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WM 2026 live: Spektakuläres Duell um Platz drei! England triumphiert in einem Zehn-Tore-Spektakel gegen Frankreich

Die Finalteilnehmer der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 stehen fest! Spanien setzte sich überraschend klar mit 2:0 gegen den großen Favoriten Frankreich durch und trifft im Endspiel auf den Titelverteidiger.

Einen Tag später zog Argentinien, angeführt von Superstar Lionel Messi, nach. Die Mannschaft der „Furia Roja“ drehte einen 0:1-Rückstand gegen England und darf nun weiter vom zweiten WM-Titel in Folge träumen. Das Finale findet am Sonntag um 21 Uhr deutscher Zeit statt.

Während sich England in einem atemberaubenden Zehn-Tore-Spiel den dritten Platz gegen Frankreich sicherte, schied Deutschland bereits in der ersten K.-o.-Runde gegen Paraguay aus. In der Folge trat Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) zurück. Als Nachfolger wird Jürgen Klopp (59) gehandelt.

In unserem WM-Ticker halten wir Euch während des gesamten Turniers mit den wichtigsten News auf dem Laufenden.

Was für ein denkwürdiges Spiel um Platz drei! England setzte sich im Aufeinandertreffen der Halbfinalverlierer mit unglaublichen 6:4 gegen Frankreich durch.

Die „Three Lions“ starteten wie entfesselt und dominierten die „Équipe Tricolore“ in der ersten Halbzeit regelrecht. Mit einem klaren 4:0-Vorsprung ging das Team von Thomas Tuchel in die Pause. Viele Zuschauer dachten zu diesem Zeitpunkt, dass die Partie bereits entschieden sei – zumal die französische Defensive kaum engagiert wirkte.

Doch Nationaltrainer Didier Deschamps appellierte in seiner letzten Partie als französischer Teamchef offenbar an den Stolz seiner Mannschaft. Plötzlich präsentierte sich ein komplett anderes Team, das gleich durch Kylian Mbappé auf 1:4 verkürzte (48.). Zwei weitere Treffer brachten Frankreich zurück ins Spiel. Allerdings unterlief Malo ein folgenschwerer Fehler im eigenen Strafraum, sodass Saka den fälligen Elfmeter zum fünften Tor der Engländer und seinem persönlichen Dreierpack nutzte.

Doch die Begegnung blieb spannend bis zum Schluss: Dembélé verkürzte noch einmal für Frankreich, doch der eingewechselte Jude Bellingham sorgte im direkten Gegenzug für den endgültigen Sieg der Engländer und sicherte damit die Bronzemedaille. Neben den „Three Lions“ freuten sich vor allem die Zuschauer über dieses Spektakel.

Frankreich - England 4:6 (0:4)

Frankreich: Maignan – Gusto (90.+1 Koundé), Konaté (46. Upamecano), M. Lacroix, Théo Hernandez (46. Digne) – Zaïre-Emery, Rabiot – Olise, Cherki (46. O. Dembélé), D. Doué (46. Barcola) – Mbappé

England: D. Henderson – Quansah (83. R. James), Konsa, Guehi (90.+2 Chalobah), Spence – Rice – Saka, Rogers, Eze (79. Ju. Bellingham), Rashford (46. Watkins) – Toney (79. Anderson)

Schiedsrichter: Jesús Valenzuela (Venezuela)

Zuschauer: 64.478 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Rice (3.), 0:2 Konsa (18.), 0:3 Saka (37.), 0:4 Saka (45.+1), 1:4 Mbappé (48.), 2:4 Barcola (54.), 3:4 Mbappé (66.), 3:5 Saka (87./Foulelfmeter), 4:5 O. Dembélé (90.+6), 4:6 Ju. Bellingham (90.+8)

Ein möglicher Nachteil für Spanien? Das letzte Abschlusstraining vor dem WM-Finale am Sonntag musste aufgrund einer Unwetterwarnung in New Jersey abgesagt werden.

Die Einheit wurde zunächst verschoben und schließlich komplett gestrichen, teilte der spanische Verband RFEF mit. Die Spieler absolvierten stattdessen ein Aktivierungsprogramm in der Halle.

Trainer Luis de la Fuente (65) konnte daher nicht persönlich prüfen, ob sein Talent Lamine Yamal (19) fit für das Endspiel ist. Der junge Ballkünstler musste das Teamtraining am Donnerstag wegen einer Oberschenkelverletzung aussetzen und trainierte alleine.

Argentinien musste ebenfalls kurzfristig umplanen, konnte das Abschlusstraining aber mit leichter Verzögerung doch noch auf dem Rasen absolvieren.

Der ehemalige spanische Weltmeister Joan Capdevila durfte nicht in die USA einreisen, obwohl er sein Team beim WM-Finale unterstützen wollte. Er wandte sich per Social Media verzweifelt an Donald Trump.

„Ich brauche Hilfe! Man hat mir mitgeteilt, dass ich nicht mit meinen Kindern zum Finale reisen darf, da mein ESTA abgelehnt wurde. Kann mir jemand helfen? Ich hatte mich so darauf gefreut, mit meinen Teamkollegen von 2010 bei diesem Team zu sein und sie anzufeuern“, schrieb der ehemalige Linksverteidiger auf X und markierte den Account des US-Präsidenten.

Auch das spanische Sportministerium und US-Außenminister Marco Rubio wurden um Unterstützung gebeten.

Als Grund für die verweigerte Einreise wurde offenbar die Teilnahme an einem LaLiga-Legendenspiel 2016 im Iran genannt.

Überraschend erklärte Spaniens Linksverteidiger Marc Cucurella (27) vor dem Endspiel gegen Argentinien seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft im Falle eines WM-Triumphs – trotz seines jungen Alters.

