WM 2026 live: Keiner performte schlechter! Ernüchternde Zahlen für Manuel Neuer
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada läuft auf Hochtouren! Nach über zwei Wochen ist die Vorrunde abgeschlossen, und die besten 32 Teams stehen fest. Darunter befindet sich auch die deutsche Nationalmannschaft, die am 29. Juni im Sechzehntelfinale auf Paraguay trifft.
Der Weg dorthin war für Deutschland von Höhen und Tiefen geprägt: Nach dem beeindruckenden 7:1-Erfolg gegen Curaçao sicherte Joker Deniz Undav den Sieg gegen die Elfenbeinküste erst in der Nachspielzeit. Das abschließende Gruppenspiel gegen Ecuador ging mit 1:2 verloren. Dennoch erreichte Deutschland am Ende den Gruppensieg und qualifizierte sich erstmals seit dem WM-Titel 2014 wieder für die K.-o.-Phase.
In unserem WM-Live-Ticker halten wir Euch während des gesamten Turniers über alle wichtigen Ereignisse auf dem Laufenden.
Julian Nagelsmann hatte sich das sicher anders vorgestellt... Manuel Neuer wurde in der Vorrunde lediglich sieben Mal auf sein Tor geschossen, vier dieser Schüsse fanden den Weg ins Netz – das entspricht einer Paradenquote von 42,9 Prozent.
Laut dem Kicker ist dies sogar die niedrigste Paradenquote aller Torhüter, die bei dieser WM drei Einsätze hatten – kein anderer Keeper schnitt in dieser Statistik schlechter ab als Deutschlands Rückkehrer im Tor. Zum Vergleich: 2014, beim WM-Titel, hielt Neuer noch 85,7 Prozent aller Schüsse.
Obwohl Neuer durch die geringe Anzahl an gegnerischen Schüssen weniger Möglichkeiten hatte, sich auszuzeichnen, bleibt festzuhalten: Die spektakulären Paraden, für die er eigentlich zurückgeholt wurde, sieht man vom 40-Jährigen bisher kaum.
Das enttäuschende Abschneiden Uruguays bei der WM zieht erste Folgen nach sich – jedoch anders als erwartet! Anstatt personeller Umstellungen müssen die Spieler zunächst auf einen Luxus verzichten.
Wie der uruguayische Fußballjournalist Martin Charquero berichtete, wurde dem Verband zufolge das private Flugzeug der Stars gestrichen. Die Profis um Federico Valverde müssen nun mit einer Linienmaschine zurück in die Heimat fliegen.
Weitere Entscheidungen sind noch offen: Die Zukunft von Trainer Marcelo Bielsa, der sich während des Turniers zudem mit einer Meuterei einiger Spieler konfrontiert sah, bleibt ungewiss.
Mit Abschluss der Vorrunde stehen nun alle Begegnungen der ersten K.-o.-Runde fest! Ohne Verschnaufpause geht es bereits am Sonntagabend weiter. Im Sechzehntelfinale kommt es zu einem hochkarätigen Aufeinandertreffen zweier Superstars: Portugal mit Cristiano Ronaldo trifft am frühen Freitagmorgen auf Kroatien mit Luka Modrić.
Wir geben Euch einen Überblick über alle Begegnungen und deren Termine:
Südafrika – Kanada (Sonntag, 21 Uhr)
Brasilien – Japan (Montag, 19 Uhr)
Deutschland – Paraguay (Montag, 22:30 Uhr)
Niederlande – Marokko (Dienstag, 3 Uhr)
Elfenbeinküste – Norwegen (Dienstag, 19 Uhr)
Frankreich – Schweden (Dienstag, 23 Uhr)
Mexiko – Ecuador (Mittwoch, 3 Uhr)
England – DR Kongo (Mittwoch, 18 Uhr)
Belgien – Senegal (Mittwoch, 22 Uhr)
USA – Bosnien-Herzegowina (Donnerstag, 2 Uhr)
Spanien – Österreich (Donnerstag, 21 Uhr)
Portugal – Kroatien (Freitag, 1 Uhr)
Schweiz – Algerien (Freitag, 5 Uhr)
Australien – Ägypten (Freitag, 20 Uhr)
Argentinien – Kap Verde (Samstag, 0 Uhr)
Kolumbien – Ghana (Samstag, 3:30 Uhr)
Die Gruppenphase der ersten XXL-WM ist beendet! Die Spiele waren bis zum Schluss spannend, beispielsweise schaffte Österreich erst in der 6. Minute der Nachspielzeit durch ein Tor zum 3:3 gegen Algerien den Einzug in die K.-o.-Runde.
