Union Berlin Blog: Steht uns bald eine Latte ins Haus, die keine ist?
Berlin – Eisern: Bei TAG24 präsentieren sich drei echte Berliner Union-Fans in Personalunion mit dem Union Berlin Blog.
Die Verfasser:
Icke (Jürgen Heinemann) ist seit Mitte der 1970er Jahre Union-Fan und arbeitet seit über drei Jahrzehnten im Vertrieb als Betriebswirt. Verheiratet, mit erwachsenem Kind, lebt er heute in Grünheide und ist Gründer dieses Blogs.
Unionfux (Tobias Saalfeld) ist seit mehr als 40 Jahren Union-Anhänger und arbeitet freiberuflich im Bereich Bühne, Rundfunk und Fernsehen, wo er ebenfalls schreibt.
Beecke (Christian Beeck), ehemaliger Bundesliga-Profi (Hansa Rostock, Cottbus), sowie Ex-Union-Manager und mit 21 Länderspielen für DDR-Junioren ein echtes Eigengewächs. Beecke ist Vater von zwei Kindern und unterstützt den Union-Blog als Berater.
Icke: Emmanuel Latte Lath, 27 Jahre alt, Mittelstürmer, ist sein Name. Er hat vier Länderspiele für die Elfenbeinküste absolviert. Aufgewachsen ist er in Italien beim Atalanta Bergamo. Seine Karriere ist vom häufigen Leihen geprägt. Seine erste herausragende Saison absolvierte er 2022/23 bei FC St.Gallen, wo er, neben vier Vorlagen, 16 Tore erzielte. Middlesbrough war so beeindruckt, dass sie ihn für 7,1 Millionen Euro verpflichteten. Auch dort überzeugte er mit 18 Treffern und einer Vorlage. Die MLS-Mannschaft Atlanta United legte stolze 21,25 Millionen Euro auf den Tisch. Doch Latte konnte seine starken Leistungen der vorherigen Saisons nicht wiederholen.
In seiner Debütsaison in der MLS gelangen ihm 7 Treffer und 3 Vorlagen in 30 Spielen. In der laufenden Spielzeit erzielte er in 16 Partien 3 Tore und bereitete ein weiteres vor – für amerikanische Verhältnisse wohl zu wenig. Sein Vertrag läuft bis 2028, mit einer Option von einem Jahr seitens United. Ein Leihgeschäft mit Kaufoption wäre denkbar.
Mit 1,76 Metern ist Latte kein klassischer, körperlich dominanter Mittelstürmer. Dennoch ist das Kopfballspiel eine seiner Stärken: Hohe Sprünge und präzise Kopfbälle erinnern an Karl-Heinz Riedle. Er agiert gradlinig, ohne viel Schnörkel – ein Spieler, der die „einfachen“ Tore schießt. Ein Ballkünstler ist er nicht, seine Technik ist solide, auch wenn sie manchmal etwas unbeholfen wirkt. Latte zieht gerne aus der Drehung ab, was Torhüter vor Herausforderungen stellt, da der Ball erst spät sichtbar wird. Mit 33,22 km/h ist er ordentlich schnell, mit einem explosiven Antritt gewinnt er viele Zweikämpfe.
Latte ist kein klassischer Vorbereiter wie Ilic, sondern sucht stets den Abschluss. Dadurch könnte er sich im Sturm hervorragend mit Ilic ergänzen: Latte mit seiner Dynamik und Abschlusssicherheit, Ilic mit seiner Robustheit und Vorbereitungsstärke. Ein vielversprechendes Duo.
Ein großes Problem bleibt aber sein hohes Gehalt von 3,74 Millionen Dollar, unabhängig von seiner Leistung in der MLS. Wie man das löst, ist unklar: Entweder verzichtet Latte auf Gehalt oder Atlanta trägt zumindest die Hälfte. Andere Clubs dürften bei diesem Gehaltsniveau und Risiko kaum einsteigen. Latte ist eine Wundertüte: In der Schweiz und England überzeugt er, in den USA eher nicht. Wir könnten ihm jedoch den nötigen Wohlfühlfaktor bieten – die Chancen sind also gar nicht so schlecht.
