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Union Berlin Blog: Ein Unentschieden zum Auftakt – ein Punkt für den Kampfgeist

Berlin – Eisern: Bei TAG24 betreiben drei echte Berliner Fußballfans gemeinsam den Union Berlin Blog.

Die Schreiber:

Icke (Jürgen Heinemann) ist seit Mitte der 1970er Jahre Union-Fan und als Betriebswirt seit über 30 Jahren im Vertrieb tätig. Er ist verheiratet, Vater eines erwachsenen Kindes und lebt inzwischen in Grünheide. Als Gründer des Blogs gibt er hier seine Einschätzungen ab.

Unionfux (Tobias Saalfeld) fiebert seit über 40 Jahren für Union mit. Er arbeitet als freier Künstler für Bühne, Hörfunk und Fernsehen und verfasst auch dort Texte.

Beecke (Christian Beeck) ist ehemaliger Bundesliga-Profi (Hansa Rostock, Energie Cottbus), ehemaliger Manager bei Union und absolvierte 21 Junioren-Länderspiele für die DDR. Er stammt aus der Union-Nachwuchsakademie und ist Vater von zwei Kindern. In unserem Blog unterstützt Beecke als Berater.

Unionfux: Mauro Lustrinellis erstes Heimspiel verläuft traumhaft: Der Neuzugang Latte Lath trifft schon nach drei Minuten per Kopf nach einer Ecke von Juranovic – Keeper Atubolu hat keine Chance. Ein toller Einstand! Doch Frankfurt antwortet prompt: Ebnoutalib erzielt per Kopf nach einer Ecke den Ausgleich. Direkt nach Wiederanstoß unterläuft Querfeld ein Fehlpass, den Ebnoutalib eiskalt zum 2:1 für Frankfurt verwertet – in der Alten Försterei ein blitzschneller Doppelschlag für den Gegner, den ich in fast 50 Jahren so nicht erlebt habe. Hoffentlich bleibt das eine Ausnahme. Bis zur Pause kommen wir noch einmal vors Frankfurter Tor, doch Ljubicic verpasst eine Flanke von Rothe knapp. Frankfurt dominiert das Spiel, presst intensiv, nutzt die Überlegenheit aber nicht weiter aus. Unsere Passquote liegt nur bei rund 60 Prozent, das Mittelfeld ist kaum präsent, lange Bälle werden häufig abgefangen – das altbekannte Problem. Die Mannschaft wirkt etwas müde, der Gegner ist in fast allen Belangen wacher und schneller.

In den ersten 20 Minuten nach der Pause bemühen wir uns, werden aber kaum gefährlich, da die Präzision weiterhin fehlt und selbst einfache Pässe nicht ankommen. Dann klären wir einen Ball in der Defensive nicht konsequent (war Burcus Hackentrick wirklich nötig?) und kassieren das dritte Tor durch Ebnoutalib mit einem platzierten Schuss. Frankfurt glaubt nun, den Sieg sicher zu haben, und viele Zuschauer teilen diese Ansicht. Doch unsere Mannschaft zeigt eine bemerkenswerte Reaktion – vor allem die Einwechselspieler setzen Akzente. Bei Schüssen von Burcu, Rothe, Jeong, Haberer und erneut Burcu steht Frankfurts Keeper Atubolu oft im Mittelpunkt, pariert glänzend. Juranovic bringt eine weitere Ecke präzise herein, ausgerechnet Querfeld köpft zum Anschlusstreffer ein. Noch ist Zeit. Frankfurt verteidigt jetzt überwiegend und lauert auf Konter, doch Köhn und Skarke schaffen es nicht, genügend Druck aufzubauen. Etwa zur Hälfte der vierminütigen Nachspielzeit flankt Rothe von links, van den Bosch köpft den Ball am langen Pfosten zurück ins Zentrum, Querfeld bringt den Ball per Kopf scharf vors Tor, und Skarke trifft mit einer artistischen Hackenablage – der verdiente Ausgleich entfacht riesige Freude in der Alten Försterei. Dieser Punkt ist wichtig für die Moral und zeigt, dass Lustrinelli ein gutes Händchen hat. Die Mannschaft ist intakt – das ist eindeutig positiv.

Gleichwohl bleiben unsere Schwächen sichtbar. Vor allem schmerzt der Ausfall von Andrej Ilic an allen Ecken und Enden. Ein Spielmacher wird dringend benötigt – und dieser ist wohl bereits in Aussicht: Laut der Schweizer Zeitung „Blick“ hat Kastriot Imeri unterschrieben. Der Schlüsselspieler vom FC Thun trug maßgeblich zur sensationellen Meisterschaft seines Klubs bei und hat auch bei Young Boys Bern und Servette Genf seine Qualitäten bewiesen. Mit präziser Schusstechnik, vor allem bei Standards, bringt er zusätzliche Klasse mit.

Ob er sich in der Bundesliga ebenso behaupten kann, wird sich zeigen. Für die Berner zahlen wir rund drei Millionen Euro. Ehrlich gesagt hatte ich diesen Transfer früher erwartet – warum es so lange gedauert hat, ist unklar. Ob Verein oder Spieler andere Vorstellungen hatten, ist Spekulation. Doch eines ist sicher: Trainer Lustrinelli wird genau wissen, was er in Imeri für einen Spieler bekommt und wie er ihn einsetzen muss. Ein so gründliches Scouting ist kaum zu überbieten.

Ob das bereits alles an Zu- und Abgängen war, wird sich erst am Dienstagabend oder Mittwoch zeigen. Ein weiterer technisch starker Spieler würde jedenfalls nicht schaden. Je leichter der Zugang, desto erfolgreicher könnte die Saison verlaufen. Ein besonderes Lob geht an Freddy Rönnow, der zum vierten Mal in Folge zum „Unioner des Jahres“ gewählt wurde – hoffentlich arbeitet er gleich auf Nummer fünf hin!

Damit endet diese Seite, denn nach fünf Jahren schließt der Union-Blog bei TAG24. Wir bedanken uns herzlich bei allen treuen und auch gelegentlichen Lesern. Es hat großen Spaß gemacht, über unseren Herzensverein zu schreiben, unsere Freude, unseren Ärger und unsere Leidenschaft mit euch zu teilen und unseren besonderen Blick auf das Ganze zu präsentieren. Wir hoffen, es war nicht umsonst.

Ein besonderer Dank gilt TAG24, das ein großartiger Partner war, uns Möglichkeiten geboten und einen Platz eingeräumt hat. Ohne ihr Engagement hätte dieser Blog nicht existiert. Vielleicht sieht man sich an anderer Stelle wieder – bis dahin: eisern Union!

Icke: Der 1. FC Union startet mit einem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt in die neue Saison. Der Gegner ist schwer genug – und kurz vor dem Saisonstart kommt noch Unruhe ins Team. Gespielt wird am Samstag um 15:30 Uhr, das Transferfenster schließt jedoch erst am 1. September, 20 Uhr.

Nach bisher wenig Bewegung im Kader haben wir gerade Felix Uduokhai für die Defensive verpflichtet. Wahrscheinlich ist das ein Vorgriff auf einen noch zu erwartenden Abgang von Querfeld, der nur noch ein Jahr Vertrag hat. Ein weiterer ablösefreier Abgang im kommenden Sommer würde uns nicht gut tun.

