Zuerst geholfen, dann im Stich gelassen! Große Aufregung um diese Szene bei der WM
Miami (USA) – Für Aufsehen sorgt diese Szene! Beim überraschenden 2:2-Unentschieden zwischen Kap Verde und Uruguay zeigte Federico Viñas (27) von Uruguay zunächst Fairness, indem er seinem krampfgeplagten Gegenspieler Telmo Arcanjo (25) half. Kurz darauf ließ er den offensiven Mittelfeldspieler jedoch einfach liegen.
Obwohl seine Mannschaft mit 0:1 im Rückstand war und das Spiel noch lief, blieb Viñas bei Arcanjo stehen und dehnte dessen rechtes Bein.
Plötzlich ergab sich für Uruguay eine vielversprechende Angriffsmöglichkeit – daraufhin ließ Viñas das Bein seines Kontrahenten fallen und sprintete in den Strafraum!
Zwar konnte er den Ball selbst nicht mehr erreichen, doch Maxi Araujo (26) verwertete den Angriff zum Ausgleich. Die Entrüstung bei Kap Verde war groß, da keine Spielunterbrechung wegen der Verletzung erfolgte. Es kam zu heftigen Protesten, auch wenn das Team zuvor die Möglichkeit gehabt hätte, den Ball ins Aus zu spielen.
Viñas erklärte seine Handlung im Anschluss: „Mein Gegner brauchte meine Hilfe, aber mein Team war noch wichtiger.“
Nur etwa fünf Minuten später erzielte La Celeste den Führungstreffer und drehte das Spiel noch vor der Halbzeitpause. Kap Verde konnte in der zweiten Halbzeit durch einen Treffer von Helio Varela (24) jedoch nochmals ausgleichen.
Obwohl Kap Verde damit bereits zum zweiten Mal bei diesem Großereignis unentschieden spielte, zeigte sich Trainer Bubista (56) nach Abpfiff sichtlich verärgert.
„Ich war verärgert über diese Szene“, äußerte der 56-Jährige. „Marcelo Bielsa [Uruguays Trainer, Anm. d. Red.] vermittelt uns in jeder Pressekonferenz und bei jedem Spiel, was Fairplay bedeutet. Von ihm haben wir alle gelernt, wie man sich fair verhält.“
2019 wurde Bielsa als damaliger Coach von Leeds United mit dem FIFA-Fairplay-Preis ausgezeichnet, nachdem er seine Mannschaft angewiesen hatte, ein Tor gegen Aston Villa zuzulassen, weil zuvor ein gegnerischer Spieler verletzt am Boden lag. Gegen Kap Verde zeigte sich der 70-Jährige jedoch wortkarg.
Ob Arcanjo im letzten Gruppenspiel gegen Saudi-Arabien einsatzfähig sein wird, steht noch nicht fest. Nach seiner Begegnung mit Viñas humpelte der 25-Jährige zunächst weiter, musste jedoch behandelt werden und wurde zur Halbzeit ausgewechselt.