Ultramarathon-Szene atmet auf: Jeff Browning erwacht aus dem künstlichen Koma
Courmayeur (Italien) – Die Sorge um den Ultramarathon-Läufer Jeff Browning (55) hat vorerst ein Ende gefunden. Nach seinem Herzinfarkt ist der Extremsportler aus dem künstlichen Koma erwacht. Doch der Weg, der ihm nun bevorsteht, könnte härter sein als jedes Rennen, das er bisher bestritten hat.
„Jeffs Zustand verbessert sich glücklicherweise, doch die Situation ist ernster als zunächst angenommen“, heißt es in einem Spendenaufruf auf der Plattform „GoFundMe“.
Zugleich informiert die Familie des „Bronco Billy“ regelmäßig über seinen Gesundheitszustand auf seinem Instagram-Account. Zwei Tage nach dem tragischen Vorfall beim TDS-Rennen am Mont Blanc gaben sie erste, wenn auch vorsichtige Entwarnung. Jeff musste sich mehreren Operationen unterziehen, eine Rückkehr in die USA ist momentan noch ausgeschlossen, da seine Verfassung eine solche Belastung vermutlich nicht verkraften würde.
Am vergangenen Sonntag gab die Familie dann einen weiteren Hoffnungsschimmer bekannt. In einem kurzen Video ist der erfolgreiche Ultra-Athlet zu sehen, wie er in einem Krankenhauskittel durch einen Flur einer Klinik in Frankreich geht. In seiner Hand hält er ein offenbar schweres Gerät, das über ein langes Kabel mit seinem Körper verbunden ist.
„Wir sind überaus froh, mitteilen zu können, dass die Operationen erfolgreich verlaufen sind und sich Jeffs Zustand zunehmend bessert“, schreibt die Familie in ihrem Beitrag. „Morgen (also am heutigen Montag) steht hoffentlich die letzte Operation an, um seine Stabilität weiter zu sichern.“
Auch wenn die letzten Tage von guten Nachrichten geprägt sind, machen sich Freunde und Angehörige große Sorgen um die Familie Browning. Denn mit den Operationen ist die Unterstützung nicht abgeschlossen. Jeff wird sein Leben lang auf medizinische Versorgung angewiesen sein – und diese ist insbesondere in den USA enorm kostspielig.
Als selbstständiger Profi versorgt Jeff nicht nur sich selbst, sondern auch seine Frau Jennifer und ihre drei gemeinsamen Kinder. Um die Familie zumindest finanziell zu entlasten, haben Freunde ein Spendenkonto eingerichtet, auf dem bereits knapp 250.000 US-Dollar zusammengekommen sind.