„Wenn ich die Weltmeisterschaft gewinne, höre ich in der Nationalmannschaft auf“, sagte der Abwehrspieler bei Movistar+. Seit 2024 gehört er regelmäßig zum Kader und bestritt bislang 31 Länderspiele, davon sieben bei dieser WM über volle 90 Minuten.

Mit einem EM- sowie einem WM-Titel scheint für Cucurella der Höhepunkt erreicht. Vom Profifußball will er allerdings nicht zurücktreten: Kürzlich wechselte er vom FC Chelsea zu Real Madrid.

Vor dem Finale bangt Spanien um zwei Schlüsselspieler.

Lamine Yamal (19, Oberschenkelbeschwerden) und Pedro Porro (26, muskuläre Probleme) trainierten am Donnerstag nur individuell, standen aber auf dem Platz. Coach Luis de la Fuente beruhigte jedoch: Beide sollen für das Finale am Sonntag (21 Uhr deutscher Zeit, East Rutherford) fit sein. Die Einzeltrainings seien reine Vorsichtsmaßnahmen gewesen.

Die große Ehre, das WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag zu leiten, wurde dem Schiedsrichter Slavko Vinčić (46) zuteil. Das bestätigte die FIFA am Freitagmorgen.

Der slowenische Referee wird dabei von seinen Landsleuten Tomaž Klančnik (43) und Andraž Kovačič (40) an den Seitenlinien unterstützt, außerdem ist mit dem Deutschen Bastian Dankert (46) ein Video-Assistent im Einsatz.

Vinčić wird damit sein viertes und letztes Spiel bei dieser WM pfeifen. Zuvor leitete er Begegnungen in den Gruppenspielen Brasilien gegen Marokko, Algerien gegen Jordanien sowie das Sechzehntelfinale zwischen Mexiko und Ecuador.

Das WM-Endspiel wird auch ein Duell der Generationen: Lamine Yamal (19) steht einem der größten Fußballstars aller Zeiten, Lionel Messi (39), gegenüber. Ihre Beziehung hat eine besondere Vorgeschichte.

Im Dezember 2007, als Messi selbst erst 20 Jahre alt war, nahm er an einem Kalender-Fotoshooting der Stiftung des FC Barcelona und der katalanischen Zeitung „Diario Sport“ teil. Dabei badete er ein Baby, das später als keiner Geringerer als Lamine Yamal identifiziert wurde – damals wenige Monate alt und Gewinner eines Gewinnspiels für dieses Treffen.

Fotograf Joan Monfort bezeichnete das Treffen als „ein wahres Wunder des Schicksals“ und sprach von einem „glücklichen Zufall“, der wie ein Drehbuchwirke.

Am Sonntagabend steigt das große WM-Finale in New York, doch in den Tagen zuvor belasten Waldbrände in Kanada und Minnesota die Stadt mit Rauch.

Die Rauchschwaden erreichen die Metropole, die Bevölkerung wird aufgefordert, aufgrund der schlechten Luftqualität Masken zu tragen und möglichst zuhause zu bleiben. Gleichzeitig erlebt New York eine Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius.

Ob der Rauch das Finale beeinflussen wird, ist bislang offen.

Bereits im Halbfinale zwischen Argentinien und England kam es zu hitzigen Szenen. Nach Spielende schlug „Three-Lions“-Star Jude Bellingham dem jubelnden Valentín Barco von hinten auf den Hinterkopf, obwohl dieser nicht in seine Richtung gefeiert hatte.

Der Grund für den Schlag ist bislang unklar, doch während der Partie kam es mehrfach zu Auseinandersetzungen zwischen Spielern beider Teams, u.a. mit Diskussionen zwischen Bellingham und Messi und provokanten Jubelgesten von Romero.

Für England ist der Traum vom zweiten WM-Titel nach 1966 jäh geplatzt.

Im Halbfinale gegen Argentinien schien das Team mit Spielern wie Harry Kane und Jude Bellingham nach dem Führungstreffer von Anthony Gordon (55. Minute) auf dem Weg ins Finale. Doch Argentinien drehte die Partie durch Treffer von Enzo Fernández (85.) und Lautaro Martínez (90.+2) und gewann 2:1, was das bittere Aus der „Three Lions“ besiegelte.

Argentinien, mit Weltstar Lionel Messi, hat nun die Chance, den Titel zu verteidigen und trifft im Finale auf Spanien (Sonntag, 21 Uhr deutscher Zeit).

Endergebnis

England - Argentinien 1:2 (0:0)

England: Pickford – R. James (82. Burn), Stones (90.+6 Toney), Guehi, Spence (90.+6 Rashford) – Rice (82. O'Reilly), Anderson – Rogers, Ju. Bellingham, A. Gordon (72. Konsa) – Kane

Argentinien: Emiliano Martinez – Molina (72. Montiel), Romero, Li. Martinez (72. Otamendi), Tagliafico (81. La. Martínez) – Simeone (72. De Paul), Paredes (64. Gonzalez), Mac Allister, Fernández – Messi, J. Alvarez

Schiedsrichter: Ismail Elfath (USA)

Zuschauer: 68.239

Tore: 1:0 A. Gordon (55.), 1:1 Fernández (85.), 1:2 La. Martínez (90.+2)

Gelbe Karten: Anderson (1) / Li. Martinez (1), Romero (1), De Paul (1)

Kurz nach dem Einzug ins Finale wurde Shootingstar Lamine Yamal von einem Einbruchversuch in sein Haus überrascht.

