan José Caceres (1), Miguel Almiron (1), Diego Gomez (1), Alex Arce (1), Junior Alonso (1)

In Gruppe B trennten sich Gastgeber Kanada und Bosnien-Herzegowina mit einem 1:1-Unentschieden.

Jovo Lukic brachte Bosnien schon in der ersten Halbzeit per Kopf nach einer Ecke in Führung. Danach dominierte fast ausschließlich das kanadische Team von Trainer Jesse Marsch. Der eingewechselte Cyle Larin erzielte in der 79. Minute den verdienten Ausgleich.

Kanada - Bosnien-Herzegowina 1:1 (0:1)

Tore: 0:1 Jovo Lukic (21.), 1:1 Cyle Larin (79.)

Gelbe Karten: Alistair Johnston (1), Luc De Fougerolles (1) / Jovo Lukic (1), Ermedin Demirovic (1), Nikola Katic (1)

Die ersten beiden WM-Spiele sind abgeschlossen, das Turnier geht weiter!

Am zweiten Spieltag starten Kanada und Bosnien-Herzegowina. Zuvor feierte Alanis Morissette bei der zweiten Eröffnungszeremonie in Toronto mit dem kanadischen Publikum Premiere und sang die Nationalhymne.

Danach bestreiten die USA ihr erstes Spiel gegen Paraguay, Anstoß ist um 3 Uhr morgens deutscher Zeit.

Die ghanaische Nationalelf muss im ersten Gruppenspiel gegen Panama auf Thomas Partey (32) verzichten. Die USA verweigerten ihm die Einreise nach Kanada, bestätigte die FIFA.

Das Visaproblem steht wahrscheinlich im Zusammenhang mit den Missbrauchsvorwürfen gegen den ehemaligen Arsenal-Spieler. Seit April steht Partey in London vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, im Dezember 2020 eine Frau zweimal vergewaltigt zu haben. Die nächste Anhörung ist für Oktober geplant, ein Urteil wird nicht vor Mitte 2027 erwartet.

Partey darf allerdings in den USA reisen, wo er im ghanaischen WM-Quartier in Boston wohnt. Die Black Stars bestreiten ihr Auftaktspiel in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in Toronto.

Miroslav Klose (48) ist mit 16 WM-Toren noch immer Rekordtorschütze bei Weltmeisterschaften. Doch in den kommenden Wochen könnte dieser Rekord fallen. Der frühere DFB-Stürmer und heutige Trainer von Nürnberg ist sich sicher.

„Ich gehe davon aus, dass mein Rekord bei diesem Turnier gebrochen wird“, sagte Klose im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. „Mit der größeren Zahl der Teilnehmer gibt es mehr Spiele und somit mehr Möglichkeiten, Tore zu erzielen.“

Als Favoriten für einen Rekordsturz nennt er vor allem Lionel Messi mit 13 Treffern und Kylian Mbappé mit 12 Toren. Sowohl Argentinien als auch Frankreich könnten laut Klose weit kommen, was weiteres Torpotential bedeutet. „Das ist völlig in Ordnung, der Rekord wird irgendwann geknackt“, so der 49-Jährige.

Wenn er wählen könnte, würde Klose den Rekord gerne an Messi übergeben: „Ich bin schon immer ein großer Fan von ihm gewesen. Messi ist ein Genie.“

Die deutsche Torhymne „Major Tom“ von Peter Schilling wird auch bei der WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada gespielt, teilte der DFB mit.

Das Lied wurde zusammen mit den beiden „Signature Songs“ „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen und „Zeit, dass sich was dreht“ von Herbert Grönemeyer von der FIFA genehmigt. Wann die beiden letzteren genau bei den Spielen der deutschen Mannschaft zu hören sein werden, ist noch nicht bekannt.

„Major Tom“ hatte bei der Heim-EM 2024 „Kernkraft 400“ von Zombie Nation als Torhymne abgelöst und war bei den Fans sehr beliebt.

Marc Cucurella (27) sorgt mit einer ungewöhnlichen Ankündigung für Aufsehen. Der Chelsea-Spieler möchte sich bei einem spanischen WM-Titel das Gesicht seines Trainers Luis de la Fuente (64) auf den Bizeps tätowieren lassen.

„Ich unterschreibe das“, erklärte der Linksverteidiger gegenüber „Radio Cope“ selbstbewusst.

