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Union Berlin verlegt Umzug ins Olympiastadion und verlängert Verbleib dort

Von Arne Richter

Berlin – Mit deutlicher Kritik an den zahlreichen Auflagen und dem hohen bürokratischen Aufwand hat Dirk Zingler, Präsident von Union Berlin (62), eine spätere Verlegung des Spielbetriebs des Fußball-Bundesligisten ins Olympiastadion angekündigt.

Die Eisernen werden aufgrund der umfangreichen Umbauten am Stadion an der Alten Försterei erst Anfang 2028 in die bei den Anhängern unpopuläre Arena im Westen Berlins umziehen, erklärte Zingler bei der Mitgliederversammlung des größten Berliner Sportvereins.

Die Köpenicker sind nun sogar verpflichtet, ihre Heimspiele bis einschließlich der Saison 2029/30 im Olympiastadion auszutragen, welches auch von Hertha BSC genutzt wird – das entspricht eineinhalb Spielzeiten.

Ursprünglich war der Umzug lediglich für die Saison von Sommer 2027 bis Sommer 2028 geplant. Die Verzögerung resultiert aus behördlichen Auflagen, die das Fällen der Bäume auf der großen Baustelle erst ab November gestatten.

Der 1. FC Union plant eine umfassende Erweiterung seines Stadions. Die Kapazität des traditionsreichen Stadions soll langfristig von aktuell etwa 22.000 auf rund 40.000 Zuschauer fast verdoppelt werden. Für dieses Vorhaben veranschlagt Union rund 190 Millionen Euro.

Der Umbau ist für den Verein eine „Grundlage zum Überleben“. Man müsse „erheblich investieren, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern“, erklärte Zingler zum Beginn der achten Bundesliga-Saison der Männer und der zweiten Spielzeit des Frauenteams in der höchsten Spielklasse.