Union Berlin holt Uduokhai zurück in die Bundesliga: Bedeutet das den Abgang eines anderen Spielers?
Berlin – Kurz vor Ende der Transferperiode hat sich Union Berlin in der Defensive noch einmal verstärkt und einen vertrauten Spieler zurück ins deutsche Oberhaus geholt.
Am Donnerstag gab der Hauptstadtklub offiziell die Verpflichtung von Felix Uduokhai (28) bekannt. Nach zwei Jahren in der Türkei kehrt der Innenverteidiger nun in die Bundesliga zurück.
Uduokhai erklärte seine Entscheidung für Union folgendermaßen: „Dieser Wechsel fühlt sich für mich genau zum richtigen Zeitpunkt und als der passende Schritt an. Die Bundesliga habe ich sehr vermisst und ich wollte Teil eines ambitionierten Vereins werden.“
Von Anfang an habe ihm Union ein klares Zielbild vermittelt, was gemeinsam erreicht werden soll. „Ich freue mich darauf, die Mannschaft kennenzulernen, Verantwortung zu übernehmen und mit dem Team sowie den Fans viele besondere Momente zu erleben“, so der 28-Jährige weiter.
Der Defensivspieler unterschrieb einen festen Vertrag in Köpenick. Die Laufzeit wurde wie üblich vom Verein nicht bekanntgegeben. Transfermarkt.de berichtet, dass die Berliner für Uduokhai eine Ablösesumme von rund 1,5 Millionen Euro an Besiktas Istanbul bezahlen sollen.
Der linke Fuß ist somit quasi der direkte Ersatz für Diogo Leite (27), dessen Vertrag beim Hauptstadtclub im Sommer auslief und der derzeit noch ohne Verein ist.
Mit Uduokhai gewinnt die Mannschaft von Trainer Lustrinelli eine wertvolle Verstärkung, die ansonsten nur Stanley N'Soki (27) in der Innenverteidigung bietet. Der Franzose wurde zwar nach seiner Leihe fest von der TSG Hoffenheim verpflichtet, konnte sich bislang aber nicht dauerhaft durchsetzen und musste immer wieder mit Verletzungen kämpfen.
„Felix bringt genau das Profil mit, das auf dem Markt selten zu finden ist. Er ist robust im Zweikampf, verfügt über guten Spielaufbau und kennt dank seiner vielen Bundesliga-Jahre sowie seiner Zeit bei einem Spitzenklub in der Süper Lig die Herausforderungen auf hohem Niveau“, lobte Union-Manager Horst Heldt (56) den Neuzugang.
Damit wird es im Abwehrzentrum der Eisernen allerdings zunehmend eng, denn inzwischen kämpfen sechs Spieler um nur zwei Positionen. Vor diesem Hintergrund wird auch erneut über einen möglichen Abgang von Leopold Querfeld (22) spekuliert.