Oder wird es am Ende doch Futkeu aus Frankfurt? Beide Spieler sind teuer. Alternativ wäre auch Ducksch eine Option, vermutlich die günstigste. Für zehn Tore pro Saison ist er weiterhin brauchbar. Außerdem müsste Trimmel nicht mehr ständig von einer Ecke zur anderen sprinten, was auch Ducksch kann. Am besten wäre für mich eine Kombination aus Ducksch plus einem der beiden anderen (Futkeu oder Latte). So hätten wir mit Ilic, Ducksch und Futkeu/Latte drei erstklassige Stürmer für zwei Plätze. Spieler wie Burke, Skarke und Ljubicic könnten abgegeben werden, während hinter Ducksch, Ilic und Futkeu/Latte vermehrt junge Spieler wie Bogdanovic (19) und Gray (19) eingesetzt werden könnten. Es wird höchste Zeit, dass auch der 1. FC Union aktiv am Transfermarkt agiert.
Ach ja, noch ein Gedanke: Borussia Mönchengladbach sucht intensiv nach einem zentralen Mittelfeldspieler. Kommt dort noch ein Spieler für die Zentrale, steht Neuhaus womöglich vor dem Aus. Bei uns würde er dagegen perfekt passen. Neuhaus hat nur noch ein Jahr Vertrag. Bleibt nach der WM noch etwas Geld übrig, wäre Kevin Schlotterbeck als Linksverteidiger eine gute Verstärkung. Einen starken Linksfuß in der Innenverteidigung haben wir derzeit nicht, was akut werden könnte, falls für Querfeld ein attraktives Angebot eingeht (davon ist zu hören).
Alternativ wäre der „Ossi“ Uduokhai eine Option als linker Innenverteidiger. Ein unterschätzter Spieler, der in der Bundesliga schon starke Leistungen gezeigt hat. Zum leidigen Thema Khedira: Mainz und Gladbach sollen Interesse zeigen, ebenso New York, Trabzonspor und Besiktas. Kommt es zu einem Wechsel von Khedira, macht Neuhaus noch mehr Sinn. Dann hätten wir mit Kemlein, Schäfer und Neuhaus drei Spieler für zwei zentrale Mittelfeldpositionen, die auch noch fußballerisch etwas können. Haberer wird damit kaum noch Chancen haben. Die zentralen Mittelfeld-Talente Blaszczak (18) und Sliskovic (17) dürften derweil näher an den Profikader rücken. Mal sehen, wann bei uns endlich Bewegung herrscht. Eisern!
Unionfux: Aktuell ist bei FIFA vieles im Umbruch und maßgeblich betroffen von Gianni Infantino, dem autoritären Weltverbandspräsidenten. Seine korrupten und skrupellosen Machenschaften richten dem Fußball mehr Schaden an, als viele denken. Insbesondere sein Plan, die Weltmeisterschaft und andere Turniere an Investoren zu verkaufen, stößt auf immer größeren Widerstand.
Der Weltfußball besteht aus 211 Verbänden, jeder mit einer Stimme – egal wie klein oder groß. Das erscheint demokratisch, doch Infantino nutzt genau diesen Umstand aus und sichert sich fast alle kleineren Verbände durch großzügige Zuwendungen, was ihn nahezu unangreifbar macht. So kann er problemlos Entscheidungen treffen: WM aufblähen, Rote Karten zurücknehmen, Turniere in Wüstenstaaten vergeben oder Halbzeitpausen verlängern – wer kann ihm da widersprechen? Man dachte, Sepp Blatter sei nicht zu toppen, doch Infantino ist schlimmer.
Kein Wunder, dass er den 47. US-Präsidenten bei jeder Gelegenheit hofiert – zwei gleichgesinnte Machthaber. Für sie gelten keine Gesetze, ob geschrieben oder ungeschrieben. Und so hat er Donald Trump, zumindest über Familienbande, in sein lukratives Investorenboot geholt.