Außerdem müssen wir den plötzlichen Verlust von Ansah kompensieren. Sein Transfer bringt dem Verein unglaubliche 17 bis 18 Millionen Euro ein, mit weiteren Boni könnte der Gesamtwert bis zu 24 Millionen betragen. Die Engländer sind verrückt, aber uns soll es recht sein! Hull City wird sein neuer Klub.

Im Gespräch sind als mögliche Nachfolger Alt-Werderaner Ducksch, der Bayern-Leihspieler Ibrahimovic, Harres aus Kiel, Renato Sanches – der Ex-Bayer – und weiterhin Mahmic. Zum Glück hat sich das Gerücht um Pieringer erledigt, der uns nicht wirklich weitergebracht hätte. Eine doppelte Verstärkung der Offensive wäre gut. Eine Leihe von Ibrahimovic kombiniert mit einem festen Transfer von Ducksch oder Sanches wäre keine schlechte Lösung.

Frankfurt hat derweil Torwart Atubolu von Freiburg verpflichtet. Es ist gut möglich, dass er bereits gegen uns im Tor steht. Unser Neuzugang Uduokhai wird wahrscheinlich zunächst auf der Bank Platz nehmen – zumindest, falls Querfeld noch wechselt und geschont werden muss. Dann wären wir in der Defensive mit van den Bosch der einzige Innenverteidiger. Nsoki ist verletzt, Friedrich angeschlagen, Ogbemudia soll verliehen werden. Khedira kann auch als Innenverteidiger spielen. Ein Duo Khedira/van den Bosch liest sich gut – vor allem, wenn Aebischer als Neuzugang Khedira gut ersetzen könnte.

Das lange offene Transferfenster bringt überall Unruhe, vor allem gegen starke Gegner wie Frankfurt, deren Marktwert mit 323 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch ist wie unserer (knapp 127 Millionen). Nationalspieler wie Burkhardt und Co. werden uns im ersten Spiel fordern. Doch Angst haben gilt nicht – das letzte Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt endete 1:1. Unser neuer Trainer Lustrinelli ist gefordert, die Mannschaft optimal einzustellen. Ein Sieg ist möglich, denn niemand kann vor der Saison genau einschätzen, wo die Teams leistungsmäßig stehen. Eisern!

Icke: Im DFB-Pokal gewann der 1. FC Union in der ersten Runde mit 4:2 gegen Eintracht Braunschweig. Vier Tore klingen gut, jedoch fiel das letzte Tor erst, nachdem Braunschweig alles nach vorne warf – somit war der Sieg um ein Tor zu hoch. Insgesamt war Union qualitativ überlegen und körperlich etwas stärker.

Das Torwarttrio begann mit Raab, die Viererkette bildeten Juranovic, Querfeld, van den Bosch und Rothe. Khedira und Kemlein spielten im defensiven Mittelfeld. Jeong und Burcu besetzten die offensive Halbpositionen, Latte und Ansah bildeten den Sturm. Später kamen Schäfer für Jeong, Ljubicic für Latte und Aebischer für Burcu ins Spiel, Trimmel ersetzte Juranovic.

Ljubicic zeigte sein bestes Spiel für Union: Nach seiner Einwechslung in der 62. Minute erzielte er zwei Tore – per Kopf und mit dem rechten Fuß. Latte Lath gab sein Debüt und zeigte erste gute Ansätze, insbesondere schnelle Antritte in freie Räume. Van den Bosch überzeugte offensiv, u.a. mit seinem Kopfballtor zum 1:0, defensiv war die Viererkette jedoch wackelig. Die Nominierung von Querfeld überraschte, da er in den Testspielen häufig fehlte. Sein Passspiel war solide, aber er konnte nicht alle Räume schließen.

Juranovic spielte ordentlich auf der rechten Seite und schlug schöne Ecken, darunter eine zum ersten Tor. Links zeigte Rothe gute offensiven Akzente und erzielte unter anderem den 2:2-Ausgleich, defensiv besteht aber noch Verbesserungsbedarf. Khedira und Kemlein im defensiven Mittelfeld fielen kaum auf. Jeong wirkte oft abwesend, Burcu versuchte sich mit Dribblings, scheiterte jedoch häufig.

Sturmführer Ansah bemühte sich, ließ aber Chancen liegen. Insgesamt zeigte die Mannschaft weiterhin Schnelligkeitsdefizite, vor allem in der Defensive, und agierte nicht sattelfest. Das energische Zupacken fehlt, weshalb Gegentore oft möglich sind. Positiv hervorzuheben ist Raab im Tor, der nach seinem starken Spiel in Freiburg auch hier überzeugte. Aebischers Einsatz war begrenzt, Trimmel brachte mehr defensive Stabilität. Ljubicic war der Gewinner des Tages, mit gutem Stellungsspiel und Torinstinkt.

Das nächste Spiel gegen die Frankfurter Eintracht stellt eine große Herausforderung dar. Die Defensive ist weiterhin fragil und die Abstimmung muss besser werden. Die Mannschaft ist insgesamt noch zu langsam und es fehlt am letzten Einsatz vor dem Tor. Das kann jedoch verbessert werden. Eisern.

Unionfux: Die hartnäckige Lebensmittelvergiftung und die vorzeitige Abreise aus dem Trainingslager in Österreich sorgten für Spekulationen: Steckt etwa Andrej Ilic dahinter? Könnte der oft etwas zurückhaltende Serbe kurzfristig, womöglich Richtung England, den Verein verlassen? Ein Transfer würde uns wohl zwischen 15 und 20 Millionen Euro einbringen – aber seinen Verlust zu kompensieren, wird enorm schwer.

Obwohl Ilic in der vergangenen Saison zu wenige Tore erzielte, bleibt er mit elf Vorlagen ein wichtiger Spieler. Seine fußballerische Intelligenz, Spielübersicht und vor allem sein Kampfgeist sind herausragend. Zudem ist er der zweikampfstärkste Kopfballspieler der Liga und kombiniert Präsenz mit Technik. Das Potenzial ist noch nicht ausgeschöpft, und seine Bedeutung für unser Spiel ist unbestritten – umso erfreulicher ist die Vertragsverlängerung. Woher sonst sollten wir einen solchen Spieler bekommen?

Details zur Vertragsdauer werden nicht bekanntgegeben – warum diese Geheimniskrämerei? Vermutlich bleibt der Vertrag mindestens bis 2028 gültig, eventuell länger, inklusive einer Ausstiegsklausel ab etwa zehn Millionen Euro. Vieles bleibt Spekulation, doch die wichtigste Botschaft lautet: Andrej Ilic wird vorerst bei uns bleiben. Er ist eine Schlüsselfigur und sieht Union nicht als Zwischenstation – auch wenn im Fußball alles schnelllebig ist.

Wir hoffen auf viele weitere Tore und gewonnene Kopfballduelle von Ilic. Seine Bedeutung ist einzigartig, und hoffentlich steht er schon im Pokalspiel gegen Frankfurt auf dem Platz. Ich freue mich darauf!