Wie „La Vanguardia“ berichtete, entdeckte ein Wachmann in den frühen Morgenstunden auf Überwachungskameras zwei maskierte Eindringlinge auf dem Grundstück. Diese flohen, als sie bemerkten, dass sie beobachtet wurden. Die Polizei ermittelt und sucht nach den Tätern.

In der gleichen Nacht wurden in der Nachbarschaft zwei weitere Einbrüche gemeldet, ein möglicher Zusammenhang ist Gegenstand der Untersuchungen.

Nach dem überraschend deutlichen Halbfinal-Aus Frankreichs gegen Spanien zeigte sich Didier Deschamps nicht nur mit seinem Team unzufrieden, sondern übte auch Kritik am Schiedsrichter Ivan Barton (35) aus El Salvador.

„Ich habe eine Frage, auf die ich keine Antwort bekomme: War der Schiedsrichter dem Niveau eines WM-Halbfinales gewachsen?“, sagte Deschamps unmittelbar nach Spielende. Er weigerte sich jedoch, die Frage selbst zu beantworten.

Auch bei der Pressekonferenz betonte er: „Ich möchte nicht als schlechter Verlierer dastehen. War der Schiedsrichter heute würdig für ein WM-Halbfinale? Ich werde diese Frage an die Journalisten weitergeben.“ Zudem kritisierte er fragwürdige Entscheidungen vor der Pause.

Trotzdem wollte er die Schuld nicht allein auf den Unparteiischen schieben: „Zuerst einmal liegt es an uns. Ich will keine Ausreden suchen.“

Spanien hat sich souverän für das WM-Finale qualifiziert!

Im sehnsüchtig erwarteten Halbfinale setzte sich der amtierende Europameister gegen eine enttäuschende französische Mannschaft um Kylian Mbappé mit 2:0 (1:0) durch.

Mikel Oyarzabal brachte die „Furia Roja“ in der ersten Halbzeit per Elfmeter (22.) in Führung. Spanien agierte offensiv weiter aktiv, während die französische Offensive ideenlos blieb.

In der zweiten Halbzeit besorgte Pedro Porro (58.) per Kopf den zweiten Treffer und sicherte damit den Einzug ins Endspiel. Der zweite WM-Titel nach 2010 ist zum Greifen nah.

Endergebnis

Frankreich – Spanien 0:2 (0:1)

Frankreich: Maignan – Koundé, Upamecano, W. Saliba (30. M. Lacroix), Digne (72. Théo Hernandez) – Tchouaméni, Rabiot (46. M. Koné) – O. Dembélé, Olise (72. Cherki), Barcola (57. D. Doué) – Mbappé

Spanien: Simón – Porro (83. M. Llorente), Cubarsi, Laporte, Cucurella – Rodri, Ruiz (77. Pedri) – Yamal, Olmo (77. Merino), Baena (83. N. Williams) – Oyarzabal (74. Fer. Torres)

Schiedsrichter: Ivan Barton (El Salvador)

Zuschauer: 70.176

Tore: 0:1 Oyarzabal (22./Foulelfmeter), 0:2 Porro (58.)

Gelbe Karten: Rabiot (1), Mbappé (1) / Cucurella (1)

Vor dem WM-Halbfinalspiel am Dienstag zwischen Frankreich und Spanien (21 Uhr) wird im Stadion eine Schweigeminute abgehalten.

Der Anlass ist der Terroranschlag von Nizza vom 14. Juli 2016, der sich zum zehnten Mal jährt. Damals fuhr ein islamistischer Attentäter mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge und tötete insgesamt 86 Menschen, darunter drei Deutsche.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zeigte sich dankbar, dass die FIFA der Bitte Frankreichs und seiner Bürger nachgekommen ist: „Wir werden niemals vergessen“, schrieb er am Montag auf X.

Nach der umstrittenen Entscheidung, die Rotsperre von US-Stürmer Folarin Balogun vor dem Achtelfinale gegen Belgien zur Bewährung auszusetzen, kommen weiterhin neue Enthüllungen ans Licht.

Ein Bericht der Times legt nahe, dass die Entscheidung einzig von einem Funktionär getroffen wurde. Die sonst 18-köpfige FIFA-Disziplinarkommission war demnach kaum eingebunden. Der Vorsitzende Mohammad Al Kamali aus den Vereinigten Arabischen Emiraten soll den Beschluss allein gefällt haben.

Obwohl solche Entscheidungen normalerweise von einem Gremium getroffen werden, erlauben die FIFA-Statuten eine Einzelrichterentscheidung auch bei Rotsperren.

Der norwegische Nationalspieler Alexander Sørloth (30) sieht sich im Internet massiven Hass-Kommentaren ausgesetzt.

Seine Partnerin Lena Selnes (31) machte am Sonntag auf Instagram auf die verbalen Attacken aufmerksam, darunter Beleidigungen, Suizid- und Morddrohungen gegen den Atlético-Stürmer.

Kommentare wie „Bitte bring dich um, du Idiot“ oder „Sag deinem Mann, er soll Norwegen verlassen und von einer Klippe springen“ sowie „Ich werde ihn töten“ wurden geteilt.

Auslöser ist wohl das WM-Aus Norwegens im Viertelfinale gegen England, wo das Team nach Verlängerung 1:2 verlor.

Selnes schrieb: „Die WM und Fußball bringen Freude, aber auch viel Hass. Eigentlich wollte ich das nicht teilen, aber angesichts dieser Kommentare muss ich das tun.“

Die WM 2026 wird erneut von einem Rassismus-Skandal erschüttert: Nachdem die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla Frankreichs Star Kylian Mbappé beleidigt hatte, sorgte nun der ehemalige spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy für Aufsehen.