Nach dem EM-Sieg vor zwei Jahren hatte Cucurella sein Wort gehalten und sich die Haare komplett rot gefärbt. Deutsche Fans erinnern sich allerdings auch an sein umstrittenes Handspiel im Viertelfinale, das nicht mit einem Elfmeter geahndet wurde.

Die Zuschauer, die am Donnerstagabend die WM-Eröffnungsfeier im ZDF sehen wollten, mussten zunächst Werbung und eine Expertenrunde ertragen und verpassten daher mehrere Minuten der Show und Auftritte von Künstlern wie Danny Ocean, J Balvin und Lila Downs.

Das ZDF erklärte in einer Pressemitteilung, dass Werbung vor 20 Uhr erlaubt sei und der letzte Werbeblock am WM-Eröffnungstag gegen 19:44 Uhr lief, während die Eröffnungsshow bereits lief. Die komplette Feier steht in der Mediathek zur Verfügung. Warum die Werbung nicht in die zwei Stunden Vorberichterstattung verlegt wurde, blieb unbeantwortet.

Vor einem Jahr hatte Friedrich Merz (70) der deutschen Frauen-Nationalmannschaft zur EM in der Schweiz über seinen Sprecher viel Erfolg gewünscht. Nun suchte er bei den Herren den direkten Kontakt.

Per Videocall sprach er mit Kapitän Joshua Kimmich (31) sowie Kai Havertz (27) und Jonathan Tah (30), wie ein Clip auf seiner Instagram-Seite zeigt. Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) schaltete sich ebenfalls dazu.

Merz betonte die Unterstützung aus Deutschland: „Ganz Deutschland drückt euch die Daumen! Hier fiebern alle mit!“ Die Spieler bedankten sich herzlich: „Brauchen wir!“

Zum Abschied versprach Merz weitere Kontakte: „Ich würde sagen, Herr Nagelsmann, wir telefonieren mal zwischendurch, wie es läuft, wenn die ersten Spiele gespielt sind.“

Das Netz feiert den WM-Neuling: Noch keine 24 Stunden nach dem Eröffnungsspiel wurde ein Video einer Gans, die im Trikot der mexikanischen Nationalmannschaft entspannt durch die Straßen läuft, viral.

Das Tier bewegt sich unbeirrt durch die Menschenmenge. Wo genau das gefilmt wurde und was die Gans vorhat, ist nicht klar.

Lokale Medien berichten, dass die Gans von einem Straßenverkäufer als ungewöhnliche Marketingaktion eingesetzt wird. Ein kleines Schild um den Hals soll zusätzliche Aufmerksamkeit erregen, um letztlich den Verkauf anzukurbeln.

Während Tierfreunde über den Hintergrund enttäuscht sind, feiern Social-Media-Nutzer das Video begeistert.

Zum WM-Start erzielte das Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika beim ZDF hervorragende Einschaltquoten.

Im Durchschnitt verfolgten 10,04 Millionen Zuschauer den 2:0-Sieg des Gastgebers, was einem Marktanteil von 46,5 Prozent beim Gesamtpublikum entspricht. Damit lag die Reichweite deutlich über jener des Eröffnungsspiels der letzten WM 2018 in Katar, das nur 6,21 Millionen Zuschauer erreichte.

Wie erwartet wurde der WM-Auftakt in verschiedenen Regionen Mexikos von Demonstrationen begleitet, die jedoch nicht friedlich verliefen.

Am Aztekenstadion, Austragungsort des Eröffnungsspiels, kam es während der Feierlichkeiten zu Zusammenstößen zwischen teils vermummten Demonstranten und der Polizei.

In Mexiko-Stadt protestierten zudem radikale Lehrergewerkschaftsmitglieder gegen Forderungen nach Rentenreformen, höheren Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen. Bereits Anfang Mai gab es ähnliche Ausschreitungen.

Co-Gastgeber Kanada muss zum WM-Start auf Alphonso Davies (25) verzichten.

Der Bayern-Profi leidet weiterhin an einer Muskelverletzung im Oberschenkel und steht Trainer Jesse Marsch (52) im Spiel gegen Bosnien und Herzegowina nicht zur Verfügung. Positive Nachrichten gab es dennoch.

Marsch sagte: „Das MRT gestern zeigte sehr ermutigende Ergebnisse. Die Heilung verläuft fast vollständig. Wir werden die Belastung steigern. Für morgen ist er noch nicht fit, aber er macht große Fortschritte.“

In Gruppe A feierte Südkorea einen späten 2:1-Erfolg gegen Tschechien.