Unionfux: Kein großer Überraschungscoup, aber dennoch eine Freude: Michel Aebischer, 29 Jahre alt, Nationalspieler der Schweiz mit 44 Einsätzen und zwei Toren, kommt für voraussichtlich drei Jahre zu uns. Der erfahrene Mittelfeldspieler bringt über 250 Erstligaeinsätze aus der Schweiz und der Serie A mit und war viermal Schweizer Meister mit den Young Boys Bern.

Im Mittelfeld ist er flexibel einsetzbar, voraussichtlich wird er bei uns als Achter spielen, gelegentlich auch als Sechser, die Zehn ist weniger seine Position. Beim FC Bologna wird er von den Fans „L’Equilibratore“, der Ausgleicher, genannt, wegen seiner hohen Passgenauigkeit und Spielintelligenz. Er sorgt für Stabilität.

Wie sehr unser Angriffsspiel durch ihn profitiert, bleibt abzuwarten – aber ein Spieler seiner Qualität ist definitiv eine Bereicherung. Er ist ein Wunschspieler von Trainer Lustrinelli, der wohl den entscheidenden Tipp gab und bereits einen Plan mit ihm hat. Aebischer hat angeblich Angebote aus Italien und Deutschland abgelehnt, um zu uns zu kommen.

Die Ablösesumme liegt zwischen 3,5 und 4 Millionen Euro, womit er unser teuerster Sommertransfer ist – angesichts der aktuellen Marktpreise aber ein überschaubarer Deal.

Die Verpflichtung löst keine Jubelstürme aus, da sie schon lange angekündigt war und nicht spektakulär ist. Unsere Erfahrungen mit Spielern aus der Schweiz und der Serie A sind gemischt, dennoch dürfte Lustrinelli mit Aebischer einen Glücksgriff gelandet haben. Weitere Transfers sind derzeit kaum zu erwarten, insbesondere da auf der Abgabenseite wenig Bewegung ist und keine bedeutenden Einnahmen zu erwarten sind. Einige Spieler hoffen wir, vom Gehaltszettel zu bekommen. Noch sind knapp zwei Wochen Zeit, aber große Hoffnungen sind gedämpft.

Dmytro Bogdanov wird für ein Jahr an Energie Cottbus ausgeliehen – eine Win-Win-Situation, wenn er dort ausreichend Spielpraxis bekommt. Rani Khedira bleibt bei uns, obwohl Interesse von Köln und Gladbach kursierte. Das ist gut für uns, auch wenn eine Ablösesumme damit wohl nicht mehr zu erzielen ist. Khedira wird bald 33 Jahre alt sein und könnte sogar eine Vertragsverlängerung bei uns anstreben.

Um die etwas nüchterne Stimmung etwas zu heben, hoffen wir auf einen souveränen Pokalstart am Sonntag gegen Eintracht Braunschweig. Ob Aebischer schon dabei ist und wo er aufläuft, wird spannend zu beobachten sein. Lange Eingewöhnungszeiten sind bei uns Tradition, aber diesmal bin ich optimistisch. Die Vorfreude auf Sonntag ist leise, aber vorhanden.

Icke: Seit Mitte Sommer ist Mauro Lustrinelli unser neuer Trainer. Drei Gründe sprechen für ihn: Er ist ein Anhänger der Viererkette, Union plant ein neues Spielsystem, um moderneren und attraktiveren Fußball zu bieten. Er führte den FC Thun sensationell zum Meistertitel. Und er arbeitete bereits mit Urs Fischer zusammen. Dafür zahlten wir eine Ablösesumme von etwa einer Million Euro.

Lustrinelli konnte die gesamte Vorbereitung gestalten, erhielt jedoch kaum die Verstärkungen, die er sich wünschte. Ganz im Gegenteil, durch die Abgänge von Doekhi und Leite wurde unsere Abwehr eher schwächer. Van den Bosch, Friedrich und Nsoki sollen sie ersetzen. Die Vorbereitungstests zeigten jedoch, dass die Abwehr teilweise bedenklich wackelt.

Wir kassieren zu leicht Gegentore. Nsoki ist erneut verletzt. Friedrich ist noch nicht der Abwehrchef, als der er gelten möchte. Van den Bosch zeigt noch keine defensive Konstanz. Querfeld und Ogbemudia sind nur zweite Wahl bei Lustrinelli. Positiv: Juranovic zeigt auf der rechten Seite gute Frühform und verdrängte wohl Trimmel. Links probiert der Trainer Rothe, der defensiv Schwächen zeigt; Köhn wirkt stabiler.

Nsoki ist der einzige Linksfuß in unserer Innenverteidigung – ein möglicher Konstruktionsfehler. Auch im defensiven Mittelfeld entstehen immer wieder Lücken. Khedira, Schäfer und Kemlein können diese nicht komplett schließen. Rothe und Haberer sind defensiv schwach. Jeong wirkt oft abwesend. Burcu versucht über links durchzubrechen, scheitert aber häufig.

Im Sturm haben wir mit Latte Lath einen Neuzugang, der sich mit Ilic nicht einspielen kann, da Ilic noch mit den Folgen einer Lebensmittelvergiftung kämpft. Gerüchte über einen Wechsel von Ilic kursieren. Der Kader umfasst 31 Spieler, eine Verkleinerung gelingt nicht. Spieler wie Haberer und Skarke haben kaum Einsatzchancen. Das bosnische Talent Mahmic wird als Neuzugang für das offensive Mittelfeld gehandelt, aber er wird von mehr als zehn Vereinen umworben, darunter Eintracht Frankfurt, was unsere Chancen schmälert.

Das offensive Spiel hat sich leicht verbessert. Burcu zeigt auf halblinks eine steigende Form, Ansah ebenfalls. Doch solange Ansah im Sturm aushelfen muss, fehlt er im rechten offensiven Mittelfeld, wo er am effektivsten ist.

Der 1. FC Union läuft noch nicht rund. Die Abwehr wackelt, Keeper Rönnow ist noch nicht voll belastbar, das defensive Mittelfeld ist verbesserungswürdig, und nach vorne fehlt uns schlichtweg die Qualität. Verletzungen wie die von Ilic verschärfen die Situation. Unsere Vorbereitung ist eben eine Vorbereitung – es wird trainiert, Laufwege werden neu erlernt. Wann der Knoten platzt, bleibt offen, genauso wie die Frage, ob es noch Veränderungen im Kader geben wird, sowohl Zugänge als auch Abgänge.

Man lässt den neuen Trainer etwas im Stich: Es ist unrealistisch, ein neues System vorzuschreiben, ohne den Kader entsprechend anzupassen. An einigen Positionen fehlen Tempo und Qualität. Hoffen wir auf Besserung! Eisern.

Unionfux: Die Testspiele im Sommer waren nicht gerade berauschend für uns. Nach Siegen gegen den Oberligisten Rathenow und den Landesklassenverein Grün-Weiß Lübben konnten wir gegen Regionalligisten wie Chemnitz oder Jena sowie die Schweizer Zweitligisten Winterthur und Aarau nicht gewinnen. Die Vielzahl der Testspiele erscheint fragwürdig – welchen Sinn das genau hat, ist unklar. Lustrinelli ist wenig amüsiert, versucht aber, das Beste daraus zu machen.