Doch immerhin hat die UEFA nun genug und auch andere Kontinentalverbände schließen sich an: Es droht ein Boykott aller FIFA-Turniere. Ohne die Europäer wäre es keine echte WM mehr. Auch wenn Infantino dadurch nicht vollständig gestürzt wird, ist das ein Zeichen, das dringend nötig war. Gut, dass die UEFA mit Präsident Ceferin klar reagiert, auch wenn sie selbst nicht frei von Kritik ist – etwa wegen der aufgeblähten und gewinnorientierten Klubwettbewerbe.
Profifußball bewegt sich oft an der Grenze des Erträglichen. Investoren prägen das Vereinsgeschäft zunehmend. Ob Paris Saint-Germain ein Verein aus Paris ist, Manchester City aus Manchester oder RB Leipzig aus Leipzig, ist fraglich. Infantino’s Vorstoß ist daher nur konsequent, auch wenn er am Ende das Sportliche erheblich beschädigt. Widerstand gegen seine Pläne ist dringend notwendig, um nicht freiwillig das Ende des Fußballs einzuleiten.
Es bleibt spannend, wie die Machtprobe ausgeht. Infantino wird sich sicher nicht kampflos geschlagen geben. Ob der Widerstand über Lippenbekenntnisse hinausgeht, zeigt die Zukunft. Doch klar ist: Es geht um mehr als eine WM. Fällt dieser Stein, könnten Ideen wie eine Superliga wiederbelebt werden und diesmal durchkommen. Deshalb sollte man wenigstens den schlimmen Fortsetzungen Einhalt gebieten.
Unionfux: Der Kicker-Ranking im Sommer zeigt: Nur drei Bundesligisten fehlen – St. Pauli, Wolfsburg (beide abgestiegen) und Union. Im Winter waren wir noch mit Doekhi (Innenverteidigung), Khedira (defensives Mittelfeld) und Ansah (offensiv) vertreten. Aktuell sind nur noch Ex-Unioner Ryerson (BVB) und Leweling (Stuttgart, von uns verliehen und verkauft) aufgelistet.
Zwar sind solche Listen eines Fachmagazins nicht übermäßig bedeutend, doch es spiegelt unsere durchwachsene Rückrunde wider, die auch die letzten beiden guten Spiele kaum retten konnten. Kein Wunder, dass viele Bundesliga-Klubs teils irrationale Angebote für ihre Spieler erhalten, während das Interesse an unserem Kader überschaubar bleibt.
Herausragende Saisonleistungen gab es bei uns kaum, in der zweiten Hälfte noch seltener. Einzig Danilho Doekhi fand bei Lazio Rom eine neue Heimat – allerdings ablösefrei. Es gelingt uns kaum, Spieler günstig zu bekommen: Viele potenzielle Kandidaten sind zu blass, verletzungsanfällig oder wollen nicht weniger verdienen. Gerüchte um Aljoscha Kemlein und ein angebliches 15-Millionen-Angebot aus Rom sind unbestätigt und fragwürdig.
Langfristig wird es schwierig, kaum Einnahmen aus Transfers zu erzielen und mit einem durchschnittlichen Kader den Klassenerhalt zu sichern. Derzeit hoffen wir, dass Spieler wie Burke, Ilic, Schäfer, Querfeld und Ansah ihre Leistungen konstanter abrufen. Eine qualitative Verstärkung ist bisher nicht in Sicht, dabei wäre sie dringend nötig, um Trainer Lustrinelli bessere Optionen zu bieten. Ein größerer Umbruch noch vor dem Trainingslager in Österreich erscheint unrealistisch.
Die Herausforderung wird sein, geeignete Spieler mit geringem Gehaltsanspruch für den 1. FC Union zu gewinnen, bei einem sehr angespannten Transfermarkt. Leihgeschäfte sind denkbar, verlaufen aber meist zögerlich, da Vereine erst kurzfristig entscheiden, welche Spieler nicht im Kader bleiben. Bleibt eine Verbesserung aus, droht erneut eine zähe Saison ohne Garantie auf den Klassenerhalt.
Vorerst gibt es aber einen quasi-Neuzugang: Der ehemalige Stammtorwart des 1. FC Saarbrücken, Phillip Menzel, unterstützt uns als Gastspieler, da Rönnow und Raab weiterhin verletzt sind – langfristig wird er aber wohl nicht bleiben.