Kapitän Ladislav Krejci brachte die Tschechen in der 59. Minute in Führung. In-beom Hwang glich neun Minuten später aus, bevor Hyeon-gyu Oh in der 80. Minute den Siegtreffer erzielte.

Südkorea - Tschechien 2:1 (0:0)

Tore: 0:1 Ladislav Krejci (59.), 1:1 I. Hwang (67.), 2:1 Oh (80.)

Gelbe Karten: Ki-hyuk Lee (1) / -

Mexiko setzte sich im ersten WM-Spiel mit 2:0 gegen Südafrika durch. Dabei verteilte Schiedsrichter Wilton Pereira Sampaio drei Rote Karten.

Mexiko - Südafrika 2:0

Tore: 1:0 Quinones (9.), 2:0 Jimenez (67.)

Gelbe Karten: Gutiérrez (1) / Mokoena (1), Sibisi (1)

Besondere Vorkommnisse: Rote Karten für Yaya Sithole (50.), Zwane (84.) und Montes (90.+2)

Die WM 2026 in Mexiko, USA und Kanada ist offiziell gestartet!

Der Ball rollt im Aztekenstadion, wo das Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Mexiko und Südafrika ausgetragen wird. Ob Mexiko sich gegen Südafrika durchsetzt oder die „Bafana Bafana“ erneut für eine Überraschung sorgen, bleibt spannend. Vor 16 Jahren gewann Südafrika im eigenen Land durch ein legendäres Tor von Siphiwe Tshabalala mit 1:0. Heute schließt sich damit ein Kreis.

Hollywood-Star Selma Hayek führte durch die Veranstaltung im Aztekenstadion.

Danach folgte die Parade aller 48 teilnehmenden Nationen mit ihren Flaggen auf dem Spielfeld.

Die mexikanische Mannschaft wurde mit großem Applaus begrüßt, während es vor dem Stadion etwas chaotisch zuging. Viele Fans drängten zur offiziellen Fanzone auf dem Zócalo.

Ein Stadtbeamter mahnte die Menge: „Hört auf zu drängeln und zu schubsen, hier sind Kinder, benehmt euch!“ In den letzten Tagen hatte es Proteste auf dem Platz gegeben.

Die Eröffnungsfeier hatte große Highlights: Shakira und Burna Boy präsentierten ihren WM-Song „Dai Dai“.

Das Aztekenstadion war bunt gefüllt, und nach dem Auftritt gab es ein spektakuläres Feuerwerk.

Aktuell sorgen die Los Angeles Azules, eine mexikanische Cumbia-Band, für Stimmung, begleitet von Tänzern, die um einen riesigen WM-Pokal auf dem Spielfeld tanzen.

Bald wird die WM 2026 offiziell eröffnet – der Ball wird in wenigen Stunden rollen.

Um 19:30 Uhr beginnt die große Eröffnungsfeier im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt, mit Auftritten von Shakira, Burna Boy, J Balvin, Tyla, Alejandro Fernandez, Belinda, Danny Ocean, Lila Downs, Los Angeles Azules und Mana.

Dies ist die erste von drei Eröffnungsfeiern: Am Freitag folgt die Veranstaltung in Toronto mit Alanis Morissette, und in der Nacht auf Samstag (1:20 Uhr) singt Katy Perry bei der US-Variante.

Das ZDF überträgt die heutige Feier und das Spiel live, mit Vorberichterstattung ab 17:15 Uhr. Um 21 Uhr beginnt das erste WM-Spiel Mexiko gegen Südafrika. Die zweite Partie Südkorea gegen Tschechien startet um 4 Uhr morgens deutscher Zeit.

Der Schiedsrichter für das WM-Auftaktspiel der deutschen Mannschaft gegen Curaçao wurde offiziell bekanntgegeben. Die FIFA teilte mit, dass Jalal Jayed (39) die Partie am Sonntag um 19 Uhr in Houston leiten wird.

Der marokkanische Unparteiische ist international noch relativ unerfahren, leitete bisher lediglich vier Spiele beim Afrika-Cup, darunter das Spiel um Platz drei, sowie vier Partien bei der U20-WM 2025.

Seine Assistenten an den Linien sind ebenfalls Marokkaner: Zakaria Brinsi (43) und Mostafa Akarkad (37). Der vierte Offizielle ist der Südafrikaner Abongile Tom (34).

Die Freude über das neue Trikot der haitianischen Mannschaft war nur von kurzer Dauer: Die FIFA verlangte Änderungen am Design.