In einem Gastbeitrag im Online-Medium El Debate schrieb er über die Franzosen: „Sie haben eine absolute Top-Mannschaft, aber es spielen keine französischen Nationalspieler in Frankreich.“

Rajoy war von 2011 bis 2018 Regierungschef Spaniens. Sein Nachfolger Pedro Sánchez reagierte sofort auf X: „Manche messen Zugehörigkeit noch immer am Nachnamen, Geburtsort oder Hautfarbe, andere an der Verbundenheit zum Land und dem Willen, etwas beizutragen.“

Er ergänzte: „Spanien gehört denen, die es lieben und mit Leben füllen, nicht denen, die es mit fremdenfeindlichen Äußerungen in Verruf bringen. Frankreich, wir sehen uns im Halbfinale. Möge der Bessere gewinnen und der Rassismus verlieren.“

Ministerin Naïma Moutchou (45) bezeichnete die Vorfälle als „systematischen und verharmlosten Hass“ auf Frankreich und forderte den französischen Fußballverband auf, rechtlich dagegen vorzugehen.

Nach dem WM-Aus gegen Belgien hat Senegal seinen Cheftrainer Pape Thiaw (45) entlassen.

Der senegalesische Fußballverband kündigte am Sonntag an, das Arbeitsverhältnis mit Thiaw und seinem gesamten Trainerteam zu beenden. Dies sei im „übergeordneten Interesse des senegalesischen Fußballs“ erforderlich.

Gründe wurden nicht genannt. Eine Pressekonferenz am Montag soll weitere Informationen liefern.

Mit einem 2:1-Sieg gegen Norwegen sicherte sich England den Halbfinaleinzug, doch Trainer Thomas Tuchel (52) zeigte sich nach dem Spiel nicht zufrieden.

„Wir haben uns viel selbst schwer gemacht“, sagte Tuchel nach der Verlängerung. Zwar sei das Erreichen der Vorschlussrunde „fantastisch“, die Leistung sei jedoch mangelhaft gewesen.

Er klagte über „schlampiges“ und „zu langsames“ Spiel sowie zahlreiche technische Fehler und gab offen zu: „Wir hatten heute Glück.“

Auf die Frage nach der Mentalität konterte Tuchel: „Das hier ist pure Mentalität, wie können Sie jetzt danach fragen? Die könnte man in Flaschen abfüllen und verkaufen.“

Im Viertelfinale gegen Norwegen erzielte Englands Jude Bellingham (23) den Ausgleichstreffer – doch dieser sorgte für Diskussionen.

Vor dem Torkontakt hatte ein Abschlag des norwegischen Torwarts Örjan Nyland offenbar ein über dem Spielfeld gespanntes Kabel berührt. Dadurch kam Anthony Gordon an den Ball, der Bellingham vorbereitete.

Norwegen reklamierte, doch der Treffer wurde anerkannt. Die FIFA erklärte später, der Ballsensor habe keinen „Herzschlag“ registriert, somit gebe es keine Beweise für eine Berührung des Kabels oder eine Beeinflussung des Balles.

Die letzten beiden Halbfinalisten sind England und Argentinien!

In der Nacht zum Sonntag führte Jude Bellingham die Engländer mit einem Doppelpack zu einem 2:1-Sieg nach Verlängerung gegen Norwegen. Argentinien setzte sich ebenfalls nach Verlängerung mit 3:1 gegen die Schweiz durch.

Die beiden Teams treffen nun am Mittwoch (21 Uhr) im Halbfinale aufeinander. Das zweite Halbfinale bestreiten Frankreich und Spanien am Dienstag (21 Uhr).

Ergebnisse:

Norwegen – England 1:2 n.V. (1:1,1:1)

Norwegen: Nyland – Ryerson (60. Aursnes), Ajer, Heggem (91. Östigard), Möller Wolfe (90. Pedersen) – S. Berge, Berg – Ödegaard – Sörloth (67. Bobb), Haaland (106. Strand Larsen), Schjelderup (67. Nusa)

England: Pickford – Konsa (89. Rogers), Stones, Guehi, O'Reilly (86. Spence) – Anderson, Rice (46. Eze) – Madueke (46. Saka), Ju. Bellingham (111. Burn), A. Gordon (71. R. James) – Kane

Schiedsrichter: Clement Turpin (Frankreich)

Zuschauer: 64.478 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Schjelderup (36.), 1:1 Ju. Bellingham (45.+2), 1:2 Ju. Bellingham (93.)

Gelbe Karten: Ajer (1) / –

Argentinien – Schweiz 3:1 n.V. (1:0,1:1)

Argentinien: Emiliano Martinez – Molina (85. Montiel), Romero (105. Otamendi), Li. Martinez, Tagliafico (78. Gonzalez) – De Paul (85. La. Martínez), Paredes (110. López), Fernández (91. Almada), Mac Allister – Messi, J. Alvarez

Schweiz: Kobel – D. Zakaria (96. Jashari), N. Elvedi, Akanji, Ricardo Rodriguez (90.+5 Cömert) – Xhaka, Freuler (115. R. Vargas) – Rieder (86. Muheim), Sow (86. Widmer), Ndoye (86. Amdouni) – Embolo

Schiedsrichter: Joao Pinheiro (Portugal)

Zuschauer: 69.045 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Mac Allister (10.), 1:1 Ndoye (67.), 2:1 J. Alvarez (112.), 3:1 La. Martínez (120.+1)

Gelbe Karten: Almada (1), La. Martínez (1), López (1) / –

Gelb-Rote Karte: – / Embolo (72./Unsportlichkeit)

Frankreich und Spanien sind bereits für das Halbfinale qualifiziert und treffen aufeinander. In der Nacht zu Sonntag werden die beiden Teams für das zweite Semifinale gesucht: Norwegen gegen England in Miami (23 Uhr dt. Zeit) sowie Argentinien gegen Schweiz in Kansas City (3 Uhr dt. Zeit).

