Schon nicht der erste schwere Rückschlag: Union-Talent kämpft gegen Darmkrebs
Berlin – Abseits des Spielfelds führt Union-Nachwuchsspieler Hanoun Olinga (14) den wohl größten Kampf seines jungen Lebens: Beim Teenager wurde Darmkrebs mit Befall des Bauchfells diagnostiziert.
Der 14-Jährige liegt seit mehreren Wochen im Krankenhaus, hat bereits eine umfangreiche Operation hinter sich und steht nun vor der nächsten Herausforderung – einer Chemotherapie. Doch Hanoun zeigt sich als wahre Kämpfernatur.
Bereits im Alter von neun Jahren überstand das vielversprechende Talent eine schwere Vergiftung durch Wasserschierling. Mit zwölf Jahren drohte seine sportliche Laufbahn frühzeitig zu enden, als bei ihm Morbus Schlatter, eine Knieerkrankung, diagnostiziert wurde. „Nur drei Monate später stand er jedoch wieder auf dem Platz und kämpfte sich zurück“, teilte Union mit.
Der Traditionsverein startete einen Spendenaufruf, der auch von Hertha unterstützt wurde, und erhält mittlerweile weit über die Berliner Grenzen hinaus große Solidarität. Auf der Plattform GoFundMe sind bis Freitagvormittag fast 110.000 Euro zusammengekommen.
Eine wichtige Unterstützung für die Familie: Die Mutter kann aufgrund der Situation nicht mehr arbeiten, der Vater sucht nach einer Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten. Zusätzlich entstehen hohe Kosten für Fahrdienste, Pflegeprodukte und spezielle Ernährung. „Die Lage ist äußerst ernst“, heißt es in dem Aufruf zu Spenden.
Nachdem Hanoun aus der U13 von TeBe zu Union gewechselt war, spielte er zunächst als Innenverteidiger, inzwischen ist er im Sturm aktiv. Der Nachwuchs-Stürmer blickte voller Vorfreude auf die neue Saison, doch dann traf ihn erneut ein schwerer Schicksalsschlag. Nun beginnt der Kampf gegen seinen bislang größten Gegner.