zurück

Nach Ausschreitungen beim Pokalspiel in Mannheim: Ermittlungen gegen Polizisten eingeleitet

Von Kristina Puck

Mannheim – Im Anschluss an die Tumulte beim DFB-Pokal-Derby zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern (0:1 nach Verlängerung) hat die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen einen Polizisten gestartet.

Es werde nun "wegen des Verdachts auf versuchte gefährliche Körperverletzung im Amt sowie eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz" ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft Mannheim der Deutschen Presse-Agentur mit. Zuvor hatte die Rhein-Neckar-Zeitung über das Verfahren berichtet.

Die Polizei bestätigte am Dienstag, dass gegen einen ihrer Beamten Ermittlungen laufen, nachdem entsprechende Medienberichte veröffentlicht wurden.

Auf Videoaufnahmen sei eine Person in schwarzer Bekleidung und Helm zu erkennen, die einen brennenden Gegenstand vom Spielfeld aufhebt und in Richtung einer Tribüne zurückwirft. Ob dabei jemand verletzt wurde, ist bislang nicht bekannt.

Vorher hatten Anhänger beider Mannschaften aus ihren Zuschauerblöcken Pyrotechnik teilweise auf das Spielfeld geworfen. Das Spiel am 21. August stand aufgrund der zahlreichen Ausschreitungen kurz vor einem Abbruch.

Bei dem Südwest-Duell waren etwa 1400 Polizisten im Einsatz, von denen 35 verletzt wurden. Zusätzlich mussten 85 Zuschauer medizinisch versorgt werden; acht von ihnen wurden zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht.