zurück

Nordrhein-Westfalen strebt Weltrekord an: So wirbt die Region um die Olympischen Spiele

Von Jana Glose

Gelsenkirchen – Etwa vier Wochen vor der Entscheidung über den deutschen Kandidaten für die Olympischen Spiele setzt Nordrhein-Westfalen im Wettbewerb um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele auf neue Rekordzahlen.

„Mit KölnRheinRuhr würden die bislang größten Spiele aller Zeiten veranstaltet. 17,6 Millionen Eintrittskarten – das sind rund dreieinhalb Millionen mehr als bei den ursprünglichen Planungen und mehr als je zuvor bei Olympischen und Paralympischen Spielen“, erklärte Ministerpräsident Hendrik Wüst (51, CDU).

„Das ist ein Weltrekord. Kein anderer Bewerber, auch international, erreicht solche Zahlen. Damit liegt KölnRheinRuhr deutlich vor Paris 2024, Los Angeles 2028 oder London 2012“, unterstrich der CDU-Politiker am Rande eines Termins auf Schalke, wo im Falle einer erfolgreichen Bewerbung die Schwimmwettbewerbe vor bis zu 60.000 Zuschauern stattfinden sollen.

Für die Sommerspiele in Los Angeles sind derzeit 14 Millionen verfügbare Tickets vorgesehen, während bei den Spielen in Paris vor zwei Jahren 12,8 Millionen Eintrittskarten angeboten wurden.

Die erhöhten Ticketzahlen in NRW resultieren aus Änderungen am Austragungskonzept. So sollen die Wasserball-Wettkämpfe künftig im Landschaftspark Duisburg-Nord und nicht in Wuppertal stattfinden.

Die Box-Finalkämpfe sind im Ruhrstadion in Bochum geplant, wo etwa 20.000 Besucher erwartet werden.

Alle Fußball-Endspiele sollen im Dortmunder Stadion vor 70.000 Fans ausgetragen werden, während die entscheidenden Hockey-Partien im Borussia-Park in Mönchengladbach mit einer Kapazität von 50.000 Plätzen stattfinden sollen.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird am 26. September die Entscheidung über den deutschen Bewerber fällen. Dabei geht es um die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Neben der Region Rhein-Ruhr mit Köln als führender Stadt sind auch München und Berlin im Rennen.

Hamburg hatte sich nach einem negativen Bürgerentscheid aus dem Wettbewerb zurückgezogen.

In München und NRW haben Bürgerentscheide die Zustimmung der Bevölkerung zu Olympia bestätigt, während Berlin einen entsprechenden Beschluss im Abgeordnetenhaus gefasst hat.