Union Berlin will Abgang verhindern: Preis für Abwehrtalent festgesetzt
Berlin – Union Berlin hat sein Abwehrteam mit Zeno Van Den Bosch (22) und dem Rückkehrer Marvin Friedrich (30) verstärkt – somit scheint die Defensive zunächst gut besetzt.
Die beiden Neuzugänge sollen die ablösefreien Abgänge von Diogo Leite und Danilho Doekhi (beide 27) kompensieren – ob dies sportlich gelingt, wird sich jedoch erst noch zeigen müssen.
Bisher galt Leopold Querfeld (22) als der neue Abwehrchef unter Trainer Mauro Lustrinelli (50), der voraussichtlich eine Viererkette aufstellen wird.
Allerdings könnte dieser Plan ins Wanken geraten, denn auch der österreichische Nationalspieler, der von seinem Trainer Ralf Rangnick (67) nicht für die WM nominiert wurde, steht offenbar bei anderen Vereinen hoch im Kurs.
Interessenten sollen sowohl aus der Bundesliga als auch aus der Premier League sowie aus Frankreich und Italien stammen. Kein Wunder, denn der 22-Jährige war ein unangefochtener Stammspieler bei den Eisernen und kam nur gegen Ende der Saison unter Marie-Louise Eta (34) nicht mehr zum Einsatz.
Der Innenverteidiger ist allerdings kein Schnäppchen. Laut Informationen der Bild-Zeitung enthalten seine Vertragsdetails gleich zwei Ausstiegsklauseln.
Für Konkurrenten in der Bundesliga liegt die Ablösesumme bei elf Millionen Euro – bei einem Wechsel in die Premier League soll der Preis sogar auf 15 Millionen Euro steigen. Ob es eine Sonderregelung für Klubs aus anderen ausländischen Ligen gibt, ist bislang nicht bekannt.
Berücksichtigt man jedoch Querfelds jüngsten Wertzuwachs auf 20 Millionen Euro, wäre der Rechtsfuß trotz allem ein attraktives Angebot – zumal die meisten Premier-League-Klubs solche Summen problemlos stemmen können.
Ein Transfer des Österreichers ist folglich durchaus realistisch. Trotz seines jungen Alters verfügt er bereits über reichlich Spielpraxis und Erfahrung, besitzt aber weiterhin Entwicklungspotenzial.
Dass er den nächsten Karriereschritt macht, erscheint nur eine Frage der Zeit – ob dies bereits im Sommer geschieht, bleibt abzuwarten.
Mit Stanley Nsoki (27) hat der Hauptstadtverein zudem einen weiteren Innenverteidiger in seinem Kader. Die Zukunft des Hoffenheim-Leihspielers ist offenbar noch offen – möglicherweise, um einen eventuellen Abgang von Leopold Querfeld schnell kompensieren zu können.