Während England souverän den Gruppensieg in Gruppe L sicherte, enttäuschte Portugal erneut und belegte nur den zweiten Platz in Gruppe K. Ein Überblick über die Ergebnisse der Nacht:
Gruppe J
Jordanien – Argentinien 1:3 (0:2)
Schiedsrichter: Istvan Kovacs (Rumänien), Zuschauer: 70.649
Tore: 0:1 Lo Celso (19.), 0:2 La. Martínez (31./Elfmeter), 1:2 Al-Taamari (55.), 1:3 Messi (80.)
Algerien – Österreich 3:3 (1:1)
Schiedsrichter: Ilgis Tantaschew (Usbekistan), Zuschauer: 69.045
Tore: 0:1 Arnautović (28.), 1:1 Belghali (45.), 1:2 Sabitzer (55.), 2:2 Mahrez (60.), 3:2 Mahrez (90.+3), 3:3 Kalajdzic (90.+6)
Gruppe K
Kolumbien – Portugal 0:0
Schiedsrichter: Alireza Faghani (Australien), Zuschauer: 64.478
DR Kongo – Usbekistan 3:1 (0:1)
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin), Zuschauer: 68.239 (ausverkauft)
Tore: 0:1 Shomurodov (10.), 1:1 Wissa (68./Elfmeter), 2:1 Mayele (78.), 3:1 Wissa (90.+1)
Gruppe L
Panama – England 0:2 (0:0)
Schiedsrichter: Abdulrahman Al-Jassim (Katar), Zuschauer: 80.663
Tore: 0:1 Ju. Bellingham (62.), 0:2 Kane (67.)
Kroatien – Ghana 2:1 (1:0)
Schiedsrichter: Drew Fischer (Kanada), Zuschauer: 68.324
Tore: 1:0 P. Sucic (31.), 1:1 Luckassen (77.), 2:1 Vlasic (83.)
Familiärer Schicksalsschlag für den niederländischen Angreifer Cody Gakpo (27): Kurz vor dem ersten K.-o.-Runden-Spiel gegen Marokko teilte seine Partnerin via Instagram mit, dass ihr gemeinsames Baby während der Schwangerschaft verstorben ist.
"Mit gebrochenem Herzen müssen wir die schreckliche Nachricht teilen, dass unser kleiner Junge während der Schwangerschaft gestorben ist", schrieb Noa van der Bij. "Danke für die ganze Liebe und Unterstützung."
Erst am 30. Mai hatten Gakpo und seine Freundin angekündigt, erneut Nachwuchs zu erwarten. Das Paar hat bereits einen zweijährigen Sohn. Der Liverpool-Stürmer bat via Instagram um Verständnis für die Privatsphäre seiner Familie. "Das ist eine unglaublich schwere Zeit für uns", erklärte Gakpo in seiner Story.
Der Name des zweiten Sohnes sollte Elijah Raphael Gakpo lauten, ergänzte seine Partnerin.
Jetzt gilt die volle Konzentration Paraguay! Vor dem deutschen Sechzehntelfinale am Montag (Anstoß: 22:30 Uhr) meldete sich DFB-Sportdirektor Rudi Völler (66) zu Wort:
"Die WM beginnt jetzt richtig! Wir sind zuversichtlich, dass wir alles geben, an unsere Grenzen gehen, ein starkes Spiel abliefern und natürlich ins Achtelfinale einziehen", erklärte Völler.
