Beeindruckende Trefferquoten: US-Amerikaner stößt zu den Niners Chemnitz
Chemnitz – Die Niners Chemnitz geben einen weiteren Zugang bekannt: Benjamin Forrest Burnham (24) wechselt vom Zweitligisten Artland Dragons aus Quakenbrück zu den Sachsen.
Der zwei Meter große und 100 Kilogramm schwere Flügelspieler entwickelte sich in den letzten Monaten zum effizientesten Akteur der ProA seit Einführung der digitalen Statistik.
„Mit 24 Jahren steht er noch am Anfang seiner Profi-Laufbahn und besitzt enormes Potenzial zur Weiterentwicklung“, erklärten die Niners am Mittwoch. Der US-Amerikaner unterschrieb einen Vertrag für die kommende Saison mit einer Option auf eine Verlängerung um ein weiteres Jahr.
Vor der Sommerpause und seiner Rückkehr in die USA nutzte Burnham die Gelegenheit, sich in Chemnitz umzusehen und einen ersten Eindruck von seiner künftigen Heimat zu gewinnen.
„Die Trainingsbedingungen sind hervorragend, das Trainerteam bringt viel Erfahrung mit, und auch die Stadt hat mir sehr gefallen“, betonte Burnham, der Anfang August endgültig aus seiner Heimat South Carolina nach Sachsen ziehen wird.
In Quakenbrück zeigte sich der bärtige Forward in der vergangenen Spielzeit der zweiten Liga als herausragender Leistungsträger. In 36 Begegnungen, darunter die spannende Playoff-Serie gegen Bremerhaven – mit seinem zukünftigem Chemnitzer Teamkollegen Jannis von Seckendorff – erzielte Burnham durchschnittlich beeindruckende 20,3 Punkte sowie 9,8 Rebounds pro Spiel.
Noch bemerkenswerter waren seine Trefferquoten: Fast 70 Prozent aus dem Zweierbereich, 44,7 Prozent bei den Dreiern sowie solide 70,8 Prozent von der Freiwurflinie.
Bereits während seines Studiums machte Burnham auf sich aufmerksam, als er mit dem Charleston College in den Jahren 2023 und 2024 überraschend die Meisterschaft der Colonial Athletic Association gewann und sich damit jeweils für das NCAA-1-Meisterschaftsturnier qualifizierte – die höchste Spielklasse im US-Collegesport.
In der berühmten „March Madness“ war für die „Cougars“ jedoch jeweils in der ersten Runde Endstation gegen die späteren Final-Four-Teilnehmer San Diego State und Alabama. Trotzdem hinterließ Burnham einen bleibenden Eindruck.
Daraufhin wurde er von der Virginia Tech University in die hochkarätige Atlantic Coast Conference geholt, wo er sich mit Topteams wie North Carolina, Duke, Louisville oder Syracuse messen konnte – Klubs, die zusammen bereits 15 NCAA-Titel errungen haben.
Während seiner vier Jahre im College absolvierte Burnham für Charleston und Virginia Tech insgesamt 136 Pflichtspiele, in denen er durchschnittlich 20 Minuten auf dem Parkett stand und dabei mit 9,2 Punkten sowie 4,1 Rebounds pro Match äußerst effizient agierte.