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Neue Frisur, altbekannte Schwierigkeiten: Union Berlin geht bei Leverkusen chancenlos unter

Leverkusen – Keine Chance für Union Berlin: Beim deutlichen 0:4 (0:2) gegen Bayer Leverkusen zeigte sich klar, wo die Grenzen der Eisernen liegen. Auch im zehnten Auswärtsspiel unter dem Bayerkreuz gelang den Berlinern kein Sieg.

Selbst die frisch gestylte Frisur von Tom Rothe brachte keine Wende. Im Vorfeld entschuldigte sich Sky-Reporter Riccardo Basile in einem Interview bei dem Verteidiger für den Fauxpas seines Senders, der Rothe dazu brachte, sich die Haare radikal zu schneiden.

Union-Manager Horst Heldt gestand vor dem Spiel, dass ihn Rothe mit der neuen Frisur noch immer überrasche, da er glaubt, einen unbekannten Spieler zu sehen.

Doch auch mit der neuen Kampf-Frisur konnte Rothe den schnellen Treffer der Werkself nicht verhindern: Bereits nach 44 Sekunden brachte Ezequiel Fernandez seine Mannschaft in Führung.

Die neu formierte Viererkette der Berliner präsentierte sich erneut ungeordnet. Am Ende war auch Rückkehrer Frederik Rönnow machtlos, obwohl der dänische Keeper kurz darauf einen höheren Rückstand vorerst verhinderte.

Bayer dominierte die Partie nach Belieben. Nach einer Ecke verfehlte Patrik Schick in der 28. Minute zunächst nur knapp den Querbalken, im Nachsetzen landete der Ball erneut im Strafraum, wo Facundo Medina unbedrängt zum 2:0 einköpfte.

Von den Köpenickern wurde nun wie schon beim Saisonauftakt gegen Eintracht Frankfurt (3:3) erneut Kampfgeist gefordert. Doch bis zum Pausenpfiff brachte der Hauptstadtclub keinen einzigen Torschuss zustande.

Die Halbzeitansprache von Trainer Mauro Lustrinelli verpuffte schnell, denn auch in der Anfangsphase der zweiten Hälfte wirkte die Mannschaft völlig lethargisch, sodass Schick seinen Namen auf die Torschützenliste setzen konnte.

Bayer setzte seine dominante Spielweise fort und kombinierte sich fast ungestört bis in den Strafraum der Berliner – das vierte Gegentor schien nur noch eine Frage der Zeit.

Offensiv blieb die Lustrinelli-Elf weiterhin harmlos und verzeichnete keine nennenswerte Chance. In der 66. Minute sorgte Ibrahim Maza dann für die Vorentscheidung, indem er nach einem weiteren ungestörten Angriff das 4:0 erzielte – ein Paradebeispiel individueller Klasse des ehemaligen Hertha-Profis.

Im letzten Abschnitt hatte Union zwar etwas mehr Ballbesitz, doch das lag vor allem daran, dass Leverkusen das Tempo etwas drosselte. Am Ende steht für Union eine deutliche Niederlage ohne eigene Torchance zu Buche.

Bundesliga, 2. Spieltag

Bayer Leverkusen - 1. FC Union Berlin 4:0 (2:0)

Aufstellung Bayer Leverkusen: Flekken – Quansah, F. Medina (70. Badé), Tapsoba, Miguel Gutiérrez (83. Vazquez) – Fernandez (70. Andrich), García – Maza, M. Tillman (67. Diaby), Moreira – Schick (67. Kofane) Aufstellung 1. FC Union Berlin: Rönnow – Juranovic (74. Trimmel), Uduokhai, Van Den Bosch, Rothe – Khedira, Kemlein (63. Haberer) – Aebischer (63. Jeong), Burcu (79. Schäfer) – M. Ljubicic, Latte Lath (63. Skarke)

Schiedsrichter: Dr. Robin Braun (Wuppertal)

Zuschauerzahl: 29.629 Tore: 1:0 Fernandez (1.), 2:0 F. Medina (28.), 3:0 Schick (48.), 4:0 Maza (66.) Gelbe Karten: Miguel Gutiérrez (1), Maza (2) / Uduokhai (1), Van Den Bosch (2)

Bundesliga-Tabelle

Die Bedeutung der Bundesliga-Tabelle im Überblick: Am Saisonende wird der Tabellenführer Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Das Team auf dem drittletzten Rang (Platz 16) muss in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt kämpfen. Der Gegner ist dabei der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.