Der Fokus liege ausschließlich auf dem nächsten Gegner, nicht auf einem möglichen Achtelfinalduell mit Frankreich: "Darüber beschäftigen wir uns jetzt nicht", so der ehemalige Bundestrainer.
Zudem forderte Völler seine Offensivspieler Jamal Musiala (23), Florian Wirtz (23) und Kai Havertz (27) auf, Leistung zu zeigen: "Um große Ziele zu erreichen, müssen sie liefern. Sie wissen, dass noch Luft nach oben ist."
Unklar bleibt der Einsatz von Nachwuchstalent Nathaniel Brown (23), der mit Adduktorenproblemen zu kämpfen hat. "Wir hoffen, dass es klappt", sagte Völler.
Für Uruguay endete die WM enttäuschend: Die Südamerikaner konnten keinen Sieg verbuchen, die Niederlage gegen Spanien besiegelte das Vorrundenaus. Nationaltrainer Marcelo Bielsa (70) zeigte sich nach dem Spiel gereizt.
Beim Interview wartete Bielsa offenbar auf sein Team hinter der Kamera und rief genervt: "Jetzt macht doch endlich!" Auch im Gespräch mit der Reporterin war er kurz angebunden, beantwortete drei Fragen in rund 30 Sekunden.
Auf der Pressekonferenz ordnete Bielsa die Situation dann nüchtern ein: "Ich trage die Verantwortung und akzeptiere das Resultat. Obwohl es vermeidbare Fehler gab, liegt das Scheitern bei mir."
Mit dem Abschluss der Gruppenphase stehen neun Paarungen für das Sechzehntelfinale bereits fest. Hier ein Überblick:
Südafrika – Kanada (Sonntag, 21 Uhr)
Brasilien – Japan (Montag, 19 Uhr)
Deutschland – Paraguay (Montag, 22:30 Uhr)
Niederlande – Marokko (Dienstag, 3 Uhr)
Elfenbeinküste – Norwegen (Dienstag, 19 Uhr)
Frankreich – Schweden (Dienstag, 23 Uhr)
USA – Bosnien-Herzegowina (Donnerstag, 2 Uhr)
Australien – Ägypten (Freitag, 20 Uhr)
Argentinien – Kap Verde (Samstag, 0 Uhr)
Endlich ist Klarheit: Deutschland trifft im Sechzehntelfinale auf Paraguay.
Dank der Ergebnisse in der Nacht muss die DFB-Elf nicht mehr auf die letzten Vorrundenspiele warten, um den Gegner zu erfahren. Am Montagabend (22:30 Uhr) steht fest, dass Paraguay als Dritter der Gruppe D die nächste Herausforderung für das Team von Julian Nagelsmann ist.
Ein Sieg gegen Paraguay könnte schon ein Duell mit dem Topfavoriten Frankreich bedeuten: Die Franzosen gewannen souverän 4:1 gegen Norwegen und werden im Achtelfinale möglicherweise auf Deutschland treffen. Im Sechzehntelfinale bekommt Frankreich es mit Schweden zu tun.
Eine Sensation in der Nacht zu Samstag: Kap Verde sicherte sich mit einem 0:0 gegen Saudi-Arabien das dritte Unentschieden der Vorrunde – und da Spanien zeitgleich Uruguay mit 1:0 schlug, klettert der kleine Inselstaat mit drei Punkten auf Platz zwei der Gruppe und zieht in die K.-o.-Runde ein. Für Uruguay endet das Turnier mit nur zwei Punkten auf Rang drei der Gruppe H.
In Gruppe G sicherte sich Belgien mit einem 5:1-Kantersieg gegen Neuseeland den Gruppensieg, Ägypten erreichte durch ein Unentschieden gegen den Iran den zweiten Platz. Der Iran hat noch Chancen, als einer der besten Gruppendritten weiterzukommen.
Die Resultate der Nacht:
Gruppe G
Ägypten – Iran 1:1 (1:1)
Schiedsrichter: Szymon Marciniak (Polen), Zuschauer: 66.925
Tore: 1:0 Saber (5.), 1:1 Rezaeian (14.)
