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Darum setzen Wirtz und Co. jetzt auf den roten Saft

Liverpool (England) – Voller Energie! Am Mittwochabend zeigte Florian Wirtz (23) mit seinem FC Liverpool eine beeindruckende Leistung und fegte den österreichischen Klub LASK in der Champions League mit einem klaren 6:3-Erfolg vom Platz. Unterstützt wurde der DFB-Spieler dabei offenbar auch von einem neuen Trendgetränk, das im Fußball immer beliebter wird.

Vor allem auf der britischen Insel zeichnet sich ein Trend ab: In den letzten Wochen ließ sich der deutsche Spielmacher sowie weitere Premier-League-Profis häufig mit einem dunkelroten Saft auf der Ersatzbank beobachten.

Keine Sorge, der Nationalspieler hat sich nicht in einen Vampir verwandelt und die „Reds“ verfolgen auch keine strikt vereinsgebundene Getränkewahl. Bei dem Getränk handelt es sich um Kirschsaft.

Allerdings ist dies kein gewöhnlicher Kirschsaft. Bereits 2010 entdeckten Wissenschaftler der Northumbria University in Newcastle, dass besonders die französische Montmorency-Sauerkirsche eine positive Wirkung gegen sogenannten „oxidativen Stress“ in den Muskeln besitzt. Vereinfacht gesagt bedeutet das: Der Saft dieser Kirschsorte kann Muskelkater lindern.

Gerade bei dem dichten Spielplan der englischen Vereine ist eine schnelle Erholung von großer Bedeutung, weshalb immer mehr Premier-League-Klubs auf dieses Getränk setzen.

Wie „The Athletic“ berichtet, beschäftigen sich mittlerweile nicht nur Chelsea, Manchester City und Manchester United, sondern auch Mannschaften aus Spanien und den Niederlanden mit der Integration von Kirschsaft in die Ernährungspläne ihrer Profis.

Neu ist diese Anwendung allerdings nicht: Im Radsport wird der dunkelrote Saft schon seit Jahren genutzt. Da auch dort eine rasche Regeneration zwischen den Etappen entscheidend ist, sieht man Radfahrer oft mit rötlich getränkten Trikots ins Ziel kommen.

Das Problem der Kleckerei könnte bald der Vergangenheit angehören. Der niederländische Hersteller „Amacx“ hat gemeinsam mit mehreren Fußballvereinen Kirsch-Gummis entwickelt, wie Geschäftsführer Gino Vierhouten erklärt.

Einige Spieler hatten sich nämlich darüber beklagt, dass sie nach dem Spiel – oft spät in der Nacht – noch große Mengen trinken müssten und dadurch häufig auf die Toilette müssten.

„Im Radsport ist man nach dem Rennen stark dehydriert, doch im Fußball, wenn man nach 60 oder 70 Minuten ausgewechselt wird, ist es nicht notwendig, einen halben Liter Regenerationsshake oder Kirschsaft zu trinken“, so Vierhouten. „Zudem enthalten Sauerkirschen natürlich Melatonin, was das Einschlafen erleichtert und die Schlafqualität verbessert.“