zurück

Fünf Spiele ohne Sieg: Steht Union unter dem neuen Trainer auf dem richtigen Kurs?

Dresden – Wieder kein Erfolgserlebnis. In mittlerweile fünf Freundschaftsspielen wartet Union Berlin vergeblich auf einen Triumph. Nach der 1:2-Niederlage gegen Dynamo Dresden könnten einige Anhänger knapp drei Wochen vor dem Beginn der Bundesliga-Saison bereits unruhig werden. Doch Rani Khedira (32) und der neue Chefcoach Mauro Lustrinelli (50) bleiben gelassen.

„Ich empfinde das nicht persönlich so. Der Trainer geht mit viel Engagement voran und vermittelt jedem das Gefühl, dass er alle mitnimmt und etwas bewirken will“, erläutert Khedira.

Der Mannschaftskapitän ist sich bewusst: „Im Hintergrund werden sicherlich viele Prozesse angestoßen, aber natürlich verliert niemand gerne. Wenn die Ergebnisse am Ende nicht stimmen, ist das niemandem recht. Doch wenn ich mir die erste Halbzeit heute anschaue, bin ich überzeugt, dass wir auf einem guten Weg sind.“

Tatsächlich präsentierte sich Union in den ersten 45 Minuten gegen den Zweitligisten äußerst ansprechend. „Das war eine wirklich starke Halbzeit, in der Woche haben wir intensiv trainiert. In der ersten Hälfte konnte man vieles sehen, was ich mir vorstelle. Es fehlt uns nur noch, dass wir uns belohnen“, betont Lustrinelli.

Der neue Trainer sieht die Situation positiv, denn: „Das Team hat auf den Rückstand gut reagiert, auch die Einstellung ist ein Fortschritt. Ich erkenne viele gute Ansätze. Ich wusste nicht, wie lange wir heute dieses Spiel durchhalten können. Nun werden wir Schritt für Schritt weiterarbeiten.“

Bereits heute um 14 Uhr steht mit dem Duell gegen den italienischen Erstligisten Cagliari Calcio die nächste Bewährungsprobe an, bei der weitere Fortschritte erzielt werden sollen.

„Wir haben einen neuen Trainer und ein neues System, das braucht Zeit. Man sieht, dass wir die Inhalte verinnerlichen. Die Umstellung von einer Fünfer- auf eine Viererkette ist ebenfalls nicht einfach – vor allem, wenn man jahrelang anders gespielt hat. Es ist ganz normal, dass noch Details fehlen. Aber natürlich wäre es schön, endlich wieder einen Sieg zu feiern“, gibt auch Tom Rothe (21) zu.

Er brachte die Eisernen in Dresden per Kopfball in Führung: „Wir sind ungefähr auf halbem Weg, man erkennt, dass wir den Spielstil verinnerlichen, aber es fehlt noch ein wenig. Ich mache mir jedoch keine Sorgen, dass wir es nicht schaffen werden.“

Zweifel an der Führung des Trainers haben die Spieler jedenfalls nicht, betont auch Khedira: „Er ist sehr ehrgeizig und detailverliebt. Er will jeden Tag das Maximum aus uns herausholen und uns mit viel Energie den Weg weisen. Er lebt das vor und versucht, uns mitzunehmen. Das passt alles zusammen.“

Nun bleibt abzuwarten, dass sich dieser Anspruch auch in erfolgreichen Ergebnissen widerspiegelt …