Ironman-EM in Frankfurt verkürzt: Der Hitzekampf am Main
Von Jana Glose
Frankfurt am Main – Bei der aufgrund der hohen Temperaturen verkürzten Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt am Main verpassten die deutschen Triathleten deutlich einen Platz auf dem Podium.
Als bestplatzierter Athlet erreichte Jan Stratmann nach 3,8 Kilometern Schwimmen, 125 Kilometern Radfahren und einem abschließenden Halbmarathon über 21,1 Kilometer nach 4:57:35 Stunden als Zehnter das Ziel auf dem Römerberg.
Mit dieser Leistung sicherte sich der 30-Jährige einen von sechs Startplätzen bei der Ironman-Weltmeisterschaft im Oktober auf Hawaii, die in Frankfurt vergeben wurden.
Der EM-Titel ging an den favorisierten norwegischen Weltmeister Casper Stornes (29) mit einer Zeit von 4:50:23 Stunden. Auf den zweiten Platz kam sein Landsmann Gustav Iden (30) in 4:52:54 Stunden, gefolgt vom Spanier Antonio Benito Lopes (31) in 4:54:47 Stunden.
Neben den Profi-Triathleten gingen auch etwa 3000 Amateursportler aus 83 Nationen an den Start.
Wegen der erwarteten Temperaturen von deutlich über 30 Grad hatten die Organisatoren in Absprache mit der Stadt am Freitag beschlossen, die Wettkampfstrecken zu verkürzen.
So wurde die Radstrecke von 180 auf 125 Kilometer reduziert, der Marathonlauf über 42,195 Kilometer durch einen Halbmarathon ersetzt. Die Schwimmstrecke blieb mit 3,8 Kilometern unverändert. Das Schwimmen im 29 Grad warmen Langener Waldsee erfolgte ohne Neoprenanzüge.
„Diese Änderungen wurden eingeführt, um die Belastung durch die Hitze zu verringern und die Gesundheit der Sportlerinnen und Sportler zu schützen“, erklärte der Veranstalter.
Zusätzlich wurden zahlreiche Maßnahmen zum Schutz vor der Hitze umgesetzt. Dazu zählten vermehrte Kühlstationen, eine erhöhte Versorgung mit Wasser und Elektrolyten an den Verpflegungspunkten, schattigere Streckenabschnitte sowie eine verstärkte medizinische Betreuung.