Harte Kritik! Deutsche Sportikone übt scharfe Kritik an DFB-Spieler
Berlin – Auch fast drei Wochen nach dem enttäuschenden Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft im WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay, das im Elfmeterschießen entschieden wurde, reißen die kritischen Stimmen nicht ab. Auch die ehemalige deutsche Spitzenschwimmerin Franziska van Almsick (48) äußerte sich zur Leistung der Mannschaft – und nahm dabei einen Spieler besonders ins Visier.
„Ich fand das eine wirklich sehr schlechte Vorstellung unserer Jungs“, kommentierte die zehnfache Olympiamedaillengewinnerin im Magenta-Podcast Kerners 11 das Elfmeterschießen, das Paraguay nach dem sechsten Schützen für sich entschied.
Van Almsick hatte vor allem mit einem deutschen Spieler ein Problem.
„Es gab einen Spieler, bei dem ich menschlich wirklich enttäuscht bin“, begann die 48-Jährige, „weil es eine klare Reaktion gab, die zeigte, dass er nicht bereit war, den Elfmeter zu schießen. Jemand hat sich offensichtlich aus der Verantwortung gezogen, und das hatte ich so nicht erwartet.“
„Du meinst Leon Goretzka?“, fragte Moderator Johannes B. Kerner (61) nach – denn der frühere Bayern-Profi hatte sich laut TV-Bildern geweigert, als sechster Schütze anzutreten, als Kapitän Joshua Kimmich (31) nach einem Freiwilligen suchte.
Am Ende trat Jonathan Tah (30) erstmals in seiner Profikarriere zum Elfmeterpunkt an – und verschoss. Deutschland schied somit im Sechzehntelfinale aus.
„Ganz genau, absolut. Für mich war das der sprichwörtliche Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Das hat viel über die Mannschaft ausgesagt“, erklärte van Almsick.
„Das ist für mich das Ärgerlichste, das ich momentan in unserer Gesellschaft sehe, aber auch bei unserer Fußball-Nationalmannschaft: Kritikfähigkeit und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.“
Es gehe dabei nicht darum, keine Fehler zu machen, sondern dazu zu stehen. „Jeder darf Fehler machen. Man kann dann sagen: ‚Es tut mir leid, ich habe mich falsch entschieden‘, und das ist völlig in Ordnung. Aber sich zu verweigern oder nach dem Spiel nicht einmal in der Lage zu sein, sich zu entschuldigen? Dass das so schwer fällt, hätte ich nicht gedacht“, kritisierte die langjährige deutsche Schwimmikone.
Ihr Eindruck von der Situation: „Es ging nicht darum, nicht schießen zu können, sondern einfach darum, bereit zu sein, dass es auch mal schiefgehen kann. Er wirkte auf mich nicht ängstlich, aber er wollte offenbar nicht der Sündenbock sein, falls es schiefgeht.“
„Der Sündenbock war dann Tah – klasse“, fuhr die 48-Jährige fort. „Jemand anderen ins Feuer laufen zu lassen, um sich selbst rauszuhalten, weil man denkt: ‚In den letzten Spielen wurdet ihr ohne mich fertig, und jetzt komme ich und werde der Buhmann‘, das war einfach eine sehr unglückliche Situation.“