Am vergangenen Samstag waren wir in Dresden zu Gast (angeblich Teil der Ablöse für Bogdanov). Wir gingen in Führung, kassierten aber schnell den Ausgleich. Die erste Hälfte war einigermaßen ansehnlich, doch die zweite begann mit einem Gegentor. Das Spiel wurde zunehmend zerfahren, erstickte fast im Chaos. Am Ende verloren wir knapp vor mehr als 25.000 Zuschauern. Dresden war bis dato weiter im Punktspielbetrieb, entsprechend fit. Trotzdem gelang uns kein nachhaltiger Klassenunterschied, was gemischte Gefühle hinterließ.

Am Sonntag empfingen wir in der Alten Försterei den Serie-A-Club Cagliari Calcio, vor nur knapp 9.000 Zuschauern (ein Jahr zuvor kamen gegen Espanyol Barcelona mehr als doppelt so viele). Die hohen Eintrittspreise und fehlende Euphorie könnten Gründe sein. Am kommenden Sonntag wird sich zeigen, wie viele Fans der Premier-League-Aufsteiger Ipswich Town in zwei Wochen anlockt.

Das Spiel begann etwas zögerlich. Beide Mannschaften hatten Chancen, auf unserer Seite etwa durch Haberer oder einen Freistoß von Burcu, jedoch ohne Großchancen. Zur Pause stand es torlos, doch in der zweiten Halbzeit ging Cagliari schnell in Führung und erhöhte nach gut einer Stunde. Es sah nach einer weiteren Niederlage aus.

Fünf Minuten vor Schluss verlängerte Querfeld einen Einwurf von Rothe auf Ansah, der per Kopf traf – der Anschlusstreffer. Nach exakt 90 Minuten erzielte Ansah erneut per Kopf nach einer Ecke von Jeong den Ausgleich. In der vierminütigen Nachspielzeit ergaben sich Chancen auf beiden Seiten: Jeong scheiterte frei, während Uniontorwart Fritz Gagzow eine Weltklasseparade zeigte, um ein weiteres Gegentor zu verhindern. Das Spiel endete unentschieden – nicht überzeugend, aber auch nicht schlecht. Die Mannschaft befindet sich in einem Entwicklungsprozess, der Zeit und eventuell personelle Verstärkung benötigt.

Jetzt steht das Trainingslager in Österreich an. Emmanuel Latte Lath, ein ivorischer Stürmer, ist mit dabei. Er wurde von Atlanta United ausgeliehen, die eine Kaufoption haben. Vor anderthalb Jahren war er den Amerikanern über 20 Millionen Euro wert. In der Schweizer Super League bei St. Gallen und in der englischen Championship bei Middlesbrough bewies er seine Treffsicherheit. Ausgebildet wurde er bei Atalanta Bergamo, einer renommierten Adresse.

Seine Technik und sein Antritt machen einen soliden Eindruck. Ob er das auch bei uns zeigen kann, bleibt abzuwarten, aber ich halte den sympathischen Ivorer für eine gute Idee. Lustrinelli dürfte ihn bereits aus der Schweiz kennen. Seine MLS-Zeit war mit neun Treffern in anderthalb Jahren eher überschaubar. Burnley und Middlesbrough waren ebenfalls interessiert, konnten aber wegen Visa-Problemen nicht zuschlagen, gut für uns. Die Leihgebühr fällt wohl nicht an, wir zahlen aber sein vergleichsweise hohes Gehalt von rund 2,8 Millionen Euro, so die Angaben der Amerikaner.

Atlanta United spart dadurch Gehalt und schafft Platz für einen sogenannten Designated Player – möglicherweise Romelu Lukaku. Weitere Neuzugänge, vor allem im Mittelfeld, sind zeitnah angekündigt. Ein Spielmacher wird dringend benötigt, auch um unseren neuen Stürmer besser einzubinden. Den Jungs viel Spaß im Trainingslager!

Icke: Emmanuel Latte Lath ist 27 Jahre alt und Mittelstürmer. Er absolvierte vier Länderspiele für die Elfenbeinküste. Aufgewachsen ist er in Italien bei Atalanta. Seine Karriere ist von zahlreichen Leihen geprägt. Seine erste große Saison spielte er 2022/23 bei St. Gallen, wo er 16 Tore und 4 Vorlagen erzielte. Middlesbrough gefiel das, sie kauften ihn für 7,1 Millionen Euro. Dort erzielte er in der ersten Saison 18 Tore und einen Assist. Dies fiel Atlanta United aus der MLS auf, die 21,25 Millionen Euro zahlten. Jedoch konnte er diese Leistungen in der MLS nicht wiederholen – sieben Tore und drei Vorlagen in der ersten Saison (30 Spiele), aktuell drei Tore und eine Vorlage in 16 Spielen.

Er hat einen Vertrag bis 2028 in den USA mit einer Option für ein weiteres Jahr, eine Leihe mit Kaufoption wäre denkbar. Latte ist mit 1,76 Meter nicht sehr groß, aber stark im Kopfballspiel, ähnlich dem früheren Karl-Heinz Riedle. Er spielt direkt und schnörkellos, setzt bei Torabschlüssen oft auf Drehungen, was die Torhüter erschwert. Seine Geschwindigkeit ist ordentlich, vor allem der Antritt ist explosiv, was ihm viele Zweikämpfe sichert.

Latte sucht primär den Torabschluss, weniger die Vorarbeit – eine gute Ergänzung zu einem Spieler wie Ilic, der eher vorbereitet. Die Kombination aus Lattes Dynamik und Ilics Robustheit könnte ein gutes Sturmduo werden.

Eine Herausforderung ist sein hohes Gehalt von 3,74 Millionen Dollar. Wie das finanziert werden soll, ist unklar. Entweder verzichtet Latte darauf oder Atlanta trägt einen Teil. Wahrscheinlich wird kein anderer Verein bereit sein, dieses Gehalt mit dem Risiko zu übernehmen. Der Wohlfühleffekt könnte ausschlaggebend sein für seine Leistung, und diesen können wir ihm hoffentlich bieten. Die Chancen stehen nicht schlecht.

Alternativ könnte es auch Futkeu aus Frankfurt werden, ebenfalls teuer. Ducksch wäre eine günstigere Variante, er erzielt immer noch gut zehn Tore pro Saison und könnte durch seine Technik auch Trimmel entlasten. Die beste Lösung wäre eine Kombination aus Ducksch und einem der beiden anderen (Futkeu oder Latte). Dann hätten wir mit Ilic, Ducksch und Futkeu/Latte drei erstklassige Stürmer für zwei Positionen. Burke, Skarke und Ljubicic könnten abgegeben werden, während Bogdanovic (19) und Gray (19) als Talente genutzt werden können. Es wird Zeit, dass Union auch auf dem Transfermarkt aktiver wird.

Gladbach sucht aktuell ebenfalls einen zentralen Mittelfeldspieler. Sollte Neuhaus kommen, hätte er bei uns keine Chance mehr. Neuhaus hat nur noch ein Jahr Vertrag und könnte bei uns gut passen. Wenn wir noch Geld übrig hätten, wäre auch Kevin Schlotterbeck als linksfüßiger Innenverteidiger eine gute Option, die uns angesichts möglicher Abgänge von Querfeld gut täte.

