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Uli Hoeneß übt scharfe Kritik an der WM und bezeichnet sie als „Desaster für den Fußball“

Von Maximilian Wendl

München – Uli Hoeneß (74) äußert sich äußerst negativ zur aktuell stattfindenden Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko und hat sich entschieden, dem Turnier fernzubleiben.

„Ich bin überzeugt, dass diese Weltmeisterschaft ein Desaster für den Fußball darstellt“, erklärte der Ehrenpräsident des FC Bayern München im Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Besonders die hohen Eintrittspreise stoßen Hoeneß bitter auf.

„Zweitausend Dollar für ein mittelmäßiges Finalticket – wohin soll das noch führen? Ich war stets ein Befürworter von Kommerzialisierung im Fußball, aber nicht in solch extremem Ausmaß“, so der 74-Jährige weiter.

„Ich möchte diese Entwicklung nicht auch noch durch den Kauf von Karten unterstützen.“

Nach eigenen Aussagen hätte Hoeneß während des Turniers kostenfrei bei einem Bekannten in Florida wohnen können.

„Aber das Verlangen, zur WM zu reisen, war bei mir von Anfang an nicht vorhanden. Selbst wenn dem so gewesen wäre, hätte es sich erledigt, als ich vom Standort des Hauses erfuhr“, betonte er.

Der angebotene Aufenthaltsort befand sich laut Hoeneß nur rund fünf Minuten vom Anwesen des damaligen US-Präsidenten Donald Trump (80) in Mar-a-Lago entfernt.