Ungeschlagene Monarchs feiern emotionalen Triumph als Nordmeister
Dresden – „Für Yazan!“ riefen die Nordmeister lautstark, als sie für ihre zwölf unbesiegten Spiele in der Hauptrunde belohnt wurden. Nach dem deutlichen 52:21 (14:0, 10:14, 14:7, 14:0)-Sieg gegen die ifm Razorbacks Ravensburg sicherten sich die Dresden Monarchs die Nordmeisterschaft und widmeten den Erfolg ihrem verletzten Running Back Yazan Nasser.
Verletzungen spielen besonders vor den Play-offs eine große Rolle – so auch vor und während des letzten Hauptrundenspiels der Monarchs.
Lucas Masero kam mit Krücken zum Spiel, während Eric Hauschild, Anthony Tittel und Lars Müller verletzungsbedingt den Platz verlassen mussten. „Es handelt sich um kleinere Blessuren, sie werden für die Play-offs wieder fit sein“, beruhigte Headcoach Greg Seamon.
Der Trainer der Monarchs zeigte sich entspannt und konnte mit seinem Team den ersten Titel der Saison feiern.
„Das war ein klarer Sieg, dennoch gibt es noch Verbesserungsbedarf. Niemand kann vorhersehen, ob man den Nordtitel ohne Niederlage holen kann, daher ist dieses Erlebnis etwas ganz Besonderes“, sagte der 71-Jährige.
Spätestens als die Gastgeber vor 6224 Zuschauern einen Trickspielzug zeigten und Receiver Montigo Moss mit einem langen Pass von Michael Breuler zum dritten Touchdown des Spiels bedienten, schien der Erfolg sicher.
Doch dem war nicht ganz so, denn die Monarchs verloren zwischendurch etwas an Konzentration. „Wir müssen wieder unseren Stil durchsetzen, zum Schluss waren wir etwas unaufmerksam und die Tacklings saßen nicht optimal“, resümierte Chris Noak zur Halbzeit.
Moss (gepasst von Rocky Lombardi) und David Moore III. (per Lauf) erzielten die ersten Punkte, Kicker Florian Finke verwandelte die Extrapunkte sicher und gelang auch ein Field Goal aus 41 Yards.
Der Spielstand von 24:14 spiegelte wider, dass Ravensburg, trotz des Ausfalls ihres Star-Receivers Anthony Harris Jr., alles daran setzte, sich das Heimrecht für die Play-offs zu sichern.
Tim Müller fing einen Pass von Broghean McGovern, anschließend verkürzte der Spielmacher selbst nochmals. Nach der Pause gelang Aidan Enneking ein Touchdown in der Dresdner Endzone.
Auf der anderen Seite dominierte jedoch vor allem die Defense: Vance Feuerbacher fing eine Interception, Sebastian Huber und Sterling May erbeuteten jeweils einen Fumble, während Elian Canet, Max von Mühldorfer und Jannik Stantke jeweils einen Quarterback-Sack verzeichneten.
Für klare Verhältnisse sorgten Tofunmi Lala, Janne Särkelä, Jordi Torrededia sowie Breuler – die letzten beiden gefüttert vom zweiten Quarterback Casey Thompson. So konnte die Feier beginnen …