Alternativ wäre Uduokhai als linker Innenverteidiger eine interessante Option. Ich halte ihn für unterschätzt – er hat starke Bundesliga-Leistungen gezeigt. Was Khedira betrifft, gibt es weiterhin Gerüchte um Wechsel zu mehreren Vereinen. Sollte er gehen, wäre Neuhaus als Ergänzung im Mittelfeld noch sinnvoller. Unsere jungen zentralen Mittelfeld-Talente Blaszczak (18) und Sliskovic (17) könnten dann näher an das Profi-Team rücken. Wir warten gespannt, wann sich bei uns sportlich etwas bewegt. Eisern!

Unionfux: Im Weltfußball sorgt Gianni Infantino, der umstrittene FIFA-Präsident, durch seine autoritären und oft korrupten Maßnahmen zunehmend für Kritik. Sein Plan, die WM und weitere Turniere an Investoren zu verkaufen, stößt nun auf wachsenden Widerstand.

Die FIFA besteht aus 211 Mitgliedsverbänden, jeder hat eine Stimme – eine demokratische Grundordnung. Doch Infantino nutzt dies, indem er kleine Verbände mit großzügigen Zuwendungen auf seine Seite zieht und sich so unangreifbar macht. So kann er Entscheidungen treffen wie die Aufblähung der WM, Rücknahme von Roten Karten, Vergabe von Turnieren an Wüstenstaaten oder Verlängerung von Halbzeitpausen. Wer kann ihn da stoppen? Sepp Blatter galt einst als unübertrefflich – Infantino scheint noch eine Stufe darüber zu sein.

Es ist kein Zufall, dass Infantino den früheren US-Präsidenten Trump hofiert, die beiden teilen eine ähnliche Regierungsweise – unabhängig von Gesetzen und Regeln agieren zu können. Auch wenn die UEFA und andere Kontinentalverbände mit Boykotten drohen, bleibt der Einfluss Infantinos groß. Dennoch ist die Reaktion der UEFA unter Ceferin ein wichtiges Signal.

Profifußball bewegt sich an der Grenze zur Moral: Investoren bestimmen zunehmend das Geschehen. Clubs wie PSG, Manchester City oder RB Leipzig sind kaum noch traditionelle Vereine, sondern Investorengebilde. Infantinos Vorgehen ist hier nur konsequent, auch wenn dadurch die Fußballwelt zunehmend den Boden unter den Füßen verliert. Es ist höchste Zeit, Widerstand zu leisten – auch wenn Infantino sich kaum geschlagen geben wird.

Diese Machtprobe geht weit über eine WM hinaus. Fällt sie, könnten Ideen wie die Superliga wieder aufleben und durchgewunken werden. Wer sich diesem Trend nicht widersetzt, macht sich mitschuldig. Es bleibt spannend, wie die Zukunft des Fußballs aussieht.

Unionfux: Der Kicker veröffentlichte seine Sommer-Rangliste, in der Union diesmal mit keinem Spieler vertreten ist – das gab es zuletzt im Winter noch drei Mal: Doekhi bei den Innenverteidigern, Khedira im defensiven Mittelfeld und Ansah auf der offensiven Außenbahn. Erwähnung finden diesmal nur Ex-Unioner wie Ryerson (BVB) und Leweling (Stuttgart).

Diese Ranglisten sind zwar nur eine Momentaufnahme, spiegeln aber die durchwachsene Rückrunde wider. Es ist verständlich, dass viele Bundesligisten hohe Ablösen für ihre Spieler erhalten, während das Interesse an unserem Kader überschaubar bleibt.

Herausragende Leistungen gab es kaum – selbst gute Partien waren selten. Einziger großer Erfolg war der ablösefreie Wechsel von Doekhi zu Lazio Rom. Spieler loszuwerden ist schwer – zu blass oder zu verletzungsanfällig sind viele. Lediglich um Kemlein gibt es Gerüchte – angeblich soll AS Rom 15 Millionen bieten; die Verlässlichkeit ist unklar, und das wäre wohl nicht genug.

Langfristig ist es problematisch, wenige Einnahmen aus Spielertransfers zu erzielen und zugleich mit einem durchschnittlichen Kader den Klassenerhalt sicherzustellen. Hoffnung setzen wir darauf, dass sich einzelne Spieler wie Burke, Ilic, Schäfer, Querfeld oder Ansah weiterentwickeln.

Eine qualitative Verstärkung ist aktuell nicht in Sicht, auch Gerüchte fehlen. Dabei wäre so ein Neuzugang wichtig, um Trainer Lustrinelli mehr Optionen zu bieten. Einen größeren Umbruch wird es wohl nicht geben.

Die Herausforderung besteht darin, geeignete Spieler mit geringem Kostenaufwand für Union zu gewinnen, und darauf zu hoffen, dass nicht ein Mitbewerber mehr zahlt. Leihen sind denkbar, werden aber oft erst kurz vor Ende der Transferperiode entschieden.

Gelingt die Kaderaufwertung nicht, droht erneut eine schwierige Saison ohne Garantie für den Erfolg. Es wäre fahrlässig, aus den Erfahrungen der letzten Jahre keine Konsequenzen zu ziehen und unsere Bundesliga-Zugehörigkeit aufs Spiel zu setzen, auch wenn die Probleme nicht zu leugnen sind. Noch besteht Zeit, und die Verantwortlichen wissen das – doch die Nervosität steigt von Tag zu Tag.

Ein Quasi-Neuzugang ist Phillip Menzel, ehemaliger Torwart des 1. FC Saarbrücken, der uns als Gastspieler unterstützen wird, solange Rönnow und Raab verletzt sind. Dauerhaft wird er wohl nicht bleiben.

Icke: Die Spieler des 1. FC Union genießen aktuell eine kurze Pause. Auf der Seite der Neuzugänge tut sich nichts. Spieler ohne Einsatzchancen sind kaum auf dem Transfermarkt – und die letzten Testspiele haben kaum Begeisterung ausgelöst. Woran sollen sich die Union-Fans derzeit erfreuen?

Es ist schwer. Während ein Zweitligist wie Wolfsburg einen Damar vor der Nase wegschnappt, schauen wir in die Röhre. Besonders im Sturm fehlen gute Optionen. Die meisten bezahlbaren Stürmer sind bereits vergeben, ablösefreie fast gar nicht mehr vorhanden.

Der Spanier Aranda (24) ist aktuell wohl der einzige ablösefreie Stürmer, der sofort helfen könnte – auch europaweit. Ü30-Spieler außen vor. Wahrscheinlich müssen wir für einen Stürmer eine Ablöse zahlen. Dinkci ist weiterhin im Gespräch, doch auch er kostet mindestens vier Millionen Euro, bei 14 Toren in 103 Bundesligaspielen ist sein Wert fraglich.

Vermutlich werden wir auf einen Spieler wie Futkeu (Frankfurt) setzen müssen. An ihm sind vier Bundesligisten interessiert, er dürfte teurer sein als Dinkci. Ohne ein finanzielles Risiko wird es in diesem Sommer nicht gehen. Die Alternative wäre, mit den vorhandenen Stürmern in die Saison zu gehen und auf ein Wunder zu hoffen. Der Markt ist verrückt und je länger wir warten, desto kleiner werden die Chancen. Eisern.

