Union Berlin dreht spannendes Pokalspiel und eliminiert Braunschweig als Stolperstein
Braunschweig – Nach einem intensiven Kampf hat Union Berlin den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals geschafft. Trotz eines zweimaligen Rückstands setzten sich die Eisernen am Ende mit 4:2 (1:1) gegen Eintracht Braunschweig durch.
Nach enttäuschenden Ergebnissen in den Testspielen stand für die Berliner im Stadion von Eintracht Braunschweig die erste echte Bewährungsprobe an.
Und diese begann mit einem Rückschlag: Bereits in der 11. Minute erzielten die Hausherren vor rund 21.000 Zuschauern die Führung. Max Marie nutzte eine Unaufmerksamkeit in der Defensive der Gäste aus und schob den Ball am Ersatz-Keeper Matheo Raab vorbei.
Dieses Szenario kam nicht überraschend: Bereits in der Vorbereitung hatte Union viele einfache Gegentore erhalten. Die Umstellung von einer Dreier- auf eine Viererkette bereitet dem Team von Trainer Lustrinelli weiterhin große Probleme.
Ein deutlicher Klassenunterschied war zu keinem Zeitpunkt erkennbar. Ganz anders als Union-Präsident Dirk Zingler es sich an seinem 62. Geburtstag erhofft hatte. Der Ausgleich fiel nach bewährtem Union-Schema: Neuzugang Zeno Van Den Bosch verwertete in der 31. Minute per Kopf eine Ecke von Josip Juranovic.
Das Spiel entwickelte sich in der Folge zu einem offenen Schlagabtausch. Nur wenige Minuten später traf Braunschweigs Noah Katterbach mit einem Schuss den Querbalken. Zur Halbzeit blieb es beim leistungsgerechten 1:1.
Neun Minuten nach dem Seitenwechsel erzielte Marie seinen zweiten Treffer und brachte die Gastgeber erneut in Führung. Vor dem Torabschluss zeigte die Union-Abwehr erneut Schwächen, sodass die Braunschweiger ungestört vor dem Strafraum kombinieren konnten. Marie platzierte den Ball rechts unten im Netz.
Die Löwen erhöhten zunächst den Druck, um die Führung auszubauen. Union reagierte jedoch prompt – erneut nach einer Ecke. Der eingewechselte Marin Ljubicic legte am kurzen Pfosten ab, sodass Tom Rothe zum 2:2 einschieben konnte.
Das Duell blieb ausgeglichen, wobei die Braunschweiger sogar spielerisch leicht überlegen waren. Die Berliner blieben vor allem nach Standardsituationen und langen Einwürfen gefährlich.
Schließlich erzielte auch der Hauptstadtklub sein erstes reguläres Tor aus dem Spiel heraus: Ilyas Ansah prüfte Ron-Thorben Hoffmann aus spitzem Winkel. Die Parade des Torhüters führte direkt zum Kopfball von Ljubicic, der Union erstmals in Führung brachte.
In der Schlussphase vergaben Mehmet Can Aydin und Yann Sturm die Chance auf den Ausgleich für Braunschweig. Am Ende avancierte Ljubicic mit seinem Doppelpack in der Verlängerung zum Matchwinner.
DFB-Pokal, 1. Runde
Eintracht Braunschweig – 1. FC Union Berlin 2:4 (1:1)
Aufstellung Eintracht Braunschweig: R.-T. Hoffmann – Aydin, Ehlers, Frenkert, Katterbach (73. Di Michele Sanchez) – di Benedetto (77. Tempelmann), Flick – Junior Zé (90.+1 Hoti), Marie, Opoku (77. Sturm) – Entrup (73. Urbich)
Aufstellung 1. FC Union Berlin: Raab – Juranovic (74. Trimmel), Querfeld, Van Den Bosch, Rothe – Kemlein, Khedira – Jeong (62. Schäfer), Burcu (74. Aebischer) – Latte Lath (62. M. Ljubicic), Ansah
Schiedsrichter: Sören Storks (Velen)
Zuschauer: 21.532
Tore: 1:0 Marie (11.), 1:1 Van Den Bosch (31.), 2:1 Marie (54.), 2:2 Rothe (63.), 2:3 M. Ljubicic (72.), 2:4 M. Ljubicic (90.+4)
Gelbe Karten: Aydin (1) / Kemlein (1), Van Den Bosch (1), Aebischer (1)