Neuseeland – Belgien 1:5 (0:1)
Schiedsrichter: Adham Makhadmeh (Jordanien), Zuschauer: 52.497 (ausverkauft)
Tore: 0:1 Trossard (28., 50.), 0:3 De Bruyne (66.), 1:3 Just (84.), 1:4 Lukaku (86.), 1:5 Saelemaekers (90.+4)
Gruppe H
Kap Verde – Saudi-Arabien 0:0
Schiedsrichter: Francois Letexier (Frankreich), Zuschauer: 68.278
Uruguay – Spanien 0:1 (0:1)
Schiedsrichter: Ismail Elfath (USA), Zuschauer: 45.664
Tor: 0:1 Baena (42.)
Rote Karte: Canobbio (90.+4/grobes Foulspiel)
In Gruppe I ist die Entscheidung gefallen!
Frankreich setzte sich dank einer Gala-Vorstellung mit 4:1 gegen Norwegen durch, bei der Ousmane Dembélé drei Tore erzielte und damit seiner Mannschaft den Gruppensieg sicherte. Ein mögliches Duell mit Deutschland im Achtelfinale rückt näher.
Senegal erreichte durch ein 5:0 gegen den Irak den dritten Platz.
Ergebnisse:
Norwegen – Frankreich 1:4 (1:3)
Schiedsrichter: Michael Oliver (England), Zuschauer: 64.146
Tore: 0:1 O. Dembélé (7., 20., 32.), 1:2 Aasgaard (21.), 1:4 D. Doué (90.+4)
Senegal – Irak 5:0 (1:0)
Schiedsrichter: Anthony Taylor (England), Zuschauer: 43.036 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Diarra (4.), 2:0 I. Sarr (56.), 3:0 P. Gueye (59., 71.), 5:0 I. Ndiaye (82.)
Im uruguayischen Lager herrscht Unruhe! Kurz vor dem entscheidenden Vorrundenspiel gegen Spanien kam es offenbar zu erheblichen Spannungen zwischen Trainer und Spielern.
Mehrere Führungsspieler suchten laut Berichten, die sich auf "El Espectador" stützen, das Gespräch mit Marcelo Bielsa (70). Der Fokus lag auf Kritik an den Trainingsmethoden und der Vorbereitung auf das Spiel gegen Spanien. Namen wie Sergio Rochet (33), Manuel Ugarte (25), Rodrigo Bentancur (29) und Federico Valverde (27) waren beteiligt.
Bielsa reagierte auf die Kritik offenbar verärgert, rief das Team zusammen und hielt eine fast einstündige Ansprache. Einige Spieler verließen währenddessen den Raum vorzeitig.
Die weiteren Folgen des Konflikts sind noch offen. Angesichts von zwei Unentschieden steht Uruguay unter enormem Druck und muss gegen "La Furia Roja" gewinnen. Ohne Rückhalt aus der Mannschaft wird das schwer.
Das war’s! Nach dem WM-Desaster gegen Tschechien hat Patrik Schick (30) seine Karriere in der Nationalmannschaft beendet.
Warum der Bayer-04-Leverkusen-Stürmer diese Entscheidung traf, lest Ihr hier: "Offiziell: Bayer-Star beendet Karriere in Nationalmannschaft".
Mit einem knappen 2:1 gegen Deutschland sicherte Ecuador erstmals seit 2006 wieder den Sprung in die K.-o.-Phase. Präsident Daniel Noboa (38) reagierte prompt und erklärte den Freitag zum Feiertag.
"Danke an Spieler und Trainer, die trotz Kritik, Beleidigungen und schwieriger Zeiten zurückgekommen sind und dem ganzen Land große Freude bereitet haben", schrieb der Präsident auf X. Danach stellte er klar: "Morgen ist Feiertag!"
Anthony Elanga (24) sorgte mit seinem Tor zum 1:1 gegen Japan für Schwedens Weiterkommen. Trotzdem wirkte er nach dem Spiel enttäuscht.
