Transfer von Wunschspieler Kalimuendo zu Eintracht Frankfurt durch Oliver Glasner gefährdet
Frankfurt am Main/Nottingham – Eintracht Frankfurt hofft weiterhin auf die Verpflichtung des begehrten Stürmers Arnaud Kalimuendo, doch die Wahrscheinlichkeit eines Transfers des 24-Jährigen nimmt zunehmend ab.
Ursächlich dafür scheint ausgerechnet Oliver Glasner (51) zu sein, der in Frankfurt nach wie vor hohes Ansehen genießt, seit er den Klub 2022 zum Gewinn der Europa League führte. Glasner ist inzwischen Trainer von Nottingham Forest in der englischen Premier League – dem Verein, dem Kalimuendo vertraglich gehört.
Der Franzose war zu Beginn der letzten Saison für 30 Millionen Euro von Stade Rennes zu den „Tricky Trees“ gewechselt. Da es ihm dort jedoch nicht gelang, sich durchzusetzen, wurde er Anfang 2026 an die Eintracht ausgeliehen.
In der schwachen Rückrunde von Frankfurt gehörte er zu den wenigen positiven Erscheinungen, erzielte sechs Treffer und bereitete ein weiteres Tor vor. Dass die Eintracht die Kaufoption dennoch nicht zog, lag am mit 27 Millionen Euro zu hoch angesetzten Preis – eine Summe, die sich Frankfurt nach dem verpassten erneuten Einzug in einen europäischen Wettbewerb nicht leisten wollte.
Sportvorstand Markus Krösche (45) und die Verantwortlichen hoffen auf Nachverhandlungen, um den Ablösebetrag für Kalimuendo reduzieren zu können. Laut „Bild“ strebt man an, den Preis auf höchstens 20 Millionen Euro zu senken. Mit dem Spieler selbst sei man sich bereits einig.
Mittlerweile hat das Training unter Glasner in Nottingham begonnen, und Kalimuendo hinterlässt einen positiven Eindruck. Im ersten Vorbereitungsspiel, einem Derby gegen den Drittligisten Notts County, erzielte er beim 2:0-Sieg ein Tor und zeigte eine starke Leistung.
Im Anschluss lobte Glasner den Franzosen: „Er hat heute eine großartige Partie abgeliefert, nicht nur wegen des Treffers. Er hat sich sehr gute Räume zwischen den Linien erarbeitet“, wird der Österreicher von der „Bild“ zitiert. Zudem wolle Glasner allen Spielern im Kader die Chance geben, sich zu beweisen.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob Nottingham bereit ist, den 24-Jährigen unter seinem Marktwert (laut „Transfermarkt.de“ rund 25 Millionen Euro) abzugeben. Außerdem müsste Frankfurt zuvor Elye Wahi (23) und Noel Futkeu (23) verkaufen, um den Transfer zu finanzieren.
Bis diese Voraussetzungen erfüllt sind, sollen die Verhandlungen um Kalimuendo laut „Bild“ vorerst ausgesetzt sein.