Der Ausrüster Saeta hatte gemeinsam mit dem haitianischen Fußballverband ein Motiv entworfen, das an die Schlacht von Vertières (1803) erinnert und den Weg zur Unabhängigkeit Haitis würdigt. Die FIFA untersagte jedoch politische, religiöse oder persönliche Botschaften auf Trikots, sodass das Design geändert werden musste.

Saeta respektierte die Vorgaben, erklärte aber, dass keine politische Absicht hinter dem Entwurf stehe: „Das finale Design ist eine Hommage an die Männer und Frauen, die täglich an der Zukunft Haitis arbeiten, und keine politische Aussage.“

Eine Rückkehr gibt es zumindest virtuell: Der TV-Sender RTL II erweckt die legendäre Krake Paul mit Hilfe künstlicher Intelligenz zum Leben und lässt sie WM-Spiele tippen.

„Paul 2.0“ wird mit Fun Facts gefüttert, etwa „Welches Team hat die meisten verheirateten Spieler?“ oder „Wer hat mehr Tattoos?“ und gibt Vorhersagen in kurzen Clips ab. Das Mini-Format läuft täglich um 16 Uhr nach den „RTLzweiNews“ und feiert Premiere am 11. Juni mit insgesamt 27 Kurzvideos.

Der echte Paul, eine Gewöhnliche Krake, wurde 2010 weltberühmt, weil er alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft sowie das WM-Finale korrekt tippte. Er starb am 26. Oktober 2010 im Sea Life Oberhausen. Seine Asche wird im Dortmunder Fußballmuseum aufbewahrt.

Kurz vor dem WM-Start droht die iranische Regierung mit drastischen Maßnahmen, falls bei Spielen nicht alles nach ihren Vorstellungen verläuft.

Sportminister Ahmed Donjamali warnte, man habe der FIFA bereits mitgeteilt, dass das Team Spiele abbrechen werde, sobald politische Parolen in den Stadien zu hören seien. Proteste der iranischen Diaspora oder das Zeigen falscher Flaggen würden zu Spielabbrüchen führen. Der Iran besteht darauf, dass nur die offizielle Flagge der Islamischen Republik gezeigt wird, nicht die alte persische Flagge.

Ein US-Regierungsvertreter erklärte gegenüber CNN, dass die Einreiseverweigerung gegen den somalischen FIFA-Schiedsrichter Omar Artan (34) auf Verbindungen zu mutmaßlichen Terroristen beruhte. Die Grenzschutzbehörde CBP hatte zuvor nur von „Sicherheitsbedenken“ gesprochen.

Artan selbst berichtete der New York Times, er habe die erforderlichen Papiere und ein gültiges Visum vorgelegt. Die US-Grenzbeamten hätten ihn unter anderem zur politischen Lage in Somalia und zur Terrorgruppe Al-Shabaab befragt.

Der 34-Jährige wurde 2025 als bester männlicher Schiedsrichter Afrikas ausgezeichnet und gehört zu den sieben von der CAF für die WM nominierten Unparteiischen.

In Florida bereitet sich die englische Nationalmannschaft mit Trainer Thomas Tuchel (52) auf die WM vor. Die Vorbereitungen laufen jedoch nicht reibungslos.

Ein Erdbeben der Stärke 6,1 vor der Küste Kubas war auch in Florida zu spüren, wo das Team seit dem 1. Juni trainiert.

Die Erschütterungen wurden zudem in den mexikanischen Urlaubsgebieten Cancún und Tulum sowie im Walt Disney World Resort registriert. Glücklicherweise gab es keine Verletzten oder größere Schäden. Es war das stärkste Beben in der Region seit 1880.

Eigentlich sollte Omar Artan (34) als Schiedsrichter bei der WM eingesetzt werden. Doch trotz gültigem Visum darf er nicht in die USA einreisen.

Der Co-Gastgeber verweigerte dem Somalier die Einreise, wie ein FIFA-Sprecher am Montag gegenüber AFP bestätigte. Deshalb wird Artan bei dem Turnier nicht zum Einsatz kommen.

„Die FIFA bestätigt, dass Schiedsrichter Omar Artan nicht an der WM 2026 teilnehmen und dort Spiele leiten kann, da ihm die Einreise in die USA verweigert wurde“, so die FIFA. Ein offizieller Grund wurde nicht genannt. Somalia steht jedoch auf einer Einreiseverbotsliste, die unter Präsident Donald Trump (79) eingeführt wurde.