Streit nach dramatischem Finale: VfL Lübeck-Schwartau erhebt Einspruch nach Leipzig-Krimi
Leipzig – Der knappe 33:32-Sieg des SC DHfK Leipzig gegen den VfL Lübeck-Schwartau könnte juristische Konsequenzen nach sich ziehen. Der Zweitliga-Handballclub aus dem Norden hat offiziell Protest gegen das Ergebnis eingelegt und fordert eine Wiederholung der Begegnung.
Grund für den Unmut der Lübecker sind die hektischen letzten 16 Sekunden vor dem Abpfiff. Zu diesem Zeitpunkt führten die Grün-Weißen mit 33:32, hatten den Ballbesitz, nahmen ihren Torhüter vom Feld und ersetzten ihn durch einen siebten Feldspieler.
Nach einem Fehlpass eroberte Lübecks Spieler Nickelsen den Ball und passte zu Hagedorn. Doch bevor dieser auf das verwaiste Leipziger Tor werfen konnte, wurde er von Voß gestoppt.
Als Schwartaus Heinemann den frei liegenden Ball aufnehmen wollte, blockierte Leipzigs Kapitän Bombac ihn bei der schnellen Spielausführung.
Die Schiedsrichter ließen die Hallenuhr weiterlaufen und entschieden schließlich auf direkten Freiwurf. Nach kurzer Unterbrechung bestätigten die Unparteiischen ihre Entscheidung, doch Leipzigs Torhüter Suljakovic parierte den Wurf.
Aus Sicht der Lübecker wurde das Spiel in der letzten Minute durch einen Regelverstoß maßgeblich beeinflusst. Daher haben sie beim Bundessportgericht die Annullierung des Ergebnisses sowie eine Neuansetzung beantragt.
Sie sind der Meinung, dass ein Siebenmeter sowie eine Rote Karte gegen Voß hätte verhängt werden müssen. Auch die Verzögerungstaktik von Bombac sei nicht regelkonform gewesen und hätte geahndet werden müssen.
"Wir haben die nächsten Verfahrensschritte eingeleitet und unseren Einspruch gemeinsam mit unserem Rechtsbeistand bekräftigt", erklärt VfL-Geschäftsführer Martin Murawski.
Die Leipziger erklärten am Mittwoch: "Der SC DHfK Leipzig geht davon aus, dass das Ergebnis Bestand hat und wird über den weiteren Verlauf des Verfahrens informieren."