Icke: Die Union-Spieler genießen eine kurze Pause. Auf der Neuzugangseite tut sich nichts. Spieler mit wenig Perspektive stehen kaum bei anderen Vereinen auf dem Zettel. Die letzten Tests waren wenig überzeugend. Was soll der Union-Fan also gerade feiern?
Es ist schwer. Während Zweitligist Wolfsburg uns gerade Damar vor der Nase wegschnappt, schauen wir in die Röhre. Besonders in der Sturm-Suche wird es eng: Die bezahlbaren Stürmer sind fast alle weg und ablösefreie Stürmer sind rar.
Der Spanier Aranda (24) ist derzeit fast der einzige ablösefreie Stürmer europaweit, der uns sofort helfen könnte – abgesehen von Ü30-Spielern. Es wird wohl unvermeidlich sein, für einen Stürmer eine Ablöse zu zahlen. Dinkci ist noch im Gespräch, doch für ihn wird ebenfalls eine Ablöse fällig. Seine 14 Tore in 103 Bundesligaspielen sind wenig überzeugend, bei geschätzten vier Millionen Ablöse besteht Zweifel.
Wahrscheinlich müssen wir uns an Spieler wie Futkeu (Frankfurt) heranwagen, um die sich vier Bundesligisten bemühen. Er ist vermutlich noch teurer als Dinkci. Ein Risiko ist unvermeidbar in diesem Sommer. Alternativ müssten wir mit den vorhandenen Stürmern in die Saison gehen und auf ein Wunder hoffen. Die alte Regel, dass zum Ende des Transferfensters Schnäppchen auftauchen, scheint außer Kraft. Der Markt ist verrückt, je länger wir warten, desto geringer werden unsere Chancen. Eisern!
Unionfux: Die Kapitänsrolle im Fußball wird oft überschätzt. Ein Kapitän muss vor allem intelligent, erfahren und führungsstark sein, idealerweise ein Feldspieler. Die Mannschaft wählt manchmal demokratisch, manchmal der Trainer bestimmt diktatorisch – beides hat Vor- und Nachteile.
Trainer Mauro Lustrinelli bestätigt: Christopher Trimmel bleibt Kapitän, Rani Khedira ist sein Stellvertreter. Trotz Trimmels fortschreitendem Alter ist das eine ausgezeichnete Wahl. Keine bessere gibt es, denn er kennt den Verein wie kaum ein anderer, ist in seiner 13. Saison bei uns und glänzt in der Außendarstellung mit klaren, vernünftigen Aussagen.
Er bringt konstant Leistung, egal ob als Starter oder Einwechselspieler, ist weiterhin der beste Freistoß- und Flankengeber und seine Grätschen sind legendär. Trimmel verleiht dem Team die nötige Dynamik auf rechts. Seine unermüdliche Einsatzbereitschaft ist ein Vorbild für jüngere Spieler.
Manche wünschen sich Aljoscha Kemlein als Kapitän, das wäre auch eine Option – aber mit knapp 22 Jahren ist er noch jung und sollte erst Erfahrungen sammeln. Trimmels Zeit ist noch nicht vorbei, ihm wünschen wir eine erfolgreiche Saison als Kapitän!
Die Mannschaft genießt diese Woche noch Urlaub, bevor nächste Woche zwei Testspiele anstehen: Samstag in Dresden mit einer eher zweiten Garnitur und Sonntag an der Alten Försterei gegen Cagliari, den Vorjahresvierzehnten der Serie A, wo unsere vorläufige Bestbesetzung spielen wird.
Danach geht es ins einwöchige Trainingslager nach Österreich. Es ist zu erwarten, dass in den kommenden zwei Wochen personelle Veränderungen stattfinden, damit sich die künftige Stammelf formieren kann. Bewegung auf dem Transfermarkt bis Anfang September ist selbstverständlich. Erholung für die Spieler und spannende Zeiten für uns alle! Eisern.
