Darum erhielt Lok Leipzigs Trainer Ziegner tatsächlich die Rote Karte: „Wagte es nicht, etwas zu sagen“
Leipzig – Für Aufsehen sorgte der Mittwochabend im Bruno-Plache-Stadion! Nach einer katastrophalen ersten Halbzeit gegen den BFC Dynamo meldete sich Lok Leipzig nach dem Seitenwechsel eindrucksvoll zurück und erkämpfte noch ein 2:2-Unentschieden. In den letzten Minuten wurde es turbulent – inklusive einer Roten Karte für Trainer Torsten Ziegner (48).
Was genau war geschehen? In der 89. Spielminute gerieten Loks Dorian Cevis (25) und Berlins Valdemar Sadrifar (25) am Spielfeldrand heftig aneinander. Der Spieler aus der Hauptstadt setzte sogar einen Kopfstoß ein, wodurch Cevis zu Boden ging.
Für Ziegner stand fest, dass dieser Vorfall mit einer Platzverweisung geahndet werden müsste. Schiedsrichter Marcel Riemer (40) beließ es jedoch lediglich bei einer Verwarnung. Die TV-Bilder deuten darauf hin, dass der Lok-Coach durch seine heftigen Proteste die Rote Karte erhielt.
Im Nachgang erklärte Ziegner bei „OstSportTV“ die Situation: „Der Schiedsrichter hat mir heute gesagt, dass das Verlassen der Coaching-Zone eine Rote Karte nach sich zieht. Ich habe diese Zone tatsächlich verlassen, um mich der Situation zu nähern, bei der Dorian Cevis den Kopfstoß abbekam, und habe mich darüber beschwert.“
Warum der BFC-Spieler letztlich keine Rote Karte bekam, konnte Ziegner nicht nachvollziehen – zumal ein Linienrichter direkt neben dem Vorfall stand.
Der Trainer ergänzte: „Der Linienrichter war unmittelbar daneben, hat sich aber wohl nicht getraut, etwas zu sagen. Danach kam der Schiedsrichter zu mir und erklärte, dass ich die Rote Karte erhalten habe, weil ich meine Coaching-Zone verlassen habe. Ich dachte immer, das gilt nur, wenn man das Spielfeld betritt.“
Das bedeutet für Ziegner, dass er beim schwierigen Auswärtsspiel am kommenden Sonntag bei Carl Zeiss Jena nicht an der Seitenlinie stehen wird. Solange seine Mannschaft wieder in die Spur findet und drei Punkte einfahren kann, dürfte ihm das wenig ausmachen.
Doppeltorschütze Djamal Ziane (34) äußerte sich so: „Ich möchte mich jetzt nur auf die zweite Halbzeit konzentrieren. Das müssen wir mit nach Jena nehmen. Die erste Hälfte war völliger Murks.“
Regionalliga Nordost Tabelle
Der diesjährige Meister der Regionalliga Nordost steigt direkt in die 3. Liga auf.