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Wiedersehen mit dem alten Verein: So erlebte Dynamo-Neuzugang Straudi das Testspiel gegen Energie Cottbus

Dresden – Zwischen Dynamo Dresden und Energie Cottbus gab es rund um Straudis Wechsel einige Meinungsverschiedenheiten. Claus-Dieter Wollitz (61) warf seinem früheren Schützling Wortbruch vor, woraufhin dieser eine abweichende Darstellung lieferte. „Schwamm drüber“, betonte nun Simon Straudi (27).

„Alle waren freundlich zu mir, es gab keinerlei Ausnahmen“, berichtete Dynamos Rechtsverteidiger nach dem zweiten von zwei jeweils 90 Minuten dauernden Testspielen gegen seinen ehemaligen Verein. Selbst mit Wollitz habe er sich noch die Hand gegeben. „Da ist nichts hängen geblieben. Ich bin nicht nachtragend, und ich glaube, er auch nicht – also alles in Ordnung. Es war schön, alle wiederzutreffen. Es hat richtig Spaß gemacht.“

Deshalb kam es nach dem Spiel auch zu einem gemeinsamen Abendessen mit den früheren Teamkollegen. Sicherlich war dabei auch der 2:1-Erfolg Dresdens im zweiten Testspiel mit Straudi ein Gesprächsthema.

„Das war sehr wichtig. Man spielt schließlich jedes Match, um als Sieger vom Platz zu gehen. Wenn du zurückliegst, ist das nicht ideal. Aber es zeigt die Moral, dass man sich nochmal reinhängt. Gut, dass wir das Spiel noch drehen konnten“, erklärte der 27-Jährige.

Ein deutliches Signal, denn Straudi und die anderen zehn Akteure in der Startelf des zweiten Tests kämpfen um einen Einsatz beim Zweitliga-Auftakt in Nürnberg in zwei Wochen.

„Das Ergebnis ist eher zweitrangig“, sagte Straudi. Er sei überzeugt, „dass der Trainer vor allem die gezeigte Leistung bewertet. Die zählt am Ende. Schön, dass wir gewonnen haben, aber ich glaube nicht, dass das Ergebnis entscheidend dafür ist, wer spielen wird.“

Dennoch heißt es jetzt, Vollgas zu geben – auch bei Temperaturen über 30 Grad. „Wirklich angenehme 20 Grad mit Wolken wären schöner, aber nächste Woche wird es nicht besser. Das gehört zum Sommer dazu, damit muss man klarkommen, auch wenn es anspruchsvoll ist. Der Gegner hat es ja genauso“, weiß der Italiener.

In den verbleibenden zwei Wochen bleibt noch ausreichend Zeit, sich für den Einsatz in der neuen Saison zu empfehlen. Straudi begrüßt das.

„Ich denke schon, dass noch einiges an Arbeit vor uns liegt, das hat man heute [Samstag, Anm. d. Red.] gesehen. In Cottbus werden sicherlich noch einige Punkte angesprochen, wie mir mitgeteilt wurde.“