Elanga dachte zunächst fälschlicherweise, dass ein Punkt nicht fürs Weiterkommen reichen würde und zeigte sich niedergeschlagen. Erst seine Teamkollegen klärten das Missverständnis auf.
"Ich wusste nicht, dass ein Remis genügt", erklärte der Newcastle-United-Angreifer später. Seine Kollegen gaben an, alle möglichen Szenarien vor dem Spiel besprochen zu haben – nur Elanga habe offenbar nicht zugehört.
Mit dem Abschluss einiger Gruppenfinalspiele stehen auch die ersten Sechzehntelfinalpaarungen fest:
Südafrika – Kanada (Sonntag, 21 Uhr)
Brasilien – Japan (Montag, 19 Uhr)
Niederlande – Marokko (Dienstag, 3 Uhr)
USA – Bosnien-Herzegowina (Donnerstag, 2 Uhr)
Die Niederlande, Japan, Schweden und Australien haben sich für die K.-o.-Runde qualifiziert.
Die Ergebnisse der Nacht:
Gruppe D
Türkei – USA 3:2 (2:1)
Schiedsrichter: Mustapha Ghorbal (Algerien), Zuschauer: 70.492 (ausverkauft)
Tore: 0:1 Trusty (3.), 1:1 Güler (10.), 2:1 Kökcü (31.), 2:2 Berhalter (49.), 3:2 Ayhan (90.+8)
Paraguay – Australien 0:0
Schiedsrichter: Clement Turpin (Frankreich), Zuschauer: 68.827 (ausverkauft)
Gruppe E
Curaçao – Elfenbeinküste 0:2 (0:1)
Schiedsrichter: Glenn Nyberg (Schweden), Zuschauer: 68.324
Tore: 0:1 Pépé (7., 64.)
Ecuador – Deutschland 2:1 (1:1)
Gruppe F
Japan – Schweden 1:1 (0:0)
Schiedsrichter: Ivan Barton (El Salvador), Zuschauer: 70.137
Tore: 1:0 Maeda (56.), 1:1 Elanga (62.)
Tunesien – Niederlande 1:3 (0:2)
Schiedsrichterin: Katia Garcia (Mexiko), Zuschauer: 68.391
Tore: 0:1 Skhiri (3./Eigentor), 0:2 Brobbey (7.), 1:2 Mastouri (54.), 1:3 van Hecke (62.)
Die schwedische Nationalmannschaft zeigte sich überrascht, als sie ihr Trainingsgelände in Frisco sahen. "Ich dachte nur: 'Was ist hier passiert?'", sagte Mittelfeldspieler Besfort Zeneli bei "Aftenposten". "Soweit ich weiß, gab es keinen Sturm."
Tatsächlich wurden Bauarbeiten am Stadion durchgeführt. "Sie wollten etwas abreißen, aber es sieht aus, als wäre es in die falsche Richtung gefallen", erläuterte Manager Stefan Pettersson (63). Zum Glück wurde niemand verletzt.
Ein Teil der Tribüne stürzte auf die provisorische Presseplattform, die für die WM-Berichterstattung aufgebaut worden war. Die Vorbereitung auf das letzte Gruppenspiel gegen Japan (Freitag, 1 Uhr) blieb davon unberührt.
Vor dem letzten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Ecuador am Donnerstagabend (22 Uhr in New York) hatte sich Bundestrainer Julian Nagelsmann dagegen entschieden, Joker Deniz Undav von Beginn an aufzustellen.
Wie Nagelsmann mehrfach betonte, soll sich die Mannschaft weiter einspielen, daher werden nur notwendige Veränderungen vorgenommen. "Wir haben zwei Spiele absolviert, jetzt wird diskutiert, wie viel wir wechseln. Wir bereiten uns auf die K.-o.-Phase vor", erläuterte der Bundestrainer vor dem Spiel.
Antonio Rüdiger ersetzt Nico Schlotterbeck (ausgefallen mit Bänderriss im Sprunggelenk) in der Innenverteidigung, David Raum spielt auf der linken Abwehrseite für Nathaniel Brown, der mit Muskelproblemen im Adduktorenbereich pausieren muss.