Die Rollen der Stars sind klar verteilt: Erling Haaland und Harry Kane dominieren bei Norwegen und England, Lionel Messi ist das Aushängeschild Argentiniens. Die Schweiz überzeugt mit einer starken Defensivleistung und einem sicheren Torwart Gregor Kobel (BVB).

In England und Wales wurde die Sperrstunde (23 Uhr) für das Viertelfinalspiel England gegen Norwegen aufgehoben, sodass Pubs bis 30 Minuten nach Spielende geöffnet bleiben dürfen. Dies soll auch für mögliche Verlängerung oder Elfmeterschießen gelten.

Polizeisprecherin Sarah Jones erklärte: „England-Fans verdienen es, jede Minute des Spiels gemeinsam zu erleben, was die Verlängerung garantiert.“

Nationaltrainer Murat Yakin betonte vor dem Spiel: „Wir können viel reden, aber am Ende zählt, was auf dem Platz passiert. Wir haben Lösungen.“

Schweizer Kapitän Granit Xhaka kündigte an, Messi „an die Kette zu legen“ und die Räume eng zu machen, um dem Superstar wenig Platz zu lassen.

Für die Schweiz wäre ein Sieg das erste WM-Viertelfinale seit 72 Jahren und möglicherweise das Ende von Messis WM-Karriere.

„Wir sind gut vorbereitet“, sagte Xhaka.

Spanien sorgte erneut für späte Tore! Mikel Merino brachte die „Furia Roja“ mit einem Treffer in der 88. Minute ins WM-Halbfinale, nachdem zuvor Fabian Ruiz (30.) die Führung erzielt hatte.

Gegen Belgien glich Charles De Ketelaere per Kopf aus (41.), doch kurz vor Schluss musste Belgien-Keeper Thibaut Courtois verletzt ausgewechselt werden. Sein Ersatz ließ einen Schuss von Pau Cubarsi abprallen, den Merino zum Sieg nutzte.

Im Halbfinale trifft Spanien nun auf Frankreich.

Spanien – Belgien 2:1 (1:1)

Spanien: Simón – Porro, Cubarsi, Laporte, Cucurella – Rodri, Ruiz (55. Pedri) – Yamal, Olmo (86. Merino), Baena (55. Fer. Torres) – Oyarzabal (79. N. Williams)

Belgien: Courtois (71. Lammens) – Castagne, Mechele, Ngoy, De Cuyper (60. Seys) – Raskin, Vanaken (60. Lukaku) – Doku, De Bruyne (86. Saelemaekers), Trossard (60. Witsel) – De Ketelaere

Schiedsrichter: Michael Oliver (England)

Zuschauer: 70.492 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Ruiz (30.), 1:1 De Ketelaere (41.), 2:1 Merino (88.)

Gelbe Karten: Cubarsi (1), Laporte (1) / De Bruyne (1), Witsel (1)

Vor dem Viertelfinale gegen Spanien fällt bei Belgien Innenverteidiger Zeno Debast (22) aus, da sein Klub Sporting Lissabon ihn für nicht einsatzbereit erklärt hat.

Der belgische Verband widerspricht dieser Einschätzung und plant ein Treffen mit dem Verein in Los Angeles.

Aktuell plagen England vor dem Viertelfinale gegen Norwegen einige Personalsorgen: Mittelfeldspieler Declan Rice (27) leidet an einem Infekt und Oberschenkelbeschwerden, ebenso wie Abwehrspieler Marc Giehi (25). Jordan Henderson (36) fehlt verletzt, Jarell Quansah ist wegen Rotsperre gesperrt. Ein Einsatz von Reece James (26) scheint fraglich.

Frankreichs Einzug ins Halbfinale wurde im Land weitgehend friedlich gefeiert, allerdings gab es auch eine tragische Meldung: Eine 17-Jährige stürzte in Aulnoye-Aymeries von einem Lkw und wurde überrollt. Ein Jugendlicher erlitt einen Schock, der Lkw-Fahrer wurde festgenommen.

Sonst kam es nur vereinzelt zu kleineren Zwischenfällen und zehn Festnahmen in der Pariser Region.

Frankreich ist zum dritten Mal in Folge im WM-Halbfinale!

Im Viertelfinale ließ die „Équipe Tricolore“ Marokko trotz eines verschossenen Elfmeters von Kylian Mbappé keine Chance und gewann mit 2:0.

Mbappé erzielte nach dem gehaltenen Strafstoß das Führungstor (60.), Ousmane Dembélé sorgte wenige Minuten später für die Entscheidung.

Frankreich – Marokko 2:0 (0:0)

Frankreich: Maignan – Koundé (87. Gusto), Upamecano, W. Saliba, Digne – M. Koné (71. Zaïre-Emery), Rabiot – O. Dembélé, Olise, D. Doué (77. Barcola) – Mbappé (77. Mateta)

Marokko: Bono – Hakimi, Diop, Mazraoui, Salah-Eddine (74. El Ouahdi) – Bouaddi (62. S. Amrabat), El Aynaoui – B. Diaz (74. Yassine), Ounahi, C. Talbi (85. Sbaï) – El Khannouss (62. Rahimi)

Schiedsrichter: Facundo Tello (Argentinien)

Zuschauer: 63.811

Tore: 1:0 Mbappé (60.), 2:0 O. Dembélé (66.)

Gelbe Karten: – / Diop (3)

Besonderheit: Bono hielt Mbappés Elfmeter (28.)

