Union Berlin trennt sich von Transfer-Flop, wartet aber weiter auf ersten Sieg – Kemlein übernimmt Führung
Berlin/Winterthur – Union Berlin hat sich mit sofortiger Wirkung von Chris Bedia (30) getrennt, der als Transfer nicht die erwartete Leistung brachte. Gleichzeitig blieb der Hauptstadtklub auch im dritten Spiel hintereinander sieglos.
Der Ivorer wechselt in die Wüste zu al-Nasr, wie die Berliner am Freitag bekanntgaben. Fußballfans dürfte dieser Vereinsname direkt bekannt vorkommen. Bedeutet das etwa, dass Bedia nun Teamkollege des berühmten Cristiano Ronaldo (41) wird?
Das ist nicht der Fall, denn Ronaldo steht weiterhin beim ähnlich klingenden al-Nassr FC in der Saudi Pro League unter Vertrag, während Bedia zum al-Nasr SC in Dubai wechselt, der in der Pro League der Vereinigten Arabischen Emirate spielt.
Im Gegensatz zu seinen vorherigen Stationen ist der Wechsel für den Stürmer diesmal endgültig, nachdem er zuvor erst an Hull City und anschließend für anderthalb Jahre an den BSC Young Boys ausgeliehen war.
„Ich bin dankbar für meine Zeit bei Union, auch wenn sie kurz war, habe ich stets viel Unterstützung erfahren“, sagte der Angreifer zum Abschied. Nach den Leihperioden freue er sich nun auf eine feste Verpflichtung, um wieder kontinuierlich Verantwortung übernehmen zu können.
Union-Manager Horst Heldt (56) äußerte sich zum Abgang des Stürmers: „Chris hat sich in einer für ihn schwierigen Lage stets professionell verhalten. Jetzt erhält er die Chance, dauerhaft in einer Mannschaft zu spielen und regelmäßig Einsatzzeiten zu bekommen.“ Er wünschte ihm viel Erfolg und Stabilität für seine Zukunft.
Während Chris Bedia also sein Glück in der Wüste versucht, konnte sein ehemaliges Team im ersten Testspiel in der Schweiz erneut keinen überzeugenden Auftritt zeigen.
Gegen den FC Winterthur erkämpften sich die Eisernen nach einem Rückstand immerhin ein 1:1. Doch auch nach dem 0:2 gegen Carl Zeiss Jena blieb aus dem Spiel heraus wenig Zählbares.
So musste ein Handelfmeter für den Ausgleich herhalten, den der designierte Kapitän Aljoscha Kemlein (21) sicher verwandelte. „Ich denke, wir haben einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Dennoch gibt es noch viele Punkte, an denen wir arbeiten müssen“, sagte der Youngster nach der Partie.
Erneut wurde die bessere Kondition des Gegners als Erklärung für die schwache Leistung angeführt. Winterthur startet bereits am kommenden Freitag in die neue Saison der zweiten Schweizer Liga.
Es muss außerdem berücksichtigt werden, dass die Köpenicker in der zweiten Halbzeit mit vielen Nachwuchsspielern agierten und einige Profis gar nicht zum Einsatz kamen. Diese haben die Möglichkeit, sich im zweiten Test am Samstag gegen den FC Aarau zu beweisen.