Unionfux: Die Kapitänsrolle wird oft überschätzt – ein Kapitän ist „primus inter pares“, der Erste unter Gleichen. Er sollte intelligent sein, Erfahrung und Leistung mitbringen, vorzugsweise Feldspieler statt Torhüter, und Führungsqualitäten haben. Mal wird er demokratisch gewählt, mal vom Trainer bestimmt – beides hat Vor- und Nachteile.

Trainer Lustrinelli bestätigte, dass Christopher Trimmel Kapitän bleibt, mit Rani Khedira als Vize. Auch wenn Trimmel aufgrund seines Alters wohl weniger Einsatzzeit bekommt, ist das eine gute Entscheidung. Er kennt den Verein wie kein anderer, lebt die Werte und ist seit über zwölf Jahren bei uns. Seine Außendarstellung ist vorbildlich – er spricht klare und sinnvolle Worte, die sich wohltuend vom üblichen Bundesligablabla abheben.

Trimmel bringt nach wie vor seine Leistung, ob in der Startelf oder als Einwechselspieler, seine Standards sind die besten im Team, seine Grätschen legendär, und seine Läufe auf der rechten Bahn häufig spielentscheidend. Dass er in seiner wahrscheinlich letzten Saison nochmal so abliefert, ist sicher. Der älteste Feldspieler der Liga zeigt Leistungswillen, von dem sich jüngere Spieler eine Scheibe abschneiden sollten.

Es gab Stimmen, die Aljoscha Kemlein als Kapitän sehen wollten – eine gute Idee, doch mit knapp 22 Jahren gehört ihm die Zukunft. Momentan wäre die Kapitänsaufgabe für ihn noch zu viel, zumal er sich in der Bundesliga erst etablieren muss. Kemlein ist ein seltenes Eigengewächs – der letzte, der sich so bei uns durchgesetzt hat, war Steven Skrzybski, der uns vor acht Jahren verließ. Also: Aljoschas Zeit kommt noch, Christophers ist noch nicht vorbei. Wir wünschen unserem Käpt’n eine erfolgreiche Saison.

Diese Woche nehmen sich die Spieler noch eine Auszeit, bevor zwei Spiele anstehen: Samstag in Dresden und Sonntag in der Alten Försterei gegen Cagliari Calcio, der Vorjahresvierzehnte der Serie A. In Dresden ist ein zweites Team zu erwarten, während gegen die Italiener wohl die vorläufige Bestbesetzung aufläuft.

Im Anschluss geht es für eine Woche ins Trainingslager nach Österreich. Es ist zu erwarten, dass in den nächsten zwei Wochen bei Zu- und Abgängen noch einiges passiert, damit sich im Trainingslager allmählich die Stammelf formiert. Aufgrund der Natur der Sache wird es bis zum 1. September weiterhin Veränderungen geben. Viel Erholung für die Spieler und spannende Zeiten für uns alle!

Icke: In den bisherigen Vorbereitungsspielen setzte Union 22 Spieler im Alter von 16 bis 23 Jahren ein – „Jugend forscht“. Trainer Lustrinelli will alle kennenlernen, auch die A-Jugendlichen. Wir befinden uns in der zweiten Hälfte der Vorbereitung, noch vier Wochen bis zum Saisonstart. Es wird Zeit, eine Stammelf mit 15 bis 16 Spielern zu finden, und es zeichnet sich einiges ab.

Im Tor ist die Situation klar und doch kompliziert: Klaus, unser früherer dritter Torwart, macht seine Sache sehr gut. Raab, die bisherige Nummer zwei, ist verletzt und wird mit anderen Klubs in Verbindung gebracht. Hannover holte inzwischen den Schweizer Nationaltorwart Leretz. Unser eigentlicher Stammkeeper Rönnow hat die Hälfte der Vorbereitung wegen Verletzung verpasst. Ob er es bis zum Saisonstart schafft, ist ungewiss. Momentan steht Klaus im Tor – und das ist keine Schwächung.

In der Viererkette wurde viel experimentiert. Aktuell scheint die Kombination Juranovic – Friedrich – van den Bosch – Köhn vorne zu liegen. Die zweite Formation mit Trimmel – Querfeld – Nsoki – Rothe ist nah dran. Ogbemudia spielt regelmäßig und macht einen soliden Eindruck. Mit neun Spielern für vier Positionen sind wir quantitativ gut aufgestellt. Ob wir aber ein Abwehrbollwerk werden, zeigt sich erst gegen echte Gegner.

Das Mittelfeld besteht aus zwei defensiv orientierten zentralen Spielern und zwei offensiven Halbpositionen. Die offensiven Außen sind meist Ansah (rechts) und Burcu (links), beide technisch versiert und übersichtlich. Ihnen fehlt jedoch noch Bundesliga-Durchsetzungskraft. Dahinter lauern Talente wie der 16-jährige Güther, der auf beiden Seiten spielen kann, sowie Skov und Jeong, die bisher den Trainer nicht überzeugten. Qualität und Quantität stimmen, wenn man von Fortschritten bei den Talenten ausgeht – besonders bei Güther bin ich zuversichtlich.

Im Sturm überzeugt bisher eigentlich nur Ilic, der aber Angebote zum Wechsel hat. Meist spielte Burke neben ihm, dessen Leistungen enttäuschen bislang. Bedia wurde verkauft. Skarke und Ljubicic zeigen ebenfalls wenig Bundesliga-Format. Dahinter stehen die Talente Gray, Bogdanovic und Engel (aus der A-Jugend). Es ist zu erwarten, dass Lustrinelli künftig verstärkt auf die Talente setzen wird, die schon jetzt ähnlich wirksam sind wie andere Stammspieler.

Hier wird deutlich, wo Union noch Verstärkung braucht: im Sturm. Und da sind treffsichere Stürmer gefragt – und zwar in der Mehrzahl. Manager Heldt, seit Sommer 2024 bei Union, holte bislang Spieler wie Skarke, Burke und Ljubicic, für die er derzeit keinen Abnehmer findet. Er darf vermutlich deshalb keine neuen Stürmer verpflichten. Sein früheres Experiment mit Prtajin ging schief, aber das liegt außerhalb seiner Verantwortung. Wann gelingt es Union wieder, einen wirklich guten und treffsicheren Stürmer zu holen? Die Flop-Serie der letzten Jahre reicht eigentlich für zehn Jahre. Hoffen wir auf Glück oder auf den Durchbruch eines der drei Stürmertalente. Übrigens gibt es einen neuen Mittelstürmer in unserer U19: Matjani, ein albanischer U17-Nationalspieler aus unserem eigenen Nachwuchs. Mit 1,89 Metern hat er die passende Größe. Daumen drücken! Eisern.

Unionfux: Als alter Ostler kennt man den Grundsatz: „Haben ist besser als brauchen.“ Jedes Jahr steigt die Nervosität, wenn zum Trainingsbeginn der Kader nicht komplett steht, Spieler, die nicht mehr gebraucht werden, nicht abgegeben sind, und neue Verpflichtungen fehlen – die perfekte Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern, ablösefrei oder spektakulär.