Vor dem Viertelfinale gegen Spanien beklagt der belgische Verband die schlechte Qualität des zugewiesenen Trainingsplatzes an der Loyola-Marymount-Universität (LMU).

Die LMU widerspricht und betont, dass der Platz in sehr gutem Zustand sei und bereits von Profiteams genutzt wurde.

Die FIFA erlaubte schließlich den Belgiern, auf dem Trainingsgelände des MLS-Clubs Los Angeles Galaxy zu üben.

Zlatko Dalić (59) tritt als kroatischer Nationaltrainer zurück.

Nach dem dramatischen WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Portugal gab der Verband bekannt, dass Dalić seine erfolgreiche Zeit bei der „Vatreni“ nach fast neun Jahren beendet.

Dalić führte Kroatien zu großen Erfolgen, darunter das sensationelle WM-Finale 2018 und den dritten Platz 2022.

Ein Nachfolger ist noch offen, Slaven Bilić (57) wird als Kandidat gehandelt. Er war bereits von 2006 bis 2012 kroatischer Teamchef.

Im norwegischen Team macht eine Krankheitswelle die Runde.

Trainer Ståle Solbakken (58) berichtete von Husten und Atembeschwerden, die er auf die vielen Reisen während des Turniers zurückführt. Auch er selbst wirkte angeschlagen.

Solbakken betonte jedoch, die Situation sei unter Kontrolle und hoffe auf einen gesunden Kader für das Viertelfinale gegen England am Samstag (23 Uhr).

Die Schweiz erreichte erstmals seit 1954 wieder das WM-Viertelfinale!

In einem dramatischen Spiel besiegte die „Nati“ Kolumbien nach einem torlosen Spiel nach 120 Minuten im Elfmeterschießen mit 4:3.

Ägypten protestierte nach dem WM-Aus gegen Argentinien bei der FIFA und forderte eine Überprüfung der Schiedsrichterentscheidungen von François Letexier.

Laut Verband boss Hany Abo Rida seien alle fragwürdigen Entscheidungen gegen Ägypten gefallen und hätten das Spiel beeinflusst.

Schweiz – Kolumbien 4:3 i.E. (0:0,0:0,0:0)

Schweiz: Kobel – D. Zakaria (87. Widmer), N. Elvedi, Akanji, Ricardo Rodriguez (71. Muheim) – Xhaka, Freuler – Rieder (103. Amdouni), Jashari (46. Sow), Ndoye (90.+1 R. Vargas) – Embolo (87. Itten)

Kolumbien: C. Vargas – Muñoz, D. Sánchez, Lucumi (118. Mina), Mojica – Lerma (82. Rios), Puerta – J. Arias (65. Campaz), James Rodríguez (65. J. Quintero), Luis Díaz – Suárez (82. Hernández)

Schiedsrichter: Ivan Barton (El Salvador)

Zuschauer: 52.497 (ausverkauft)

Elfmeterschießen: 0:1 J. Quintero, 1:1 Xhaka, D. Sánchez verschießt, 2:1 Amdouni, 2:2 Campaz, Akanji verschießt, Kobel hält von Hernández, 3:2 Itten, 3:3 Luis Díaz, 4:3 R. Vargas

Gelbe Karten: Xhaka (2), D. Zakaria (2), Muheim (1) / Suárez (1), D. Sánchez (1)

Fußball-Drama in Atlanta: Argentinien drehte im Achtelfinale gegen Ägypten einen 0:2-Rückstand und gewann 3:2.

Trotz eines frühen Rückstands durch Yasser Ibrahim (15.) und einem gehaltenen Messi-Elfmeter (21.) kämpfte sich die Mannschaft des amtierenden Weltmeisters zurück.

Christian Romero (79.) verkürzte, Messi (83.) glich aus, Enzo Fernández traf in der Nachspielzeit (90.+2) zum Sieg.

Endergebnis

Argentinien – Ägypten 3:2 (0:1)

Argentinien: Emiliano Martinez – Molina (73. Montiel), Romero (90.+5 Otamendi), Li. Martinez, Tagliafico (66. Gonzalez) – Paredes – De Paul (66. La. Martínez), Mac Allister, Fernández – Messi, J. Alvarez (90.+5 F. Medina)

Ägypten: Ufa Schobeir – Hani, Jasser Ibrahim, Rabia, Hafes – H. Hassan (73. Trezeguet), Lasheen (90.+6 Ziko), Attia, Ashour (46. Fathi) – Salah, Ziko (80. Marmoush)

Schiedsrichter: Francois Letexier (Frankreich)

Zuschauer: 68.239

Tore: 0:1 Jasser Ibrahim (15.), 0:2 Ziko (67.), 1:2 Romero (79.), 2:2 Messi (83.), 3:2 Fernández (90.+2)

Gelbe Karten: – / Ufa Schobeir (1), Fathi (1), Attia (2)

Besonderheit: Ufa Schobeir hielt Messis Elfmeter (21.)

DFB-Präsident Bernd Neuendorf will nach der aufgehobenen Rot-Sperre von US-Spieler Folarin Balogun das Thema weiterverfolgen.

Er erklärte, dass die UEFA und der DFB das Verfahren nicht einfach abschließen würden und weitere Gespräche unter den europäischen Verbänden anstünden.

Neuendorf betonte zudem, dass der Eindruck einer politischen Einflussnahme zügig ausgeräumt werden müsse.

Balogun war nach einer Roten Karte im WM-Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina eigentlich gesperrt, durfte aber nach Intervention von US-Präsident Donald Trump doch im Spiel gegen Belgien auflaufen.

Der US-Präsident bestätigte selbst, dass er FIFA-Chef Gianni Infantino wegen der Sperre angerufen hatte.