Undav zeigt sich mit seiner Rolle zufrieden: "Wenn ich unzufrieden wäre, wäre ich nicht hier. Jeder kennt seine Aufgabe: Ich kam zweimal von der Bank und wir haben gewonnen. Wichtig ist, dass wir als Team so weit wie möglich kommen", so der VfB-Stürmer.
In der vergangenen Nacht fanden mehrere entscheidende Gruppenspiele statt, die einige Überraschungen bereithielten. Südafrika sicherte sich mit einem 1:0 gegen Südkorea den Einzug ins Sechzehntelfinale, die Schweiz schlug Kanada, und Bosnien-Herzegowina bewahrte mit einem 3:1 gegen Katar seine Chancen.
Hier eine Übersicht:
Gruppe A
Tschechien – Mexiko 0:3 (0:0)
Schiedsrichter: Yael Falcón (Argentinien), Zuschauer: 80.824
Tore: 0:1 M. Chávez (55.), 0:2 Quinones (61.), 0:3 Fidalgo (90.+4)
Südafrika – Südkorea 1:0 (0:0)
Schiedsrichter: Facundo Tello (Argentinien), Zuschauer: 51.243
Tor: 1:0 Maseko (63.)
Gruppe B
Schweiz – Kanada 2:1 (0:0)
Schiedsrichter: Ramon Abatti (Brasilien), Zuschauer: 52.497 (ausverkauft)
Tore: 1:0 R. Vargas (46.), 2:0 Manzambi (57.), 2:1 P. David (76.)
Bosnien-Herzegowina – Katar 3:1 (2:1)
Schiedsrichter: Jesús Valenzuela (Venezuela), Zuschauer: 66.925
Tore: 1:0 Alajbegovic (29.), 2:0 Eigentor Al-Brake (34.), 2:1 Al-Haydos (42.), 3:1 Mahmic (80.)
Im Spiel um den Verbleib in der WM bewahrte Bosnien-Herzegowina die Nerven und beendete die Gruppenphase mit dem Sieg gegen Katar. Die ersten 45 Minuten waren besonders unterhaltsam, die zweite Halbzeit verlief ruhiger.
Derweil hatte die Schweiz in einem intensiven Spiel gegen Kanada die Nase vorn und sicherte sich den ersten Platz in Gruppe B.
Beim Abschlusstraining vor dem letzten Spiel gegen Ecuador musste das DFB-Team auf Nathaniel Brown verzichten, der nur eine individuelle Laufeinheit absolvierte. Er leidet an Adduktorenproblemen und wird wohl auch gegen Ecuador pausieren. David Raum wird ihn auf der linken Verteidigerposition vertreten und damit sein erstes WM-Startelfspiel bestreiten.
Ob Browns Verletzung nur eine kurze Pause bedeutet oder länger dauert, ist noch offen. Bundestrainer Nagelsmann wird voraussichtlich auf der Pressekonferenz dazu Stellung nehmen.
Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg (57) rät, die Startelf gegen Ecuador nicht wesentlich zu verändern – trotz des fehlenden Drucks. "Nagelsmann darf auf keinen Fall zu viele Veränderungen vornehmen oder eine komplett neue Mannschaft aufstellen – das könnte die Harmonie zerstören", sagte Effenberg gegenüber t-online.
Besonders hält er an den bisher viel diskutierten Spielern Manuel Neuer und Deniz Undav fest: "Ich halte nichts davon, jetzt beispielsweise Oliver Baumann für Neuer oder Undav von Beginn an aufzustellen, nur weil es gegen Ecuador vermeintlich um nichts geht."
Die WM läuft bereits auf Hochtouren, doch die FIFA plant offenbar noch Veränderungen an den Elfmeterschießen in der K.-o.-Runde. Laut The Athletic soll der Ablauf angepasst werden.
Derzeit wirft der Schiedsrichter zwei Münzen: eine für die Seitenwahl, eine für die Schussreihenfolge. Zukünftig soll nur noch ein Münzwurf erfolgen, dessen Sieger sich dann für Seitenwahl oder Reihenfolge entscheidet, um zu vermeiden, dass ein Team beide Entscheidungen trifft.
