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Kurioser Spielbeginn bei Union gegen BVB: Pseudo-Rot und Pyro-Unterbrechung

Berlin – Das Bundesligaduell am Samstagnachmittag zwischen Union Berlin und Borussia Dortmund begann mit zwei ungewöhnlichen Vorfällen. Nach einem intensiven, aber spielerisch eher wenig ereignisreichen Aufeinandertreffen trennten sich die Teams mit einem torlosen Unentschieden. Besonders bei den Dortmundern war die Belastung durch die Reise nach der Niederlage in der Champions League spürbar.

Bereits in der ersten Spielminute sorgte Schiedsrichter Daniel Schlager für Aufsehen, als er nach einem Tackling von Ethan Nwaneri zunächst eine Rote Karte zückte, die er jedoch wieder zurücknahm und stattdessen Gelb zeigte – offenbar hatte er die Karten verwechselt.

Kurze Zeit später, nach etwa vier Minuten, musste Schlager die Begegnung erneut unterbrechen, da die BVB-Anhänger im Stadion „Alte Försterei“ dichten gelben Pyro-Nebel abbrennen ließen.

In der Anfangsphase kam kaum Spielfluss zustande, da die Mannschaft von Trainer Kovac mit wiederholten bewusst provokativen Grätschen agierte, um nach dem schwachen Auftritt in der Königsklasse Einsatzbereitschaft und Härte zu zeigen. Noch vor der 15. Spielminute verteilte Schlager zudem Gelbe Karten gegen Waldemar Anton und Serhou Guirassy.

Im weiteren Verlauf übernahm vor allem Borussia Dortmund mehr das Kommando und setzte die Gastgeber zunehmend in deren Hälfte unter Druck. Besonders über den ehemaligen Union-Spieler Julian Ryerson versuchten die Schwarz-Gelben auf dem rechten Flügel kontinuierlich für Gefahr zu sorgen, während Union vor allem auf Konterchancen lauerte.

Bis zur Halbzeit gelang es den Berlinern, die Dortmunder vom eigenen Tor fernzuhalten. FCU-Torwart Frederik Rönnow hatte bis dahin einen vergleichsweise ruhigen Nachmittag, während sein Pendant Gregor Kobel kurz vor der Pause bei einem Freistoß seines Landsmanns Kastriot Imeri eingreifen musste.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel unverändert zerfahren. In der 56. Minute vergab Maxi Beier die bislang beste Torchance für den BVB. Auf der Gegenseite schoss Tim Skarke weit über das Tor der Gäste.

Ein flüssiger Spielfluss wollte in diesem intensiven, aber zerklüfteten Match weiterhin nicht aufkommen, da viele Fouls, Verletzungen und Wechsel das Geschehen immer wieder unterbrachen.

So zog sich die Begegnung bis zur Schlussphase hin, in der Union beinahe noch für Aufsehen gesorgt hätte: Ein Kopfball von Felix Uduokhai nach einer Ecke des erfahrenen Christopher Trimmel verfehlte jedoch knapp den rechten Pfosten.

Am Ende mussten sich beide Teams vor ausverkauftem Haus mit einem Punkt zufrieden geben – ein Resultat, das für die Gastgeber vermutlich wertvoller ist als für die Gäste.

Bundesliga, 6. Spieltag

1. FC Union Berlin – Borussia Dortmund 0:0

Aufstellung 1. FC Union Berlin: Rönnow – Haberer (76. Trimmel), Van Den Bosch, Uduokhai, Rothe – Schäfer (76. Kemlein), Khedira – Aebischer, Imeri (46. Latte Lath) – Jeong (90.+3 Güther), Skarke (70. Gray)
Aufstellung Borussia Dortmund: Kobel – Gadou, Anton, N. Schlotterbeck – Ryerson, Jo. Bellingham, F. Nmecha, Svensson – Nwaneri (62. F. Silva), Beier (62. Karetsas (70. Albert)) – Guirassy

Schiedsrichter: Daniel Schlager (Rastatt)

Zuschauer: 22.012 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Haberer (2), Rothe (1), Skarke (2) / Nwaneri (1), Anton (1), Guirassy (1)

Bundesliga-Tabelle

Die Rangliste der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Verein, der am Saisonende auf dem ersten Platz steht, wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den letzten beiden Plätzen (17 und 18) steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte auf Rang 16 bestreitet die sogenannte Relegation, in der er gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga um den Verbleib in der höchsten Spielklasse kämpft.