Belgien gewann trotz Baloguns Einsatz mit 4:1 gegen die USA und trifft im Viertelfinale auf Spanien.

Der letzte WM-Auftritt von Cristiano Ronaldo ist vorbei: Portugal unterlag im Achtelfinale Spanien mit 0:1.

Matchwinner war Mikel Merino mit dem späten Siegtreffer (90.+1). Ronaldo traf per Elfmeter zum Ausgleich (68.), es war sein erstes WM-K.o.-Rundtor.

Portugal – Spanien 0:1 (0:0)

Portugal: D. Costa – João Cancelo (71. Dalot), R. Dias, Veiga, N. Mendes (56. N. Semedo) – J. Neves, Vitinha (83. B. Silva) – Neto (83. Conceicao), B. Fernandes, João Félix (71. Leão) – Cristiano Ronaldo

Spanien: Simón – Porro, Cubarsi, Laporte, Cucurella – Rodri, Pedri (85. Ruiz) – Olmo (85. Merino) – Yamal, Oyarzabal (90.+7 Iglesias), Baena (75. Fer. Torres)

Schiedsrichter: Anthony Taylor (England)

Zuschauer: 70.649

Tore: 0:1 Merino (90.+1)

Gelbe Karten: B. Silva (2), Veiga (2) / Fer. Torres (1)

FIFA-Präsident Gianni Infantino betonte die Unabhängigkeit der zuständigen Justizgremien bei der Entscheidung zur ausgesetzten Rot-Sperre von Balogun.

Er erklärte, dass die Organe autonom und nach dem FIFA-Disziplinarkodex arbeiteten und Entscheidungen nach geltenden Regeln und Fakten fällen.

Infantino bestätigte Gespräche mit US-Präsident Trump, betonte aber, dass Entscheidungen unabhängig getroffen würden.

Die amerikanische Nationalmannschaft kann im Achtelfinale gegen Belgien mit dem umstrittenen Folarin Balogun antreten.

Die FIFA erklärte eine Beschwerde des belgischen Verbands gegen die Aussetzung der Rot-Sperre für unzulässig.

US-Präsident Donald Trump bestätigte, die FIFA um Prüfung gebeten zu haben, da er das Foul nicht als solches sehe und kritisierte den Schiedsrichter scharf.

Der belgische Verband kündigte schwere Vorwürfe gegen die FIFA an und plant weitere Schritte gegen die Spielberechtigung Baloguns.

Nach einem Anruf von Donald Trump hob die FIFA die Sperre von Balogun auf – ein Skandal, über den die UEFA „fassungslos“ reagierte.

Balogun hatte im Sechzehntelfinale eine Rote Karte bekommen, die automatische Sperre wurde aber überraschend ausgesetzt.

Die UEFA betonte, dass eine Rotsperre keine Ermessensfrage sei und stets zu vollziehen ist, um Fairness zu gewährleisten.

Beim Spiel England gegen Mexiko verletzte sich Jordan Henderson (36) womöglich schwer am Handgelenk, nachdem er nach dem Spiel jubelnd mit den Fans über die Bande sprang und stürzte.

Henderson musste auf einer Trage weggebracht werden, Trainer Thomas Tuchel bezeichnete die Verletzung als „ziemlich schwer“ und bedauerte das Fehlen des Routiniers.

Dank zweier Tore von Erling Haaland schickten die Norweger Brasilien im Achtelfinale nach Hause. Ein später Elfmeter von Neymar (90.+10) kam zu spät.

Im Duell Mexiko gegen England führten die „Three Lions“ früh mit 2:0 durch Bellingham (36., 38.), Mexiko verkürzte noch vor der Pause.

Nach dem Platzverweis für Jarell Quansah (England) blieb die Mannschaft stabil und erhöhte per Elfmeter auf 3:1. Mexiko verkürzte nochmal, konnte aber nicht mehr ausgleichen. Damit sind zwei der drei WM-Gastgeber ausgeschieden.

Mexiko-Trainer Javier Aguirre kündigte kurz nach dem Aus seinen Rücktritt an. Rafael Marquéz wird sein Nachfolger.

Brasilien – Norwegen 1:2 (0:0)

Brasilien: Alisson – Danilo, Marquinhos, Gabriel Magalhaes, Douglas Santos – Bruno Guimaraes (90.+8 Danilo Santos), Casemiro (90.+2 Fabinho), Rayan, Paqueta (46. Endrick), Vinicius Junior – Matheus Cunha (66. Martinelli)

Norwegen: Nyland – Ryerson (63. Aursnes), Ajer, Heggem, Möller Wolfe (90.+5 Östigard) – Ödegaard, S. Berge, Berg – Sörloth (46. Bobb), Haaland, Nusa (46. Schjelderup)

Schiedsrichter: Ismail Elfath (USA)

Zuschauer: 80.663

Tore: 0:1 Haaland (79.), 0:2 Haaland (90.), 1:2 Neymar (90.+10/Foulelfmeter)

Gelbe Karten: Neymar (1) / –

Besonderheit: Nyland hielt einen Elfmeter von Bruno Guimaraes (14.)

Mexiko – England 2:3 (1:2)

Mexiko: Rangel – J. Sanchez (79. Fidalgo), Montes (46. E. Alvarez), Vasquez Ibarra, Gallardo – Lira, Mora (61. S. Giménez), Romo Barron (61. Gutiérrez) – Alvarado, Jiménez, Quinones (81. G. Martínez)

England: Pickford – Quansah, Konsa, Guehi, O'Reilly (75. Spence) – Anderson (75. Burn), Rice – Saka (57. Stones), Ju. Bellingham, A. Gordon – Kane (90. Rogers)

Schiedsrichter: Alireza Faghani (Australien)

Zuschauer: 80.824 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Ju. Bellingham (36.), 0:2 Ju. Bellingham (38.), 1:2 Quinones (42.), 1:3 Kane (60./Foulelfmeter), 2:3 Jiménez (69./Foulelfmeter)

Gelbe Karten: J. Sanchez (1), Vasquez Ibarra (1) / Rice (2), Guehi (1), O'Reilly (1), J. Henderson (1)

Rote Karten: – / Quansah (54./grobes Foulspiel)

Die Sperre von Folarin Balogun wurde überraschend aufgehoben.