Der Vorschlag liegt derzeit beim International Football Association Board (IFAB). Für eine Umsetzung im laufenden Turnier müsste die Entscheidung vor Beginn der K.-o.-Phase am 28. Juni fallen.
Nach dem 5:0-Erfolg Portugals gegen Usbekistan erlebten die Fans ein torloses Remis zwischen England und Ghana. Kroatien gewann knapp 1:0 gegen Panama, Kolumbien holte ebenfalls drei Punkte gegen die Demokratische Republik Kongo (1:0).
Die Ergebnisse der Nacht im Überblick:
Kolumbien – DR Kongo 1:0 (0:0)
Schiedsrichter: Maurizio Mariani (Italien), Zuschauer: 45.358 (Guadalajara)
Tor: 1:0 Muñoz (76.)
Panama – Kroatien 0:1 (0:0)
Schiedsrichter: Pierre Atcho (Gabun), Zuschauer: 43.036 (Toronto)
Tor: 0:1 Budimir (54.)
England – Ghana 0:0
Schiedsrichter: Héctor Said Martínez Sorto (Honduras), Zuschauer: 63.983 (Boston)
Ein trauriger Moment überschattet die WM: Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps (57) muss wegen des Todes seiner Mutter vorübergehend in die Heimat zurückkehren.
Der französische Verband FFF bestätigte, dass Deschamps die Beerdigung seiner Mutter wahrnehmen wird und in den kommenden Tagen von seinem Assistenten Guy Stéphan vertreten wird. Auch beim letzten Gruppenspiel gegen Norwegen wird er fehlen.
Die portugiesische Mannschaft zeigte nach dem enttäuschenden Unentschieden gegen Kongo eine starke Reaktion und gewann gegen Usbekistan verdient mit 5:0.
Cristiano Ronaldo eröffnete das Spiel bereits nach fünf Minuten und brach dabei mehrere Rekorde: Er ist der erste Spieler, der bei sechs verschiedenen Weltmeisterschaften trifft, und überholte mit seinem zehnten WM-Tor den portugiesischen Legenden Eusebio.
Portugal dominierte die Partie und baute die Führung durch Tore von Nuno Mendes (Freistoß), Ronaldo und einem Eigentor der Usbeken aus. Den Schlusspunkt setzte Joker Rafael Leão zum 5:0-Endstand.
Portugal – Usbekistan 5:0 (3:0)
Gelbe Karten: Veiga (Portugal), Khamrobekov (Usbekistan)
Obwohl Nico Schlotterbeck (26) für die WM ausfällt, bleibt der Dortmunder weiterhin Teil der Mannschaft. Nach seiner Verletzung im Spiel gegen die Elfenbeinküste mit einem Bänderriss im linken Sprunggelenk wird er das Team unterstützen und die Mannschaft mit anführen, erklärte DFB-Sportdirektor Rudi Völler.
Ein tragisches Ereignis ereignete sich beim Public Viewing in Amman, der Hauptstadt Jordaniens: Eine Person kam infolge eines Gedränges auf dem Haschemitischen Platz ums Leben. Acht weitere wurden verletzt, ihr Zustand reicht von stabil bis mittelschwer, teilte das Innenministerium mit.
Algerien drehte spät ein 0:1 gegen Jordanien und gewann am Ende mit 2:1, womit das WM-Aus Jordaniens besiegelt ist.
Frankreich gewann in einem von Regen und Unwetter geprägten Spiel 3:0 gegen den Irak. Kylian Mbappé erzielte zwei Tore, der Ex-Dortmunder Ousmane Dembélé traf ebenfalls.
Norwegen gewann 3:2 gegen Senegal, wobei Superstar Erling Haaland doppelt traf. Beide Teams sind sicher für die K.-o.-Runde qualifiziert.
Mit einem herausragenden Auftritt führte Lionel Messi Argentinien mit einem Hattrick in die K.-o.-Phase und überholte Miroslav Klose als alleiniger WM-Rekordtorschütze.