Icke: Bisher setzte Union in sechs Vorbereitungsspielen 22 Spieler zwischen 16 und 23 Jahren ein – „Jugend forscht“ in Reinform. Trainer Lustrinelli will alle kennenlernen, auch die A-Jugendlichen. In vier Wochen startet die Bundesliga, jetzt wird es Zeit, eine Stammformation von 15 bis 16 Spielern zu bestimmen. Wer sich abzeichnet, gehört zum erweiterten Stamm.
Im Tor ist die Lage klar: Klaus, unser ehemaliger dritter Keeper, macht seine Sache hervorragend. Raab, die bisherige Nummer zwei, ist verletzt und wird mit anderen Klubs in Verbindung gebracht. Rönnow, unser eigentlicher Stammkeeper, verpasste einen Großteil der Vorbereitung wegen Verletzung. Stand jetzt steht Klaus im Tor – keine Schwächung!
In der Viererkette experimentierte man viel. Aktuell scheint Juranovic – M. Friedrich – V. D. Bosch – Köhn vorne zu liegen. Eine eng aufgestellte zweite Reihe mit Trimmel – Querfeld – Nsoki – Rothe ist ebenfalls nah dran. Ogbemudia wird regelmäßig eingesetzt und macht seine Sache ordentlich. Mit neun Kandidaten für vier Positionen gibt es ausreichend Auswahl. Ob daraus eine stabile Abwehr wird, zeigt sich bei richtigen Gegnern.
Im Mittelfeld gibt es zwei defensiv orientierte zentrale Spieler und zwei offensive Außen mit der Option, über die Flügel zu kommen oder ins Zentrum zu ziehen. Khedira hat wegen WM-Teilnahme die halbe Vorbereitung verpasst, aber sein Stammplatz scheint sicher. Oft spielten Schäfer und Kemlein defensiv. Haberer wurde als zu leicht befunden. Die Plätze im defensiven Mittelfeld bestimmen Khedira, Schäfer und Kemlein unter sich – wegen Khediras Trainingsrückstand starten wohl Schäfer und Kemlein beim Saisonauftakt.
Links und rechts auf dem offensiven Flügel sind Ansah (rechts) und Burke (links gesetzt. Beide haben Technik und Übersicht, aber es fehlt ihnen noch das Bundesliga-Durchsetzungsvermögen. Dahinter lauert das Talent Güther (16), das sogar auf beiden Flügeln spielen kann. Jeong und Skov stehen ebenfalls bereit, konnten aber den Trainer bisher nicht überzeugen. Qualität und Quantität stimmen, sofern Güther, Skov und Jeong sich im Laufe der Saison steigern. Besonders bei Güther ist man zuversichtlich.
Im Sturm gibt es Probleme: Eigentlich überzeugt nur Ilic, der wohl auch Angebote hat. Meist spielte Burke daneben, der allerdings bisher enttäuschte. Bedia wurde verkauft; Skarke und Ljubicic spielten punktuell, aber ebenfalls nicht bundesligatauglich. Dahinter warten Talente wie Gray, Bogdanovic und Engel aus der A-Jugend. Man vermutet, dass Lustrinelli vermehrt auf junge Spieler setzen wird, die jetzt schon genauso effektiv sind wie die „Großen“, aber noch Entwicklungspotenzial besitzen.
Hier wird klar, wo Verstärkungen nötig sind: Treffsichere Stürmer müssen her und zwar mehrere. Manager Heldt ist seit Sommer 2024 bei Union. Die Transfers von Skarke, Burke und Ljubicic fielen in seine Zeit, doch Abnehmer für sie fehlen. Neue Stürmer genehmigt er wahrscheinlich erst bei Abgängen. Das Experiment mit Prtajin ging daneben und wurde bereinigt. Wann schafft es Union endlich, einen guten Stürmer zu verpflichten? Die Flop-Serie reicht eigentlich für zehn Jahre. Hoffen wir, dass wenigstens eines der Stürmertalente den Durchbruch schafft. Ein weiterer Mittelstürmer ist neu in unserer U19: Matjani, albanischer U17-Nationalspieler, mit 1,89 m Körpergröße trifft er bislang in jedem zweiten Spiel bei uns und seiner Nationalmannschaft. Daumen drücken. Eisern.