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TSV 1860 München steht vor herausforderndem Neuanfang: Zwischen Optimismus und großen Bedenken

Von Manuel Schwarz

München – Nach der Trennung von Investor Hasan Ismaik (48) bereitet der TSV 1860 München seine Anhänger auf einen schwierigen Neuanfang vor. In einer kurzen Erklärung möchte der Traditionsverein jedoch auch Hoffnung vermitteln. Rechtliche Unsicherheiten bleiben bestehen.

„Liebe Löwinnen, liebe Löwen, was ab heute beginnt, wird kein einfacher Weg“, hieß es auf der offiziellen Webseite des Vereins. Dennoch soll nun der Blick nach vorne gerichtet und aktiv an der Zukunft gearbeitet werden.

„Dafür benötigen wir eure Unterstützung: Glaubt an diesen Pfad, verbreitet positiven Geist, zeigt mit Stolz unsere Löwen, tragt unser Wappen offen zur Schau, haltet zusammen, werdet Mitglied und motiviert andere, Teil unserer Gemeinschaft zu werden.“

Da Ismaik ein gewährtes Darlehen zurückzog, war der Fußball-Traditionsclub nicht mehr in der Lage, die wirtschaftlichen Voraussetzungen für den Verbleib in der 3. Liga zu erfüllen; als Konsequenz erfolgte der Zwangsabstieg in die Regionalliga.

Der Stammverein hat den seit 2011 bestehenden Kooperationsvertrag mit dem Jordanier beendet, der zuletzt die Mehrheit an der für den Profibereich verantwortlichen Spielbetriebsgesellschaft innehatte.

Das Spielrecht beim Bayerischen Fußball-Verband verbleibt beim Verein, der am vergangenen Wochenende während der Mitgliederversammlung eine neue Spielbetriebsgesellschaft ins Leben rief. Ziel ist es, bis zum Beginn der Saison in der Viertklassigkeit Ende Juli eine konkurrenzfähige Mannschaft inklusive Teamstruktur aufzubauen.

„Wir setzen alles daran, unseren Club auf eine solide Basis zu stellen und eine nachhaltige, erfolgreiche Zukunft für den TSV München von 1860 e.V. zu sichern“, erklärten die Verantwortlichen. „Jeder Schritt, den wir jetzt gemeinsam gehen, stärkt unseren Verein für die kommenden Jahre.“

Unklar ist weiterhin, welche rechtlichen Konsequenzen die jüngsten Entwicklungen – von der Kreditkündigung durch Ismaik, dem Aus des Kooperationsvertrags bis hin zur Gründung der neuen Gesellschaft – nach sich ziehen werden.

Ismaik kündigte für diese Woche bereits eine „vollständige und transparente rechtliche Aufarbeitung“ an. Einige Anhänger und Vereinsfunktionäre befürchten, der einstige Geldgeber könnte mit Klagen oder einstweiligen Verfügungen den Neustart des TSV 1860 behindern.