Spätestens zwei Wochen nach Trainingsstart steigt die Panik: Sind die Verantwortlichen bei Union verrückt? Wo bleiben die neuen Stars?

Allerdings sollte man keine Wunder erwarten. Für gute Spieler um die 20 Jahre werden mittlerweile 50 bis 60 Millionen Euro verlangt, da fehlen uns schlichtweg die Mittel. Wir sind froh, wenn wir überhaupt noch Ablösesummen für abwandernde Spieler bekommen – die millionenschwere Ablösefreiheit von Doekhi und Leite spricht Bände. Weitere potenzielle Verkäufer fallen nicht ins Auge.

Das Transferkarussell läuft noch schleppend, bei den großen Bundesliga- und Zweitligavereinen ist es nicht viel anders. Die WM verzögert die Transfers zudem, der Bundesliga-Start erst Ende August kurz vor Schließung des Transferfensters macht die Lage nicht leichter.

Es bleiben noch sechs Wochen, es wird sich sicher noch einiges tun – auch bei uns. Abhängig sind wir vom Dominoeffekt auf dem Markt und von unseren limitierten finanziellen Möglichkeiten.

Am Ende wird wohl wieder ein Großteil der Fans enttäuscht sein – wie so oft. Dabei brachten die meisten großen Namen in den letzten Jahren wenig Glück.

Die Kunst besteht darin, aus dem vorhandenen Kader das Beste herauszuholen und gleichzeitig Spieler für größere Vereine interessant zu machen. Ich glaube, Mauro Lustrinelli kann das, auch wenn es eine schwierige Aufgabe ist. Wer Meister mit einem Aufsteiger werden kann, der kann auch das. Sicher hat er eine Liste mit möglichen Zu- und Abgängen – ich glaube kaum, dass ihm bei seiner Verpflichtung nichts versprochen wurde.

Ärgerlich ist, dass Stanley Nsoki gerade verpflichtet wurde, aber (wie schon bei der Leihe) zunächst verletzt ist und Wochen fehlen wird. Unsere Dauerverletztenliste ist lang, Zweifel an der Eignung einiger Spieler wachsen.

Viel Geduld ist gefragt, ebenso ein vorsichtiger Optimismus – darin sind Unioner geübt. Hoffen wir, dass Horst Heldts Händchen diesmal ein wenig goldener ist und er dringend nötige spielstarke Mittelfeldspieler verpflichten kann. Es gibt genug Luft nach oben.

Und sollte der eine oder andere Stammspieler endlich aus seiner Lethargie erwachen, hätten wir quasi schon einige Neuzugänge, oder?

Die ersten vier Spieltage sind fix: zweimal samstags um 15:30 Uhr (gegen Frankfurt und in Leverkusen), dann zweimal freitags um 20:30 Uhr (gegen Schalke und bei Bayern). Ein heftiger Auftakt, doch das ist die Bundesliga. Traditionell starten und enden wir zu Hause – also alles gut.

Unionfux: Mit dem FC Carl Zeiss Jena verbinden uns viele Geschichten, auch in der Gegenwart: 1968 besiegten wir den frischgebackenen Meister Jena im FDGB-Pokalfinale – unser einziger großer Titel. Der neue Jenaer Trainer Marco Grote war vor Jahren U19-Trainer bei Union und betreute uns auch als Interimstrainer mit einem glücklichen Last-Minute-Sieg. Die letzten Pflichtspiele gegen Jena fanden 2018 im DFB-Pokal statt, das letzte Ligaspiel 2009. Seither trennten sich die Wege, und mehrere Ligen trennen uns heute.

Jena will erneut den Aufstieg aus der Regionalliga schaffen, doch viele Teams haben das gleiche Ziel – es wird schwer. In zwei Wochen startet deren Saison mit einem Heimspiel gegen den FSV Zwickau.

Zum Saisonauftakt gastieren wir vor etwa 7.000 Zuschauern (davon ca. 1.000 Unioner) im Paradies und verlieren verdient mit 0:2 gegen den Viertligisten.

Nach einer schwachen ersten Hälfte geraten wir früh in Rückstand durch einen Fehler vor dem eigenen Tor, den Löder ausnutzt. Nach der Pause wechselt der Trainer komplett durch, viele Nachwuchsspieler kommen zum Einsatz. Das Spiel wirkt engagierter, aber Chancen zum Ausgleich werden nicht genutzt. Kurz vor Schluss fällt das zweite Gegentor.

Nach dem schwachen Unentschieden bei Chemnitz letzte Woche ist das Ergebnis enttäuschend, auch wenn Freundschaftsspiele nur bedingt aussagekräftig sind. Trotzdem wirkt die Situation schwer für einen Bundesligisten, zumal der Trainer kein besseres Team als Baumgart zur Verfügung hat und nicht innerhalb von zwölf Tagen eine neue Taktik etablieren kann.

Er wird dennoch registrieren, welche Spieler etwas leisten können – viele haben bisher keine Pluspunkte gesammelt. Am Wochenende folgen zwei Spiele in der Schweiz gegen Winterthur und Aarau, da sollte Wiedergutmachung erfolgen.

Es ist noch zu früh, um in Panik zu verfallen. Hoffentlich arbeitet Manager Heldt hinter den Kulissen an Verstärkungen und schafft es, den übergroßen Kader zu verkleinern. Zudem sollte das Lazarett, insbesondere bei Ilic und Rönnow, bald kleiner werden.

Ich wünsche mir, dass Trainer Lustrinelli von Anfang an mehr Mut zeigt und den Spielern die Komfortzone nimmt. So kann die kommende Saison entspannter verlaufen. Eisern!

Icke: Im dritten Testspiel der Vorbereitung kommt Union bei Chemnitz zu einem 1:1-Unentschieden. Die Gegner sind stärker als bei den ersten beiden Spielen. Das System von Trainer Lustrinelli bleibt: Viererkette hinten, zwei defensive Mittelfeldspieler, offensive Außenbahnspieler. Auch A-Jugendspieler wie Vulin und Engel kommen zum Einsatz, ebenso das Talent Güther (16 Jahre).

Für die linke Mittelfeldposition ist Union bemüht, Kastriot Imeri aus der Schweiz zu verpflichten, den Lustrinelli vom FC Thun gut kennt. Imeri hat ein Länderspiel für die Schweiz absolviert. Auch der junge Torwart Schenk aus Münster wird gehandelt, obwohl dessen Verpflichtung aus meiner Sicht wenig Sinn macht. Zudem wird über Matoshi vom FC Thun gesprochen, ein linker Mittelfeldspieler. Es scheint, der Trainer sieht hier Nachholbedarf.

Parallel verhandelt Union mit Lichtenberg 47 über deren Nutzung ihres Stadions als Ausweichspielstätte der Frauenmannschaft während der Bauarbeiten. Union prüft noch die Optionen. Die anderen Alternativen wären wohl weiter entfernt.

Weitere Testspiele folgen am 12. Juli in Jena, danach gegen Winterthur und Aarau, vor dem Saisonstart gegen Dynamo Dresden (1. August) und Cagliari Calcio (2. August). Die Zeit, eine neue Stammformation zu finden, wird knapp. Eisern.