Gegen die Elfenbeinküste lag Deutschland zunächst zurück, doch Joker Deniz Undav wendete mit zwei Toren das Spiel und sicherte den 2:1-Sieg.
Nach dieser Leistung stellt sich die Frage, ob Undav einen festen Platz in der Startelf verdient hat. Marcel Reif (76) äußerte sich dazu: "Wenn jemand als Einwechselspieler so performt, dann...".
Die WM zeigt sich bisher hart: Nach 40 von 104 Spielen wurde bereits achtmal ein Spieler des Feldes verwiesen – doppelt so viele wie bei der WM in Katar.
Der bisherige Rekord stammt aus 2006 mit 64 Spielen, bei der aktuellen XXL-WM kommen noch 40 weitere hinzu.
Für Deutschland gibt es eine traurige Nachricht: Innenverteidiger Nico Schlotterbeck fällt für den Rest des Turniers aus. Wie Bild und Sky berichteten, zog er sich gegen die Elfenbeinküste einen Bänderriss im linken Sprunggelenk zu und fällt mindestens acht Wochen aus.
Bundestrainer Julian Nagelsmann kann keinen weiteren Spieler als Ersatz nachnominieren, die Mannschaft muss damit mit nur vier nominellen Innenverteidigern auskommen.
In der Gruppe G holte Ägypten nach drei Unentschieden den ersten Sieg – mit 3:1 gegen Neuseeland. Die Kiwis erzielten früh die Führung, konnten diese aber nicht halten.
Die nächste Sensation: Kap Verde erkämpfte sich ein 2:2 gegen Uruguay und hält sich so die Chance aufs Weiterkommen offen. Dabei führte der WM-Neuling sogar, doch Uruguay drehte das Spiel. Am Ende sicherte ein Fehler des uruguayischen Torwarts Fernando Muslera den Ausgleich für Kap Verde.
Belgien bleibt weiterhin sieglos und erreichte gegen den Iran nur ein 0:0. Ein Tor des Iran wurde wegen Abseits aberkannt, und Belgien spielte nach einer Notbremse lange in Unterzahl.
Weitere Ergebnisse:
Uruguay – Kap Verde 2:2 (2:1)
Tore: 0:1 K. Pina (21.), 1:1 M. Araújo (44.), 2:1 Canobbio (45.+6), 2:2 H. Varela (61.)
Belgien – Iran 0:0
Rote Karte: Ngoy (Belgien, 66.)
Spanien enttäuschte mit einem 0:0 gegen Kap Verde. Besonders Stürmer Mikel Oyarzabal stellte einen unrühmlichen Rekord auf: Er ist laut "Opta" der erste Spieler seit Beginn der Datenerfassung 1966, der in den ersten 30 Minuten als Startelfspieler keinen einzigen Ballkontakt hatte.
Vier Unentschieden hintereinander – ein seltenes Ereignis bei einer WM, zuletzt vor fast 70 Jahren.
Nach dem 1:5-Debakel gegen Schweden entließ Tunesien seinen Nationaltrainer Sabri Lamouchi (54). Hervé Renard (57) übernimmt nun das Amt.
Die iranische Mannschaft droht mit Spielabbrüchen, sollten auf den Tribünen politische Parolen oder falsche Flaggen gezeigt werden.
Der somalische Schiedsrichter Omar Artan (34) durfte trotz gültigem Visum nicht in die USA einreisen. Die US-Behörden verweigerten die Einreise wegen angeblicher Verbindungen zu terroristischen Organisationen. Die FIFA bestätigte, dass Artan daher nicht bei der WM pfeifen kann.
Die englische Nationalmannschaft bereitet sich in Florida vor, wurde aber von einem Erdbeben der Stärke 6,1 erschüttert – das stärkste in der Region seit 1880.
Zum Abschluss: Die WM 2026 ist gestartet! Die Eröffnungsfeier im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt wurde von Shakira und Burna Boy mit dem WM-Song "Dai Dai" gestaltet. Das Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika läuft – mit großer Vorfreude auf ein spannendes Turnier.