Der Stürmer hatte im Sechzehntelfinale die Rote Karte erhalten und wäre für das Achtelfinale gegen Belgien eigentlich gesperrt gewesen. Die FIFA setzte die Strafe jedoch zur Bewährung aus.

Donald Trump lobte die Entscheidung und sprach von einer Gerechtigkeit, die wiederhergestellt wurde.

Nach dem Trainerwechsel bei Tunesien nach dem ersten WM-Spiel trat Hervé Renard nach der Vorrunden-Niederlage zurück.

Renard schrieb auf Instagram, es sei eine Ehre gewesen, für Tunesien zu arbeiten, und er wünsche dem Team alles Gute für die Zukunft.

Renard ist bereits der siebte Trainer bei dieser WM, der nach einem enttäuschenden Turnier seinen Rücktritt erklärt hat, darunter auch Julian Nagelsmann, Ronald Koeman und Steve Clarke.

Im Achtelfinale kämpfte Paraguay hart gegen Frankreich, doch Kylian Mbappé sorgte per Strafstoß für den entscheidenden Treffer (70.).

Paraguay versuchte alles, inklusive Schwalben und Fouls, doch Frankreich dominierte spielerisch. Nun trifft Frankreich im Viertelfinale auf Marokko.

Paraguay – Frankreich 0:1 (0:0)

Paraguay: Gill – J. J. Cáceres, G. Gomez, Velázquez, Alderete (58. Canale), Alonso – D. Gomez (71. Mauricio), Cubas, Galarza, Almirón (71. Ávalos) – Enciso (61. Caballero)

Frankreich: Maignan – Koundé, Upamecano, W. Saliba, Digne – M. Koné, Rabiot – O. Dembélé (84. Cherki), Olise, Barcola (61. D. Doué) – Mbappé

Schiedsrichter: Ilgis Tantaschew (Usbekistan)

Zuschauer: 68.324 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Mbappé (70./Foulelfmeter)

Gelbe Karten: – / Barcola (1), M. Koné (1)

Marokko eliminierte Kanada mit einem deutlichen 3:0-Sieg und beendete damit die Hoffnungen des Co-Gastgebers aufs Weiterkommen.

Azzedine Ounahi erzielte zwei Tore (50., 82.), Soufiane Rahimi machte mit einem späten Treffer (90.+8) alles klar.

Im Viertelfinale wartet nun der Sieger des Spiels Frankreich gegen Paraguay auf Marokko.

Endergebnis

Kanada – Marokko 0:3 (0:0)

Kanada: Crépeau – Johnston, Bombito, De Fougerolles, Laryea (78. Shaffelburg) – Buchanan (87. Nelson), Sigur (87. Osorio), Eustaquio, A. Ahmed (78. P. David) – J. David, Oluwaseyi (63. Larin)

Marokko: Bono – Hakimi, Diop (87. Saadane), Halhal, Mazraoui – Bouaddi (63. S. Amrabat), El Aynaoui – B. Diaz, Ounahi (87. El Mourabet), El Khannouss (63. C. Talbi) – Saibari (22. Rahimi)

Schiedsrichter: Michael Oliver (England)

Zuschauer: 68.777

Tore: 0:1 Ounahi (50.), 0:2 Ounahi (82.), 0:3 Rahimi (90.+8)

Gelbe Karten: Laryea (1), J. David (1), De Fougerolles (2), Larin (2) / Halhal (1), Hakimi (1), Ounahi (1), El Khannouss (1)

Nach dem WM-Aus gegen Portugal kursieren Spekulationen über das Ende der Ära von Zlatko Dalić als kroatischer Nationaltrainer.

Medien berichten, dass der Verband und Präsident Marijan Kustić (51) bereits über mögliche Nachfolger beraten haben. Neben Co-Trainer Ivica Olić (46) wird auch Slaven Bilić (57) als Kandidat gehandelt.

Dalić führte Kroatien seit achteinhalb Jahren und prägte eine goldene Phase mit Vizeweltmeisterschaft 2018 und Platz drei 2022.

FIFA-Präsident Gianni Infantino besucht viele Spiele – oft nur für kurze Zeit. Das erklärt wohl seine kürzliche Instagram-Nachricht über das deutsche Team, die für Verwirrung sorgte.

Er lobte die deutsche Mannschaft als vierfachen Weltmeister, der mit starken Leistungen das Turnier bereicherte – eine Einschätzung, die viele deutsche Fans sicherlich nicht teilen.

Die erste K.-o.-Runde ist beendet, damit stehen alle Achtelfinalpartien fest. Überraschend ist das Aus der deutschen Mannschaft. Doch es gibt viele weitere spannende Begegnungen.

Überblick Achtelfinale:

Kanada – Marokko (Sa., 19 Uhr)

Paraguay – Frankreich (Sa., 23 Uhr)

Brasilien – Norwegen (So., 22 Uhr)

Mexiko – England (Mo., 2 Uhr)

Portugal – Spanien (Mo., 21 Uhr)

USA – Belgien (Di., 2 Uhr)

Argentinien – Ägypten (Di., 18 Uhr)

Schweiz – Kolumbien (Di., 22 Uhr)