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Zweitligist untersagt den Fans das Hüpfen – doch warum?

Bochum – Das Ruhrstadion steht vor umfangreichen Renovierungsarbeiten! Die Heimstätte des Fußball-Zweitligisten VfL Bochum soll modernisiert und anschließend in neuem Glanz erstrahlen. Für die Anhänger gibt es dabei jedoch einen kleinen, aber bedeutenden Nachteil.

In der Ostkurve ist es vorerst nicht mehr gestattet, gemeinsam zu hüpfen. Wie der Verein am Mittwoch mitteilte, wurde dort ein Hüpfverbot erlassen, das bis auf Weiteres gilt. Diese Maßnahme wurde offiziell per Ordnungsverfügung verfügt.

Grund für diese Entscheidung sind Untersuchungen, die im Rahmen der geplanten Sanierung des Stadions an der Castroper Straße durchgeführt wurden.

Ein beauftragtes Ingenieurbüro analysierte das „Schwingungsverhalten der Stehstufenelemente“ und stellte fest, dass die Struktur bei gleichzeitigen Bewegungen zahlreicher Fans verstärkt in Schwingungen gerät.

Besonders gemeinsames Hüpfen und Springen kann laut Verein einen „Unwohlsein-Effekt“ hervorrufen, der vor allem unerfahrene Stadionbesucher betrifft.

Obwohl das Gutachten keine Mängel an der Stabilität der Tribüne feststellt, könne es durch synchronisierte Bewegungen vieler Menschen, wie rhythmisches Hüpfen oder Springen, zum sogenannten „Trampolineffekt“ kommen. Dies könne wiederum zu einem „Unwohlsein-Effekt“ führen.

Trotz des Verbots wird die Ostkurve am kommenden Sonntag beim Spiel gegen Arminia Bielefeld nach Angaben des Klubs komplett ausgelastet sein.

Der gesamte Stehplatzbereich steht den Fans weiterhin zur Verfügung, allerdings sind koordinierte Sprungaktionen untersagt.

Sollte sich das Verbot als nicht durchsetzbar erweisen, könnte im schlimmsten Fall die gesamte Tribüne gesperrt werden. Dann müssten bis zu 10.000 VfL-Anhänger vor dem Stadion bleiben.

Tabelle der 2. Bundesliga

Die Rangliste der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Ende der Saison wird Zweitliga-Meister und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Das gilt ebenso für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte spielt in einer Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg beziehungsweise den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.