Unionfux: Ein Präzedenzfall: Die Tatsachenentscheidung in Zukunft wird vom Regierungschef bestätigt werden müssen. Wer weiß, ob wir gegen Paraguay ausgeschieden wären, wenn Friedrich Merz rechtzeitig interveniert hätte? Die Korruption ist so unverfroren wie nie zuvor.

Gleichzeitig ist eine gewisse Logik darin, denn wenn unser Bundestrainer von „unserem Spiel“ spricht, geht es offensichtlich mehr um den Verkauf von Produkten als um Fußball. CR7 hat viel Geld verdient, um eine kleine Liga in einem Wüstenland bekannt zu machen. Fußball ist verlogen, Fairness und Sportsgeist längst verloren. Die Spieler reklamieren mehr als sie leisten, und Werte haben kaum noch Bedeutung.

Manchmal sind Diskussionen um gelb-rote Karten nicht mehr als Randnotizen in einem Spiel, das längst zu einem Zirkus verkommen ist. Wir sind nicht Opfer, sondern Teil des Systems, auch wenn wir uns das kaum eingestehen möchten.

Wir können Infantino und Trump nicht verhindern, weil sie demokratisch gewählt sind. Wir sehen zu, wie der Fußball zunehmend von Geld und Politik bestimmt wird. Die besten Spieler können oft kein Spiel mehr alleine entscheiden. Eine zurückgenommene rote Karte ist da nur noch eine Randnotiz.

Der Fußball ist zu einem Spektakel verkommen, das uns mehr Ärger als Freude bereitet. Eisern Union!

Icke: Am 22. Juni 2026 stellte der 1. FC Union sein Trainerteam für den Nachwuchs vor. Darunter ist auch Chris Reher, zuständig für die U14. Er war acht Jahre lang Spieler, Kapitän und Nachwuchstrainer beim FC Vorwärts Frankfurt/Oder, dem Stasi-Club aus Hohenschönhausen. Das Problem ist, ob die Union-Fans einen Trainer akzeptieren, der beim ehemaligen Unterdrückerverein gearbeitet hat, der Unioner verfolgt und ins Gefängnis steckte.

Viele Fans und vermutlich auch Sponsoren sehen das kritisch. Reher selbst hat nichts Verwerfliches getan – er spielte nur beim „falschen“ Verein. Union und seine Fans boykottieren Leipzig und möchten keine langjährigen Spieler, Trainer oder Funktionäre vom ehemaligen DDR-Geheimdienstklub. Das ist verständlich und der richtige Weg für den Nachwuchs.

Union hatte zuerst zugestimmt, zog die Personalie dann aber wohl zurück. Diskussionen in Foren waren überwiegend negativ. Auch in Hohenschönhausen will man ihn wohl nicht mehr zurückhaben, was aber noch nicht offiziell bestätigt ist.

Erfreulich war das erste Testspiel von Union mit einem 12:2-Sieg gegen Optik Rathenow. Lustrinelli setzte auf ein 4-4-2-System. Die neuen Innenverteidiger Friedrich und van den Bosch starteten. Bester Spieler war der 16-jährige Linus Güther auf dem rechten offensiven Flügel, der zwei Tore erzielte und ein weiteres vorbereitete – alles in nur 45 Minuten. Er ist auch A-Jugend-Nationalspieler Deutschlands mit 7 Toren in 9 Spielen. Ein großes Talent wächst heran. Am Sonntag folgt das nächste Testspiel bei Grün-Weiß Lübben. Kein Durchatmen für die Profis. Eisern.

Unionfux: Fußball besteht zu einem großen Teil aus Zauber und Aberglauben. Es gibt Angstgegner, Heimserien, Serienmeister und Wundertrainer. Glauben ist wichtig. So glaubt man lange an Julian Nagelsmann, den jüngsten langfristigen Bundesligatrainer, der bereits Bayern München trainierte und dafür 25 Millionen Euro Ablöse kostete. Schnell entsteht ein Hype, und Nationalspieler werden als „Nagelsmänner“ bezeichnet, ohne wirklich geprüft zu werden – ähnlich wie bei Sandro Wagner oder Jürgen Klinsmann als Heilsbringern.

Der nächste Kandidat ist Jürgen Klopp, die „Riesenkauleiste“ der Nation, erfolgreich, unterhaltsam und werbewirksam – der Mann, der uns zu alter Größe führen könnte. Auch wenn Klopp ein guter Trainer ist, ist die Begeisterung oft überzogen. Die Nationalmannschaft hat einige gute Spieler – aber auch viele halbherzige Stars mit kurzlebiger Halbwertzeit. Kimmich als Rechtsverteidiger ist eine Fehlbesetzung.

Ich persönlich bin kein Fan der Nationalmannschaft und der aufgeblasenen WM unter Infantino. Gut ist, dass Nagelsmann gehen muss. Er ist klar überfordert. Klopp als Nachfolger ist eine gute Wahl, auch wenn der Manager Mintzlaff das entscheidet, der ohnehin alles regelt – Hauptsache, die Zahlen stimmen und die Leute konsumieren.

Beiden Trainern wünsche ich Glück, Mauro Lustrinelli aber noch viel mehr, denn nichts ist wichtiger für Union als Union. Dieser Beitrag ist bewusst polemisch, und jetzt zurück zum Hauptthema: Union.

Unionfux: Am Wochenende starten die ersten Freundschaftsspiele: Samstag bei Oberligist Optik Rathenow, mit dem ewigen Trainer Ingo Kahlisch, der seit 1989 dort tätig ist (länger als Frank Schmidt in Heidenheim). Das Spiel ist ausverkauft. Am Sonntag geht es nach Lübben, die inzwischen nur noch in der Landesklasse spielen.

Trainer Lustrinelli fühlt sich nach wenigen Tagen heimisch und kann erste Eindrücke gewinnen, ob das kreative Loch im Mittelfeld existiert und wie man dagegen vorgehen kann. Laszlo Benes wird jedenfalls kein Teil der Lösung sein – er unterschrieb gerade bei KAA Gent mit einem Vierjahresvertrag. Wir erhielten nur rund 1,1 Millionen Euro Ablöse, ein weiteres Minusgeschäft.

Damit könnte der Weg für Kastriot Imeri von den Young Boys Bern frei sein, der mit Lustrinelli bei FC Thun Meister wurde. Thun zog die Kaufoption nicht, Imeri will nicht in Bern bleiben, Lustrinelli kennt seine Fähigkeiten gut. Die bisherigen Erfahrungen mit Schweizern waren nicht optimal, doch für höhere Gehaltsklassen fehlt uns das Geld. Wir warten ab, ob sich das Gerücht bewahrheitet und wie er sich in der Bundesliga schlägt.

Stanley Nsoki bleibt bei uns, Hoffenheim zahlt 1,5 Millionen Euro trotz nur 14 Einsätzen. Die Frage bleibt, ob wir für diesen Preis einen besseren linken Innenverteidiger bekommen oder ob Nsoki ein Fehleinkauf ist – das löst gemischte Gefühle aus. Marvin Friedrich bringt ebenfalls Fragezeichen mit, bei den anderen ist van den Bosch wohl die größte Hoffnung.

Wir freuen uns auf den Start der Saison und hoffen, dass die Mannschaft den Kampf annimmt. Eisern!