Verträge laufen aus: Bleibt das Erfolgsduo beim FSV Zwickau erhalten?
Zwickau – Kann der FSV Zwickau zum Saisonende noch einmal Anschluss ans obere Tabellendrittel finden, oder wird diese Spielzeit zum erwarteten harten Prüfstein? Nach dem Auswärtsspiel am Freitag gegen das aktuell zweitstärkste Team der Regionalliga Nordost neben dem Chemnitzer FC werden die Verantwortlichen an der Stadionallee deutlich besser einschätzen können, wo die Mannschaft steht.
Falls die Schmitt-Elf gegen Rot-Weiß Erfurt eine deutliche Niederlage kassiert, wäre das angesichts des anschließenden Derbys gegen den Erzrivalen aus dem Schacht ein herber Schlag für die Nerven der Spieler und Fans.
Die Situation gestaltet sich schwierig, zumal die Schwäne momentan ohnehin nicht gerade vom Glück im Personalbereich verwöhnt sind.
Die Verletztenliste zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison und erschwert Rico Schmitt (58) seine Aufgabe erheblich. Auch Joshua Putze (31) gesellt sich mit einer Muskelverletzung zu den Ausfällen hinzu.
Trotz der anhaltenden Personalprobleme gilt es in den kommenden Wochen entscheidende Weichen zu stellen. Die Verträge von Trainer Schmitt und Sportdirektor Robin Lenk (42) laufen am Ende der Spielzeit aus.
Ein Blick auf Transfermarkt.de zeigt zudem, dass bei 16 Spielern ebenfalls die Verträge auslaufen – darunter wichtige Leistungsträger wie Lucas Hiemann (27), Sonny Ziemer (25) und eben auch Putze.
Wie sich die Westsachsen in dieser Saison präsentieren, könnte maßgeblichen Einfluss darauf haben, wer eine Vertragsverlängerung erhält.
Geschäftsführer André Beuchold ist im täglichen Austausch mit Robin Lenk. Dass sich beständige Leistungen auszahlen, bewies kürzlich die langfristige Vertragsverlängerung mit Daniel Haubner (27) bis zum Jahr 2030. Auch Fynn Seidel (22), der im Sommer von Chemie Leipzig kam, hat sehr gute Chancen, zeitnah ein Angebot zur Verlängerung über 2027 hinaus zu erhalten.
Und was ist mit Schmitt? Er hat aus dem scheinbaren Nichts im Jahr 2023 eine schlagkräftige Mannschaft geformt, die 2025 den vierten und 2026 den dritten Platz erreichte.
Selbst wenn die Westsachsen 2027 ein paar Positionen in der Tabelle verlieren sollten, weil sie weniger in den Kader investiert haben als die Konkurrenz, dürfte er für den Verein in Eckersbach weiterhin die beste Option sein – das ist den Verantwortlichen wohl bewusst.
Regionalliga Nordost – Tabelle
In dieser Saison steigt der Meister der Regionalliga Nordost direkt in die 3. Liga auf.