zurück

Verletzungsschock um DSC-Kapitänin Nestler! Teamkollegin Straube zeigt Mitgefühl

Dresden – Die zweite Niederlage im zweiten Saisonspiel bedeutet erneut eine 0:3-Pleite. „Wir stehen noch am Anfang“, meinte DSC-Zuspielerin Sarah Straube (24) nach der Heimniederlage gegen Stuttgart, fügte jedoch hinzu: „Natürlich hatten wir uns etwas anderes erhofft.“ Und zwar in vielerlei Hinsicht!

Zum einen war da der schockierende Ausfall der Libera Patricia Nestler (25). Beim Stand von 4:4 im ersten Satz zog sie sich eine Verletzung am rechten Knie zu. „Das ist wirklich bitter“, so Straube, die ihrer Freundin viel Mitgefühl entgegenbrachte: „Verletzungen sind immer schlimm, vor allem wenn man die Kapitänin und eine so wichtige Führungsspielerin verliert – das schmerzt besonders.“

Zum anderen spielt natürlich auch die sportliche Entwicklung eine Rolle, denn nach den Suhlerinnen im Supercup mussten sich die DSC-Damen nun auch gegen Stuttgart geschlagen geben.

Coach Alex Waibl (58) beschreibt die Lage so: „Man merkt, dass viele Spielerinnen noch ihre Rolle und Aufgabe innerhalb des Teams suchen.“ Verständlicherweise verschärft Nestlers Ausfall diese Situation nicht. Allerdings war die Libera-Position, die anschließend von Emilia Schaarschmidt (19) übernommen wurde, nicht das Hauptproblem.

„Für die Mittelblockerinnen ist es aktuell etwas schwieriger, da das Timing noch nicht ganz stimmt und nicht alles reibungslos läuft“, so der Trainer.

Noch weniger harmoniert dagegen der Außenangriff. Mackenzie Foley (24) ist von ihrer gewohnten Play-off-Leistung noch weit entfernt, und auch ihre drei Mitspielerinnen konnten noch nicht die erwarteten Leistungen abrufen. Waibl kommentiert: „Wir haben derzeit große Schwierigkeiten, über die Außenpositionen Punkte zu erzielen.“

Seine eigene Analyse lautet: „Wir schaffen es einfach nicht, uns für unsere Leistungen zu belohnen – so wie im zweiten Satz. Wie bereits in der vergangenen Woche hatten wir die Möglichkeit, mit einem 1:1 in die Satzpause zu gehen und dann mit voller Energie zurückzukommen. Stattdessen lagen wir plötzlich mit 0:2 hinten, ohne genau zu wissen warum.“

Für den Trainer sind insbesondere die Kombination aus „Fehlern zum ungünstigen Zeitpunkt“ und „Aussetzern in der Abwehr“ ausschlaggebend.

„Das müssen wir unbedingt verbessern, aber das lässt sich nicht mit ein paar Trainingseinheiten lösen. Das braucht Zeit, und wir müssen geduldig bleiben, um diese Entwicklung voranzutreiben.“

Ein Lichtblick ist allerdings schon sichtbar: Auf einer Position klappt es bereits sehr gut. Waibl lobt: „Unsere Diagonalangreiferinnen sind beide stark, und das Zusammenspiel funktioniert ausgezeichnet.“

Im Spiel gegen Stuttgart erzielte Maia Dvoracek 17 Punkte und war damit die erfolgreichste Punktesammlerin ihres Teams. Eine ähnliche Rolle nahm in Coburg Lena Kindermann (beide 27) ein.