Gefahr eines Ausrutschers im DFB-Pokal: Union Berlin bereitet sich auf Elfmeterschießen vor
Berlin – In der ersten Runde des DFB-Pokals trifft Union Berlin am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) auf einen äußerst unangenehmen Gegner: Eintracht Braunschweig. Die Gefahr eines unerwarteten Rückschlags sollte dabei nicht unterschätzt werden.
Mauro Lustrinelli (50) rechnet mit einem schwierigen und möglicherweise knappen Aufeinandertreffen gegen den Zweitligisten und schließt auch eine Entscheidung im Elfmeterschießen nicht aus. Das Training von Strafstößen gehörte daher „zur Vorbereitung“, wie der Schweizer bei der Pressekonferenz am Freitag vor dem Spiel erklärte.
Er erwarte eine Mannschaft mit „viel Laufbereitschaft und hoher Intensität“, so Lustrinelli weiter. „Ihr Umschaltspiel ist stark. Das wird für uns eine gute Bewährungsprobe.“
Für die Löwen hat die Saison in der 2. Bundesliga bereits begonnen: Nach einem beeindruckenden 6:1-Sieg beim 1. FC Magdeburg folgte eine 0:1-Niederlage vor heimischem Publikum gegen den VfL Bochum.
„Das ist für uns wirklich eine anspruchsvolle Aufgabe. Jedes Spiel ist ein Test, der uns weiterbringt“, betonte der 50-Jährige. So werde die Mannschaft sehen, was bereits gut funktioniert und wo noch Verbesserungen nötig sind. Deshalb freue er sich „wirklich auf diese Begegnung“.
Bei gerade einmal drei Siegen aus zehn Vorbereitungsspielen scheint bei den Köpenickern noch einiges an Potenzial nach oben zu existieren, insbesondere in der Defensive, die sich zu viele einfache Gegentore erlaubt.
Das Pressing funktioniere teilweise bereits sehr gut, stellte der Trainer fest, doch in der tiefen Abwehr sah er noch Schwachstellen.
Das sei jedoch wenig überraschend, da sich die Eisernen von ihrer langjährigen Fünferkette verabschieden müssen und auf eine Viererkette umstellen. Die größte Herausforderung bestehe für den FCU-Coach vor allem darin, über die gesamte Spielzeit hinweg eine gleichbleibende Leistung zu gewährleisten.
Im Duell mit Braunschweig gehe es darum, die eigenen Stärken auf dem Platz zu zeigen – Details zur Taktik, die er mit seinem Trainerteam ausgearbeitet hat, wollte er allerdings noch nicht verraten. Gleiches gilt für die Frage der Torwartposition. Lustrinelli weiß bereits, wer Frederik Rönnow (34) vertreten wird, behält diese Entscheidung jedoch für sich.
Ob der Neuzugang Michel Aebischer (29) gleich im Kader stehen wird, will der Cheftrainer je nach Trainingsleistung kurzfristig entscheiden. Auf jeden Fall zeigt er sich von seinem Landsmann sehr angetan: „Er kann auf verschiedenen Positionen eingesetzt werden. Er ist ein äußerst intelligenter Spieler.“ Man wolle den 29-Jährigen dort aufstellen, wo er der Mannschaft am meisten nutzen kann.
Auf jeden Fall kann Mauro Lustrinelli mit voller Unterstützung der Fans rechnen. 2.500 Union-Anhänger werden ihr Team im Eintracht-Stadion laut Pressesprecher Christian Arbeit (52) lautstark anfeuern. Damit ist der Gästeblock bereits ausverkauft.